internationale solidarität *Österreich
Als die Exekutionen angekündigt wurden, kam es zu Demonstrationen und zu einer teilweisen Besetzung der spanischen Botschaft in Wien, beides durch die Extreme Linke organisiert. Am 2. Oktober fand eine sehr bedeutende Demonstration mit 7 000 Teilnehmern statt; alle in einem gemeinsamen Aktionskomitee vertretenen Strömungen und Organisationen hatten zu dieser Demonstration aufgerufen: Sozialistische Jugend, Gewerkschaften, Kommunistische Partei und Exiteme Linke. Anzumerken bleibt, daß letztere am Vorabend der Demonstration aus dem Komitee ausgeschlossen wurden. Ein Drittel der Demonstranten wollte sich die spanische Luftfahrtgesellschaft Iberia vorknöpfen. Dabei kam es zu Kontrontationen mit der Polizei. In den darauf folgenden Tagen -- einige Tage vor den österreichischen Nationalratswahlen -fand zu diesem Thema eine Pressekampagne statt, die sich im wesentlichen gegen die GRM (Gruppe Revolutionäre Marxisten, österreichische Sektion der IV. Internationale) richtete, die an diesen Wahlen als einzige Organisation der Extremen Linken teilnahm. Das Ziel der Demonstranten bestand jedoch keineswegs in der Provozierung von Zusammenstößen, sondern in der Anprangerung der Repräsentanten des Franco-Regimes. In der darauffolgenden Woche fanden Demonstrationen in Innsbruck (mit Beteiligung der GRM und der Maoisten und in Salzburg (mit Beteiligung der KP und der Extremen Linken) statt.
*Belgien
Die LRT (Ligue Révolutionnaire des Travailleurs -belgische Sektion der IV. Internationale) hatte einen permanent gültigen Appell lanciert, mit der Aufforderung , sofort zu demonstrieren, wenn die Bestätigung der Todesurteile durchgegeben würde. Eine zwischen der LRT und den Maoisten gebildete Aktionseinheit organisierte eine Demonstration mit ungefähr 300 Teilnehmern, die das Untergeschoß der spanischen Botschaft in Brüssel besetzt und vollständig verwüstet hat. Das gleiche Schicksal erlitten die Büroräume der spanischen Luftfahrtgesellschaft "Iberia". Die Demonstration endete mit wilden Übergriffen der Polizeistreitkräfte, mit wilden Knüppelorgien und mit Prügelszenen im Polizeikommissariat Die Kommunistische Partei (PCB) und die Sozialistische Partei (PSB) waren bei diesen Mobilisierungen abwesend. Am selben Tag demonstrierten, auf einen Aufruf der Arbeiterorganisationen hin in Lüttich etwa 1 000 Personen. Am Samstag, nach den Exekutionen, kam es in Brüssel zu erneuten Demonstrationen: etwa 4 000 demonstrierten zum spanischen Fremdenverkehrsbüro und zur Bank von Spanien. Bei "Sabena" kam es zum Flugzeugboykott und im Hafen von Antwerpen weigerten sich die Dokker mehrere Tage lang, auf den Schiffen zu arbeiten, die nach Spanien auslaufen sollten. Die beiden belgischen Gewerkschaften (FGTB und CSC) beteiligten sich am europäischen Mobilisierungstag. Diese Solidaritätsaktion wurde im Unterrichtswesen und in der Metallindustrie in breitem Ausmaß befolgt. *Griechenland 28. September gab es auf den Aufruf der KP (Ausland) und unter Beteiligung der Extremen Linken eine Protestdemonstration mit ungefähr 4000 bis 5000 Teilnehmern. Am folgenden Tag kamen auf einen Aufruf der Kommunistischen Jugend (von KP-Inland und <P-Ausland), der PASO-Jugend und der Jugend artei von Karamanlis 15 000 bis 20 000 zu einer Kundgebung vor der Universität von Athen. Die Kundgebung mündete in einer Demonstration, an der fast 30 000 teilnahmen. In Saloniki kam es zu einer kleineren Demonstration auf der Basis einer Einheitsfront zwischen Kommunistischer Jugend, PASOK-Jugend, Jugend der EDA und der PCI (Iv. Internationale).
*Mexiko
Am 3. Oktober kam es im Zentrum von Mexiko-City cu einer Demonstration mit den Opfern des franquistischen Terrors, an der mehr als 10 000 teilnahmen. Diese Demonstration ist umso bemerkenswerter, als zwei Stunden vor ihrem Beginn (und nachdem sie die Unterstützung aller reformistischen Kreise genossen hatte). das Gerücht verbreitet wurde, daß sie verboten worden sei. Dies demobilisierte zehntausende von potentiellen Teilnehmern. Aber die Entscheidung der Revolutionäre, die Demonstration dennoch durchzuführen, zwang die Reformisten, die trotzdem gekom- "um zu sehen, was passiert" , trotz gegenteiligen Befehls ihrer Führer, sich der Demonstration anzuschließen, Von den 10 000 Teilnehmern der Demonstration war der kompakteste Block der der IV. Internationale, der mehr als 3 000 Personen umfaßte und der von den beiden sympathisierenden Organisationen der IV. Internationale in Mexiko, GCI und LS gemeinsam aufgestellt worden war. Es folgte der Block der emigrierten spanischen Rebulikaner in Mexiko, dann der Block der Arbeiter von Spicer, einer Fabrik die sich im Streik befindet und in einem Vorort von Mexikoliegt; es folgten der Block der KP und der Lehrergewerkschaft von der Universität, sowie an dere politische Gruppen und Unabhängige. *Luxemburg
Mehr als 1 000 Gegner des Franco-Regimes folgten am 27. September dem Aufruf des luxemburgischen Komitees zur Befreiung der politischen Gefangenen in Spanien und demonstrierten gegen die Ermordung von fünf politischen Gefangenen durch Franco. Die sozialdemokratische Partei nahm an der Einheitsfront teil, an der Seite besonders unserer Genossen von der LCR; die KP jedoch weigerte sich, daran teilzunehmen. Am Schluß der Demonstration besetzten 250 Militante die Kathedrale von Luxemburg, um die Aufmerksamkeit einer breiteren Öffentlichkeit auf die Verbrechen des Franco-Regimes zu lenken.
*Kanada
Die Protestdemonstrationen gegen die Exekution von fünf politischen Gefangenen durch das Franco-Regime versammelten in Montreal 1 000 Teilnehmer, 400 in Québec und 300 in Toronto.
*Australien
Es gab eine Demonstration mit etwa 250 Personen in Sidney, zu der die KP Spaniens aufgerufen hatte. Die Demonstration wurde unterstützt von mehreren australischen Organisationen, darunter die KP und die Kommunistische Liga, sympathisierende Organisation der IV. Internationale.
* Island
Die Arbeiterbewegung und die Organisationen der Linken reagierten auf die Bestätigung der Todesurteile gegen die fünf revolutionären Militanten in heftiger Weise. Am 27. September mobilisierte eine Demonstration in Reykjavik etwa 1 000 Personen (von einer Gesamtbevölkerung der Stadt von 50 000). Die Organisatoren waren der Fylkingen (trotzkistische Organisation), drei maoistische Organisationen, die Volksallianz (sozialdemokratisch) und mehrere Stuvier Kundgebungen an verschiedenen Gymnasien und dentenorganisationen. Der Fyikingen organisierte auch an der Universität.
SPHIN
GROSSBRITANNIEN
Kongress der Labour Party