Inprekorr 1971–1992

Archiv der Internationalen Pressekorrespondenz der IV. Internationale

Die Wirkung des Streiks auf die Öffentlichkeit

Inprekorr Nr. 25, 1. April 1973 · S. 17-18 · 222 Wörter

Gewerkschaften und Streiks Argentinien

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Die Massenmedien maßen dem Streik große Bedeutung zu. Genosse Gómez erschien im ganzen Land als Führer der Betriebsbesetzung im Fernsehen, da er der offizielle Sprecher der Arbeiter und ihr Vertreter gegenüber der Presse gewesen war.

Peron war 17 Jahre lang im Exil. Die als 'Cordobazo" und 'Rosari azo' bekannten Arbeiter massenbewegungen erschütterten das System. Sie zwangen die Bourgeoisie und den Imperialismus, Wahlen und die Rückkehr Perons zuzugestehen. Aufgrund der ansteigenden Klassenkämpfe befindet sich das kapitalistische System in unserem Lande in einer Krise, die alle Teile der Bourgeoisie zwingt, sich zusammenzuschließen. Perons Rückkehr sollte dazu dienen, die Klassenkämpfe zu kanalisieren und in parlamentarische Kanäle umzulenken. Um die Ziele der nationalen Bourgeoisie besser zu erfüllen, posierte Peron als Gegner

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der Regierung, während er hinter verschlossenen Türen alle möglichen Absprachen mit dem Militär traf.

Im SOMISA-Streik wurden die politischen Standorte deutlich: die gesamte peronistische und anti-peronistische Bourgeoisie hielt zusammen. "La Nacion", eine fanatisch anti-peronistische Zeitung, bezeichnete den Streik in einem Leitartikel als sehr gefährlich wegen seiner revolutionären Führung. Peron, der in den 17 Jahren seines Exils nie einen Streik oder eine terroristische Aktion verdammt hatte, bezeichnete die Führer der Fabrikbesetzung als eine Gruppe von agents provocateurs ( so in "Mayoría', der peronistischen Tageszeitung, am 27. Januar).