Inprekorr 1971–1992

Archiv der Internationalen Pressekorrespondenz der IV. Internationale

Ursprünge des Konflikts zwischen Hanoi und Pnompenh

· Inprekorr Nr. 90, 15. März 1978 · S. 26-17 · 5.895 Wörter

Vietnam und Indochina China Trotzki und Geschichte Stalinismus und Bürokratie

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Die bewaffneten Zusammenstöße zwischen Vietnam und Kambodscha stellen eine ungeheuerliche Entwicklung dar. Sie sind zugleich ein Paradoxon. Und zwar deshalb, weil Vietnam, Laos und Kambodscha (Kampuchea) in einen beispiellosen, die gesamte Region umfassenden revolutionären Prozess verwickelt waren und in keinem vergleichbaren Kampf gegen den Imperialismus und die Bourgeoisie die objektive Solidarität eine direktere und entscheidendere Rolle gespielt hat. Mehr noch; diese objektive Zusammenarbeit kam zweimal vor. In jedem der beiden Indochina-Kriege ist die Einheit der verschiedenen Kampffronten des Befreiungskriegs feierlich bekräftigt worden. Darüberhinaus haben die vietnamesischen, laotischen und kambodschanischen kommunistischen Bewegungen alle denselben Ursprung - die Kommunistische Partei Indochinas. Diese ist nur deshalb im Jahre 1951 aufgelöst worden, um der Entstehung getrennter, nationaler kommunistischer Parteien den Weg frei zu machen. All diese gemeinsame Erfahrung hat jedoch nicht das Aufflacker neuer Kämpfe entlang der Grenze zwischen Kampuchea und Vietnam verhindert.

Wir können einen derartigen Konflikt nicht erklären, ohne einen Rückblick in die Geschichte der internationalen bewegung während der letzten 50 Jahre. Ohne den Sieg des Stalinismus in der UdSSR und die Entartung der Dritten Internationale, ohne die Aufgabe der internationalistischen Traditionen und den Aufstieg des Nationalchauvinismus in der kommunistischen Weltbewegung und ohne die Schärfe des chinesisch-sowjetischen Konflikts und sein Hinübergleiten in einer innerbürokratischen Kampf im Geiste der triumphierenden Ideologie vom „Sozialismus in einem Lande"*- ohne all dies wäre es undenkbar, daß ein kleinerer Grenzkonflikt zwischen zwei Regimes, die sich beide auf den Marxismus- Leninismus berufen, in einen sehr schwerwiegenden politischen und militärischen Zusammenstoß ausartet. Ein politischer Konflikt

Die Grenzstreitigkeiten spielen eine untergeordnete Rolle, selbst wenn wir den offiziellen Erklärungen der vietnamesischen und kambodschanischen Regierung Glauben schenken. Sowohl Pnompenh als auch Hanoi bestehen auf der Anerkennung der Grenzlinien, wie sie während der Kolonialzeit gezoger wurden und wie sie im Abkommen von 1967 zwischen P. Rousset der Nationalen Befreiungsfront von Südvietnam und der Re. gierung des Prinzen Sihanouk festgelegt worden waren. Die von beiden Seiten veröffentlichten Landkarten sind im wesentlichen die gleichen, soweit dies als Hinweis gelten kann. Einziger Streitpunkt von Bedeutung ist die Frage der Gewässergrenzen. Vietnam, z.B. beansprucht kambodschanische Küstengewässer, welche die Insel Phu Quoc umgeben. Pnompenh scheint dies abzulehnen. Aber, wie dem auch sei, die Frage der Ausdehnung der Küstengewässer kann an sich keineswegs einen derart gewaltsamen Zusammenstoß zwischen den beiden Staaten erklären. Dazu ist es notwendig, nach den tieferen Ur. sachen zu forschen.

Es reicht in der Tat auch nicht aus, zu erklären, daß ein derartiger Konflikt durch die allgemeine Entwicklung der internationalen Arbeiterbewegung und der indochinesischen Regimes ermöglicht wurde. Es ist gleichermaßen notwendig nach einer Erklärung zu suchen, weshalb diese Konfrontation in derart tremer Form zu diesem Zeitpunkt und so schnell nach dem kombinierten Sieg von 1975 ausbrach. Diese Aufgabe ist offensichtlich schwierig wegen des totalen Informationsmonopols, wie es von den Führungen der in Vietnam und Kambodscha an der Macht befindlichen kommunistischen Parteien ausgeübt wird und aufgrund der von Hanoi und Pnompenh betriebenen Geheimdiplomatie.

Alle Versuche, diesen Konflikts zu erklären, tendieren deshalb dazu, sich auf Vermutungen zu stützen und bleiben offen für die weitere Diskussion. Dennoch ist es möglich, mit einer Untersuchung zu beginnen im Hinblick auf den Ablauf des Konflikts, wie er aus einem Vergleich der jeweiligen Erklärungen Hanois' und Pnompenhs' hervorgeht, im Hinblick auf die in Vietnam und Kambodscha verfolgte Orientierung, den Ursprung der politischen Auseinandersetzungen zwischen den Führern der vietnamesischen und kambodschanischen kommunistischen Parteien sowie im Hinblick auf die gegenwärtigen Auswirkungen des chinesisch-sowjetischen Konflikts auf die indochinesische Halbinsel.

Die Auseinandersetzung zwischen dem vietnamesischen und dem kambodschanischen Regime ist mehr politisch als territorial. Die beiderseitigen Erklärungen lassen darüber keinen Zweifel. Im Wesentlichen beschuldigt Pnompenh Hanoi, die zwangsweise Errichtung einer Indochinesischen Föderation" unter seiner Vormundschaft zu betreiben. Die Kommunisti-

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sche Partei streitet ab, einen solchen Plan zu hegen. Die Perspektive einer Föderation wurde in den dreißiger Jahren offiziell aufgegeben.

Andererseits ist die vietnamesiche KP allerdings der Ansicht, daß „besondere Beziehungen" zwischen Vietnam, Laos und Kambodscha im İnteresse der indochinesischen Völker lägen. Sie greift die Rolle der kambodschinaischen KP-Führung an, von der sie behauptet, sie stachele „nationalen Haß" an und zerstöre die Tradition der Solidarität, wie sie während des gemeinsamen Kampfes gegen den Imperialismus geschmiedet worden sei (1).

Die politischen Auseinandersetzungen betreffen jedoch nicht nur die Natur der Beziehungen, wie sie nach dem Sieg im Jahre 1975 in der Region hergestellt werden sollten. Es geht um noch allgemeinere Fragen. Pnompenh und Hanoi haben innenpolitisch in vielen Fällen andere Wege beschritten. Für die Vietnamesen ist die Linie der Khmer-KP „kommunistische Kinderei", , „Ultrachauvinismus", , eine „brutale bäuerliche Gleichmacherei" (2). Für die Kambodschaner führt die Linie der vietnamesischen KP dazu, „von den Imperialisten Reis zu erbetteln" und sogar zum Verkauf von Arbeitskraft an die ausländischen Kapitalisten, d.h. zu einer Aufgabe der „Politik der Unabhängigkeit und nationalen Würde". In ihrer internationalen Bündnispolitik haben diese beiden Staaten nicht weniger verschiedene Linien gewählt. Pnompenh stützt sich fast ausschließlich auf Peking, dessen Beziehungen zu Hanoi sich ständig verschlechtern.

Im September 1977 stellte die kambodschanische Führung Hanoi, dem es annexionistische Neigungen vorwirft, dieses auf eine Stufe mit Hitler (3). Als der Konflikt zwischen den beiden Ländern am 31. Dezember 1977 öffentlich wurde, gab die vietnamesische Führung langsam ihre offiziell reservierte Haltung auf und ging am 20. Januar so weit, die Khmer- , Autoritäten " als „Reaktionäre" zu bezeichnen. Um die Wucht der vietnamesisch-kambodschanischen Spaltung zu verstehen, ist es notwendig, auf den Ursprung der Khmer-Führung zurückzugehen. Die Auflösung der alten Kommunistischen Partei Indochinas und das spätere Auseinanderbrechen dessen, was als „Indochinesische Revolutionäre Front" bekannt war, hat tiefere Ursachen, auf die wir noch zurückkommen müssen. Der Frontalzusammenstoß zwischen der vietnamesischen und kambodschanischen Führungen war allerdings keineswegs unvermeidlich, wie es das Beispiel von völlig andersgearteten Beziehungen zwischen den Vietnamesen und den Laoten bezeugt. und den Laoten bezeugt. Pol Pot, der Ministerpräsident von Kampuchea und Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Khmer, verschweigt nicht die Tatsache, daß der politischeKonflikt zwischenden beiden Parteien weit zurückgeht. In der Tat datiert er den ersten bedeutenden Disput mit den Vietnamesen auf das Jahr 1965, d.h. weit vor die Zeit, zu der Gebietsfragen unmittelbar auf der Tagesordnung standen (4).

Ursprünge des Konflikts

Die politische Spaltung begann mit der Bilanz, die beide Seiten aus dem Genfer Abkommen von 1954 zogen. Der Preis. den die Befreiungsbewegungen als Ergebnis der sowjetischen und chinesischen Politik der friedlichen Koexisten zu zahlen hatten, war sehr hoch. Die Periode zwischen dem Genfer Abkommen und der Wiederaufnahme des bewaffneten Kampfes in Südvietnam (1959-60) war durch ernste politische Spannungen und offensichtliche Schwierigkeiten bei den verschiedenen Kommunistischen Parteien gekennzeichnet, eine bestimmte Linie zu verfolgen.

In Vietnam und Laos war die Kontinuität der Führungen und der Organisationen aufrechterhalten worden. In Kambodscha jedoch ist die Geschichte der KP der Khmer unterschieden, sowohl durch einen politischen als auch einen organisatorischen Bruch. Dies scheint an der Wurzel des nationalistischen Rückfalls der Khmer-Kommunisten zuliegen, wie er in den beiden anderen indochinesischen Ländern nicht seinesgleichen kennt.

Sämtliche drei kommunistischen Parteien in der Region führen in ihrer Linie bedeutende, v n ihrer stalinistischen Erziehung überkommene Elemente fort sowie die Lehren, die sie aus ihren eigenen Kämpfen für sich gezogen haben. Auf diese Weise haben sie sich programmatisch den besonderen Bedingungen angepaßt, unter denen sie dreißig Jahre lang operieren mußten. Diese Bedingungen entsprangen dem Dilemma von nationalen Befreiungsbewegungen, die einen langwierigen Widerstand gegen die imperialistische Intervention ohne die direkte Unterstützung durch eine revolutionäre Arbeiterbewegung in den fortgeschrittenen kapitalistischen Ländern. Das Scheitern des revolutionären Aufschwungs in Europa zwischen den beiden Weltkriegen und die Entartung der Dritten Internationale hatte weitreichende Folgen für die indochinesische Kolonie. So hatte beispielsweise ein gewisser internationalistishcer Geist in der auf der Basis von Einheitsfrontprinzipien zusammenarbeitenden unabhängigen Marxisten, Trotzkisten und Mitgliedern der KP um die Saigoner Zeitung La Lutte geherrscht. Er wurde ausgelöscht und erstand nie wieder.

Von diesem Gesichtspunkt aus ist es sehr bezeichnend, daß die Vietnamesische Kommunistische Partei bereit war, offen mit ihrem eigenen orthodoxen Kanon zu brechen: in der nationalen Frage. Die offizielle Version in der vietnamesischen KP lautet heute, daß die vietnamesische Nation Produkt eines langwierigen Entwicklungsprozesses ist, der 4 000 Jahre zurückgeht, d.h. in die Vorgeschichte. Ähnlich bezeichnend ist die Art, wie die vietnamesische Vergangenheit, einschließlich der Periode der legendären Könige, mehr und mehr angerufen wurde, um nationalistische Gefühle zu wecken.Das Bestehen auf einer kulturellen und geschichtlichen vietnamesischen Identität war im Fortgang des antikolonialen und antiimperialistischen Kampfes offenbar unverzichtbar und unvermeidbar. Die vietnamesische KP-Führung hate sich darüber hinaus sogar als fähig erwiesen, das kulturelle Erbe der Bergstämme zu nutzen. Die Schwierigkeit war eine objektive. Es war notwendig, sowohl das Wiederaufleben der vietnamesischen nationalen Identität zu unterstützen, die von den Kolonialisten unterdrückt wurde und die nationalistische Ideologie zu bekämpfen. Aber so, wie die Geschichte in Vietnam heute dargestellt wi d trägt sie einen tiefen nationalistischen Stempel. Das kann in dem gegenwärtigen Zusammenhang schwerwiegende Konsequenzen haben.

Hinsichtliche des Nationalismus war die Entwicklung der vietnamesischen und der kambodschnaischen kommunistischen Parteien grundverschieden. Angesichts des Drucks der imperialistischen Intervention, der sie gegenüberstand, mußte die vietnamesische Führung die Reichweite ihrer politischen Aktivität beständig und international ausdehnen, um den Anforderungen des nationalen Befreiungskampfs nachzukommen. Dies erklärt zu einem bedeutenden Teil ihre besondere Stellung in der „Kommunistischen Weltbewegung" sowie ihre kombinierte Orientierung eines vorrangig ,nationalen Standpunkts" mit echter internationalistischer Haltung. Demgegenüber hat sich die kambodschnaische Führung mehr

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und mehr auf einen beschränkten Nationalismus zurückgezogen, sobald sie ihren Bruch mit der Tradition der indochinesischen kommunistischen Bewegung vollendet hatte. Dies geht klar hervor aus der Geschichte der KP der Khmer, wie sie von Pol Pot in seiner Gedenkrede am 30. September 1977 dargelegt wurde.

Die meisten der Führer der Khmer-KP, die in den sechziger und siebziger Jahren bekannt wurden, hatten sich in den frühen fünfziger Jahren in Frankreich aufgehalten und standen dort in Verbindung mit der französischen KP oder ihren Mitgliedern.Ihnen erschien das Rückschlag durch das Genfer Indochina-Abkommen, nären Errungenschaften" des Kampfes gegen die Franzosen zum Resultat hatte, Ausdruck einer mangelnden „korrekten Linie" in der KP der Khmer. Die alte Führung hatte eine Linie verfolgt, die „von einer anderen kopiert" worden war, (d.h. der vietnamesischen). Von nun an sei es notwendig, eine Position der,,Unabhängigkeit und Souveräneität" zu verteidigen; von nun an sei es notwendig, „sich auf die eigene Kraft zu verlassen".

Diese Maxime hat in Kambodscha eine ganz besondere tung angenommen. Im Jahre 1960 kehrte ein in Paris geschulter Kaderstamm in das Land zurück und übernahm alsbald die Führung der KP der Khmer. Im Jahre 1965 scheinen bereits Reibereien zwischen der Partei der Khmer und ihrem vietnamesischen Gegenstück gefolgt zu sein. Heute ist es unmöglich, die von der jeweiligen Seite vertretenen Positionen einzuschätzen. Aber ies ist deutlich, was zur Debatte stand. Es ging darum, ob eine gemeinsame Strategie angenommen werden sollte oder nicht. Das Jahr war durch den Beginn der US-imperialistischen Aggression gegen Laos und Vietnam gekennzeichnet.

Wenn es zu jener Zeit einen Konflikt zwischen der vietnamesischen und der kambodschanischen KP gegeben hat, so muß er sich um die Errichtung einer neuen Einheit in Indochina gedreht haben. Im Jahre 1967 wae die KP der Khmer der Ansicht, daß die Situation im Lande für den allgemeinen bewaffneten Kampf herangereift war. Es ist möglich, daß zu jener Zeit der Disput darüber ausbrach, ob es geraten schien, eine neue Front in Indochina zu eröffnen angesichts der besonderen Haltung des Sihanuk-Regimes.

Schließlich, im Zeitraum 1972-73, weigerten sich die Ro ten Khmer, ihre Politik mit den Laoten und Vietnamesen abzustimmen, die sich auf die Unterzeichnung der Abkommen von Paris und Vientiane vorbereiteten. Sie beschuldigten zu jener Zeit die Vietnamesen, mit dem Feind Kompromisse zu schliessen, anstatt den Kampf kompromißlos bis zu Ende zu führen. Unter diesen Bedingungen, so scheint es, wurde die „Indochinesische Revolutionäre Front" auf ein bloßes, zeitweiliges Militärbündnis reduziert.. Die Zurückweisung der Tradition der Kommunistischen Partei Indochinas ging sehr weit. Die offizielle Geschichte, wie sie von Pot Pol anläßlich des 17. Jahrestags der Gründung der Khmer-Partei in einer Rede umrissen wurde, vermerkt nichts über die Rolle der vietnamesischen und laotischen Befreiungsstreitkräfte bis zum Sieg des Widerstands in Kambodscha (und auch andersherum).

Gleichermaßen schweigt sie sich - mit Ausnahme von einigen wenigen Anspielungen - über die bloße Existenz der Khmer-Partei vor 1960 aus sowie über die Rolle der Kommunistischen Partei Indochinas, die Kambodscha den Marxismus gebracht hat. Dies steht in vollständigem Widerspruch zu den Erklärungen dieser Art in Hanoi und Vientiane, die es nie unterlassen, die vergangene Solidarität im Kampf anzurufen sowie die gemeinsame Geschichte der kommunistischen gen in der Region.

Kambodscha und Laos nehmen verschiedene Wege Mangels solider Informationen können wir uns kein Urteil über die Auseinandersetzungen erlauben, die zwischen den vietnamesischen und Khmer-Parteien 1965, 1967 und 1972. 73 aufgebrochen sind. Wir können allerdings nicht die Be. deutung des weitreichenden Rückzugs in den Nationalismus auf Seiten der kambodschanischen Führung unterschätzen. Kampuchea und Laos sind in der Tat beide unterschieden in Bezug auf die Rückständigkeit ihrer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung. Die Arbeiterklasse ist sehr schwach. Das Landproletariat ist allgemein vietnamesischen Ursprungs. Die Agrarkrise hat sich erst spät entwickelt und war begrenzter als in Vietnam. Die Chancen für einen Prozess der permanenten Revolution in diesen beiden Ländern hängen deshalb in hohem Maß davon ab, inwieweit sie in den revolutionären Prozess Gesamt-Indochinas einbezogen sind. Unter diesen Bedingungen konnte die selbstgewählte Isolation Kambodschas nur schwerwiegende Konsequenzen haben. Im Namen der nationalen Unabhängigkeit brachte sich die Führung tatsächlich in eine Position, in der sie nicht an die internationale appelieren oder an Vietnam und sein Netz von Verbindungen wenden konnte. Sie versuchte deshalb diese Schwäche durch eine abenteuerliche Politik im Innern wettzumachen.

Im Jahre 1973 scheint ein neuer Kurs angenommen wor. den zu sein, der mit der klugen Politik kontrastierte, wie er bis diesem Zeitpunkt von der FUNK (Front Uni National de Kampuchea - Nationale Einheitsfront von Kabod. scha) verfolgt worden war. Die „Sihanoukianer" wurden isoliert und auf dem Lande begann man mit einer breiten Kampagne zur Bildung von Kooperativen.

Zwei Monate vor der Machtübernahme wurde ein Beschluß gefaßt, Pnompenh zu entvölker , sobald der Sieg vollendet sei. Eines der Hauptargumente war die Angst, die kambodschanische Hauptstadt nicht unter Kontrolle halten zu können. Im April 1975 wurde eine Art Bauern-,Kriegskommunismus" dekretiert.

Das Geld wurde mit einem Schlage abgeschafft. Der Handel wurde verboten und durch reinen Tausch ersetzt sowie durch administrative Verteilung der Waren. Alle Kräfte wurden auf die Landwirtschaft konzentriert und auf die Produktion von Mitteln des täglichen Bedarfs in Betrieben und Werkstätten. Gigantische mobile Arbeitsmannschaften wurden gebildet, um so bedeutende Aufgaben wie die Bewässerung und die Zwangskollektivierung anzugehen.

Es muß berücksichtigt werden, daß im Jahre 1975 eine grosse internationale Kampagne der Hysterie gegen Kambodscha angefacht wurde. Aber die menschlichen und politischen Kosten der Orientierung der Khmer-KP konnten nicht anders als hoch sein. Es war besonders beschwerlich für eine Bevölkerung die aus den Städten zur Arbeit auf dem Lande geschickt wurde unter Bedingungen, die häufig sehr ungesund waren und wo es keine medizische Versorgung gab. Anders als in Vietnam waren die angewandten Repressionsmaßnahmen sicherlich sehr hart und schwerwiegend.

Diese Orientierung scheint die Khmer-Führung einer schwerren inneren Belastung unterzogen zu haben. Pnompenh erkennt heute an, daß es mehrere schwere Krisen gegeben hat, die jedoch als Resultat von „Verschwörungen" sei ns vietnamesischer KP-„Agenten". hingestellt werden.Zudem weiß man nichts mehr über den Verbleib der Mehrheit der Führer, die aus der Zeit der FUNK bekannt waren. Die nach dem Sieg in Pompenh eingeschlagene Orientierung kontrastiert nicht nur mit der in Vietnam eingeschla-

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genen, sondern auch mit der der in Laos. Vor allem in Laos wäre ein , kambodschanischer Weg" unvorstellbar. Dieses Land ist weit davon entfernt, sich des reichhaltigen Ackerbaus von Kampuchea erfreuen zu können. Kampuchea verfügt nicht allein über gute Ackerböden, sondern auch über einen außergewöhnlichen natürlichen Wasserspeicher, den See Tonle Sap. Im Gegensatz zu Kambodscha verfügt Laos auch nicht über einen Zugang zum Meer, und solange die Überlandstraße nach Vietnam nicht wieder für den Verkehr passierbar ist, bleibt es in seiner Versorgung weitgehend vom guten Willen Thailands abhäbgig. Die neue Regierung sah sich darüberhinaus einer gefährlichen Opposition von Seiten eines Teils der Meo-Stämme gegenüber, die vom CIA mit Waffen versorgt und von Bangkok unterstützt wurden. Die laotische Führung bezog in ihre Vorstellungen über die Entwicklung des Landes die Assoziierung mit Vietnam ein. Diese Option scheint bekräftigt worden zu sein, nachdem es im Dezember 1976 zur Aufdeckung einer rechten Verschwörung gekommen war, die das neue Regime zu stürzen trachtete. Der laotische stellvertretende Außenminister Khampay boupha unterstrich die neue Bed utung der Kooperation zwischen den Ländern Indochinas in einem Interview, indem er sagte, daß sie , sogar noch notwendiger" sei jetzt nach dem Sieg als zur Zeit des Befreiungskampfes (5). Am 18. Juli 1977 wurde zwischen Vietnam und Laos ein verlängerbarer 25-Jahres-Vertrag unterzeichnet. Er stellte die Notwendigkeit fest, „die sozialistische Kooperaiton auf allen Gebieten zu entwickeln" (6). Außerdem wurde ein Grundsatzabkommen über den Grenzverlauf zwischen beiden Ländern unterzeichnet, nachdem es zwei Jahre anscheinend schwierige Verhandlungen gegeben hatte. Vietnamesische Streikkräfte haben an gemeinsamen Operationen gegen die rechten Guerrillas und gegen die Einfalle von Kommandos aus Thailand teilgenommen.

Vietnam hat Laos Reis und andere Waren überlassen sowie eine Finanzhilfe von insgesamt 400 Mio. Dong (etwa 155 Mio. US-Dollar). Dem Journalisten Nayan Chanda zufolge fließt die Hälfte dieser finanziellen Unterstützung an die zahlreichen namesischen Soldaten und Arbeiter, die nach Laos geschickt wurden, um beim Straßen- und Br ckenbau zuhelfen (7). Die Frage der Föderation

Bedeutet dies, daß die vietnamesisch-laotische Zusammenarbeit beispielhaft ist? Nein! Der 25-Jahresvertrag ist von Bedeutung, weil er die lebenswichtige Notwendigkeit für die indochinesischen Völker unterstreicht, ihre Solidarität und regionale Zusammenarbeit zu verstärken. Aber er verdeutlicht gleichermaßen die programmatischenGrenzen, über die die vietnamesischen und laotischen Führungen offenbar als Ergebnis ihrer historischen Ursprünge und niederdrückenden bürokratischen Deformationen nicht hinauskommen.

In dem „Vertrag" oder in der gemeinsamen vietnamesischlaotischen „Erklärung" fehlt die Perspektive der Föderation, obwohl sich diese Dokumente mit den langfristigen Beziehungen zwischen beiden Ländern beschäftigen. Sie gehen nicht über die Betonung der Notwendigkeit hinaus, die Zusammenarbeit zwischen zwei souveränen Nationalstaaten zu verstärken und fordern an keiner Stelle die Bildung eines föderativen politischen Überbaus.

Eine Föderation, die allerdings nur zustande kommen kann, wenn die betreffenden Völker sie wünschen, ist jedoch aus drei Gründen entscheidend: Nur eine solche Union würde die Aufstellung eines gemeinsamen Wirtschaftsplans erlauben, der dem gesellschaftlich und wirtschaftlich rückständigeren Land den Vorrang einräumen sowie die dazu erforderlichen Ressourcen bereitstellen würde.

Allein eine Föderation würde den politischen Rahmen abgeben, in dem die Völker der beiden großen Länder gemeinsam über die Hauptlinien der Wirtschaftsentwicklung und der Aussenpolitik entscheiden könnten. Nur dies würde einen beharrlichen Kampf gegen jegliches Wiedererwachen von nationalistischen Gefühlen erlauben, indem eine wirkliche Perspektive zur Überwindung der nationalen Grenzen geboten würde, die nur zu oft auf willkürliche Weise gezogen worden sind. Bloße Kooperation zwischen Staaten, die tatsächlich unabhängig bleiben, kann diese Aufgaben nicht lösen, und auf lange Sicht wäre der mächtigere Staat begünstigt. Andererseits könnte die Entwicklung einer Praxis von übernationalen Entscheidungen ohne die Bildung einer Föderation nur die Rolle der herrschenden Parteien als Ersatz für die Massen festigen; sie könnte nur die Macht der Bürokratie gegen die Massen stärken. Auf diesem Hintergrund können wir behaupten, daß die wirkliche Respektierung der nationalen Rechte der kleinen Völker das Absterben der Nationalstaaten verlangt und daß der Kampf um einen echten Internationalismus Hand in Hand gehen muß mit dem Kampf um die sozialistsiche Demokratie. Angesichts ihrer Programme, ihrer internationalen Position und angesichts des bürokratischen Charakters der Regimes, bei deren Geburt sie an der Spitze standen, können jedoch weder die vietnamesische noch die laotische Führung diese dopelte Perspektive des Internationalismus und der sozialistischen Demokratie vorantreiben, Die Tatsachen über den Konflikt

Der vietnamesisch-kambodschnaische Konflikt bringt somit die Probleme an den Tag, denen die indochinesische Revolution heute gegenübersteht, bereits keine drei Jahre nach dem kombinierten Sieg von 1975. Die Probleme stellen sich auf verschiedenen Ebenen. Die Orientierungen und Programme der vietnamesischen KP und der laotischen Partei sowie der bürokratische Charakter der vietnamesischen und laotischen Regimes machen es unmöglich, eine wirkliche demokratische Föderation in Indochina zu errichten. Der von der kambodschanischen Führung verfolgte Kurs erklärt, weshalb die Spannungen zwischen Vietnam und den Khmer so schnell in eine Reihe von bewaffneten Zusammenstößen ausgeartet sind, was in krassem Gegensatz zur Entwicklung der vietnamesisch-laotischen Beziehungen steht (wenngleich man nicht glauben soll, daß diese Beziehungen immer reibungslos waren).

Ein Vergleich der vietnamesischen und kambodschanischen Erklärungen sowie eine Analyse der Ereignisse zwischen April und Anfang 1978 erlauben drei Schlußfolgerungen, zumindest versuchsweise. Erstens: die Initiative in der militärischen und polemischen Eskalation des Konflikts zwischen Vietnam und Kampuchea scheint in den meisten Fällen aus Pnompenh gekommen zu sein. Dies ist besonders klar in den Monaten Mai und Juni 1975 sowie gegen Ende 1975. Versuchen wir zu verstehen, warum. Als ein Ergebnis der abenteuerlichen Politik ,wdie sie die „radikalen Maßnahmen" kurz nach der Machtergreifung darstellen, ist die Führung gezwungen, Nationalismus als unverzichtbaren ideologischen Zement für das Regime anzustacheln. Auf diesem Hintergrund konnten sich die Reibereien an der Grenze nur steigern und aufheizen. Eine Flut von kambodschanischen Flüchtlingen nach Vietnam konnte bereits der Auslöser sein.

Bei der vietnamesisch-kambodschanischen Grenze handelt es sich um eine sehr empfindliche Gegend, weil sich im vietnamesischen Hochland immer noch bedeutende Widerstands-

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nester befinden. In dieser Region führen Kräfte der alten Marionettenarmee erwiesenermaßen Guerillakrieg. Es ist möglich, daß auch Reste der Khmer Krom (Khmers aus Cochin China, dem südlichen Teil Vietnams) daran beteiligt sind.

Zwischen 1975 und 1977 durchlief die kambodschanische KP mehrere schwere Krisen. Es ist wahrscheinlich, daß sich oppositionelle Zentren in gewissen Grenzgebieten entwickelt haben, in denen vietnamesische Truppen während des Kriegs stationiert waren. Angesichts der gesellschaftlichen Unterdrückungsmaßnahmen der Khmer-KP gibt es Grund anzunehmen, daß ein Aufruf für eine nationale Mobilisierung gegen den „ausländischen Feind" von ihrem Standpunkt aus nützlich gewesen sein könnte. Und schließlich konnte der vietnamesisch-kambodschanische Konflikt sich durch das Wiederaufleben des alten nationalen Hasses nur verschärfen, der solange Indochina zerrissen hat.

Vom Standpunkt Hanois ist es andererseits schwer einzusehen, weshalb eine Verschärfung der Spannungen im Grenzgebiet wünschenswert war. Es ist klar, daß die vietnamesische KP einen Wechsel in der kambodschanischen Führung gern sähe. Und es ist ebenso wahr, daß Hanois Unterstützung für die sowjetische Intervention in der CSSR mit ähnlichen Argümenten wie die Kubaner einen sehr ernsten politischen Vorläufer hat.

Das Verhalten der vietnamesischen Führung zu jener Zeit zeigt, daß sie in der Tat daran denken könnte, daß die einzig mögliche „Lösung" eine militärische ist. Deshalb müssen wir darauf bestehen, daß es keine akzeptable militärische Lösung gibt, weder für die Grenzstreitigkeiten noch für die politische Auseinandersetzung zwischen den Regimes in Hanoi und Pnompenh.

Eine Analyse der von Vietnam im Gefolge des Siegs eingeschlagenen Orientierung macht es allerdings höchst unwahrscheinlich, daß die Initiative für die Eskalation des Konflikts von Hanoi ausging. Der gegenwärtige kriegsähnliche Zustand gefährdet tatsächlich das Erreichen lebenswichtiger Ziele auf einer Reihe von Gebieten. Vom wirtschaftlichen Standpunkt ist er ein Hindernis für die Erschließung der Gebiete im westlichen Cochin China. Vom finanziellen Standpunkt ist er ein Hindernis für die Erzielung internationaler Kredite und Investitionen. Politisch ist er ein Hindernis für Hanois Versuch, einen Bruch in seinen Beziehungen zu Peking zu verhindern. Aus diplomatischer Sicht zerstört er insbesondere die Bemühungen des vietnamesischen Regimes, seine Beziehungen zu den Ländern Südostasiens zu normalisieren. Das vietnamesische Regime wollte wahrscheinlich darauf warten, bis die Bedingungen in Kambodscha soweit herangereift waren, daß sie der Führung einen Orientierungswechsel aufzwangen. Es ist deshalb kaum anzunehmen, daß Hanoi 1975 eine Politik militärischer Provokationen begonnen hat. Andererseits , und das ist gewiß, hat die vietnamesische Führung, konfrontiert mit dem wachsenden Grenzkonflikt und der sich verschärfenden politischen Spannungen mit dem kambodschanischen Regime, mit einer Kombination von Vergeltungsmaßnahmen, Appellen für Geheimverhandlungen und Druck durch „befreundete Regierungen" geantwortet. D.h. die vietnamesische Führung bewegte sich im Rahmen der Geheimdiplomatie und des striketen Informationsmonopols in den Händen des KP-Politbüros. Dies verdeutlicht wiederholt die tragischen Konsequenzen, die dem Fehlen eines echten internationalistischen Programms und eines Systems der Arbeiterdemokratie in Vietnam entspringen. Die Geheimdiplomatie hat mit Sicherheit zur Entzündung des Konflikts zwischen Kambodscha und Vietnam beigetragen. Die Rolle Chiras ist besonders klar geworden. In den Augen Pekings ist Südostasien vor einigen Jahren zu einem der Hauptkonfron. tationsgebiete mit dem „sowjetischen Sozialimperialismus" geworden. Zur Zeit der militärischen Besetzung der Paracelsus. x Inseln im Jahre 1975 konnte man beobachten, daß die chine. sische Führung nicht gerade Samthandschuhe in ihrem Verhält. nis zur vietnamesischen „Schwesterpartei" benutzt. Die vietnamesische KP muß Peking gegenüber immer ge fährlicher erschienen sein. Die vietnamesische Führung hat sich nicht nur geweigert, Moskau zu verdammen, sondern die UdSSR selbst präsentiert sich überschwenglich als Hanois Hauptverbündeter in der internationalen Arena. Daß Peking das vietnamesische Regime so weit wie möglich zu schwächen wünscht, dürfte niemandem ein Geheimnis sein. Es ist des. halb erklärlich, weshalb die chinesische Führung Pnompenh politische Rückendeckung gibt, obwohl die innenpolitischen Maßnahmen der kambodschanischen Führung sich von der gegenwärtigen Linie der chinesischen KP unterscheiden. Die chinesische Unterstützung wurde im September 1977 anläßlich des triumphalen Empfangs von Pol Pot in Peking demonstrativ bekundet. Zu dieser Zeit nahm der vietname. sisch-kambodschanische Grenzkonflikt eine akute Form an, und die kambodschanische Führung begann eindeutig, das Hanoier Regime mit dem Hitlers zu vergleichen. Die chinesische Unterstützung wurde Anfang Januar 1978 verstärkt, als der Konflikt endgültig und offen ausgebrochen war. Ende Januar wurde diese Unterstützung auf spektakuläre Weise deutlich, als Madame Teng Ying ch'ao, Chou En-lai's Witwe, Pnompenh besuchte.

Der Sieg der Befreiungskämpfe im April 1975 löste also eine Explosion der Widersprüche aus, die die verstorbene REVOLUTIONÄRE FRONT INDOCHINAS untergraben hatten. Die Folgen dieses verschärften Konflikts zwischen Kambodscha und Vietnam wiegen schwer.

Mit seinem Geschrei gegen die vietnamesische Invasion" am 31 Dezember scheint Pnompenh jeglicher internen Opposition endgültig die Luft abdrücken zu wollen, da jegliche Differenzen sofort als pro-Hanoi gebrandmarkt werden können. Gleichermaßen scheint sie eine spektakuläre Zurschaustellung ihrer Unterstützung von Seiten Chinas beabsichtigt zu haben und eine Situation zu schaffen,die jegliche Wende hin zu einer „gemäßigten Linie" in Kampuchea verunmöglicht.

In Hanoi scheint man mehr und mehr davon überzeugt zu sein, daß für den Grenzkonflikt keine Lösung mehr mög lich ist, es sei denn, im Rahmen allgemeiner politischer Verhandlungen, die einen Wechsel in der Oreintierung Pnompenh's zur Folge haben können. Der chinesisch-vietnamesische Konflikt hat sich zugespitzt. Es besteht die große Gefahr, daß der vietnamesisch-kambodschanische Konflikt in noch schlimmerer Form wieder aufflackern wird, Alles Mögliche muß unternommen werden, um eine Verhandlungslösung für den Grenzkonflikt herbeizuführen - in öffentlichen Verhandlungen und unter Ausschluß von Waffengewalt. Allgemein gesprochen: es ist von entscheidender Bedeutung, darauf zu bestehen, daß die Interessen der vietnamesischen , kambodschanischen und laotischen Völker die Bildung einer demokratischen Föderation dieser drei Länder erfordern. Eine solche Föderation kann allerdings nur Ergebnis der freien Entscheidung der betroffenen Völker sein, einer freien Entscheidung, welche die Aufgabe des totalen politischen Monopols notwendig macht, wie es von jeder der drei indochinesischen kommunistischen Parteiführungen in ihrem eigenen Land ausgeübt wird. Die zugrundeliegenden politischen Differenzen, welche die vietnamesischen und kambodschanischen Führungen heute spalten, müssen öffentlich geäußert und frei diskutiert werden.

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I SP - Verlag GmbH, Speicherstr. 5, 6000 Frankfurt/M - 2 Gew. Autor,Titel Seiten La.Pr.

Beauvais,J.P.: Chile nach dem Putsch 30 2.00 Dokum.: Solidarität mit LIP 45 2.00 Dokum.: Roter Punkt Esslingen 66 2.00 MIR-Dissidente: Drei Dokumente zu Chile 24 2.00 internat. 2/71 : Internat.Konferenz Brüssel Nov. 1970 74 2.00 internat.3-4/71 :Wider den Nationaltrotzkismus 113 3.50 200 die internationale Nr.3 158 5.00 250 die internationale Nr.4 168 5.00 150 die intersationale Nr.6 109 5.00 250 die internationale Nr.8 195 7.00 200 die internationale Nr.9 146 6.00 200 die internationale Nr.10 137 6.00 200 die internationale Nr.11 165 7.00 die internationale Nr.12 7.00 die internationale SonderNr. 3 112 5.00 die internationale SonderNr. 4 234 6.50 die internationale SonderNr. S 179 6.00 die internationale SonderNr. 6 118 5.00 150 Mandel,E: Kapitalismus und Obergangsgesellschaft 114 5.00 60 Mandel,E: Friedl.Koexistenz u. Weltrevol. (Th. 1) 37 3.50 110 Avenas,Denise: Trotzkis Marxismus (Th. 2) 84 5.00 225 Mandel / Wolf :Weltwirtschaftsrezession u.BRD.Kr.(Th.3) 133 6.50 100 Mandel,E: Die Bürokratie (Th. 4) 59 4.50 100 Mandel / Weinstock: Zur jüdischen Frage (Th. 5) 58 4.00 150 Mandel / Fischer: Trotzkis Faschismustheorie (Th.6) 85 5.00 S50 Schulz, Hans-J:Militarismus u. Kapitalismus in der BRD 371 14.00 Besteller: 150 Geist / Wolf: Wir spielen nicht mit im Atomverein 128 7.00 120 Wohin treibt der Kommunistische Bund ? 80 2.50 Der Streik der Bauarbeiter in Barcelona 30 1.50 Spanien: Die LCR und die Wahlen Juni 1977 36 1.00 GEW-Berlin: Nein zum Spalterverband 24 1.20 Kein Berufsverbot gegen Klaus Weber 62 1.50 Wahlplattform der GIM zur Bundestagswahl 1976 54 1.00 RH 2: Rettet das Leben von Luis Vitale ! 29 1.00 Wahl in West-Berlin 1975 38 1.00 Wahlen in NRW 1975 37 1.00 05O Frank,P.: Geschichte der IV.Internationale 195 6.00 051 Wollenberg,E Als Rotarmist vor München 170 7.50 052 Sedow, L: Rotbuch über den Moskauer Prozeß 117 4.00 053 Cardorff,P: Die Außenpolitik der VR China 94 3.90 0S4 Dokum.: Streik bei Pierburg - Neuss 149 5.00 OSS RH 3: Mandel u.a.. Solschenizyns Archipel Gulag 44 1.80 056 RH 4. Frank,P./Krivine,A: Frankreich 1975 48 3.50 057 RH 5: Trotzki: Ubergangsprogramm 47 3.50 058 RH 6: Tariq Ali / Rossi,C: Die Lehren von Chile 46 2.50 059 RH 7: Wolf / Beiersdörfer: Kritik d.wd.Maoismus 111 4.80 060 RH 8: Armand,A: Kein Kredit für Helmut Schmidt 42 3.50 061 RH 9: Mandel / Wolf: Weltwirtschaftsrez. 74/75 74 4.00 062 RH 10: Die Revolutionäre und die Armee 39 2.50 063 RH 11: Mandel: Rolle der Intelligenz im Klassenkampf 63 3.80 064 RH 12: Wohin treibt Portugal? 58 3.80 065 RH 13: Zur Kommunistischen Gewerkschaftspolitik 165 7.00 066 RH 14: Spanien heute 63 3.50 068 400 Trotzki: Spanien I (IAB-1) 206 9.50 069 400 Trotzki: Spanien II (LAB-2) 197 10.50 070 120 Arz / Sauer: Entw.d.sowjet.Ubergangsges. 1917-29 82 5.00 071 220 Lee, Franz : Südafrika am Vorabend d.Revolution(IAB-4) 231 9.00 072 300 Moneta,J.: Aufstieg u Niedergang .Stalinismus (LAB-S) 184 10.50 090 220 Leon,A.:Judenfrage und Kapitalismus 142 9.80 091 300 Morrow,Felix: Revolution u.Konterrev.in Spanien 253 10.50 092 220 Kron / Modzelewski: Monopolsozialismus 137 5.00 093 260 Trotzki: Verratene Revolution 303 8.00 094 120 Trotzki: 1917 - Die Lehren der Revolution 79 3.00 095 140 Mandel: Welches Programm,welche Organisation 93 5.00 096 160 Mandel: Von der soz.Ungleichh.z.klassenl.Gesellschaft 97 5.50 Name: Straße: Wohnort/PLZ: ….

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dieses Buch zugleich den Versuch einer Rekonstruktion der tatsächlichen Ereignisse und der tatsächlichen Haltung der KP Chinas im Verlauf der chinesischen Revolution darstellt und die maoistische Legendenbildung durchbricht. Aus dem Inhalt:

Marxismus in China und die Entstehung der KP Ch - Die Haltung der Komintern zur Kolonialfrage - Die Zusammenarbeit mit der Kuomintang Tschiang Kai-Sheks und die Niederlage von 1927 - Die Wandlungen der Linie der KP-Führung und ihre inneren Fraktionskämpfe - Der Krieg gegen den japanischen Imperialismus und seine Ergebnisse - Die Rolle der Arbeiter beim Sturz des Tschiang Kai-Shek-Regimes - Revolution, Partei und Bürokratie - Der Charakter der chinesischen Revolution und der entstandenen Gesellschaft - Die Stellung der sowjetischen Führung zur chinesischen Revolution im Anhang: Die Debatte in der Komintern und die Stellung der maoistischen Führung zur asiatischen Produktionsweise Die dritte chinesische Revolution; Resolution des Internationalen Exekutivkomitees der Vierten Internationale vom Mai 1952 * In den vergangenen Jahrzehnten hat sich durch den Aufstieg des Stalinismus eine merkwürdige Sache abgespielt: Die stalinistische Gesellschafts- und Geschcihtsanabisher nicht. Die chinesische Führung hat daran auch kein Interesse. Auf der anderen Seite steht die bürgerliche Geschichtsschreibung, die durch ihre falsche oder fehlende Methode nicht zum Kern der Ereignisse vorstoßen kann, sich auf Faktensammlerei und ihre Verbindung und Kombination beschränkt. Dies sind allgemeine Aussagen über das, was von Marxisten überwunden werden muß, nämlich die Trennung der Methode vom Stoff." - Peter Cardorff IS P - Verlag GmbH, 6000 Frankfurt/M, Speicherstr. 5 WIR SPIELEN NICHT MIT IM ATOMVEREIN ! von Till Geist und Winfried Wolf mit Beiträgen von Heinz Brandt und Ernest Mandel, 128 Seiten DM 7.aus dem Inhalt : Marxismus und Wirtschaftswachstum - Struktur der BRD-Atomenergie - Atomenergie und Arbeitslosigkeit - Der Atomfilz : Gewerkschaften und Atomenergie - Rolle und Entwicklung der Bürgerinitiativen - Sozialismus oder radioaktiv verseucht Die bisherige Literatur zu diesem Thema beschränkte sich meist auf Aspekte wie Gefährlichkeit der AKWs, Radioaktivität usw. Das hier vorgelegte Buch stellt einen Versuch dar, das Thema Atomenergie in einem breiteren politischen und ökonomischen Kontext anzugehen.

die internationale Nr.12 176 Seiten DM 7.- Peter Cardorff: Trotzki und die Organisationsfrage - Fred Sommer: Anarchismus und Organisation am Beispiel Spaniens - Die Organisationsstruktur der DKP - Fritz Keller: Die Bolschewisierung der KPÖ- P.Cardorff: Parteilichkeit in der Geschichte der Arbeiterbewegung - R.Rosdolsky: Die Arbeiter und das Vaterland - E.Wolf: Bedürfniss und Interesse

Diegc

River

Kalen der 1978 Wichtiger Hinweis: zwei Versio

Kalender und Bildband

Wir haben die Diego Rivera / in zwei Versionen herausgegeben stens als Kalender 1978, zweiter Bildband. Die zweiter Version is der ersten identisch mit einem ( schied: keine Jahreszahl auf dem blatt und kein Kalendarium auf de zelnen Bögen. Das heißt: das Di 'zeitloser' Also: wer was wie will soll's s schreiben (oder sich's an den Gl chertischen besorgen).

Kalenderpreis im Einzelverkauf: 19.80 DM Vorkasse. Porto und Verpackung frei auf W. Wolf/Redaktion was tun, Kto.Nr. 1483 Bei Abnahme von 5 - 9 Ex. 16.- IM, bei Al 10 und mehr Exemplare 15.- DM je Exemplar., ACHTUNG! Kalender - Version ausv Bildband noch lieferbar