Die brutale Unterdrückung von Seiten des Baath-Regimes im Irak wurde im Golfkrieg als eine Rechtfertigung für die nicht minder brutale Bombardierung dieses Landes mißbraucht. In dem Moment jedoch, als ein großer Teil der Bevölkerung des Irak gegen die Regierung aufstand ließen die "Alliierten" Saddam Hussein und den loyalen Teilen der Republikanischen Garden freie Hand bei der Niederschlagung dieser Bewegung.
Saman, ein kurdischer Sozialist aus dem Irak war im Sommer letzten Jahres im irakischen Teil Kurdistans. Seine Aussagen betreffen daher auch diese Periode. Der folgende Artikel erschien zuerst in der Zeitung der Sozialistischen Partei (schwedische Sektion der Vierten Internationale), "Internationalen" "E s war wunderbar nach Hause zu listinnen zur Flucht über die Berge in den Iran kommen", sagt Saman plötz- oder die Türkei gezwungen. lich, als wir uns über seine Heute (Sommer 1991, A.d.Ü.) kontrollic- Reise in die befreiten Gebiete irakisch-Kurdi- ren die Kurdinnen laut Saman zwei Drittel stans im letzten Sommer unterhalten. "Wun- Kurdistans. Seit seiner Rückkehr sind die derbar" - ein krasser Gegensatz zur Not und Städte Erbil und Sulaimaniya von den Kurden Niederlagen der Kurdinnen, die er vorher dinnen zurückerobert worden. beschrieben hatte. "Unter jenen, mit denen ich gesprochen Aber vielleicht ist diese Aussage gar nicht habe, gab es die Stimmung, daß etwas getan, so sonderbar. Neben der nur zu verständli- etwas aufgebaut werden kann. Stellt dir nur chen Freude dieses irakischen Kurden und vor, ein paar Monate vorher war ganz ira- Sozialisten über die Rückkehr in das Land, kisch-Kurdistan befreit. Damals hatten die aus dem er vor 15 Jahren fliehen mußte, ist Kurdinnen alle Möglichkeiten. Doch nicht auch die Freude darüber nachvollzichbar, daß nur Kurdistan hatte sich verändert. wenigstens etwas in Kurdistan passiert ist. Die Menschen in allen Teilen des Irak Nach dem Ende des Krieges mit dem Iran sind mutiger als vorher, der Repressionsapund dem Friedensabkommen vom August parat des Regimes ist zusammengebrochen. 1988 startete die irakische Regierung eine Saddams Polizei und seine Streitkräfte sind Großoffensive gegen die KurdInnen. Jetzt nicht mehr Herren der Lage. Als die Leute gibt es zum ersten mal seit dieser Zeit befreite während des Aufstandes die Gebäude der kurdische Gebiete im Irak. Damals löschten Polizei besetzten haben sie all die alten Kardie irakischen Streitkräfte 4000 kurdische teien über DissidentInnen verbrannt. Es wird Dörfer und 20 mittelgroße Städte aus. Bei 60 sicher cine ganze Weile dauern, bis diese verschiedenen Angriffen wurde Gas einge- wiederhergestellt sind. setzt. Die bewaffnete kurdische Bewegung Dieses Regime stützt sich auf ein Unterwurde zusammen mit vielen kurdischen Zivi- drückungssystem. Denk nur daran, was mit Ceaucescu passierte, als seine Sicherheitskräfte zusammenbrachen."
Saman hat selber mitbekommen, was der Zusammenbruch des Unterdrückungsapparates bedeutet. In dem Monat, den er in den befreiten Gebieten Kurdistans verbrachte konnte er über 200 Verwandte und Freunde persönlich wiederschen. Viele von ihnen waren von Bagdad aus in den Norden gereist, wobei sie an der "Grenze" zu den befreiten Gebieten von keinem einzigen Soldaten oder Polizisten aufgehalten wurden. Vor dem Krieg wäre dies undenkbar gewesen. Der von der US-Allianz gegen den Irak im letzten Jahr geführte Krieg hat Kurdistan direkt nicht so schwer getroffen wie den Rest des Irak.
"Es gibt keine strategischen Ziele und die Militärbasen sind außerhalb der Städte. Einmal jedoch wurde die Stadt Kirkuk bombardiert, nachdem das Militär Flugzeuge in die Straßen gebracht hatte. Dabei kamen Hunderte ums Leben, doch die Angriffe waren nicht so schlimm wie im Süden.
Doch ich mußte die Leute buchstäblich zwingen über den Krieg selbst zu reden. Das Volk ist vor und nach dem Krieg so schwer getroffen worden, daß die "Hemmschwelle" sehr hoch ist."
Der kurdische Aufstand begann in den ersten Märztagen, als klar wurde, daß Saddam Hussein geschlagen war.
"Es war in der Stadt Rahnia. Ich habe von Leuten gehört, daß wenige, vielleicht einige Dutzend Demonstrantinnen auf der Straße waren, nachdem sie gehört hatten, daß Saddam unterlegen war. Sie haben weiterhin erzählt, daß diese Initiative von einer kleinen kommunistischen Gruppe ausging.
Binnen weniger Stunden war die ganze
Stadt im Aufstand und die Bevölkerung hatte die nahegelegenen Armeekasernen besetzt; die Revolte verbreitete sich von Stadt zu Stadt. Es war ein spontaner Aufstand." Gab es Gruppen, die die Rebellion nach ihrem Ausbruch organisierten?
"Am Anfang waren kleine linke Gruppen am aktivsten. Nachher übernahmen die "Esel" (regimetreue kurdische Milizionäre; "Esel" ist im kurdischen eine schwerere Beleidigung als im Deutschen, A.d.Ü.), antwortet Saman.
"Alle Regimes haben bisher versucht, KURDISTAN "Sie sind erst zurückgekehrt, nachdem schon die Hälfte Kurdistans befreit war. Nachdem das Volk Kirkuk genommen hatte, versuchten Barzani und Talabani als erstes Massenversammlungen abzuhalten. Ihnen waren nur wenige Anhängerinnen, Kämpfer und eine noch schwächere Verankerung in der Bevölkerung verblieben. Ihr erstes Ziel war, die Kontrolle über die Massenbewegung wiederzuerlangen.
Sie bekämpften die Komitees, anstalt sie zur Stärkung des Aufstandes aufzubauen. Sic sahen in ihnen lästige Konkurrenten. In Sulaimaniya gingen die großen Organisationen sogar mit Waffengewalt gegen die Ende März/Anfang Februar mit Hubschrauberangriffen auf Kirkuk ein.
"Sie begannen ihren Angriff aus der Lufl; das hatten sie von den Amerikaner gelernt. Später benutzten sie Boden-Boden Raketen, wie die Scud, aber mit geringerer Reichweite. Kirkuk wurde stark zerstört. Manche Stadtteile waren dem Erdboden gleichgemacht. Die Leute flohen in Panik. Es gab eine Kettenreaktion. Als die Fliehenden die nördlicher gelegenen Städte erreichten, flohen auch deren Einwohnerinnen. Die Leute schricen: "Gas, Halabja (in Halabja wurden 1988 mehrere Tausend Kurdinnen mit Gas umgebracht). Während eines Hubschrauberangriffes warfen Saddams Truppen einen Kanister Kurden für ihre Zwecke zu rekrutieren. de einfach geschlossen haben. Während des Krieges gegen den Iran sind viele Kurden lieber in die Berge geflohen, als in der Armee zu dienen. Saddam bot ihnen einen Ausweg an, indem sie in den kurdischen Milizen dienen konnten, die wir als "Esel" bezeichnen, ohne in die Armee zu müssen.
Daher waren schon vor dem Aufstand 300.000 bewaffnete Kurden im Land. Ihre Führung bestand aus Anhängern von Saddam. Die einfachen Milizionäre jedoch waren einfach junge Männer, die dem Krieg entkommen wollten.
Daher richteten viele beim Ausbruch des Aufstandes die Waffen des Regimes gegen genau dieses Regime.
In der nächsten Phase stellte sich auch die Führung der Esel auf die Seite des Volkes. Das läßt sich leicht erklären: im ganzen İrak dachten die Leute: Saddam existiert nicht mehr.
Der Aufstand entwickelte sich schnell. Ende März fiel Kirkuk, die größte Stadt in der Region. Während sich kurdische Kampfeinheiten auf Kirkuk zubewegten brach in der Stadt selber der Aufstand aus. Die Regierungssoldaten warfen ihre Waffen weg und flohen. Die Leute bildeten in vielen Städten Komitees aus gewählten Delegierten, die die Straßenkämpfe führten und die Nahrungsmittelverteilung organisierten."
Saman betont, daß die großen kurdischen Organisationen zu diesem Zeitpunkt keine Einfluß auf den Aufstand hatten. Er spricht dabei von der Demokratischen Partei Kurdistans (DPK) von Mahmoud Barzani und der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) von Jalal Talabani. Diese Organisationen haben traditionell den bewaffneten Kampf angeführt. Samans Verbitterung über ihre Vorgehensweise während und nach dem Aufstand ist deutlich zu merken.
Darüberhinaus haben die der US-Allianz vertraut, einen kurdischen Staat oder eine kurdische Föderation für sie zu "arrangieren"."
Den größten Fehler der Führungen der DPK und PUK sicht Saman darin, daß sie sich nicht auf Saddam Husseins Gegenoffensive vorbereiteten, obwohl alle wußten, daß diese kommen würde.
"Sie nutzen den Druck der Massenbewegung und die Stärke des Aufstandes nicht aus. Dies ist umso unverständlicher, wenn du bedenkst, in welchem Stadium der Auflösung sich die irakische Armee befand. Die Soldaten fragten sich ja: Für wen kämpfe wir eigentlich hier?"
Saddam leitete seine Gegenoffensive mit einem gasähnlichen Gift ab, was die Panik noch steigerte."
Fast 2,5 Millionen Kurdinnen entkamen in den Iran oder die Türkei. Die irakische Gegenoffensive kam einige Dutzend Kilometer nördlich von Arbi ins Stocken. Dies lag laut Saman an den Reaktionen der Weltöffentlichkeit und an dem Widerstand der kurdischen Streitkräfte, die jetzt die eigentlichen Bergregionen erreicht hatten.
Am 18. April kamen US-Truppen und begannen mit dem Aufbau von "Sicherheitszonen" für die KurdInnen im Norden des Landes.
"Sie gaben vor, die Kurdinnen beschützen zu wollen. In Wirklichkeit ging es aber nur darum, den Flüchtlingsstrom zu bremsen, bevor er die Türkei erreichte.
Die meisten Kurdinnen, mit denen ich geredet habe, hatten nicht viel gegen die Anwesenheit der US-Trup pen einzuwenden. Sie sahen in ihnen einen Schutz vor Saddam. Doch gegenüber den USA hatten sie gemischte Gefühle, da sie gegen Sanktionen gegen die irakische Bevölkerung waren." Als Saman in den befreiten Gebieten war verhandelten die kurdischen Führer in Bagdad mit Saddam. Saman äußert sich kritisch über die Geheimhaltung, die die Verhandlungen umgab.
"Die Leute wußten, daß kurdische Führer in Bagdad mit Saddam den Bruderkuß austauschten. Über die Ergebnisse der Verhandlungen wurden sie aber nicht informiert. Noch nie gab es so viel internationale Unterstützung für die Kurdinnen, doch die Leute in Kurdistan bekamen wenig davon mit." Den Hauptgrund für die Fehler der kurdischen Organisationen sieht Saman in der Bürokratisierung ihrer Führungen. Sie haben eine lage Tradition von Abkommen mit den
Regierungen der Nachbarstaaten nach dem Motto: "Der Feind meines Feindes ist mein Freund". Ein Beispiel für die Probleme mit dieser Politik war das Iranisch-Irakische Abkommen von 1975. Damals verließen sich die kurdischen Führer im Irak vollständig auf die iranische Hilfe. Als diese plötzlich eingestellt wurde, wurde auch die kurdische Bewegung niedergeschlagen.
"Sie können nicht auf die Massenbewegung setzen, da sie Angst haben, daßsie ihnen aus dem Ruder läuft. Daher haben sie auch seit ihrer Rückkehr versucht, die Massenbewegung zurückzudrängen. Stattdessen haben sie versucht, sich die Unterstützung der Führung der Esel zu erkaufen. Daher sind sie auch sofort mit Saddam in Verhandlungen getreten, nachdem sie gemerkt hatten, daß die USA und ihre Verbündeten sie nicht unterstützen würden. Man könnte sagen, daß Saddam und die kurdischen Führer gleicherma- Ben schwach sind und daher beide ein Interesse an Verhandlungen haben. Beide Seiten wollen Zeit gewinnen um ihre Machtpositionen wieder zu festigen."
Saman sagt, daß es im Frühjahr 1990 durchaus die Möglichkeit gab, den kurdischen Aufstand mit dem Aufstand im Süden zu vereinigen.
"Hier im Westen heißt es, daß der Aufstand im Süden von shiitischen Moslems getragen wurde. Das ist aber nicht der wichtigste Aspekt. Der Aufstand begann während des Rückzugs der Armee nach ihrer Niederlage in Kuwait. Es heißt, daß ein Offizier beim Einmarsch in Basra seinen Panzer direkt in die dortige Statue von Saddam gefahren hat und dabei rief: "Wie lange wollt ihr noch solche Feiglinge sein? Wacht auf!" "Während ich im August dort war hieß es, daß immer noch hunderttausende von Zivilistinnen von Saddams Truppen im Süden umzingelt sein. Es war ein Massaker. Die Leute sagen, daß bei der Niederschlagung des Aufstandes mehr Zivilistinnen getötet worden sein als während des eigentlichen Krieges.
Es ist im Westen auch nicht bekannt, daß es in Bagdad selber Aufstände gab, wie z.B. in dem ArbeiterInnenvorort "Saddam-Stadt". Die Regierung ließ diesen Stadtteil daraufhin mit Artillerie beschießen."
Während Saman in Kurdistan war, kehrten die meisten Flüchtlinge zurück. An den Straßen von der türkischen Grenze stieß ein UN-Flüchtlingslager an das andere. Später im Herbst gab es eine zweite Welle von Rückkehrerinnen.
Zu dieser Zeit gab es in Kurdistan noch genügend Nahrungsmittel. Die Grenzen zur Türkei waren offen, so daß Lebensmitteltran- KURDISTAN sporte passieren konnten.
"Auf dem Schwarzmarkt gab es alles. Natürlich zu den Bedingungen einer Hyperinflation. Mit dem Monatsgehalt eines Angestellten konnten gerade einmal zehn Kilo Fleisch gekauft werden.
Danach hat die irakische Regierung eine Wirtschaftsblockade über Kurdistan verhängt und jüngste Berichte sprechen davon, daß die Not im Norden jetzt genauso groß ist wie im Rest des Landes.
"Die Leute wollten eine Entscheidung. Viele sagten: Entweder bringen die Verhandlungen irgendein Ergebnis oder es gibt einen weiteren Krieg.' Haben die, die du getroffen hast, die Führungen der kurdischen Organisationen unterstützt?
"Um ehrlich zu sein, ja. Ohne Alternative taten dies die meisten. Ich habe aber auch gerade unter den Intellektuellen Leute getroffen, die der gesamten Führung kritisch gegenüberstanden."
Im Herbst gerieten die Verhandlungen in eine Sackgasse. Saddam machte den Vorschlag einer begrenzten Autonomie. Dabei sollte jedoch die wichtigste Stadt, Kirkuk, das Zentrum der Ölregion, in irakischer Hand bleiben. Auch die kurdische Forderung nach eigener Gesetzgebung wurde nicht akzeptiert. Das Land sollte eine gemeinsame Polizei, Armee und einen Finanzhaushalt behalten - mit einigen Ausnahmen.
Barzanis DPK war eher geneigt, das Angebot anzunehmen, während Talabani es ablehnte. Saman führt dies unter anderem darauf zurück, daß seit kurzem diplomatische Kontakte zwischen kurdischen Führern und der türkischen Regierung bestehen. Die Türkei hat einige Versprechen hinsichtlich der kurdischen Autonomie im Rahmen des türkischen Staates gemacht. "Wenn Talabani und die PUK glauben, daß sie die Unterstützung der Türkei bekommen können, sind sie natürlich weniger kompromiBbereit."
Saman ist pessimistisch, schließt aber nicht aus, daß die Kurdinnen einen neuen Aufstand wagen.
"Die Leute, die ich in den befreiten Gebieten getroffen habe, sind vorbereitet. Alle wissen, wie schwach die Regierungsarmee ist. Mehr als 100.000 bewaffnete Kurdinnen sind in den Bergen und sie kontrollieren einige der modernsten militärischen Strukturen im Irak."
Wenige Tage nach diesem Interview, kurz vor Weihnachten, wurde Samans Sichtweise durch ein Interview von Talabani bestätigt. Er rief die Kurdinnen dazu auf, sich auf einen neuen Krieg mit Saddam vorzubereiten.
"Auch meine Freundinnen im Süden haben mir von wachsender Unzufriedenheit berichtet. Ein Verwandter in Bagdad ist an einer einfachen Verbrennung gestorben, nachdem seine Familie eine Woche lang vergeblich versucht hatte, einen Platz im Krankenhaus zu finden. Es mangelt an Nahrungsmitteln und Medizin.
Selbst aus dem Süden wird von anhaltenden Demonstrationen gegen das Regime berichtet. Im August kam es zum vierten Putschversuch seit Kriegsausbruch. Saman sicht wachsende Unzufriedenheit im ganzen Land, auch wenn der stärkste organisierte Widerstand auf Kurdistan beschränkt ist. Gleichzeitig spricht er aber auch von tiefer Enttäuschung.
"Die USA riefen das Volk zum Aufstand auf. Dann guckten sie nur zu als die Flugzeuge der Regierung die Menschen im Süden niedermetzelten. VertreterInnen des Widerstandes im Süden kamen zum Hauptquartier der US-Allianz im Südirak und baten um Nahrungsmittel. Sie bekamen nichts. So sicht die westliche Sorge um die Menschenrechte in Wirklichkeit aus.
Ich glaube mehr und mehr, daß die USA Saddam dazu gebracht haben, in Kuwait einzumarschieren. Später dann haben sie just in dem Augenblick den Krieg beendet, als Saddams Regime in Gefahr war. Sie haben selbst vor einem "halbdemokratischen" Irak Angst. Welche Auswirkungen hätte dieser wohl auf die Diktaturen in Saudi Arabien oder Kuwait?"
Die meisten AraberInnen aus dem Südirak, mit denen Saman gesprochen hat, sagten, daß sie Saddam im Krieg nicht unterstützt haben.
"Sie hielten ihn für einen Idioten, der das Land in den Krieg gestürzt hat und wollten ihn loswerden. Jetzt leiden sie unter den Sanktionen und kommen nicht darum herum zu sehen, daß die USA Saddam weiter an der Macht sehen wollen."
Manchmal wird gesagt, daß die Sanktionen die Leute im Angesicht äußerer Bedrohung in die Arme Saddams treiben.
"Das glaube ich nicht. Niemand unterstützt Saddam. Er hat den Krieg angefangen. Doch die Sanktionen können antiimperialistische Stimmungen oder eine allgemeine antiwestliche Stimmung hervorbringen."
MAROKKO