Inprekorr 1971–1992

Archiv der Internationalen Pressekorrespondenz der IV. Internationale

Sambia

Die Opposition gegen Kaunda wächst

· Inprekorr Nr. 54, 25. März 1976 · S. 21-30 · 7.332 Wörter

Jugend und Studenten Afrika Portugal

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gegen kaunda wächst JOHN BLAIR

Die Ereignisse des letzten Monats haben die politische Krise in Sambia bedeutend verschärft, Die UNIP - Regierung (United National Independence Party - Partei der Nationalen Unabhängigkeit) ist offen von rechts und von links bedroht. Sie ist bei der städtischen Bevölkerung dem einzigen relevanten politischen Stimmungsbarometer, weniger beliebt denn je.

Die ersten, die ihre Opposition gegen das Regime in zusammenhängender Weise geäußert haben, waren die Studenten der Universität Sambia in Lusaka, wo seit Beginn dieses Jahres eine wichtige Kampagne zegen die Außenpolitik der Regierung in der Angolafrage geführt wird. Sambias Politik gegenüber

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SAMBIA

Angola ist durch eine Anzahl Erwägungen bestimmt, die wir ausführlich in unserm Artikel: "Sambia -- Rückwirkungen des Bürgerkriegs in Angola" in Inprekorr Nr. 51 vom 5. Februar 1976 analysiert haben. Sie lassen sich kurz folgendermaßen zusammenfassen:

1) Der Wunsch, ausgedehnte Handelsbeziehungen mit dem weißen Süden zu knüpfen, da alle Versuche, durch Industrialisierungsprogramme größer Importsubstitutionen zu erreichen, gescheiter sind.

2) Die Angst vor der Dynamik, die ein Sieg der MPLA in sich birgt: es hat sich schon gezeigt, daß sich dadurch der Prozeß der Entladung eines umfassenden Kriegs der unterdrückten Völker geger lie Feste des weißen Rassismus wahrscheinlich beschleunigen würde. Eine solche Entwicklung cönnte rasch einer anhaltenden antiimperialistischen und antikapitalistischen Mobilisierung in ganz Südafrika den Weg öffnen.

3) In letzter Zeit ist das Land wirklich von sudafrika abhängig geworden, da das Regime Vorster der kränkelnden sambischen Wirtschaft bekanntlich Unterstützung gewährt.

Es ist die offene Zusammenarbeit mit den Kräften des Imperialismus und des weißen Rassismus, die vor allem dem Protest der Studenten der Universität Sambia Nahrung gibt. Diese Generation wurde aufgezogen unter der ständigen Beschwörung die das Land angeblich zur Unterstützung Seien Regimes Schacht hat So mutte der ener weißen Regimes gebracht hat. So mußte deutlichere Widerspruch dieses Grundsatzes mit der Politik gegenüber Angola mit Sicherheit schwere Zweifel hervortreiben.

Als eine relativ kleine Gruppe von Aktivisten begann, die Wurzeln dieser Politik aufzudecken und sie the en Massene ro das wett aber the kities sten Träume hinausgegangen ist. Diese Entwicklang ist eine glasklare Lehre über die wirkliche Bedeutung internationaler Entwicklungen für das Erwachen des politischen Bewußtseins bei den Völkern der neokolonialen Länder Afrikas. Die Ereignisse in Angola haben tagtäglich gezeigt, welch nnige Beziehung besteht zwischen den herrschen den (reisen in Sambia und dem Imperialismus Sie haben damit den bewußteren Teilen der Bevölkerung den wirklichen Klassencharakter des Regimes anschaulicher dargelegt, als dies tausenc Artikel vermocht hatten, Seit Beginn des 3. Trimesters am 5. Januar begann man an der Universität emsthaft mit der Organisierung der Solidarität mit der MPLA. Diese Kampagne wurde vor allem von den Miteliedern der "Gesellschaft Franz Fanon" geführt, ein sozialistischer Diskussionszirkel, um den sich die radikalisierten Ele• nente der Universitat gruppieren. Diese Gruppe ist die einzige offen politische Gruppe an der Universität Sambia, wo die Bemühungen, einen Zweig der UNIP zu schaffen, am Widerstand der Studenten und ihrer Gewerkschaft gescheitert sind. Die Agitation stieß bei der Masse der Studenten sofort auf Widerhall und erreichte einen Höhepunkt im eintagigen Streik am 15. Januar; dessen Ziel war die Forderung, daß die Regierung ihre Haltung zum Bürgerkrieg in Angola sotort revidie re und vollständig die MPLA unterstütze. Bei dieser Gelegenheit wurde das Universitätsgelände von den streikenden Studenten besetzt und den ganzen wurden Massenversammlungen abgehallichkeit zu nehmen. Obwohl es in Radio Luanda an erster Stelle gebracht wurde, schwiegen in Sambia Radio, Presse und Fernsehen darüber. An jenem Tag wurde der Campus von bewaffneter Polizei urnstellt, aber sie unternahm keinen Versuch, in die Universitätsräume einzudringen. am faspeingang der Universitat vorbetführt, wur der Universität vorbeiführt, de umgeleitet, lamit die Leute nicht die großer Plakate. lesén konnten, die zur Solidarität mit der MPL. A aufriefen.

Öffentlich äußerte die Regierung ihre Sorge über die Situa tion an der Universität Sambia erst am sonntag. als in Lusaka und Ndola, dem Zentrum des Kupt ergürtels, Demonstrationen zur Unterund Mitglied des Zentralkomitees der rekt die wirklichen Hintergründe der Ereignisse an der Uni versität, dischen Professoren" sprach, die angeblich "Unruhe unter den Studenten gestiftet" hatten, weil sie für die Un'erstützung einer der Außenpolitik der Regierung entgegengesetzten Politik kämpften. In Lusnka hatten die Aktivisten der Universität erst sehr spät die Nachricht vom Plan einer regierungsfireundlichen Demonstration erhalten. Doch waren sie in der Lage, am Evelyn Hone college, einem Institut für höhere Bildung. Flugblätter zu ven der Demonstration abzuhalten. Das Ergebet mögliche Teilnehmer daß kein einziger Student dieses Instituts an der Dernonstration teilnahm. Aber die Aktivisten stellten den Plänen der UNIP noch weitere Hindersatoren anderen der bebestrachon und vereinen dort zahlreiche Flugblätter, in denen sie erklärten, warum sie die MPLA unterstützten. Die ca. 800 Schüler der höheren Schule in Lusaka, die angeworben worden waren, um zum Präsidentenpalast zu marschieren (State House) und dort ihre Unterstützung der Haltung der Regierung kundzutun, lasen sie und ver arbeiteten sie sofort. Die Bemühungen der militanten Studenten zahlten sich schon während der Ansprache Kaundas aus. Als dieser von seiner wohlbekannten Schlauheit auf Massenversammlungen Gebrauch machte und mehrmals die Frage herausbrüllte: "Wen unterstützen wir?" brülite es laut und deutlich zurück: "Die MPLA !", statt, wie er erwartet hatte: "Eine Regierung der nationalen Einheit"

Nach die sen Eröffnungssalven spitzten sich die Ereignisse rasch zu einer Konfrontation zu. Am Abend de:s 28. Januar hielt Kaunda im Radio und im Fernsenen eine Rede, in der er einen "totalen Ausnahmezustand" für das ganze Land ankündigte. Da Sambia seit der Erklärung der Unabhängigkeit von Rhodesien im November unter einem partiellen Ausnahmezustand" stand, war es schwer, sotort zu ermessen, welche Anderungen genau einretührt werden sollten. Es wurde aber vor allen betont, dais alle Garantien des Artikels 3 der Verfassung, über die elementarsten demokratischen Rechte und Bürgerrechte aufgehoben werden sollten. Das bedeutete die vollständige Außerkraftsetzung aller Grundfreiheiten, der Redefreiheit, Versammlungsfreiheit, usw.: die Polizei konnte nun ohne besondere Anweisungenin jedes Haus eindringen.

Am 31. Januar wurden auf Grund der neuen Vollmachten die ersten Verhaftungen durchgeführt. Lionel Cliffe, britischer Professor an der Universität Sambia, wurde 28 Tage festgehalten. Dafür gab man keine Gründe an, aber seine Frau erklärte,

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daß die Polizei Literatur über Angola aus seinem Haus auf dem Campus herausgetragen hatte. Von Cliffe war bekannt, daß er von 1971 bis 1974 in Großbritannien Aktivist des Komitees für die Befreiung Mozambiques, Angolas und Guineas gewesen war. Zuvor hatte er 10 Jahre lang an der Tansanischen Universität in Dar-es-Salam gearbeitet, wo er lange Zeit als Regierungsberater Sambias Haltung zu Angola eines Mannes, vom 5, Februar Der Zom der Studenten gegen zwei Universitätsangehörige, die beschuldigt wurden, an den Repressionsversuchen der Regierung mitzuarbeiten. ein Nigerier, hatte sich in seiner Eigenschatt als Dekan der Fakultät für Kunst und Gesellschattswissenschaft geweigert, eine Versammlung des Universitätsperson als einzuberufen, um über die Gefangennahme Cliffes zu diskutieren. Mutukwa, ein sambischer Kollege Cliffes von der Abteilung für Politische Wissenschaften, wurde angeklagt, sich aktiv an Versuchen der Regiering betelligt zu haben, Cliffe in die Organisation von Aktionen zugunsten der MPLA an der Universität zu verwickeln. Die Streikenden forderten die sofortige Entlassung der beiden Männer.

Die Regierung antwortete schnell. Am Samstag, umzingelte die Polizei das Univerden 7. Februar, fall, in dem ein Student, sitätsgelände. Als Vorwand diente ein Zwischen- der bekannt war als einer der zahlreichen Agenten der Polizei, auf eine Gruppe von Kommilitonen, die ihn im Speisesaal mit sarkastischen Außerungen stichelten, den Revolver richtete. Es kam fast zu einem Aufstand und der Strohmann der Polizei hatte Glück, sich ungeschoren davon machen zu können.

Die Polizei errichtete nun eine totale Blockade um die Universität, so daß diejenigen, die sich im Innern befanden, keine Nahrung erhalten, und die, die tagsüber nach Lusaka gefahren waren, nicht zu sich zurückkehren konnten und auswärts schlafen mußten. Gleichzeitig wurden drei weitere Universitätsangehörige verhaftet: 1) ein Holländer namens Siemensma, von dem behauptet wurde. er habe den großen holländischen Informationsmedien Berichte über die Situation an der Universität Sambia zugeschickt (was sicher stimmt und für die Regierung umso peinlicher ist): 2) ein italienischer Professor der Abteilung Soziologie, D. Longhi, weil er "aktiv versucht habe, afiffes Befreiung zu erreichen"

3) ein heimatloser südafrikanischer Flüchtling, Roberto Molteno der seit 8 Jahren der Universität angehörte. Dies war vielleicht der peinlichste Fall für die Regierung. Es ist bekannt, daß Molteno während dieser Zeit mehrfach als Berater der Regierung tätig war. Er war auch bei allen, die das erste Jähr der Oberschule hinter sich hatten, bekannt als Autor des Buches: "Die sambische Gemeinschaft und ihre Regierung" , eine Pflichtlektüre in dem jüngst eingerichteten Gemeinschaftskundeunterricht. Dessen Funktion ist es, den jungen Sambier Bewunderung für den Einparteienstaat und seine Institutionen einzutrichtem, und man muß sagen, daß sich das Buch von Molteno bei der schwierigen Aufgabe, ihn als "humanistisch" und demokratisch hinzustellen, zibt. Aber nun scheint sein Verbrechen darin geegen zu haben, daß er die Sprecher der Regierung den 75 Mitgegen den Grundsatz der akademischen Freiheiten gebrandmarkt und seine "ehrenvolle" Wiedereinsetzung verlangt haben.

Es ist klar, daß die Bildung eines festen Blocks der Universitätsangehörigen und der Studenten gegen die repressive Politike der begren der rund war für die Entscheidung, letztendlich die Universität zu schließen. In der Nacht des 7 Februar drang die Polizei brutal in die Universität ein und versuchte, eine Konfrontation zu provozieren, die ihr erlaubt hatte, den Studenten die Verantwortung für die Schließung der Universität zuzuschieben. Diese Taktik schlug völlig fehl. Am 9. Januar verkündete der Erziehungsminister Mulitika im Radio die unbegrenzte Schlie- Bung der Universität Sambia und erklärte. dies geschehe, um Blutvergießen und Eigentumsdeschädigung zu vermeiden, die unvermeidlich waren, wenn die Universität geöffnet bliebe. Den Studenten wurden jedem 10 Kwacha (l Kwacha = 1,40 US Dollar) in die Hand gedrückt, damit sie ihre Reisekosten zahlen konnten; dann wurden sie unter der Aufsicht der Armee und der Polizei in Busse verfrachtet und am Busbahnhof von Lusaka abgesetzt, wo sie auf die Verkehrsmittel warten mußten, die sie nach Hause transportierten. Zus ätzlich zu den 4 Professoren wurden noch 21 Studenten verhattet. Darunter war die gesamte Führung der Studentengewerkschatt und eine Anzahl von Aktivisten, die wegen ihrer Beteiligung an der Organisation der Ereignisse der vorangegangenen Woche bekannt waren. Unter diesen Umständen war es natürlich unmoglien, die Universität geöfinet zu halten; man hatte Angst vor den anschließenden Protestaktionen. So gingen 4 Wochen intensiver politischer Garung an der Universität zu Ende, in deren Verlauf sich Hunderte von Studenten radikalisiert haben und sie den wahren Charakter der Politik ihrer "humanistischen " Regierung beurteilen konnten, zumindest was ein wichtiges Kemproblem betrifft. Die Regierungsvertreter beglückwünschten sich, diesen "emporgekommenen" Studenten eine heilsame Lehre erteilt zu haben, und vor allem auch diesen Professoren, die als "Agenten der Supermächte" in die Universität eingeschleust worden waren. Aber die sambische Öffentlichkeit zeigte sich davon weit weniger beeindruckt. Am darauffolgenden Sonntag, dem 15. Februar, veröffentlichte die "Sunday Times" die von der Regierung kontrolliert Wor, Kommentare von 30 bis 30 Personen aus "Dem Volk das "Volk" zu einem aktuellen Thema. Aber es tand sich niemand. der die Schließung der Universität Sambia vorbehaltslos begrüßt hätte, obwohl dies gerade das Anliegen der sonderbellage gewesen war. Der allgemeine Tenor der Kommentare wurde am besten von denen zusammengefaßt, die kritisierten, daß die Regierung soviel Energie darauf verschwende, gegen 2.000 oppositionelle Studenten vorzugehen, während sie sehr wenig Beflissenheit an den Tag legte, die wirtschaftlicher Probleme, unter denen die Mehrzahl zu leiden hat, zu lösen. Auf den ersten Blick kann man sa- Sendenten von der Masse der Bevölkerung zu iso- daß die Regierung ihr Ziel, die militanten lieren, nicht erreicht und im Gegentell dazu beigetragen nal, die Schranken zwischen den beiden bevolkerungsgruppen niederzureißen. Mar wann die Universitat wieder geöffnet wird.und man weiß nichts über das Schicksal der Verhafteten. Aber aller Wahrscheinlichkeit nach werden sich die Studenten, wenn sie wieder zum Campus zurückkehren, nicht besonders demoralisiert zeigen und ihre Fähigkeit zur Mobilisierung gegen die Regierung wird nicht sehr nachgelassen haben.

Das wichtigste für die Aufrechterhaltung der Kampf-

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ANGOLA moral Ist, dai die MPLA esiegt hat und daß Sambia, obwohl es versucht, lies hinter komplizierter Formeln zu verbergen, gezwungen sein wird, die neue angolanische Regierundieser Schritt ist vor anzuerkennen --wenn nicht de iure, so de facto; allem von dem Wunsch diktiert, möglichst bald die Wiedereröffnung der Eisenbahnlinie von Benguela zu erreichen. In dieser neuen Situation Wird es die Regierung sehr in Verlegenheit bringen, daß sie weiterhin 25 Personen gefangen hält, weil sie stre enden verwaltung derch die Ereignisse selbst die jetzt der wideraufgezwungen wird.

Wenn die Studenten also an die Universität zunicken nas thr Kampf erfolgreich gewesen ist. werden sie die kollektive Gewißheit besitzen, Dadurch wird der Kampf für eine weitergehende Entwicklung ihres politischen Bewußtseins außerordentlich begünstigt.

Aber die Opposition der Universität gegen die Haltung der Regierung zu Angola war nicht das einzige, was zu unterstellen, auf massiven Widerstand gestoßen. Bisher waren die Bergarbeiter in Siedlungen untergebracht, die vollständig von den Wohngebieten der restlichen Bevölkerung abgeschlossen waren. Hier zahlten sie durchschnittlich ten als die andern. Gewisse Dienstleistungen wie Wasserversorgung waren kostenlos, und dank der wirksameren Verwaltung konnten wichtige Problene wie die Reinigung schneller geregelt werden. Deshalb wurde die Nachricht, die lokalen Behörden würden jetzt alle Bergarbeitersiedlungen unter ihre Kontrolle nehmen, mit Bestürzung aufgenommen. In Chingola, Kitwe und Luanshya wurde die regierungsoffizielle Kommission, die Untersu- Cluenten Versamer lunge empilan oll die die Ortsvereine der Bergarbeitergewerkschaft von Sambia organisiert hatten. Bei der Rokana-Mine in Kitwe konnte die Kommission am 21. Januar keine öffentliche Versammlung abhalten, da ihr Versammlungsraum von Tausenden von Bergarbeitem besetzt wurde.

Schnell bei der Sache, wo man aus der Situation Nutzen ziehen kann, waren die Uberreste der United Progressive Party (UPP), eine Abspaltung von der UNIP 1971, 1972 ententelbar vor der prigen des Ein der teienstaats ins Exil geschickt wurde. Aber durch Ausnutzung ihrer historischen Hochburgen im Cupfergürtel (Mufulira ist der einzige Ort, in dem sie in der kurzen Zeit ihres Bestehens eine parlamentarische Wahl gewinnen konnten) konnten sich die Aktivisten der UPP, die unterein an der immer in informellem Kontakt gestanden hatten, wieder organisieren, um ihren Stützpunkt wieder aufzubauen, Sie spielten sicher eine bedeutende Rolle in einigen Mobilisierungen gegen die Kommission. Diese Partei stellt natürlich in keiner Weise eine fortschrittliche Opposition gegen die UNIP dar, In Wirklichkeit war zu Beginn der 70er Jahre eine ihrer wichtigsten Interventionsachsen die vollständige Wiederherstellung der wirtschaftlichen Beziehungen zum weißen Süden. Die Führung setzte sich später immer mehrheitlich aus Berbas zusammen, eine Stammesgruppe, die im Kupfergürtel vorherrscht und die von Kaunda aus Gründen des Gleichgewichts in der Führungsspitze von allen politischen Funktionen femgehalten So gründete sich die Unterstützung für die UPP oft auf grobschlächtige, stammesbornierte Motive.

Das aktive Wiederauftreten dieser Gruppe war begleitet von einer neuen Polarisierung im sambischen Parlament. Hier ist der hervorragendste Wortführer der Rechten zweifellos Arthur Wina, EX - Finanzminister und Abgeordneter von Living. stone. Er ist ein bedeutender Geschäftsmann unc Präsident des Zambia National Council for Commerce and Industry. Am 21. Januar startete Wina im Parlament einen großan gelegten Angriff gegen die weitere Schließung der Handelsgrenze nach Rhodesien auf dem Straßeh- und dem Schienenweg. Er argumentierte, die Wiedereröffnung der Handelsgrenze sei unabhängig von allen politischen Erwägungen eine wirtschaftliche Notwendigkeit für das Land. Er wurde sofort von einer großen Anzahl von Abgeordneten unterstütz die Freiheits- von denen einige die Gelegenheit ergriffen, kämpfer von Zimbabwe (das ist der afrikanische Name für Rhodesien) anzugreifen. Sie wurden beschuldigt, sie hätten keine korrekte Taktik für die Vereinigung eingeschlagen und deshalb ihre Befreiung nicht durchsetzen können. Sambia ist es leid, solch undankbare Verräter an Afrika zu chen mit dem Hinweis darauf, daß Kaunda durch seine Weigerune Sache als abgeschlossen sich mit diesem Gegenstand zu befassen, betrachtete (24. Januar), brach Wina sie am 4. Februar emeut vom Zaun. Seine neue Rede nahm ganz die Züge eines neuen Manifests der Rechten an. Noch einmal forderte er, daß die Grenze wie der geöffnet werde "um eine untergehende Wirtschaft zu retten"

scheibe seiner Angriffe, was nicht schwer war. müssen die Farmer unterstützen, die für den Handel produzieren, bevor wir unser Geld in Experimenten kollektiver Bewirtschaftung verschleudern" Er zog unvorteilhafte Vergleíche mit der Situation in Malawi, das wegen seines selbstsicheren Vertrauens in die privat betriebene Landwirtschaft in der Lage sei , sich selbst zu ernähren und sogar seine agrarischen Exporte zu steigern.

Am 5. Februar sprach der Abgeordnete von Malambo, Whiteson Banda, zum selben Thema und erklärte: "Entwicklungsprogramme werden ohne ausländische Hilfe nie erfolgreich sein. Die Wende der Partei und der Regierung zum Sozialismus schreckt mögliche Kapitalanleger ab, und wenn dieser Kurs nicht verlassen wird, gerät die Wirtschaft an den Rand des Abgrunds"

So hat man in den letzten Wochen das Wiederauftauchen einer rechten Tendenz beobachten können, die danach drängt, mit der "humanistischen" Effekthascherei Kaundas und seinen verbalen Zugeständnissen an den Sozialismus Schluß zu machen ( obwohl die Taten der Regierung weit da• von entfernt sind), um ihn durch eine Orientierung zu ersetzen, die ausdrücklich die Entwicklung einer rein privatwirtschaftlichen Ordnung zum Ziel hat.

Die Regierung wird in Zukunft Problemen gegenüberdie sich aus ihren Ende Januar ergriffenen halt vor, in dem Preiserhöhungen für Erdöl, Bier, Tabak und andere "Luxusgüter vorgesehen waren. Am 1. Februar wurden aber auch bedeutende Preisnahşnusmene der Samber ner Preis tur einen 50-Kilo-Sack gesiebtes Mehl stieg von 4,10 K. 3,90 K. Bel seinem Versich eges rechtertigen, soll Kaunda tatsächlich angeführt haben, gesiebtes Mehl sel ein Luxus zehntausend) gönnten. apamwambas" (die oberen In Wirklichkeit --dies wurde von mehreren Per-

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sonen nachgewiesen, die um Kommentare in der Presse gebeten wurden-- war das ungesiebte Mehl so schle cht zubereitet, daß es praktisch ungentelsbar war, und wegen seiner schlechten Qualitat weise das gestebe Mell von emer beeren Schich- war der Abfall sehr ten der Bevölkerung verwendet, weswegen die Verdoppelung seines Preises auch einen harten Angriff auf ihr Lebensniveau darstellt. Leider gibt es noch keine Statistiken über die Inflationsrate in der letzten Zeit. Aber im ersten Halbjahr 1975 ist der Index der unteren Einkommen auf eine Jahresrate von 14% angestiegen, während die Lohnerhöhungen auf 5% jährlich beschränkt waren. Die tingste Erhonuns der Preise tür Grundnahrungsmitel in Sambia wird diese Inflation beträchtlich beschleunigen und eine Unzutriedenheit schüren, lie sich jetzt schon tast orten außert. Die samregene der sie Schwierigkeiten aufallen to gegen, in der sie auf allen Fronen hat. Obgleich sie dies abstreitet, ist es äußerst wahrscheinlich, daß sie versuchen wird, sich durch die Entfaltung des Handels und der finanziellen Beziehungen mit dem weißen Süden und durch die Wiedereröffnung der Grenze mit Rhodesien und damit des schnellsten Wegs zum Meer eine vorübergehende Atempause zu verschaffen. Die Anerkennung der MPLA (nach verstreichen eines "angemessenen " Zeitraums) wird ihr außerdem wieder die Benutzung der Benguelabahn sichem.

Aber diese Maßnahmen lösen das Problem nicht, das sich aus dem gestörten Gleichgewicht einer "mono-mineralen Wirtschaft und den konjunkturellen Auswirkungen der weltweiten Rezession der Imperialistischen Wirtschaft ergibt. Die größte Aufgabe wird in der unmittelbaren Zukunft die sein, die radikalisierten Studenten von der Notwendigkeit zu überzeugen, eine Arbeit in Richtung auf die Arbeiterklasse zu beginnen, deren Lebensniveau angegriffen wird. Sicher war eine der Erwägungen, die die Regierung veranlassten, die Universitat zu schließen, die, daß radikalisierte Elemente, die im Kampf für die Unterstützung der MPLA engagiert waren, schon von der Notwendigkeit gesprochen hatten, gegenüber den Preissteigerungen öffentlich eine klare Haltung einzunehmen, und schon versucht hatten, Aktionen zu dieser Frage zu starten. Dieser Fortschritt im Bewußtsein, der an der Unterstützung der MPLA seinen Ausgangspunkt gefunden hat, muß nun genutzt werden zu einem umfassenderen Verständnis des genauen Charakters des neokolonialen Regimes in Sambia.

Eine solche Aufgabe ist umso dringender, als die virkliche bürgerliche Politik von Individuen wie Wina und Kapwepwe in Kürze großen Einfluß bei den Arbeitern erlangen kann. Denn kurzfristis kraft aus, das Absinken des Lebensniveaus aufzuhalten, surwartsentwickluns und eine Menrung des reichums zu sichern, als die Plane der regierenden UNIP.

Wahrscheinlich treten wir in eine Periode ein, in der die Glaubwürdigkeit der Führung der UNIP immer mehr abnimmt angesichts der wachsenden Drohungen von rechts uns von links. Es ist daher von entscheidender Bedeutung. daß die Linke deren Möglichkeiten sich durch die jüngsten Ereighisse an der Universität offenbart haben, nun beginnt, ihre Interventionsfähigkeit auf eine viel breitere Front auszudehnen.

20. Februar 1976 ANGOLA:

Resolution des IEK der IV Internationale

Die Gründung eines unabhängigen Staates in Angola ist das Ergebnis des politischen und militärischen Kampfes mehrerer sozialer und politischer Kräfte. Trotzdem eine antikolonialistische Tradition existiert und breite Kräfte in der bewaffsete der impf dese 14 a me bingezo genden, 2war aus folgenden besonderen Gründen:

a) Der portugiesische Imperialismus hatte ein Interesse daran, die beachtlichen Ressourcen des Landes zu kontrollieren, umso mehr, als er wegen seiner eigenen ökonomischen und politischen Schwäche nicht ernsthaft auf eine neo-köloniale Umstellung setzen konnte; b) das faschistische Regime in Lissabon mußte das Kolonialreich aufrechterhalten, wenn nicht das gesamte sozio-politische Gleichgewicht zusammenbrechen sollte, auf dem es beruhte; Siedler, Siedler, la dabe sere interesen und ihre Rassenprivilegien gedrängt wurden, die traditionellen Kolonialstrukturen bis zuletzt zu verteidigen; d) die sozio-ökonomische Struktur Angolas ist im Vergleich zu den andem portugiesischen Kolonien weiter entwickelt, wodurch die Möglichkeiten für eine Dynamik der permanenten Revolution gehalt-

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ANGOLA voller werden:

e) es gibt keine nationale Bourgeoisie, die einen noch so geringen Grad an Festigkeit aufweisen könnte:

) es ist schwierig für die USA, gegen die alte Kolonialmacht die Karte des Neokolonialismus zu spielen und damit eine Umwälzung auf kaltem Wege herbeizuführen; dies sowohl wegen ihrer politisch-militarischen Bindungen zum regime l Lissabon im Rahmen der NATO (die eine Hilfe ar die portugiesische Armee beinhalteten), als auch wegen ihren Bemühungen, das politische Gleichnpenalisten aus berechtigt war)

Im Lauf des Krieges haben sich Veränderungen ergeben, die das relative Gewicht einiger genannter Faktoren verstärken und letztlich den politischen Handlungsspielraum des Imperalismus einschränken. Auf dem Land sind die traditionellen Strukturen, besonders in einigen Regionen, sowohl durch die militärischen Operationen, als auch durch die "vorbeugenden"

nahmen ("strategische Dörfer") und die massive Auswanderung (vor allem nach Zaire) erschüttert worden, Gleichzeitig verstärkt sich auf Kosten der agrarischen Subsistenzwirtschaft die kapitalistische Agrarproduktion für den Weltmarkt. In der Industrie gibt es sehr bedeutende Auslandsinvestitionen in der Grundindustrie (Erdöl), in der kleinen und mittleren Verarbeitungsindustrie und im Handelssektor. Dieser Prozeß weitet sich Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre noch aus.

Das Ergebnis dieser kombinierten Entwicklung ist eine relative starkung des Gewichts der kapitalistischen Strukturen: die Arbeiterklasse und andere lohnabhängige Schichten nehmen zahlenmäßis zu, auch das Kleinbürgertum wächst und die Bourgeoisie anderer kapitalistischer Länder als Portugal USA, westeuropäísche Mächte, vor allem Großbritannien) sind mehr und mehr an einer Kontrolle über Angola interessiert, Der Krieg zieht sich in dem Maß hinaus, wie die antikolonialistische Bewegung tief gespalten ist und die angrenzenden neokolonialen Staaten eine außerst zweideunge Rolle spielen.

Einerseits können sie den Betreiungsbewegungen die Hilfe nicht verweigern, andererseits bemühen sie sich, sie zu kontrollieren und sie in ihre poliischen Pläne einzugliedem, wobei sie so weit geıen, daß sie zum Werkzeug imperialistischer Manöver werden -- so unterstützte die kongolesische dem sie die militärisch abwartende und politisch die ENLA zum Schaden der MPLA, inzweideutige Haltung der Führung von Holden Roberto förderte: Sambia schwankt in der Wahl seines privilegierten Verbündeten.

Die Niederlage des portugiesischen Imperialismus ist nicht nur eine mflitärische. In Wirklichkeit ist sie dadurch bedingt, daß die Kolonialarmee den bewaffneten Kampf des angolanischen Volkes nicht zerschlagen konnte, daß die Imperialisten in Guinea Bissao und inMozambique fros ere militarische Niederlagen einstecken muß- daß die wirtschaftliche Last des Krieges für Lissabon immer unerträglicher wurde und daß die politischen Konsequenzen der Verlängerung des Konflikts für die Metropole immer bedrohlicher wurden, In der ersten Phase nach dem 25. April bestand das Projekt Spinolas darin, den Tatbestand des vollständigen Sieges der PAIGC in Guinea Bissao anzuerkennen, in Mozambique sich in die Kontrolle der FRELIMO zu fügen (wobei auf Erpressungsver suche und Nachhutkämpfe nicht verzichtet wurde) und in Angola so zu manövrieren, daß hier ein direkterer Einfluß und eine bedeutendere Kontrolle als in den alten Kolonien aufrechterhalten werden connte, Diese Haltung erklärt sich aus der vie die Angola sowohl wirtschaftmung der bürgerlichen portugiesischen Armee konnte die portugiesische Regierung ihren Plan nicht zum Ziel führen und sah sich gezwungen, sich zurückzuziehen. Doch drängen sich andere imperialistische und neokoloniale Kräfte in die offene Bresche (die USA, Südafrika, kapitalistische europäische Länder, Sambia, usw.), die damit mehr oder weniger zum Ausbruch des Bürgerkriegs beitragen.

Die angolanische nationale Bewegung geht auf die 20er Jahre zurück --ideologisch sogar auf das Ende des letzten Jahrhunderts-- und hat ihre Wurzeln in den antikolonialen Kämpfen, die sich über vier Jahrhunderte erstrecken. Aber erst ab Mitte und Ende der 50er Jahre erlangt sie einen bedeutenden Einfluß und beginnt, einen organisierten Ausdruck zu finden. Der bewaffnete Kampf entzündet sich an der Verweigerung jeglicher Zurestandnisse seitens des Kolonialregimes und unter dem Druck der Ereignisse in Afrika und in der Well (Gründung einer Reihe unabhängiger Staaten auf dem Kontinent, Algerienkrieg, Sieg der kubanischen Revolution, usw.).

Verschiedene soziale und politische Kräfte haben Emigranten aus dem Kongo, usw. Es ist fast ein symbol, daß die initiativen, die im Februar-März Kern des Kleinbürgertums und der armen Massen in den Städten --sie stehen vor allem unter dem Einfluß der MPLA --, und von dem Kern der Bauemschaft und der Emigranten auf dem Land --sie werden von der UPA, dem Vorläufer der MPLA beeinflußt. Vie sich mobilisieren oder tur antimperialistische • der Schichten, Mobilisierungen empfänglich sind, testere Konturen an; gleichzeitig ist es schwer, einen einheitlichen politischen und organisatorischen Rahmen zu errichten.

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In der Periode von 1961 bis 1966 gelingt es der FNLA unter der Führung von Holden Roberto, das Kräfteverhältnis deutlichzu ihren Gunsten zu wenden.

Die MPLA, die ihre ursprüngliche Basis in den Stäsie eine sehr kritische Phase durch, in der sie unter anderem sich mit kleinen zwielichtigen Gruppen einläßt und von einer schweren Führungskrise im Virato da Ces fahrt eine Gruppe. die sogar zum Abgang der Gruppe die sich marxistisch nannte und maoistisch orientiert war. Aut Grund ihrer Orientierung und ihrer internationa• en Beziehungen wird die MPLA vor allem durch die Haltung der kongolesischen Regierung beeintrachtigt, die ihre Aktivitäten sabotiert und alle Anstrengungen unternimmt, sie von der politischen Bühne zu verdrängen.

Die FNLA ist auf Grund ihrer Verankerung in der Bauernschaft besser gerüstet, um der Repression zu widerstehen. Sie kann dazu ihre Präsenz in Grenzdie sie in der Masse oder der Duldung der verschiedenen aufeinanderfolgenden Regierungen im Kongo erfreuen. Als die USA Gesuche um materielle Hilfe zurückweisen, versucht sie, den chinesisch-sowjetischen ane die Rt. Subst die Stimme de Bakongoe, ne anerkennt. Selbst die Stämme (die Bakongos), in der FNLA immer stärker vertreten waren als ir der MPLA, stellen zu der Zeit einen Faktor der Stärke dar, da sie unter anderem die lebenswichtige Verbindung zur Emigration und zum Kongo sichern.

Von 1966 ab ändert sich die Lage. Die MPLA ergreift wieder die Initiative und kann nun unter Ausnutzung ihrer gefestigten Kräfte in Cabinda und der Duldung, wenn nicht der aktiven Unterstützung Sambias neue Operationsgebiete im Osten e Nort sie, das sie ein Drittel des ganzenen. sie ein Drittel des ganzen Territoriums unter Kontrolle hat. Zu ihrer Stärkung trägt eine flexiblere Konzeption des Guerillakriegs bei sowie ihre organisatorischen Anstren gungen in den befreiten Gebieten, in denen Volksorgane in Form von Dortkomitees geschatten werden. So gelingt es ihr, den engen Rahmen ihres vorherigen Umfeldes zu überwinden und als eine national operierende Kratt dazustehen. Zur gleichen Zeit nimmt die FNLA eine im wesentlichen abwartende Haltung ein und stützt sich dabei ausschließlich auf ihre Stellungen im Norden und die Rückendeckung, die ihr der Kongo gewährt. Der Druck, der von der Regierung in Kinshasa ausreht, fördert diese Orientierung noch, Anderereits spaltet sich die FNLA durch den Abgang Savimbis der nun die UNITA gründet. Die UNITA bleibt lange Zeit sehr schwach, aber ihre Existenz überhaupt unter der Führung eines mit den Stämmen so stark verbundenen Mannes wie Savimbi stellt ein großes Hindemis dar für die nationale Ausdehnung des Einflußes der FNLA, ebenso wie sie die Ausweitung der Eintlußzone der MPLA behindert. Die Anderung des Krätteverhältnisses im Land hat auch internationale Folgen: die MPLA verstärkt ihre Beziehungen zu den Arbeiterstaaten und ende "fortschriitlichen" Regierungen, FNLA zur VR China Beziehungen daß eine Reihe die FNLA und ihre Revolutionäre Exilregierung. Als das faschistische Regime in Lissabon zusammenbricht, ist die angolanische nationale Bewegung immer noch in drei Hauptstromungen Regeneriche unternommen worten, die lectech Unter dem Druck einiger atrikanischer nicht zu konkreten Ergebnissen getührt naben. Diese Bemühungen werden 1974 wieder aufgegriffen. Aber erst 1975 wird mit den Verträgen von Alvor die Bildung einer gemeinsamen Regierung unter der Schirmherrschaft der alten Kolonialmacht möglich.

Aus drei Gründen läuft die MPLA Gefahr, den Preis für diese Operation zu zahlen:

- weil die FNLA und die UNITA eine gemeinsame Front bilden und gegen die MPLA Ihre Verankerung in den Stämmen ausspielen; - weil sie durch ein Bündnis mit den umliegenden neokolonialen Regierungen begünstigt werden (mit der einzigen Ausnahme von Kongo-Brazzaville, dessen Einfluß notwendig beschränkt ist); - weil sie sich der vorrangigen Unterstützung durch die imperialistischen Mächte erfreuen, Die MPLA ihrerseits hofft, zu ihren Gunsten die Sympathie eines Flügels der MFA ausnutzen zu können: das führt sie dazu, Illusionen über die breiten. Aber praktisch erwachsen ihr daraus ver Vasco Goncalves zu versehr begrenzte und flüchtige Vorteile während der Verwaltung von Rosa Coutinho. Sie macht außerdem eine tiefe innere Krise durch, die sie in drei Tendenzen spaltet und sie eine Zeit lang auf sehr gefährliche Weise dem Einfluß der neokolonialen Regierungen aussetzt.

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In diesem Zusammenhang stellen die Verträge von Alvor, die später in Nakuru bestätigt werden, las Gerüst einer breitangelegten neokolonialer operation dar, zumindest gilt dies potentiell Aber der Ausbruch des Bürgerkriegs stellt dies alles wieder in Frage.

Die Konkretisierung des Projekts von Alvor beinhaitete die Errichtung eines labilen Gleichgewichts zwischen vielen verschiedenen beteiligten, sowohl angolanischen wie ausländischen Kräften: einen Kompromiß zwischen den verschiedenen sozialen Schichten, zwischen den verschiedenen Ethnien und regionalen Gruppen, zwischen der verschiedenen politischen und militärischen Apparaten, zwischen den widerstreitenden ressen der verschiedenen neokolonialen Staaten und der imperialistischen Mächte. Die Situation in Portugal brachte direkt oder indirekt auf mehreren Ebenenneue Störfaktoren und Gegensätze ein. Aber letztlich spielte die Dynamik der Massenbewegung in den Städten, vor allem in Luanda, entscheidende Rolle beim Ausbruch der Krise. Der sozio-ökonomische Wandel, der mit dem Fortgang des Kolonialkriegs einherging, hatte das spezifische Gewicht der städtischen Bevölkerung gestärkt. Mit dem Sturz des Caetano-Regimes werden alle vorherigen Gleichgewichtsstrukturen umgestürzt. Die kleinbürgerlichen Schichten besetzer lie Stellungen, die die fliehenden Siedler versie besetzen zu könnerin Gemein eine vie die de retive indie Asie- Die Arrung zahlenmäßig gestärkt wird, organisiert und mobilisiert sich, um ihre Rechte durchzusetzen und weniger erbärmliche Bedingungen zu erreichen. Die proletarischen Massen und die Volksmassen in den städtischen Slums organisieren und mobilisieren sich auch zum Zweck der Selbstverteidigung gegenüber den Verzweiflungsaktionen der Ultras des Kolonialismus und des Rassismus. Stre auteinander bis zur großen Demonstration in Demonstrationen und Mobilisierungen foluanda, die Zehntausende von Menschen Versammelt, und zur nationalen Versammlung der Basiskomitees (im September 1973 hatte es in Luanda schon einen Generalstreik gegeben).

Genau die Mobilisierung der ausgebeuteten Schichten in den Städten, die in einen neokolonialen Plan nicht integriert werden konnten, hat die Verträge von Alvor und die damit verbundenen Pläne zum Platzen gebracht.

Die Massenmobilisierung in Luanda war nicht das Ergebnis einer willentlichen politischen Initiative der MPLA. Zum großen Teil entfaltete sie sich unabhängig von der Führung der MPLA und außerhalb ihres organisatorischen Rahmens (in der Tat hatte sie zum Zeitpunkt des Ausbrechens der Massenbewegung ihren Apparat noch nicht errichtet). Aber durch ihre Tradition, ihre frühere Verankerung, die Herkunft zumindest eines Teils ihrer Kader und durch den nationalen nicht regionalen oder stammesgebundenen Charakter ihrer Bewegung ist die MPLA am ehesten in der Lage, aus einer solchen Bewegung Nutzen zu ziehen und ihr Gehör enorm auszudehnen. Sie steht außerdem vor einer sehr konkreten Entscheidung: entweder vertoigt sie die Orientierung der Alvor- Verträge bis zu Ende und kämpft um ihre strikte inwendung, was unter anderem die Entwaffnuns ler "Zivilisten" und den Konflikt mit der Massen. bewegung bedeutet, oder sie reiht sich ein in dieund versucht, zugleich die Führung in ihr zu erringen und sie zu kanalisieren. In Anbetracht aller anderen Faktoren, die gegen sie arbeiten, und angesichts ihrer unzureichenden Verankerung in der Bauernschaft kann sie sich nur für den zweiten Weg entscheiden.

Die FNLA, die keine wirkliche Basis in den Städten hat und die, wenn nicht unmittelbar, so doch kurztristig damit rechnet, den Hauptnutzen aus den Verträgen von Alvor zu ziehen, stürzt sich dagegen in eine Offensive gegen die Massenbewegung und begleitet sie mit blutiger Repression. Ihr Ziel ist, die Kontrolle über die Hauptstadt zu erzwingen und der gegnerischen Organisation das Wasser abzugraben.

Die UNITA ihrerseits vollendet ihre Wende damit, daß sie ihre sozialisierende Demagogie fallen läßt, auf jede neutrale Haltung verzichtet und sich gegenüber Portugal als die beste Stütze für eine neokoloniale Umgestaltung anbietet; gleichzeitig verbündet sie sich mit der FNLA. Ihr regionaler Charakter, durch den sie eine bedeutende Basis gewinnen konnte, erleichtert ihr die Stellungnahme genießt.

IV

Die genaue Entstehung des Bürgerkriegs, die Kluft zwischen den verschiedenen einheimischen Bewegungen und die intemationalen Verflechtungen rücken den grundlegenden Chaam konsequenten Kampf für die nationale Unabhängigkeit und an der Ablehnung neokolonialer Kompromißlösungen haben -- dadurch reihen sie sich potentiell in eine Dynamik der permanenten Revolution und des Hinüberwachsens der nationalen in ine soziale Revolution ein: dazu gehören die entschlossenen Schichten der städtí schen Arbeiter klasse si on donalms an der and etatleistungsbetrieben-massen, Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung gedrängt die sich direkt oder indirekt am bewaffneten wurden, und breiter Sektoren der armen Bauen ampf beteiligt haben und ihre ersten Erfahrungen in der Mobilisierung und der politischen Organisierung in der Auseinandeisetzung mit den Strukturen

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der traditionellen ländlichen Gesellschaft gemacht haben.

Auf der anderen Seite stehen diejenigen, die sich selbst an lächerliche Privilegien der Vergangenheit festklammem, die an der Aufrechterhaltung einer neokolonialen Gesellschaft ein Interesse habrechen wollen und die verteidigen wollen, was die nicht endgültig mit dem Imperialismus von der traditionellen Gesellschaft noch übrig bleibt: das sind die Überreste der Siedler, der beder Keime der traditionellen Der Ausbruch des Bürgerkriegs spiegelt in Verbindung mit den Massenbewegungen in konzentrierter --und verein fachter-- Form den soziopolitischen Inhalt der militärischen Auseinandersetzung.

Die Analyse der Dynamik der einheimischen Kräfte wird durch die Tatsache bekräftigt, daß die FNLA und die UNITA vom amerikanischen Imperialismus, von den größten imperialistischen Mächten Europas, von den südafrikanischen Rassisten und von den konservativsten, wenn nicht gar reaktionăren neokolonialen Staaten unterstützt werden, während die MPLA die Hilfe der Arbeiterstaaten, Vor allem die der Sowjetunion und Kubas --mit der schändlichen Ausnahme Chinas-- genießt sowie die der neokolonialen Staaten, die es sich noch nicht leisten können, von der Kampftradition ihrer nationalen Bewegungen und den Gefühlen der Massen abzusehen, oder die ihr "fortschrittliches" Image wieder aufpolieren wollen. Es ist übrigens Klar, daß ein Sieg des Blocks FNLA-UNITA nicht nur den Sieg der Konterrevolution in Angola mit seinen tragischen Konsequenzen einer blutigen Repression bedeuten würde, in einer strategisch sehr bedeutsamen Rexion die Stellung des Imperialismus stärken, dem südafrikanischen Rassismus neuen Auftrieb geben und in einer Reihe afrikanischer Länder zur Bildung reaktionärerer Regimes führen würde.

Die imperialistische Intervention in den angolanischen Bürgerkrieg wurde durch die Notwendickeit diktiert die äußerst bedeutsamen wirtschaftlichen, politischen und strategischen Interessen in Angola selbst, aber vor allem in dieser ganzen Region Afrikas zu verteidigen. Die nordamerikanische Regierung unterlag einem widersprüchlichen Druck: einerseits sprachen sich Tendenzen für die Intervention aus, sowohl aus besonderen wirtschaftlichen, wie aus politischen Gründen. Andere Gruppen widersprachen dem aus Sorge über die für ihre Interessen negativen Folgen, die die bedingungslose Unterstützung des Blocks ENLA-UNITA und des Regimes in Pretoria in einer Reihe afrikanischer Staatennach sich ziehen könnte; noch andere Politiker setzten auf die Karte der Integration der MPLA in ein neokoloniales Prostrate ben auf den Spiel stand, er washing- der politisch und ton zur Unterstützung von FNLA und UNITA. Wenn sich diese Unterstützung bis jetzt nicht in einer direkten militärischen Intervention niedergeschlafungste Niederlage en Vietnam geschaffen worden dann wegen der Situation, die durch die ist und wegen der Angst, dadurch das Wiederaufleben einer Anti-Kriegsbewegung, besonders bei der schwarzen Minderheit zu provozieren. Das südafrikanische Regime seinerseits hat sich zur Intervention genötigi gesehen, um seine alten wirtschaftlichen Interessen zu verteidigen und seinen ›olitischen und strategischen Wall zu erhalten. Es hat sich hier umso stärker engagiert, als es von einer ernsthaften Krise unterhöhlt ist, die durch einen Sieg der antiimperialistischen Kräfte in Angola und eventuell in andern Ländern dieser Region plötzlich beschleunigt werden könnte: dadurch würde der Kampt des wichtigsten Proletarats ganz Afrikas vorangetrieben und die Existenz des Regimes selbst in Frage gestellt.

Die Haltung der sowjetischen Bürokratie erklärt sich aus ihrem Willen, eine wichtige Rolle sowohl in dieser Region wie in Afrika überhaupt zu spielen und im entscheidenden Augenblick nicht auf die Vorteile zu verzichten, die sie langfristig aus der Unterstützung der MPLA gewinnen kann. Gleichzeitig wird sie in dieser Haltung von der Möglichkeit und Notwendigkeit bestärkt, in der intemationalen kommunistischen und Arbeiterbewegung und bei den Massen der kolonialen und halb-kolonialen Länder sich positiv von China abzusetzen. Es ist auch nicht auszuschließen, daß die interne Situation der KPdSU vor dem neuen Kongreß dabei eine Rolle gespielt hat. Obwohl Kubanische Intervention die grundsätzliche dere Bedeutung zu wegen ihres direkten und massiven Charakters: gegenüber dem amerikanischen Imperialismus stellt sie eine wahrhalte Herausforderung dar, die an die besten Traditionen des revolutionären Internationalismus anknüpft. Die Bestimmung des Charakters des Bürgerkriegs und das Verständnis der ihm innewohnenden Möglichkeiten einer Dynamik der permanenten Revolution, die sich auf eine Analyse der sozialen Kräfte und nicht der politischen Organisationen stützt, widerspricht nicht der Kennzeichnung ler MPLA als einer Bewegung mit einer kleinbür- Die MPLA hat seit ihrer Ent.

als auch tierung. In dem Maße, wie sie Masseneinfluß erlangt, wie sie zu einem wichtigen Faktor der antimperialistischen Bewegung wird, einen langen bewaffneten Kampf gegen den portugiesischen Kolonialismus aufnimmt, wird sie, genauer gesagt, zu einer kleinbürgerlich-nationalistischen revolutionären Strömung. Der ideologische und politische Einfluß, den von Anfang an stalinistisch oder chruschtschowistisch geformte Elemente ausüben, gerät nicht in Widerspruch zu ihrer Ideologie insgesamt. Dies nicht nur, weil die kleinbürgerlichen Revoluionäre den Marxismus, und besonders den defornierten Marxismus als Zutat zu ihren Konzeptionen benutzen können, sondem vor allem deswetim in etappe und das bir retener die relu zu den Massen tendenziell mit der Linie der Zuammenarbeit mit der sog. nationalen Bourgeoisie der Konzeption über das Verhältnis zwischen Staat und Partei und den bürokratischen Organisationskriterien, die bisher die MPLA gekennzeichnet die MP. nach dem 15. April 1914 Komitees or- zusammenfallen. Uber der Tatsache daß ganisiert und einen Appell zur Schaffung von Komitees in den Städten gestartet hat, darf man nicht vergessen, daß diese Komitees mit einer paternalistischen und autoritären Einstellung gegründet wurden, daß auch die innere Funktionsweise der MPLA schon immer unter ernsthaften bürokratischen Entartungen gelitten hat und daß selbst in den letzten Monaten, in denen die MPLA die

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ANGOLA

Führung der Massenbewegung übernommen hat, die Komitees von oben umgebildet wurden, als Linksradikale oder Anarchisten denunzierte Kader und Genossen beseitigt und strenge Säuberungsmaßnahmen durchgeführt wurden.

Die raschen und greifbaren Erfolge der Armee der Volksrepublik Angola sind nicht nur Ergebnis militärischer Überlegenheit: sie sind vor allem politisch begründet. Während FNLA und UNITA unfähig waren, die Massen in ihren Einflußzonen zu mobilisieren und die Moral ihrer Truppen aufrechtzuerhalten, konnte die MPLA auf eine solide Ausgangsbasis in den Städten zählen. Die Masse der Bauern hat bisher keine aktive Rolle gepielt. Aber ihre Mobilisierung bleibt ein wesent• icher Faktor nicht nur für den entscheidenden Sies lanischen Revolution schlechthin. sondern für die Zukunft der ango- Entscheidend ist die Eroberung der breiten Bauemmassen. Jegliche Unterschätzung dieses Problems hätte nicht nur sehr negative Folgen für den gegenwärtigen militärischen Konflikt, sondern überhaupt für díe Revolution in Angola. Deswegen ist der Kampf für eine Agrarteform, die die Macht der Großgrundbesitzer und der kapitalistischen Farmer bricht, die den Schraubstock des Elends einer agrarischen Subsistenzwirtschaft und der weiterbestehenden Stammesstrukturen lockert, den Kleinund Mittelbauern existenzsichemde Preise für den Klauen der tanten under zu eroben. und die der Bevölkerung auf dem Land hilft, ihre durch den Kolonialkrieg und den Bürgerkrieg aufgeworfenen elementaren Probleme zu bewältigen eine politische Priorität.

Gleichzeitig hätten Maßnahmen der Enteignuns imperialistischen Besitzes --übrigens eine legitime Antwort auf die kombinierten militärischen Keine er a enten und der hase dech anschauliche Maßnahmen zu verdeutlichen, dals sie aufgerufen sind, für die Verteidigung ihrer dringendsten Interessen zu kämpfen.

Aber der Kampf um antiimperialistische Ziele muß Hand in Hand gehen mit einer revolutionăren demokratischen Organisation der Massen an der Basis. Die Erfahrungen der letzten beiden Jahre, vor allem auf dem Höhepunkt der Mobilisierung den durch die sen gewählt werden, wieder abgewählt werden können, wenn sie ihre Aufgaben nicht ertüllen, und die keinerlei materielle Privilegien genießen. Die strikteste Beachtung der demokratischen Rechte darunter das Recht auf freie Äußerung der verschiedenen politischen Strömungen und Organisationen, ist nach den Jahrhunderten der Kolonialherrschaft und den langen Jahren imperialistischer Repression ein besonderes Bedürfnis. Eine revolutionäre demokratische Massehorganisation, die sich jedem bürokratischen Zugriff und jedem autoritären Zwang widersetzt, stellt auch ein außerordentlich wichtiges Instrument für den Kampf gegen die traditionellen reaktionären Strukturen und die Überreste der Stammesgliederung dar. Die Aktivisten, die besonders in den letzten zwei. drei Jahren Kampferfahrungen gesammelt und die Lehren der antikapitalistischen Massenkämpfe in andern Ländem, auch in Westeuropa, verarbeitet haben, können fahren, indem Verbindungen hergestellt werden zu den revolutionären bewegungen Südatrikas, die durch ihre Kampte die rassistischen Regimes in Pretoria und Safisbury Teil des Kontinents, schwä- die letzten Pfeiler des Imperialismus in diesem chen.

Die katastrophalen militärischen Niederlagen der FNLA und UNITA zwingen die imperialistischen und neokolonialen Kräfte, ihre Politik zu überprüfen. Gewisse neokoloniale Regierunden USA und in Westeuropa könnten ihnen auf diesem Weg folgen und eine breit angelegte Operation entwerten, die mehr oder minder kurzfristig auf die Integration der Volksrepublik Angola in ein relativ fortschrittliches" neokoloniales Pro-. jekt abzielt. Wohlhabende kleinbürgerliche Schichten, Keime der sog. nationalen Bourgeoisie, eine ganze Latte von Profitmachem und Karrieristen geben die materielle Basis für eine solche Operation ab. Die Rechtstendenzen in der MPLA, die schon vorher zu solchen Kompromißlösungen, besonders mit der UNITA, neigten, könnten helfen, sie bis zu Ende durchzusetzen. Der Plan der Fuhrung der MPLA --wie er z. B. im Grundgesetz der Volksrepublik Angola zum Ausdruck kommt-steht absolut nicht im Widerspruch mit einer solchen neokolonialen Operation, wie dies unter anderem auch die jüngste Öffnung gegenüber Zaire und Sambia bestätigt.

Angesichts eher solchen Möglichkeit und um in jedem Fall zu vermeiden, daß die rasche Niederschlagung des Feindes nicht paradoxerweise negative Folgen für den revolutionären Kampf hat scheint es dringend geboten, die Massen in demokratischen Organen zu mobilisieren und organisie ren, die ihre Autonomie gegenüber jeder ausbeutenden Klasse und jedem bürokratischen Apparat men werden; ste wird dis eine Priorit von den - sichern Diese Aufgabe wird nicht von der kleinmit den Massen verbundenen Revolutionären erfüllt werden müssen.