Der folgende Bericht wurde von Masaru Yokoi, einem . gegeben, die zwischen dem 2. und 5, Juli 1975 in abgehalten wurde. Diese Konferenz, an der Delegierte aus Japan, Ceylon, Korea, Malaysia, Hong Kong und Australen teilnahmen, war die Fortsetzung einer ahnlichen Konterenz vor einem Jahr (siehe die frz. -, spanisch- und englischsprachige Ausgabe von INPRECOR vom 19. September 1974). Das Ziel, das sich die Konterenz gesetzt hatte, bestand darin, über die durch den Sieg der indochinesischen Revolution in Aisen geschaffene neue Situation zu diskutieren und antiimperialistische Solidaritätsaktionen für das kommende Jahr vorzubereiten. Die Solidarität mit den Kämpfen der südkoreanischen Massen wurde als eine der zentralen Autgaben der antiimperialistischen Bewegung in Asien hervorgehoben. Die Konferenz schloß mit einer Massenveranstaltung ab, an der ungefähr 1 000 Personen teilnah- "Ganz Asien muß dem Beispiel des indochinesischen Sieges folgen!". Das ist die Hauptthese dieser zweiten Konferenz der asiatischen Jugend. Und diese Konferenz widmete der koreanischen Frage eine ganz besondere Aufmerksamkeit. Nach dem Sieg der indochinesischen Revolution ist das kolonialistisch-imperialistische System im Fernen Osten zu einer wesentlichen Verteidigungsbasis des US-Imperialismus in Asien geworden. Regime von Park Chung Hee in Süd-Korea ist dabei das schwächste Glied in der Kette und ein zentraler Krisenherd. Das frühere Gleichgewicht der imperialistischen Herrschaft in Asien, das vom amerikanischen Imperialismus aufrechterhalten wurde, ist in entscheidender Weise erschüttert. Die Vernichtung aller Strukturen des kolonialistisch-imperialistischen Systems im Fernen Osten stellt sich heute als eine strategische Aufgabe für unsere antiimperialistische Befreiungsfront in Asien. In dieser ganzen Region wird der Befreiungskampf gegen den amerikanischen und japanischen Imperialismus und gegen die neokolialistischen Regime nur dann wirklich und entscheidend siegen, wenn das kolonialistisch-imperialistische System im Feren Osten besiegt wird. In diesen Rahmen stellen wir das Problem der Stärkung unserer Reihen, der Intensivierung der internationalen Solidarität mit den Volksmassen von Südkorea und mit ihrem heroischen Kampf. Unmittelbar nach dem Sieg der indochinesischen Revolution drückte der amerikanische Staatssekretär Kissinger often seine Unzufriedenheit gegenüber Moskau und Peking aus, indem er erklärte, daß es trotz "Entspannungspolitik" mit der Sowjetunion und der VR China nicht gelungen sei, den status quo in der Region zu chen fur das Gefühl der Paneke. Dies ist ein Anzeivon dem das Weiße laus angesichts seiner totalen Niederlage in Indochi na befallen wird: dieser Niederlage folgten kurz darauf weitere auf dem Fuße: der Mißerfolg bei der "Friedens" -Bemühungen im Nahen Osten, die leicht voraussehbare Krise der neokolonialistischen Regime im Fernen Osten und die politische Krise in Portugal, die das System der NATO bedroht.
Der Leitfaden der konterrevolutionären Strategie der Vereinigten Staaten besteht seit der Niederlage in die Entspannungspolitik mit der Sowjetunion und der VR China (bevorzugt allerdings mit der Sowjetunion) weiterzuführen und das Bündnis mit der westeuropäischen und der japanischen Bourgeoisie enger zu knüpten. Die Außenminister der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion kamen auf der Konterenz von Wien am 19. Mai überein, die beiderseitigen Beziehungen zu verbessern. Es wurde behauptet, Kissinger habe von der Sowjetunion verlangt, die durch die Niederlage in Vietnam verursache Schwächung des US-Imperialismus nicht auszunutzen. Trotz 18. Juni betonte Kissinger in einer Rede vor der "US- Japan Society" die besondere Bedeutung der Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Japan im allgemeinen Rahmen der politik. Er erklärte, daß die Regierung der USA schlossen sei, schen Halbinsel aufrechtzuerhalten, denn dies sei für Japan und ganz Asien lebenswichtig. Seit dem Sieg der indochinesischen Revolution besteht der zentrale Plan der US-Politik in Ostasien darin, das Bündnis mit der japanischen Bourgeoisie zu festigen und die kolonialistisch-imperialistischen Strukturen des amerikanischen Imperialismus, des japanischen Imperialismus und des neokolonialen südkoreanischen Regimes aufrechtzuerhalten.
Schlesinger, Staatssekretär im amerikanischen Verteidigungsministerium, behauptete im amerikanischen Abgeordnetenhaus, daß die Vereinigten Staaten Japan als absolute Verteidigungslinie betrachten würden: daß die US-Militärbasen in Süd-Korea als erste Verteidigungslinie für Japan gestärkt würden; daß die amerikanischen Mılitärbasen auf den Phillippinen beihalten würden (man kann weiter vermuten, auch Indonesien in diesen "Verteidigungsplan" intenert ist). Während die herschenden Kreise in den Vereinigten Staaten immer noch dabei sind, eir neues strategisches und militärisches System für den Fernen Osten auszuarbeiten, ist doch bereits jetzt klar, daß Washington entschlossen ist, das impiera listische und das kolonialistische System in dieser kegion zu verteidigen. Das Park-Regime hat den letzten Schein von politischer Stabilität verloren. Darin besteht eine wirkliche Bedrohung für die "Sicherheit" Japans. Der Imperialismus tendiert folglich immer mehr dazu, auf seine militärischen " Überredungs" - Möglichkeiten zu setzen. Der Besuch von im Il Sung, nordkoreanischer Premierminister, in Peking, rast zum gleichen Zeitpunkt, Penh fiel I, wird diese Tendenz des amerikanischen Imperialismus nur beschleunigt haben. Trotz der wiederholten Erklärungen der USA, den "Frieden und die Sicherheit" auf der koreanischen Halbinsel zu bewahen, sagte Schlesinger in aller Deutlichkeit, ne Regierung der Vereinigten Staaten bereit ist. Falle einer nordkoreanischen Invasion nach Südkorea Atomwaffen einzusetzen. Das Weiße Haus hat diese Drohung gegenüber Nordkorea mehrmals wiederholt. Diese Provokationen von Seiten Washingtons haben in gewissem Sinne die Funktion, zu verstehen zu geben, dab es im Fam einer n ten Krise von den USA aktiv unterstützt wird; das heißt, sie sollen die "Vertrauenskrise" zwischen den USA und dem Park-Regime (das heute davon pncht, über eigene Atomwatten zu vertügen) been len, Andererseits spiegeln diese Provokationen die der Krise des Park-Regimes und allgemein des imperialistisch-kolonialistischen Systems in Ost- Asien wider. Dies wird illustriert durch die Tatsache, da UNo-Truppen aus sud-Korea fore t, tn der dies- Jährigen Vollversammlung reale Erfolgsaussichten hat. Die koreanische Halbinsel ist ein Knotenpunkt für die USA und Japan bei der Verteidigung ihres Systems im Fernen Osten nach dem Sieg der indochinesischen Revolution. Angesichts der extrem tiefen politischen Krise des Park-Regimes bedeutet die Aufrechterhaltung von "Frieden und Sicherheit" auf der koreanischen Halbinsel schlicht und einfach die Aufrechterhaltung der Teilung Koreas in Nord und Sud. Vom Standpunkt der Volksmassen in der Region besteht das Problem darin, wie man eine auf den Interessen der koreanischen Arbeiter und Bauern basierende Wiedervereinigung erreichen kann. Für die koreanische Frage ist die Altemative heute die folgende: Fortsetzung der Teilung des Landes oder.
Südens derein dung des Nordens und des Südens durch Arbeiter und Bauern.
Die Situation in Korea wird in diesem Herbst fast sicher zu einem der zentralen Punkte der Weltpolitik werden. Man kann dies voraussagen autgrund der Tatsache, daß die Generalversammlung der UNO die Coreafrage diskutieren muß. Das Ergebnis der Debaten in der UNO ist leicht vorhersehbar: die Vereinter Nationen werden beschließen, die UNO-Truppen aus Süd-Korea abzuziehen. Die Regierung der USA hat das Veto-Recht im Sicherheitsrat, aber selbst die amenikanische Regierung wird die allgemeine öffentliche Meinung nicht ignorieren können. Die Annulierung einer der Klauseln des Waffenstillstandsabkommens von Korea wird die Beziehungen zwischen den beiden koreanischen Staaten sicher auf das Niveau eines weltpolitischen Problems heben. Die amerikanische Regierung wird die größtmöglichen Anstrengungen unternehmen, um die Teilung in Süd und Nord aufrechtzuerhalten -- im Rahmen des Schemas der internatio. nalen Entspannungspolitik zwischen den USA, Japan, der VR China und der Sowjetunion. Es gibt bereits Kontakte bezüglich einer" gegenseitigen Anerkennung" (die USA und Japan erkennen Nordkorea an, im Ausgleich dafür erkennen die Sowjetunion und die VR China Südkorea an). Aber eine Schlüsselfrage stellt sich: wie will man erreichen, daß das Park- Regime sich politisch stabilisiert? Eine solche politische Stabilisierung ist notwendig, um das geteilte Korea in das Entspannungssystem zu integrieren. Die Explosion einer revolutionären Krise in Südkorea würde endgültig die Basis selbst dieses internationalen Entspannungssystems bedrohen.
Die Demokratische Volksrepublik Korea unternimmt ihrerseits in dieser brennenden Frage energische diplomatische Anstrengungen. Der Besuch des nordkoreani-
KOREA schen Premierministers, Kim Il Sung, in Peking und das gemeinsame koreanisch-chinesische Kommuniqué sind diesbezüglich sehr bezeichnend.
Der Besuch des nordkoreanischen Premierministers war die erste Gelegenheit zu direkten Gesprächen zwischen den beiden Regierungen seit der Reise des chinesischen Premierministers Chou-En-Lai im Jahre 1970 nach Nordkorea, Die nordkoreanische Delegation setzte sich aus wichtigen Mitgliedem der Partei, der Regierung und der Armee zusammen. Dieser Besuch in China unterstrich die Solidarität Nordkoreas mit der indochinesischen Revolution (selbst wenn dies über die chinesische Regierung vermittelt zum Ausdruck kam). Die Fortschritte der indochinesischen Revolution, die im Fall von Phnom Penh zum Ausdruck kamen, stärkte objektiv die internationale Position Chinas und Nordkoreas. Man kann sagen, daß Nordkorea die Absicht hat, das gewachsene internationale Gewicht Chinas für sich auszunutzen, indem es aktivere Bezeihungen zur chinesischen Regierung knüpit. Zwei Hauptzuge charakterisieren das gemeinsame Kommuniqué:
Zum einen ist der sehr feste Ton gegenüber dem japanischen Militarısmus, der zur Zeit des Chou - En - Lai -Besuchs von 1970 in Nord-Korea noch sehr deutlich zum Ausdrick kam, aus dem neuen gemeinsamen Kommuniqué verschwunden. Eine gemeinsame Erklärung der USA und Es hic, dad die beiden Regieningeine sar"Sicher- es hieß, daß die beiden Regierungen von der heit" Süd-Koreas direkt betroffen seien. 1970 fand die Invasion in Kambodscha statt: durch die Saigoner Marionettenarmee und den amerikanischen Imperialismus. Aber seitdem sind tunt Jahre vergangen. Mit der Ping-Pong-Diplomatie von 1971 und der Normalisierung der Beziehungen mit den Vereinigten Staaten und Japan nalım die Außenpolitik der VR China eine Linie an, die im wesentlichen darin besteht, den Einfluß der Sowjetunion in der Region zurückzudrängen. Peking hat eindeutige Erklärungen abgein denen es die Kampagne der japanischen Bourgeoisie für die "Rückgabe der Nordterritorien" an Japan gegen die Sowjetunion unterstützt und Peking hat de facto den japanisch-amerikanischen Sicherheitspakt anerkannt. Ein wichtiges Kennzeichen des gemeinsamen chinesisch-koreanischen Kommuniques ist, daß es in totalem Widerspruch zu den fundamentalen Aufgaben der koreamischen Massen steht: zu kämpfen für eine Wiedervereinigung Koreas auf der Basis der Interessen der Arbeiter und Bauern. Das gemeinsame Kommunique spiegelt klar die politische Linie der friedlichen Koexistenz gegenüber der japanischen Bourgeoisie wider.
Schließlich akzeptieren die chinesische Regierung und der nord-koreanische Premierminister die drei Prinzipien für eine autonome und friedliche Wiedervereinigung: Autonomie, Frieden und nationale Kooperation"
"Die Wiedervereinigung Koreas muß auf der Basis der politischen Prinzipien, die der Präsident Kim Il Sung genannt hat, verwirklicht werden. " Dies ist eine erneute Bestätigung der Position Chinas zu dieser Frage, wie sie seit der gemeinsamen Erklärung der nord-koreanischen und der süd-koreanischen Regierung im Jahre 1972 existiert. Der nordkoreanische Regierungschef hat die Bestätigung dafür, daß China seine Politik in der koreanischen Frage unterstützt, gesucht und erhalten -- inklusive der Forderung nach Abzug der UNO-Truppen und der US-Armee aus Süd-Korea. Am 2. Juni dementierte Kim Il Sung Gerüchte von einer bevorstehenden nordkoreanischen Invasion auf einer Pressekonferenz, der er, indem er die Unterschiede zwischen den beiden Systemen wohlweislich überging, erklärte, dar die Zusammenarbeit über eine Koordinierung der gecenseitigen Beziehungen vonstatten gehen würde, was dann schließlich zur Wiedervereinigung des Nordens mit dem Süden führen würde. Er erklärte auch, daß diese Kooperation zwischen beiden Teilen erst dann voll verwirklicht werden könne, nachdem die Führer in Süd-Korea auf demokratische Weise in freien Wahlen gewählt worden seien. Nachdem sie die Bestätigung der Unterstützung der VR, China erhalten hat, unternimmt die nord-koreanische Regierung nun energische diplomatische Anstrengungen, um die nächste Vollversammlung der UNO entsprechend vor zubereiten. Die allgemeine Linie dieser Bemühungen ewegt sich voll im Rahmen der internationaler Politik der friedlichen Koexistenz zwischen den USA, Japan, der Sowjetunion und der VR China. Der Kempunkt des Problems bleibt jedoch eine mögliche Explosion der sozialen und politischen Kämpie der südkoreanischen Arbeiter, Bauem und Soldaten, Kämpfe , die durch die tiefe Krise des Park-Regimes erzeugt und genährt werden. Die Explosion dieser Volkskämpfe wird unweigerlichdie Soldaten in der südkoreanischen Armee -- von oben bis unten in der Hierarchie -- mobilisieren undsie wird deutlich machen, daß es notwendig ist, das gesamte antikommunistische System des südkoreanischen Staates, dessen grundlegendes Charakteristikum in seiner politisch-militärischen und wirtschaftlichen Unterordnung unter den amerikanischen und den japanischen Imperialismus besteht, zu stürzen. Der Kampi des Volkes tür eine Arbeiter- und Bauern- Regierung wurde solort die Forderung nach Beendigung jeglicher politischer, militärischer und wirtschaftlicher Abhängigkeit gegenüber den USA und Japan auf die Tagesordnung setzen, sowie die Fordeung nach Befreiung der Bauern von der Ausbeutung lurch die Wucherer und nach Auflösung aller antikommunistischen Repressionsapparate der Militärpolizei (z. B. des KCIA -- Koreanischer CIA) und der Armee. Wenn das Park-Regime durch die Volkskämpfe einmal hinweggefegt sein wird, verlangt die Entfaltung des politischen Kampfes, mit dem Ziel eine Arbeiter- und Bauern-Regierung zu errichten, eine Beendigung der Situation der Teilung Koreas und die nationale Wiedervereinigung auf der Basis der Kämpfe der Arbeiter und Bauern. Die nationale Wiedervereinigung Koreas ist unmöglich ohne den vorherigen Sturz des antikommunistischen südkoreanischen Marionettenregimes Park und ohne die vorherige Brechung der neokolonialen Herrschaft Japans über die süd-koreanische Wirtschaft. Der Kampf der Arbeiter und Bauern für die Wiedervereinigung Koreas muß im Rahmen eines kompromißlosen kampies gegen den amerıkanıschen und gegen den japanischen Imperialismus geführt werden. Eine Explosion der Volkskämpfe in Süd-Korea würde den Versuch, den Fernen Osten in den Netzen der Entspannungspolitik zu zähmen, in grundlegender Weise beeinträchtigen.
Der amerikanische und der japanische Imperialismus arbeiten für die Beibehaltung des status quo im Fernen Osten. Das Zentrum ihrer Bemühungen ist Süd- Korea. Objektiv gesehen, versuchen die Regierungen der Sowjetunion und der VR China, die koreanische Frage in den Rahmen ihrer Außenpolitik im Fernen Osten zu integrieren und auf diese Weise eine Lösung für diese Frage zu finden. Für den amerikanischen und den japanischen Imperialismus ist es von zentraler Bedeutung, in diesem Sinne einen Weg für das Überleben des süd-koreanischen Regimes zu finden. Das antikommunistische und spalterische Park-Regime hat seine diktatorische Polizeipolitik verschärft. Verfassung wurde gemäß den Bedürfnissen der Dik-
tatur abgeändert. Park Chung Hee nimmt alle Macht in seine Hände. Dieses Regime ist im wahrsten Sinne des Wortes eine militärische Polizeidiktatur. Da es dem Druck des heroischen Widerstandes der süd-koreanischen Massen ausgesetzt ist, hat das Regime keinerlei Manövrierspielraum, um dem Drückder internationalen Öffentlichkeit Rechnung tragen zu können. Die diktatorische Natur des Reimes hat sich in bedeutender Weise verstärkt, seitlem offizielle diplomatische Beziehungen zwischer China und den USA und zwischen China und Japan aufgenommen worden sind. Die Krise des Park- Regimes hat zwei wesentliche Ursachen: eine tiefgreifende Verschiebung des internationalen Kräfteverhältnisses und ein Anwachsen des hartnäckigen Widerstandes der süd-koreanischen Massen. Die Krise des Park-Regimes läßt sich an vier Hauptelementen festmachen:
Das erste Element ist die Veränderung des Kräfteverhältnisses auf internationaler Ebene zwischen Revolution und Konterrevolution; dies drückt sich in einer Änderung der konterrevolutionären Strategie der USA aus. Die Normalisierung der amerikanisch-chinesischen und der chinesisch-japanischen Beziehungen, sowie die Aufnahme Chinas in die UNO haben zu einer Veränderung des Kräfteverhältnisses in Korea geführt, wenn man den Vergleich mit der UNO-Resolution von 1948 zieht ("Die Republik von Korea ist die einzige legale Regierung von Korea"). Dies Park Chung Hee bedeutet, daß Süd-Korea die internationale Basis für seine Politik des Anti-Kommunismus und der Spaltung verloren hat. Da das Park-Regime nicht in der Lage ist, eine internationale Position einzunehmen, die unabhängig wäre von der Politik des amerikanischen und des Tapanischen Imperialismus, sah es sich gezwungen, seine Politik den neuen Kräfteverhaltnissen anzupassen -- auf der Basis des zwischen Nord - und Süd-Korea unterzeichneten Abkommens. Dies zeist die ernsthafte Schwächung der Position Süd- Koreas auf internationaler Ebene.
Das zweite Element, die Wirtschaftspolitik Parks, die eine intensive Industrialisierung vorsah, ist durch die Weltwirtschaftsrezession stark in Mitleidenschaft ge• zogen worden. Diese Industrialisierungspolitik sollte die antikommunistische und der Wiedervereinigung feindlich gegenüberstehende Position des Regimes nnerhalb des Landes selbst stärken. Die süd-koreanische Industrie hat ein bedeutendes Wachstum kannt (sie ist die zweitgrößte Wirtschaftsmacht in Asien -- nach Japan). Aber dieses Wirtschaftswachstum wurde verwirklicht zur Zeit einer relativ stabilen Expansion der kapitalistischen Weltwirtschaft. vollkommen abhängig vom Import ausländischen Kapitals, von der Expansion der Exportindustrien und von massiven Angriffen auf den Lebensstandard der arbeitenden Massen. Heute, wo die Weltwirtschaft in einer schweren Rezession steckt, befindet sich die süd-koreanische Wirtschaft in der Das dritte Element besteht darin, daß das Regime unfähig ist, sich in Süd-Korea selbst eine soziale Basi zu schaffen. Eine solche Basis hätte dem Regime die Möglichkeit gegeben, diese Schwierigkeiten zu kompensieren, die sich aufgrund der veränderten Situation auf dem Gebiet der kapitalistischen Weltwirtschaft und der Weltpolitik ergeben haben. rasche Wirtschaftswachstum hat nichts zur Verbesserung des Lebensstandards der Arbeiter und Bauem beigetragen. Der" Reichtum" wurde vollständig aufgesogen von der 600 000 Mann starken Armee und von der extrem korrumpierten und engstens mit dem Staatsapparat des Regimes verbundenen kapitalistischen Bürokratie. Die Tatsache, daß diese Industrialisierungspolitik im Rahmen einer neokolonialen Unterordnung unter den japanischen Kapitalismus durchgeführt worden ist, hat die sozioökonomische Basis für eine Vertiefung des traditionellen anti-japanischen Bewußtseins der arbeitenden Massen geschalfen. Das heißt, die dominierende Rolle des japanischen Kapitals im Bewußtsein der Massen ein Punkt gegen das Park- Regime ist.
Das vierte Element besteht darin, daß dem Park- Regime nichts anderes übrig blieb, als sich vollstän- Arbeiter zu stützen. auf die Polizeirepression gegen die Kämple der Die Polizeidiktatur verhärtet sich vor allem seit 1972 enorm. Das wiederum nährte die Entwicklung von liberalen Tendenzen, die das Regime kritisierten, sogar in japanischen und amerikanischen bürgerlichen Kreisen. Das abschreckende Polizei-Regime Parks isolierte sich schließlich auf internationaler Ebene. Bei ihrer aygenblicklichen politischen Linie konnten der ameri• kanische und der japanische Imperialismus diese Tatsache nicht einfach ignorieren.
von Kim Dae Jun (eine Persönlichkeit der süd-koreanischen Opposition) durch den KCIA in Japan war in dieser Hinsicht enthüllend. Die Japanische geoisie konnte es sich nicht leisten, das Park-Regime in dieser Angelegenheit olten zu unterstützen. Aus all diesen Gründen befindet sich das Park-Regime in großen Schwierigkeiten. Es macht heute verzweitelte Anstrengungen, um eine "nationale Einheit" Zu schaffen und um die Beziehungen mit der japanischen Regierung zu normalisieren. Park beklagt sich über diemandelnde Glaubwürdigkeit des amerikanischen Imperialismus und er behauptet, daß eine "Invasion aus dem Norden" drohen würde. Mit dem Dekret Nr. 9 der Ausnahmegesetzgebung hat das Regime jede Ausdrucksmöglichkeit für die Opposition gegen die Park- Diktatur unterdrückt und es hat zahlreiche frei erfundene Spionagefälle konstruiert. Die Arbeiter und Bauem sind -- nach der Ausnahmegesetzgebung Parks -- in obligatorischer Weise organisiert; studentischen Gruppen der nationalen Verteidigung
oder in zivilen Verteidigungseinheiten z.B. Alle Männer im Alter von 18 bis 50Jabren, die weder in der Armee, noch in der nationalen Reservearmee. noch in werden* in die zivilen Verteidigungseinheiten intêgriert. Für Mitglieder dieser Einheiten ist es verboten, an irgendeiner politischen Aktivität teilzunehmen. Das Regime will eine Gesellschaft, die zu 100% von der Polizei reglementiert wird. Der Vorwand dafür ist die sogenannte "Kriegsgefahr aus dem Norden" • Aber es ist offensichtlich, daß all diese Maßnahmen das Park-Regime niemals stabilisieren können. Die naximale Intensivierung des Polizei-Regimes kanr die explosive Erhebung der Arbeiter und Bauem dieser volksex dan aber w venicien: ca si st unmög Regime etwas hinauszögern, aber es dadurch die Wurzeln und Ursachen dieser Volksexplosion selbst zu vernichten. Es ist gleichermaßen klar, daß das Regime nicht daraul hoffen kann, die Wirtschaftskrise einzudämmen Die führenden Kreise in den USA und in Japan bereiten sich auf den Ausbruch dieser revolutionären Krise in Süd-Korea bereits vor. Die Ford-Kissingerregierung in den USA hat keine andere Wahl, als das Park-Regime zu unterstützen. Die Verschärfung der Krise des Park-Regimes schwört jedoch die Gefahr herauf, daß alle Anstrengungen des amerikanischen und des japanischen Imperialismus zunichte • SRI LANKA:
Erklärung des