Tore der franquistischen Gelängnisse, Am Tage der Krönung von Juan Carlos haben die Arbeiterkommissionen der Region Madrid eine Demonstration vor den Toren des Gelangnisses von Carabanchel organisiert, in dem zahlreiche Arbeiterkämpfer gefangen sind. Der franquistische Repressionsapparat hat mit brutaler Gewalt die Dedie sofortige freilassung ihrer kampigefshrten monstranten verscheucht, zu fordem; damit hat er --wo dies noch notwenlig war --, den wahren Charakter der "Gnade" des Erben Francos gezeigt Einundzwanzig Demonstranten wurden verhaftet und sind immer noch in Gewahrsam bei der Generaldirektion der Staatssicherheit. Andere Demonstrationen hat es auch noch in San Sebastian und in Barcelona gegeben.
Am selben Tag haben die Polizeikräfte gewaltsam iranzösische Journalisten angegriffen und verhaftet, die das Krönungs-Te Deum "verdeckten", Die spanischen Joumalisten haben mit Streik gedroht und so sind die Verhafteten freigelassen worden, In gewisser Weise prägen die beiden ereignisse dem neuen Regime sein "Markenzeichen" auf, das sich sehr wenig von dem unterscheidet, das der Franco-Franquismus trug. Die zentrale Aufgabe für die spanische Arbeiterbewegung und ihre Organisationen ist im Augenblick die Mobilisierung für die Forderung nach vollständiger Amnestie für alle politischen Gefangenen und die im Exil Lebenden, wie dies unsere Genossen von der LCR-ETA (VI) unterstreichen, Im folgenden veröffentlichen wir einen Text aus ihrer Zeitung "Combate".
Öffnen wir die Tore der franquistischen Gefängnisse
Von jeher haben die Volksmassen den Gedanken an die Liquidierung der Franco-Diktatur unmittelsch endlich die Tore dee franguistischen Gelang- in dem nisse und die Grenzen öffnen werden, die seit so vielen Jahren Tausenden von Kämpfern im Exil verschlossen waren, Dies Gefühl ist heute lebendiger denn je! Das Verschwinden des Mannes, der mehr als jeder andere mit dem wesentlich repressiven Charakter des Regimes identifiziert wurde, treibt die enorme Empfindlichkeit für die Losung der sofortigen Freilassung aller politischen Gefangenen auf die Spitze. Der Kampf tür die Durchsetzung dieser Parole steht heute direkt im Zentrum des Kampfes um die Ausrottung der Diktatur. Diese täuscht sich nicht über die Gefühle, die geweckt würden, wenn im Lande auf einmal Tausende. von politischen Gefangenen auftauchten, darunter so bekannte Genossen wie die Verurteilten des Burgos- Prozeßes, revolutionäre Kämpfer, so bekannte Arbeitertührer wie Zalbide, Sabino, Sarasketa, Mojika Arregui, Femandez Inguanzo, Camacho..., oder der öffentliche Auftritt von Führem im Exil wie die Pasionaria, Carillo und andere. Die Diktatur weiß, daß das eine unkontrollierbare Dynamik schaffen würde, Deswegen will sie nur eine beschränkte Amnestie zugestehen, um einerseits den Erben mit einem gewissen liberalen Mäntelchen zu umgeben und gleichzeitig Situationen zu vermeiden, wie sie sich z.B. darstellen würde, wenn Zehntausende auf den Bahnhöfen diese bekannten Heimkehrer aus dem politischen Exil empfangen. Wie sollte man da noch die Lüge aufrechterhalten, daß die Opposition nur eine unbedeutende Minderheit darstellt, wie die Nicht-Anerkennung der politischen Parteien, oder gewisser politischer Parteien rechtfertigen?
Aber jeder Versuch, die Kampfbereitschaft der Massen mit Hilfe von Teilzugeständnissen wie eine beschränktaA mnestie zu lähmen, ist von vorherein zum Scheitem verurteilt. Diese Amnestie bedeutet, daß die Genossen mit den härtesten Strafen -- in erster Linie die, denen vorder Hied gerden de franco- mit der gete inim Gefängnis oder im Exil bleiben müssen. Sie kann daher nicht anders verstanden werden, als ein weiterer Betrug, eine Herausforderung den Kampfwillen der Massen, Sie zeigt nur, daß der "Juan-Carlismus" nichts weiter ist, als die Fortsetzung des Leichnams von Franco und seines Terrorregimes.
Die Massen dürfen denen keinerlei Vertrauen schenken, die entschlossen sind, die Karte eines hypothetischen reformistischen Juan- Carlismus zu spielen. Solange der franquistische Staatsapparat im wesentlichen nicht angetastet wird, solange muß jede Freiheit im Kampf errungen werden und kann in keinem Fall Ergebnis verborgener diplomatischer Nötigungen sein. ZEICHNUNG EINES POLIT GEFANGENEN
Deswegen ist es notwendig, jetzt nichts von solchen Maßnahmen zu erwarten, sondern sofort die breiteste Mobilisierung zu organisieren, um diese Freiheiten durchzusetzen, vor allem die sofortige und vollständige Amnestie. Versammlungen vor den Gefängnistoren, der Rücktritt der Eltern und Freunde der Gefangenen und der Kämpfer im Exil, die permanente Agitation in den Stadtteilen, den Fabriken, den Schulen, zentrale Demonstrationen in jedas Stad die Mase unen, die fetzt mois sind i der Stadt, Die politische Situation erfordert mehr denr je, laß jede abwartende Haltung ebenso wie jedes Sektierertum zurückgewiesen wird! Auf der Tagesordnung steht die Aktionseinheit der verschiedenen Anti-Repressionsorgane und die Koordination aller Arbeiterorganisationen, damit diese Aufgaben bewältigt werden können, Es ist notwendig, auf der Basis dieser Aufgaben und dieser Perspektiven, auf der Ebene des ganzen Landes einen zentralen Kampftag vorzubereiten für die sofortige Amnestie für alle politischen Gefangenen und für die freie Rückkehr aller, die im Exil leben, (Übersetzung aus "Combate" vom 15,11, 75)
PORTUGAL: