Der Protest der südafrikanischen Schüler und ihrer Eltern gegen die Einführung des Afrikaans als Unterrichtssprache und die Massendemonstrationen, die die Einwohner der schwarzen Ghettos in Solidarität mit ihnen organisierten, haben einmal mehr die Brutalität des Apartheidregimes entlarvt und der ganzen Welt den Wunsch der afrikanischen Massen offenbart, endlich mit der Rassenunterdrückung Schluß zu machen, unter der sie leiden.
Die IV. Internationale denunziert den barbarischen Mord, den das Apartheidsregime an 150 unbewaffneten Demonstranten verübt hat. Dies brutale Verbrechen zeigt den wahren Charakter des Regimes und des Systems, das es aufrechtzuerhalten versucht. Durch die Verweigerung jeglicher politischen Rechte für die schwarze und die "farbige" Bevölkerung Sudafrikas de Mehrheit der Einwohner des Landes darstellt-- versucht dies Regime, die Überausbeutung der schwarzen und "farbigen" Arbeiter im Interesse des Imperialismus und der weißen südafrikanischen Bourgeoisie aufrechtzuerhalten.
Der Kampf der südafrikanischen Jugend für die elementaren demokratischen Rechte --das der reien Wahl der Unterrichtssprache inbegriffen-- ist integraler Bestandteil des Kamples alle schwarzen und "farbigen" Südafrikaner ür die vollständige Eroberung aller demokratischen Rechte: dieser kommt vor allem in der Losung "Ein Mann, eine Stimme" zum Ausdruck, wobei jegliche Diskriminierung aufgehoben werden soll.
Die IV. Intemationale ruft auf zu einer energischen internationalen Solidaritätskampagne mit dem Campf der Schwarzafrikaner gegen die Mörder von Pretoria und ihre imperialistischen Hintermänner BOYKOTTIERT DIE SÜDAFRIKANISCHEN WAREN, SCHIFFE UND FLUGZEUGE !
KEINEN PFENNIG KEINE WAFFE FÜR PRETORIA !
VOLLE UNTERSTÜTZUNG FÜR DEN BEFREIUNGSKAMPF DER SÜDAFRIKANISCHEN MASSEN ! 4. Juli 1976 Vereinigtes Sekretariat der IV. Internationale 333