INPREKORR: Wie kann man das politische Programm der herrschenden sektoren der Bourgeoisie nach dem Tod Francos und der Thronbesteigung von Juan Carlos beschreiben?
LCR - ETA VI: Das vom Großkapital unterstützte Re- Reform beinhaltet zwei Aspekte: der Bourgeoisie die Gelegenheit geben, sich in politischen Parteien zu orohne jedoch die zu überschreiten.
Für die Bourgeoisie ist das ein mittelfristiges Programm, latür gibt sie sich zwel Jahre Zeit. Aber der Kalende läuft efahr, durch mehr als ein Element auf den Kop gestellt zu werden. Wir gehen nicht aut den Druck der nternationalen Bourgeoisie ein: wichtiger und entscheidender sind die Grenzen, die die Massenbewegung der Verwirklichung dieses bürgerlichen Plans stecken wird. Hinzu kommt, daß der Widerstand der Beschäftigten im franquistischen Apparat die Lage noch kompliziert, Dieser Apparat Ist nicht willens, die Reform des Franquismus zu akzeptieren, denn sie würde den Verlust seiner Privilegien im Staatsapparat bedeuten. Aber die Kemftage für die Regierung liegt darin, sozusagen die Rhythmen des Ausdruck der Massenbewegung mit denen der "Reform des Franquismus" zu koordinie gramms liegen.
Was die Rhythmen betrifft, so muß man verschiedene Faktoren in Betracht ziehen, Die Regierung hat der Bourgeoisie verschiedene Reformen versprochen in der Perspektive, eine bestimmte Stabilität zu sichem INTERVIEW MIT
EINEM GENOSSEN
DER LCR/ETA-VI
SPANIEN und die Massenbewegung zu kontrollieren. Wenn die Diktatur nun in zwei wichtigen Fragen nachgibt (der Amnistie und der Löhne), treibt sie damit den Aufschwung der Massenbewegung voran und sieh ihre Pläne in Frage gestellt. Macht sie aber keine Zugeständnisse, lauft sie Gefahr sesen, die in den von den Reto misten bei unten Kreisen weit verbreitet sind; die Reformisten rechttertigen ihre Politik damit, daß sie durch taktischen Druck auf die Regierung Ergebnisse erzielen können. Die Bourgeoisie ihrerseits kann nicht zufrieden gestellt werden mit einer Lösung, die inr einerselt ‹eine klaren Perspektiven für die Zukunft eröffne und andererseits nicht in der Lage ist, ein Überborden der Massenbewegung zu verhindern. Dies ist gewissermaßen die gegenwärtige Sackgasse.
INPREKORR: Welches sind die wichtigsten Entwicklungen der Arbeiterkämpfe in der letzten Zeit? LCR - ETA VI: Die ersten großen Kämpfe waren die für die Generalamnestie für alle politischen Ge rangenen, auch für die Angeklagten "blutiger Verbrechen", die die Regierung aus ihren künftigen "indulaus politischen Gründen im Ende Lebenden Der e Demonstration fand in Madrid statt am Krönungstag von Juan Carlos selbst. Am 7. Dezember demon strierten 30.000 vor dem Gefängnis von Carabanchel und in verschiedenen Vierteln von Madrid. Aber die Demonstrationen gingen weit über den Rahmen der Hauptstadt hinaus. In San Sebastian, in Euzkadi, hat es eine sehr kämpferische Demonstration mit 8.000 Menschen gegeben, die drei Stunden lang durch die Straßen zogen und riefen: "Txiki, Otaegut, wir werden euch rächen !" und "Auflösung de guardia Civil!' . In allen Städten und Dortem gibt es eine starke Bewegung, um Gesuche zu sam mein. Aber am bedeutsamsten ist vielleicht, daß sich die Mobilisierung ausdehnt auf Städte wo es noch nie Straßendemonstrationen gegeben hat. So demonstrierten 2,000 Leute in Salamanca, 5.000 in Alicante. In dieser Bewegung tür die Amnestie bei der neue Schichten in die politische Arena treten, spielt die KPE natürlich eine wichtige Rolle, und sei es nur wegen der Formen. die die Mobiisierung gegenwärtig annimmt (Demonstrationen lie manchmal geduldet sind, und vor allem Ge• suchsammlungen).
Der Kampf für die Amnistie hat sich auch verbunden nit dem Kampt für die Arbeitertorderungen gege en Lohnstopp und für die Emeuerung der Tarif verträge. Sektor auf Sektor tritt in den Kampf: Banken, Telefon, Metallindustrie, Bauindustrie... Eine der Schlüsselforderungen dieser Bewegung ist die nach • d.h. die Wiedereinstellung der wegen gewerkschaftlicher und politischer Betätigung entlassenen Arbeiter und Angestellten. Diese Forderungen steht z. B. im Zentrum der Plattform der SEAT -Arbeiter (Automobilltabrik in Barcelona). Im Moment scheint die KPE entschlossen, in diesemPunkt nicht nachzugeben. Aber diese forderung durchzusetzen bedeutete einen beträchtlichen politischen Sieg für die Arbeitermassen. Jetzt wo die Arbeitslosenzahl die Millionengrenze erreicht hat, würde die Wiedereinstellung von 25.000 Arbeitem nicht nur einen Sieg über die beschäftigungspolitik der Unternehmer bedeuten, sondem vor allem auch die faktische Anerkennung der politischen und gewerkschaftlichen Betätigung. Die Athe tendee dazu sich sichswe n 2Be- nuar und tendieren dazu sich auszuweiten. ginn sind Streiks in den großen Arbeiterbastionen ausgebrochen (bei Standard Electric ITT in all ihren Filialen im Staat, bei Pegaso, Kelvinator, usw.). Die Forderungen vereinheitlichen sich: 6.000 Pesetas Lohnerhöhung für alle, Ubernahme der Sozial versicherungsabgaben durch die Unternehmer, 40-Stunden-Woche, 30 Tage Urlaub. Die Generalstreiks vom 11. Dezember in Madrid, Barcelona und Euzkadi und vom 16. Dezember in Asturien waren erfolgreich und stellten eine wichtige Etappe im Aufschwung der Bewegung dar. Der Metrostreik in Madrid ist das Startsignal für eine weitere Ausdehnung der Kämpfe nach Weihnachten. Dies ist der erste Streik, seit die Metro existiert. Sie hat eine Solidaritätsbewegung in den andem Sektoren hervorgerufen: bei Banken, Teleton, in der Metallindustrie. Es war eine materielle und
militante Solidarität, Am 9. Januar demonstrierten 18.000 Menschen in Getafe, einem Industrievorort der Hauptstadt, in dem viele Metallindustrien konzentriert sind, ihre Solidarität mit den Metrostrei enden. Es gab Demonstrationen im Zentrum vor Madrid am Samstag und Sonntag, den 10, und 11 Januar. Die Solidaritätsbewegung gipfelte in einem Generalstreik in Madrid am 12.Januar, An diesem Tag streikten in Getafe 30.000 Arbeiter, im Großraum Madrid mehr als 120.000 Arbeiter. Am selben lag legten Tausende von Bankarbeitem ir Barcelona die Arbeit nieder. Der Streik dehnte sich aus auf die Werftarbeiter im Hafen von Barcelona, auf die Arbeiter und Angestellten der Elektrizitätsgesellschaft FESCA (Elektrizitätswerke von Katalonien). Die Mobilisierung verstärkt sich bei den Woche sind alle zeichen vorla 2e dans sich Woche sind alle Anzeichen vorhanden, gen auf der die Bewegu Ebene des spanischen Staates um die Arbeiterforderunausbreitet.
von der Vollversammlung bewilligt werden mußten. Der Sieg der CUD schlug sich auf die Arbeiterkommissionen (Comisiones Obreras - CO) nieder. Die KPE zieht nun für ihre Verbindung mit der Massenbewegung die "enlaces" vor gegenüber den Einheitsstrukturen der Arbeiteravantgarde in den Betrieben: die Arbeiterkommissionen. So startet die KPE ihre Appelle zum Generalstreik sentace am Generaltel vom il Bezember appelliert.
Dennoch beginnt unter dem Druck der Arbeiter- Avantgarde, der Erfahrungen mit der Selbstorganisation und dem starken Drang zur Arbeiterdemokratie in der KPE eine Diskussion über die künftige Rolle der Arbeiterkommissionen, oder, beser gesagt, es zeichnen sich in ihr verschiedene ositionen dazu ab MNISTIN hes der nächste Schritt sein kann und muß: ein Zentralisierung der Kämpfe und die Vorbereitung eines Aufrufs zum Generalstreikauf der Ebene des ganzen spanischen Staates. zum Sturz der Diktatur.
INPREKORR: Wie geht in diesem Zusammenhang der Umstrukturierungsprozeß der Arbeiterbewegung vor sich 2 LCR - ETA VI: Zur Beantwortung dieser Frage muß man zunächst die massive Beteiligung de Arbeiter an den Gewerkschaftswahlen erklären. Die gesamte Klasse verspürt die Notwendigkeit, über Organe ihrer Vertretung und ständigen Or- Leger r saigne eveleit is ver ren ein Erfolg für die "gemeinsamen und demokratischen Kandidaturen "(CUD, die von der KPE benerrscht sind). Die Platttorm, auf der diese Delegierten gewählt wurden, ist identisch mit der, die aus der jetzigen Bewegung hervorgeht. Sie sah eine Klausel vor, nach der alle Verträge, die die "enlaces" hätten unterzeichnen müssen, nigte Sozialistische Partei cataloniens - Katalonische KP), die erklärt pfe jetzt an die CUD übergehen muß. daß die Leitungies wür- der Kamde einer Liquidierung der CO und der Vorantreibung allein der gewerkschaftlichen Strukturen gleichkommen. Dagegen schlagen eine Anzahl von Fuhrern der CO, darunter Camacho vor, die "enlaces" auf legaler Ebene mit den CO auf Betriebsebene gewissermaßen zu kombinieren. Carillo in der Mitte erklärt, daß die "enlaces" nicht das einzige Sprachrolz der Massenbewegung sein können, daß aber ihrerseits die CO einen zu engen Ranmen darstellen, als daß sie die breien sektoren der Massen zu ihrer gemeinsamen ist, womit die CO keine Basisorganisation mehr Wider on eine eine sion der le Rolle der in der Vollversammlung im Lauf von Kämpfen gewählten Komitees statt. Sie nimmt verschiedene Aspekte der Debatte über die "Delegiertenräte" in Italien 1969 wieder auf.
Es ist wichtig testzuhalten, daß sich wahrend des Kamptes der Bankangestellten in Madrid eine Ver-
SPANIEN ›indung ergeben hat zwischen den CO und den CUD. so hat eine Koordination der während des Kampfes von den Angestellten gewählten Delegiertenversammlungen in enger Zusammenarbeit mit den "enlaces" gearbeitet; alle gemeinsan retroffenen Entscheidungen hat sie den Vollversammlungen zur Ratifizierung vorgelegt. INPREKORR: Welches sind die Perspektiven für einen Wiederaufbau der Gewerkschaftsbewegung.? LCR - ETA VI: Die berufsständische Gewerkschaft war einer der Pfeiler des Regimes. Jede "Reform des Franquismus" ase welche wen wälzung. stellt vor die schatt autbauen? Die Haltung der KPE dazu ist die, ausgehend von den Positionen, die sie in • der CNS errungen hat, ausgehend von den "enlaces" eine autonome und unabhängige Gewerkschaft aufzubauen. Die Mehrheit des PSOE will die UGT (Union General de los Trabajadores allgemeine Arbeiterunion) wiederaufbauen. Damit stellt sich ebenso das Problem der gewerkschaftlichen Spaltung wie das der innergewerkschaftlichen Demokratie. Dazu vertritt die LCRder sich auf die Gewerkschaftsgruppen in soll, eine demokratische Einheitsgewerkschaft, in der die verschiedenen Strömungen der Arbeiterbewegung freie Ausdrucksmöglichkeit haben sollen, d.h. das Recht, Tendenzen zu bilden. Nur von einer solchen Position aus ist es möglich, für die Gewerkschaftseinheit zu kämpfen und z.B. den Kampf gegen die spalterische Linie der PSOE zu selten Manipulationen der KPE. Eine solche Orien- aber auch gegen die Pläne und bürokratitierung erlaubt zudem, den ultra-linken sektiererischen Tendenzen entgegenzutreten. oten Ge- die solche Positionen entfalten wie die einer werkschaft".
INPREKORR: Gibt es außerhalb der Betriebskämpfe Mobilisierungen in den Stadtvierteln? LCR - ETA VI: Bewegungen, die sich auf St a d tteilorganisationen stützen, haben sich um zwei Themen herum entwickelt: die Amnestie und die Unterstützung der Arbeiterkämpfe. Diese Organisationen sind die Mietervereinigungen (Nachbarschaftkommissionen), sie sind legal oder halblegal.
Diese Assoziationen haben sich gebildet, um die Folden der wilden Urbanisierung zu bekämpfen •die während des Wirtschaftsbooms um sich griff. Ihre ersten Kämpfe bezogen sich vor allem auf die Frage der Verbesserung des öffentlichen Versorgungsnetzes (Licht, Kanalisation, Grin flächen, Schulen...). Die Urbanisierungsprobleme sind immer noch Anlaß zu Mobilisierungen: im Dezember demonstrierten 1500 Personen nachts im Fackelzug in Valencia gegen den Mangel an öffentlicher Beleuchtung in den Straßen des "barrio" Oriol.
Die Stadtteilkomitees sind stark verankert. Sie können z.B. in einem Stadtviertel mit 15.000 Bewohnem 1500 bis 2000 Leute mobilisieren. Aber ihre Politisierung kristallisiert sich vor allem um die ständigen Organe herum, die sie schaffen: Urbanisierungskommissionen, Frauenkommissionen, die vor allem Hausfrauen umfassen und den Kampf um Kindergärten und Krippen führen. So haben in Barcelona die Frauen eines Stadtteils als Protest gegen die Schließung der Schulen in der Woche der offiziellen Trauer nach Francos Tod ihre Kinder mit auf den Arbeitsplatz genommen und damit einige Banken gezwungen zu schließen. Die Frauenkommissionen spielen auch ine sehr wichtige Rolle bei der Unterstützuns ler Arbeite rkämpfe, vor allem durch ihre Aktionen bei den Einzelhändler um sie zu gewinnen, den Familien der Streikenden Kredit zu gewähren, INPREKORR: Zum erstenmal ist mit der UDM (Miliärisch-Demokratische Union) eine Gruppe in-der Armee hervorgetreten, die die Legitimität des franquistischen Regimes anficht. Was wird aus diesem Pfeiler der franquistischen Ordnung?
LCR - ETA VI: Die UDM umfaßt ca. 2000 Offizin te und bein die UM ak du Mit dem Brane- tin heraus. quismus und dem "Juan -Carlismus" gebrochen hat, soist ihre wichtigste Forderung doch äußerst beschränkt: sie fordert eine "technische Armee" d.h.eine modeme, entstaubte Armee, Die Ereignisse vom 25. November in Portugal haben in Spanien eine heilsame Wirkung ausgelöst, da sie breiten Sektoren der Avantgarde die Augen den eine sche MFA"
kann.
Wir unsererseits beharren auf der Notwendigkeit einer autonomen Organisation der Soldaten, Matrosen und Flieger. Die KPE arbeitet am Aufbau der UDM und ordnet iede Arbeit unter den Soldaten diesem Vorhaben unter, um einige Offiziere für sich zu gewinnen. Sie opfert also die autonome Organisation der Soldaten dem Respekt vor der Hierarchie, der Wahrung der Einheit der Armee und dem Mythos der "demokratischen Armee". Die LCR-ETA VI sowie andere revolutionäre Organisationen treiben die Bildung von Soldatenkomitees in den Kasernen voran.. Unsere Arbeit setzt am niedrigsten Niveau an, an den täglichen Problemen, an denen die Soldaten sich stoßen: die Essensqualitat, die Verpflichtung, jeden sonntag zur Messe zu gehendas Recht auf freien Umlauf der die Ausstattung der Kasemenbibliotheken, Bücher, die marxistischen Bücher natürlich inbegriffen.
Die Komitees geben die Zeitschrift "El Soldado" Zentralen Streikkomitee und den Soldatenkomitees geknüpft.
Außerdem muß man auf die Demoralisierungsaktionen hinweisen, die gegen die koloniale Tătigkeit der spanischen Armee in Sahara unter- Samara, an denen schab glieder der Frees in der Sahara, Polisario beteiligten. So wurde zum Zeitpunkt des Rückzugs der spanischen Truppen ein mit Waffen voll beladener Lastwagen "verlassen"zum Nutzen der Genossen vom Front Polisario. INPREKORR: Welches sind die hauptsächlichen Aktionslinien der PSOE und der KPE 2 LCR - ETA VI: Die reformistischen Organisationen KPE und PSOE versuchen.den Aufschwung der Massenbewegung in die Kanäle politischer Lösungen der Klassenzusammenarbeit zu leiten. Die PSOE verfilet heute nicht über großen politischen Einfluß vor allem nicht in der Arbeiterklasse. Das bedeutet natürlich nicht, daß es keinen Nährboden für eine rasche Entwicklung dieser Partei in naher Zukunft gäbe. Man denke nur
SP nach dem April 1974, eine SP, die vorher viel an den Entwicklungsprozeß der portugiesischen schwächer gewesen war.
Die PSOE durchziehen mehrere Strömungen. Eine dieser Strömungen ist bereit, halber offen mit der Diktatur zusammenzuarbeiten und das Reformproiekt zu unterstützen das das Großkapital für den Franquismus ausgearbeitet hat, Sie versucht, den die Gefahr, die in jeder mehr oder minder offenen Aber eine andere Strömung empfindet deutlicher Zusammenarbeit mit dem gegenwärtigen Regime steckt: die künftigen Wachstumschancen könnten dadurch stark beeinträchtigt werden. Schließlich zeigt sich ein linker Flügel in der sozialistiscnen Jugend. Er bekennt sich zur Notwendigkeit des Sung der erstver organ und tordert die Auf- Die KPE ist die hauptsächliche Kraft zur Kontrolle ler Massenbewegung. Nun hat die Bourgeoisie ohne Umschweife erklärt, daß in den nächsten zwei Jahren mit der KPE kein Pakt möglich ist. Gegenüber einer solchen Haltung der Bourgeoisie versucht die KPE zu beweisen, daß sie die wesentiche Kraft darstellt mit der man sich verstän ligen muß. um die Pläne zur Stabilisierung des Situation einigermaßen gangbar zu machen. Das sind die Worte von Santíago Carrillo selbst. Er sagt der Bourgeoisie: "Wenn ihr einen Sozialpakt mischen Pakten D. . dann nehmt erst einen politischen Pakt an"" "Anerkennt alle politischen Parteien me Massenbewegung zu kontrollie- die KPE inbegriffen, und wir verpflichten uns, Junta, in der sich die Organisation Bandera Roja schon teilweise aufgelöst hat.
Unitario - OU) gebildet die ORT und die ETA V (politisch-militärischer Flügel umfaßt. Die OU wird dargestellt als einfaches Organ zur Koordination der Kämpte , ist aber in Nirklichkeit etwas anderes. In der Tat sind die programmatisch kapituliert:
die Frage des Statuts der Republik von 1936, was praktisch die Leugnung der Selbstbestimmung bedeutet:
- die Bildung einer provisorischen Regierung von Euzkadi nach dem Sturz der Diktatur, zusammen mit der Bourgeoisie, d.h. der PNV.
senkampforgane weiter entwickeln, in enger Verbindung mit den Mobilisierungen, die auf sie auf drei zentrale Themen konzentrieren: die politischen Freiheiten (Versammlungs-, Koalltions- und Demonstrationsrecht), die Amnestie und die Antwort auf den Lohnstopp (Forderungsplattform).
Die Priorität muß in der Tat weiterhin auf die ter Enc orientieren gee Diktatur.
• Den Kampf um die Tarifverträge und die Amnistie stellt die KPE in diese Perspektive. Aber neue Elemente tun sich auf in Bezug auf die Strategie der "Demokratischen Junta" Nach dem Tod Francos haben sich Veränderungen im bürgerlichen Lager ergeben, die die Äußerung "peripherischer" Bourgeoisien, besonders in Katalonien und im Baskenland erleichtern. Diese neue Situation geht die KPE zum Teil unter einem neuen Blickwinkel an. In Katalonien, wo die KPE sehr stark ist und wo die Bourgeoisie über eine gewisse Autonomie verfügt, hat die KPE einen regelrechten politischen Pakt mit ihr geschlossen. einen Demokratischen Rat von Katalonien gebildet. ein Organ, in dem wirklich repräsentative Kräfte der Bourgeoisie vertreten sind (die Katalonische Bank, die Strömungen der katalonischen Christdemokratie). Also nicht die Aushängeschilder oder "repräsentativen Persönlichkeiten" der Demokratischen Junta. In Katalonien ist der KPE eine Operation gelungen, die sie mit der Zentral-Bourgeoisie noch nicht abschließen konnte. Auch in Euzkadi hat sich, wenn auch unterschiedlich, eine Demokratische Versammlung geet baskusche Partei (PNV) ument. Man kann fest- die neben der baskischen KP die nationastellen, daß im Gegensatz zur Junta Democratica die KPE auf diesem Niveau wieder das Nationalitätenproblem aufgreift.
INPREKORR: Welches sind die Orientierungen der extremen Linken 2 LCR - ETA VI: In allgemeinen verfolgen die rechts-zentristischen Gruppen eine Nachtrabpolitik gegenüber der KPE und sogar gegenüber der PSOE. Die MCE (Movimiento Comunista de Espana - Kommunistische Bewegung Spaniens) nimmt Teil an der Plattform der Convergencia Democratica, die maoistische Partei der Arbeit (PdT, ex-PCI) dagegen beteiligt sich an der Demokratischen der Ebene des Die Koordinierungserfahrungen,, die im September-Oktober in Euzkadi gemacht wurden, müssen auf den ganzen spanischen Staat ausgedehnt werden. Diese Perspektive richtet sich gegen die Taktik des "lokalen Streiks" der KPE Aber damit eine solche Koordination zustandekommen Vorteil, das solche organe nicht auf den Boden damit sie sich ausweiten kann der gesamten politischen Programmatik einer Organísation gestellt werden, daß sie in der Periode nach dem Sturz der Diktatur nicht auf eine einzige Partei verpflichtet werden. Das ist eine ultrasektiererische Haltung, die weder die Realisierungsmöglichkeiten einer Aktionseinheit, noch die Dynamik versteht, die eine solche Einheit auf der Grundlage dieser Kampfziele auslösen Würde.
Solche Koordinationsorgane könnten auch Keime künftiger Organe der Arbeiterdemokratie sein, dann der Doppelherrschaft, auf Orts-, Kreis- und auf regionaler Ebene. Das Beispiel der Generalstreiks in Euzkadi ist in dieser Hinsicht sehr lehrreich (s. Inprekorr Nr.34 franz, und engl. Ausg.). Die Zentralisierung und Selbstorganisation der Kampte , die im Generalstreik aut staatsebene zum Sturz des Franquismus münden, ist mehr und mehr die Hauptachse des Kampfes, Gegenüber den bürgerlich-reformistischen Plänen vertreten wir die Losung einer Konstituierende Versammlung auf propagandistische Weise, mit der Forderung nach Wahlrecht ab 16 Jahren. und wir legen das Schwergewicht auf politische Über. gangsaufgaben wie: Auflösung der repressiven Orzane, Authebung der faschistischen Gesetze und institutionen, Aburteilung der franquistischen Verbrechen.
13. Januar 1976
Pamplona:
den Kampf vorbereiten Die Art und Weise, wie die Arbeiter von Navarra vorbereiten, ist schon zu einer Tradition gewor- den Kampf um die Verteidigung ihrer Forderungen den. Die Arbeiterkommissionen arbeiten eine gemeinsame Plattform aus, die auf den Vollversammlungen in jedem Betrieb diskutiert und dann am gleichen Tag dem Unternehmer vorgelegt wird, ob er nun mit dem vom Vertrag vorgesehenen Datum zusammenfällt oder nicht. Dadurch wird der Kampf vereinheitlicht. Auf diese Weise wurde die außerordentliche Solidarität des Proletariats von Navarra geschmiedet. Und so sind einige Arbeiterkommissionen, die in jedem Betrieb eine starke organisierte Basis und in ganz Pamplona sehr großen Einfluß haben, gestärkt worden Vor den letzten Gewerkschaftswahlen (Wahlen zu den offiziellen, staatlichen Gewerkschaften) beschlossen die Arbeiterkommissionen, eine Kampagne zu starten, um die verantwortungsvollen Posten in dieser Gewerkschaft zu erringen. Das ist ihnen weitgehend gelungen. Aber von Anfang an waren diese Posten nurErgänzung des Kampfes der Arbeiterkommissionen, sie haben sie niemals ersetzt. Die Arbeiterkommissionen selbst nahmen in die Plattform für die zweite Phase der Gewerkschaftswahlen die Parole auf: "Freie Wahl und Abberufung der Gewerkschaftsvertreter durch die Vollversammlung".
Die Untemehmer und die Gewerkschaft haben mehrmals versucht, das Übergewicht der Arbeiterkom missionen auszuschalten. Sie versuchten z.B. durchzusetzen, daß die Gewerkschaftsversammlunren, an denen sowohl die offiziellen, als auch die nicht-offiziellen Vertreter teilnahmen, nur auf die ersten beschränkt würden. Aber das Ergebdie Unternehmer ernsehen es zie heute in Pam- die Unternehmer wünschten: es gibt heute in Ungefähr 600 Arbeiter nehmen aktiv an diesen Versammlungen teil, etwa 125 von ihnen haben Posten in der Gewerkschaft inne. Das ist eine Vollversammlung der Arbeiterkommissionen, die allen Arbeitern offen steht.
Bei einer der letzten Tagungen dieser Versamm lung hat eine Gruppe von Genossen auf die Notwendigkeit hingewiesen, eine neue Forderungsplattform zu erstellen -- anders als die, die von den Arbeiterkommissionen schon vertreten wurde--, die für die ganze Provinz gilt. Es war ihrer Meinung nach wichtig, die Arbeiter aus den kleinen Betrieben stärker in den Kampf einzubeziehen und dies setzte voraus, daß die Forderungen zurückgeschraubt und denen der Arbeiter in den Kleinen Betrieben angeglichen würden. Nach einer Diskussion beschloß die Versammlung mehrheitlich, die Plattform der Arbeiterkommissionen zu unterstützen -- in der Tat stellt die Einheit um diese Plattform die größ te Garantie dar, dai die Arbeiter der kleinen Betriebe zur gleichen Zeit wie die der großen Betriebe den Kampf führen können, was die Verteidigung ihrer Forderungen erleichtert, Und außerdem beschloß die Versammlungar Führung dieses Kampfes zu bekennen. Auf offen die Rolle der Arbeiterkommissionen dieser Basis beschloß die Führung der Arbeiterkommissionen, eine ad-hoc-Kommission einzurichten, in der neben dieser Führung Vertreter de wichtigsten Betriebe waren, damit ihre Aktioner direkt von den Arbeiterkommissionen als dem Kampfinstrument koordiniert würden.
Im Gegensatz dazu umfaßt die Kommission zur Beratung über den Vertrag in der Metallindustrie weiterhin nur Gewerkschaftsvertreter. Wir sind der daß dieses Organ ausgedehnt werden mufs und bei die in den wirklich für alle Arbeiter Pamplonas repräsentaihnen gegenüber verantwortlich ist und ständig unter ihrer Kontrolle steht. In Pamplona herrscht ein Klima der gemeinsamen Mobilisierung. Ein wichtiges Ergebnis davon ist, daß beiM agnesitas und Asessa die Unternehmer zum Rückzug geblasen und Lohnerhöhungen von jeweils 60.000 und 54.000 Peseten zugestanden haben. Es scheint, daß in dem ersten Betrieb der Unternehmer sogar bereit war, der Bildung eines Sicherheitskomitees der Arbeiter zuzustimmen, um ihre Arbeitsbedingungen zu kontrollieren. Aber es wäre der unten einer in allen ansere de die al Krise auf dem Rücken der Arbeiter abwälzen. In einigen Betrieben fängt man schon mit Entlassungen an. Der Arbeitslosenindex steigt auf alarmierende Weise. Der Kampf hat also erst angefangen. Im Laufe der letzten Tage haben die Arbeiterkommissionen einen Kampfplan verabschiedet: 1) In der Perspektive eines Generalstreiks Ende Januar ietzt schon in allen Betrieben verschiedene Aktio- Versammlungen, Arbeitsniederlegungen usw., und diese Perspektive in allen Betrieben vorschlagen; 2) für den 15. Januar einen ersten Kampftag für die Plattform festlegen, mit Versammlunren und einer einstündigen Arbeitsniederlegung 3) die Arbeit ieder Arbeiterkommission in Ihren Betrieb verstärken, dabei die Versammlungen auf Abteilungsebene und die zentralen Vollversammlungen weiterführen und ausweiten. Parallel dazu ist eine Arbeitslosenkommission gebildet worden, die mit den Arbeiterkommissionen koordigen voit in die kome Anden kampfe integrent sind. damit ihre Aktion und ihre Forderun- Betrieil des Kame ofgerenen durch oriene unde In jedem breite Versammlungen jeder Arbeiterkommission, die die Vollversammlungen vorbereiten, Streikkassen vorbereiten und wie im vorigen Jahr mit den Stadtihn nicht wegen Hunger abbrechen müssen. Die Aktivitäten der Versammlungen steigern und ihnen Und unsere Organisation ist die beste Garantie für unsere Einheit.
Pamplona, den 8. Januar 1976
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