Inprekorr 1971–1992

Archiv der Internationalen Pressekorrespondenz der IV. Internationale

Bilanz des ersten Kongresses der KP Kubas

· Inprekorr Nr. 54, 25. März 1976 · S. 20-21 · 429 Wörter

Kuba und Karibik

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Aus all diesen Gründen ist die historische Bilanz des ersten Kongresses der Kommunistischen Partei Kubas trotz ihrer wirklichen Tragweite weit davon entfernt, eine endgültige zu sein.

22. Februar 1976 ANMERKUNGEN:

(1) Glücklich, weil die seit der Machtergreifuns vergangenen 16 Jahre erlaubt haben, Fehler zu Iberwinden und eine gewisse Reife zu erlangen. Es ist klar, daß ein solches Argument nicht die Verzögerung des Kongresses rechtfertigen kann; die praktische Konsequenz dieser Verzögerung sazliche Entscheidungen von einer sehr beschränk- daß während einer so langen Periode grundten Anzahl von Personen getroffen wurden. (2) Zu unserer Einschätzung s. den Artikel in Nr. 22 der "Quatrième Internationale" ". Es sei darauf hingewiesen, daß dieser Artikel geschrieben wurde, ohne daß wir alle Unterlagen über den Kongreß hatten.

(3) In einer Rede am 22. August 1975 hatte Castro erne autobiographeine ersten mans gesch-leninistischen Bücher in der Buchhandlung der KP im Calle Carlos III, gekauft habe.

(4) Die Resolution spricht von "Warenbeziehungen zwischen den Betrieben" . Sie scheint zu vergessen, daß in einer Planwirtschaft mit einer verstaatlichten Industrie die Produktionsmittel keine Waren mehr sind und daß daher die Tauschbeziehungen zwischen den Betrieben, die sie produzieren, und denen, die sie kaufen, nicht mehr vom Wertgesetz bestimmt werden (dieses verschwindet zwar in der Übergangsphase nicht, aber sein Aktionsradius wird mehr und mehr eingeschränkt).

(5) Auf dem Kongreß wurden folgende Angaben über die Löhne gemacht: der durchschnittliche Monatslohn beträgt 136 Pesos, er ist gegenüber 1970 um 21% gestiegen. Das durchschnittliche Einkommen einer Familie liegt bei 203 Pesos. 50% der Familien haben nur eine Einnahmequelle, 30% verfügen über zwei, 12% uber drei und 8% über mehr als drei Einnahmequellen.

(6) Eine interessante Einzelheit: 85% der Offiziere der Armee sind Mitglieder der Partei oder der kommunistischen Jugendorganisationen.

keinen koere noch deutlicher, trotz der Absicht, (7) Die Verteilung der Delegierten auf dem Kon- Kongreß der Führer" abzuhalten. Die poitischen Führer stellten 30% der Kongreßabgeordin der Fachung undin de Dientesungdoute die Verantwortlichen für die Verteidigung ben beschäftigten Genossen 35%. Der Anteil der Frauen war minimal: sie stellen ca. 15% sowohl der Delegierten als auch der Parteimitglieder. ditionellen Führungen der Kommunistischen Parteien dar. Wir ergreifen die Gelegenheit um anzudaß wir mit der Interpretation, wie sie im Artikel von Pablo Rojas in Nr,46 der Inprekorr gegeben wurde, nicht übereinstimmen. (9) Der Kongreß hat nicht über China und auch nicht über Albanien gesprochen: es wurde nur flüchtig angedeutet, daß sie Differenzen mit Ku- Dagegen hat sich in der Presse eine sehr lebhafte Polemik über die schändliche Haltung der Maoisten zu Angola entzündet,

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