Inprekorr 1971–1992

Archiv der Internationalen Pressekorrespondenz der IV. Internationale

Angola

Resolution des IEK der IV. Internationale

Inprekorr Nr. 54, 25. März 1976 · S. 30-31 · 881 Wörter

Afrika IV. Internationale

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Die Afrika-Resolution des 8. Weltkongresses der IV. Internationale (1965) sagte zu Angola: "Es ist klar, daß es noch keine wirkliche an- Kriterium zur Bestimmung ihres bevorzugten Aktionsfeldes das zu wissen, wer in einer bestimmten Etappe einen wirklichen Masseneinfluß ausübt und

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wer wirklich die Kämpfe führt; denn hier wird die Logik des revolutionären Kampfes am ehesten erlauben, daß sich eine revolutionäre Avantgarde herausbildet. Die Orientierung einer Führung oder einzelner Führer --und noch weniger der Verdacht gegenüber dieser oder jener Person -- kann nicht das entscheidende Kriterium sein...

Eine solche Haltung beinhaltet in keinster Weise laß die IV. Internationale auf ihre Kritik gegenüber der Führung der MPLA verzichte, die sie als kleinbürgerlich, und nicht als proletarisch kommunistisch kennzeichnet, und die die Aufgabe des Aufbaus eines Arbeiterstaats nicht wird erfüllen können, Die Einreihung im selben Lager und die So- Ohne diese Kritik zu verbergen und auf die Erarbeitung ihrer eigenen Konzeption über den Charakter der angolanischen Revolution zu verzichten, versichert die IV. Internationale weiterhin ihre Solidarität den Kräften, die wirklich kämpfen; diese sind vor genwärtigen Etappe im wesentlichen in der ENLA allem die Kräfte der Bauerschaft, die in der organisiert sind. Die Vierte Intemationale ist der ander kraften, die diese auch behauptet, nativ-- andern daß eine Vereinigung der FNLA mit den iell anzustreben von Vorteil sein kann, natürlich unter der Bedingung, daß sie im Kampf vollzogen wird, auf der Grundlage eines klaren antiimperialistischen und antikolonialistischen Pro- Einheit Im bewaffneten Kampf beeinträchtigr". und ohne daß dies die unentbehrliche Wenn die angewandten Kriterien auch korrekt waren und die Analyse des gegebenen Kräfteverhältnisses ebenfalls grundsätzlich richtig war, so ist doch eine Selbstkritik ertorderlich, die in folgenden Punkten zusammengefaßt werden kann: a) die VS-Resolution vom Februar 1964 und die Resolution vom 8. Weltkongreß überschätzten die ahigkeit der FNLA, ihre stammesgebundene Her- ‹unft und die Folgen ihrer regionalen Bedingtheit zu überwinden und damit dem Einfluß der neokolonialen kongolesischen Regierung, einem Werkzeug des Imperialismus, zu entkommen. b) In den gleichen Resolutionen wird der Möglichkeit und Fähigkeit der MPLA, neue Aktionen in andern Tellen des Landes zu entfachen, nicht Rechnung getragen und die Rolle unterschätzt, die in diesem Fall ihre fortschrittlichere Ideologie gespielt haben könnte.

) Die Vierte Internationale hat die analytisch berprüfung der Situation in Angola und damit di notwendige Berichtigung ihrer politischen und taktischen Haltung beträchtlich hinausgezögert. Selbs lie Resolution vom 10. Weltkongreß im Februai merkung, daß permanenten Revolution erst dann einsetzen kann, wenn es innerhalb der MPLA und der FRELIMO zu einer Klärung kommt" und auf den Hinweis auf die "Aufgabe der Herausbildung revolutionärmarxistischei Kader".

gen die Hellie Altianz der Imperialisten, Rat ge. reariin dete Volksrepublik Angola entschieden, sten und einheimischen Reaktionäre. Sie stellt sich auf die Seite der Massen, die sich mobilisieren für die Verteidigung der Unabhängigkeit, die sie durch einen harinäčkigen bewaffneten Kampf errun- Schichten, für die Expropriation der Kapitalisten und der Großgrundbesitzer und für die Bildung einer Arbeiterund Bauernregierung auf der Grundlage revolutionärer demokratischer Komitees, die der direkte Ausdruck der Massen sind.

lidarität im gemeinsamen Kampf stehen nicht im Widerspruch zum unerläßlichen Kampf für die politische Autonomie der Arbeiterklasse und der Revolutionäre und flir den Aufbau einer revolutionăren proletarischen Führung und einer revolutionärmarxistischen Organisation, Die revolutionären Marxisten Angolas treten vorbehaltslos in den militärischen Kampf gegen die reakdonäre Heilige Allianz bis zum endgültigen Siezur für die Verteidigung der Volksrepublik Angola, die vollständige Unabhängigkeit Angolas, In ihrer politischen Kampagne legen sie das Schwergewicht auf die Notwendigkeit einer aktiven und bewußten Mobilisierung der Massen, ihrer Organisierung in revolutionären demokratischen Komitees, die jederzeit wählbar und abwählbar sind, und auf die Verteidigung der demokratischen Rechte für alle, die im antifmperialistischen Lager kämpfen. Sie erfüllen eine unentbehrliche Aufgabe bei der theoretischen und politischen Klärung des Charakters und der Strategie der Revolution in Angola und bemühen sich, in erster Linie Kader und Aktivisten zusammenzufassen, die schon Erfahrungen im Kampf und in der Mobilisierung der Massen gemacht und diese kritisch verarbeitet haben. Die IV. Intemationale muß sich aktiv an einer weltweiten Solidaritätskampagne mit der Volksrepublik Angola beteiligen. Diese Tosen Riceng aler imperialen tschen dingekolonialistischen Kräfte aus Angola, die Einstellung jeglicher Waffen- und Materiallieferung für den Block von FNLA und UNITA, die politische und materielle Hilfe der Arbeiterstaaten und der İnternationalen Arbeiterbewegung und die Anerkennung der MPLA und der Volksrepublik Angola fordern.

Die IV. Internationale denunziert die Haltung der chinesischen bürokratischen Führung, die zunächst die FNLA unterstützt hat und nun eine heuchlerisch neutrale Haltung einnimmt und damit praktisch den unheilvollen Charakter Ihrer Konzeptionen und Analysen unter Beweis stellt, und vor allem einer Politik, die sich auf die Denunzierung der Sowjetunion als den Hauptfeind gründet und mit dem amerikanischen, dem europäischen und dem japanischen Imperialismus einen Kompromiß sucht, Die afrikanischen revolutionären Marxistensind sich dessen bewußt, daß die Niederlage der Imperialisten und Neokolonialisten im angolanischen Bürgerkrieg enorme Rückwirkungen auf dem Kon- Namibis und zimbsen seten und de Bats der tinent haben wird, reaktionären neokolonialistischen Regimes unterhöhlen wird. Sie werden sich in der atrikanischen politischen Avantgarde, in den Massenorganisatio- den Gewerkschaften und den Arbeiter- und Seu denten organtsationen im Ausland fur eine militante Unterstützung der Volksrepublik Angola und der angolanischen Kämpfer einsetzen. 14, Februar 1976