im letzten Frühjahr in Paris AUFRUF selbe Freiheit innerhalb der Arbeiterbewegung aber ver- (Aus ROUGE Nr. 212 und LE MONDE vom 7, und 8. Juli 73) weigert.
Die Regierung wollte dadurch, daß sie gleichzeitig mit Am 20. Juni gab es in Paris eine Demonstration zur der Ligue Communiste auch Ordre Nouveau aufgelöst hat Verteidigung der Freiheiten, an der sich ein Teil der und indem sie dadurch beide Organisationen auf die glei- Linken beteiligte, Im Gegensatz zur Sozialistischen Par che Ebene gestellt hat, der Öffentlichkeit einreden, daß tei und zur CFDT beschloß die Ligue, daran teilzunehmen. diese Maßnahme den Wünschen und Forderungen eines Aber die Organisatoren dieser Demonstration (KPF und großen Teils der öffentlichen Meinung entspreche. CGT) hielten ihre Ausschlußverdikte aufrecht. Und wem diese Demonstration am 21. Juni stattgefunden hätte? Sie will politische Militante, Führer der Ligue Commu- Und wenn die, wenn auch nur beschränkte Einheit, die niste, vor den Staatssicherheitshof bringen und sie auf der sich im Cirque d* Hiver gegen die Repression gezeigt hat, Grundlage des "Anti-Casseurs" - Gesetzes verfolgen oder schon am 21. Juni gegen die faschistische Provokation des Mordversuchs anklagen. zustandegekommen wäre? Die Ligue wäre wahrscheinlich nicht aufgelöst, weder Krivine noch Rousset säßen Wir betrachten es als unsere Pflicht, scharf gegen diese im Gefängnis. Aber vor allem: die Gesamtheit der Arbei - Maßnahmen zu protestieren. Wenn die Regierung wirklich terbewegung wäre rechtzeitig vor der Benutzung der Fa- Ordre Nouveau, eine rassistische und neonazistische Orgaschisten durch die Staatsmacht gewarnt worden. nisation, treffen wollte, dann hätte es genügt das Gesetz vom Juli 1972 anzuwenden, das alle rassistischen Aktivi- Die Antwort der Linken gibt Marcellin einen Schlag, den täten und jede Aufstachelung zum Rassenhaß verbietet. ersicher nicht erwartet hatte. Aber diese Antwort kommt veit davon entfernt, dies zu tun, berult sie sich aul ein jesetz von 1936, um ein skandalöses Amalgam herzuspät: sind es nicht die jahrelang praktizierten Ausschltisse stellen, mit dem Ziel, eine oppositionelle Organisation ler Extremen Linken von einer gemeinsamen Aktior wegen ihrer letzten politischen Kampagnen zu verbieten. der testen de auelle de leben, dais er die bede la der festen Uberzeugung sein ließen, Der Gipfel der Heuchelei ist es, wenn der Erlass, der die für seine niedrigen Geschäfte freihaben würde. Auflösung der Ligue Communiste verfügt, es unterlaßt -- und nicht ohne Grund --, das Ziel der Gegendemonstra- 11. Juli tion vom 21. Juni zu erwähnen: Ordre Nouveau daran zu hindern, mittenin Paris eine öffentliche Veranstaltung deren erklärtes Ziel es war, Haß und Verachtung gegenüber den ausländischen Arbeitern zu verbrei- eine rassistische Kampagne zu organisieren, woll die Ereignisse von Grasse ein Beispiel sind, Wir sind keine Toren: die Auflösung der Ligue Communiste bedeutet ein außergewöhnlich bedeutender Wendepunkt, eine Provokation gegenüber der Öffentlichkeit und eine Bedrohung für die Gesamtheit der Freiheiten.
PREIS: DM 2,- Wir fordern:
1.) Die Zurücknahme des Erlasses zur Auflösung der Ligue Communiste 2.) Die Niederschlagung aller Verfahren gegen Führer und Militante der Ligue Communiste und gegen alle, die aufgrund der Ereignisse vom 21, Juni gerichtlich verfolgt werden.
BROSCHÜRE 3.) Die sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen, und besonders von Pierre Rousset und Alain Krivine. BESTELLUNGEN ÜBER IN PREKORR, 6 FRANKFURT 2, POSTFACH 11 92 45 IM DEN KAMPE ZU BEGINNEN UND UM DER REPRESSION ZU BEGEGNEN, RUFEN WIR AUF ZUR BILDUNG EINES NA- Konto: G. Neumann, PSCHA Frankfurt, TIONALEN KOMITEES AUF DER BASIS DIESES AUFRUFS. Kto. Nr. 3265 78-605 4. Juli 1973 (Adresse für Korrespondenz und Unterschriftenlisten: F. KAHN, 15, rue Clerc, 75015 PARIS)
die Familie Krassin je über einen höheren Lebensstandard
FORTSETZUNG verfügt habe, als es dem Verdienst seiner Frau (Übersetzerin) entsprach.
von Seite 20 Sowjetunion noch sehr uneinheitlich, schwach und teil- Zweifelsohne ist die kommunistische Opposition in der weise verwirrt. Die ungeheure Deformation des Marxismus durch den Stalinismus und die dauernden Fehlinformationen und Manipulationen durch die offizielle Presse erschweren die Kristallisation einer antibürokragleichzeitig zu diskriminieren. Beide waren wichtige tischen Avantgarde mit einer klaren Vorstellung von der Mitglieder des "Initiativausschusses zur Verteidigung der realen Situation in der Welt und den Aufgaben einer Menschenrechte". In den Selbstbezichtigungen Yakirs wer- kommunistischen Bewegung in den bürokratisch degeneden nur Sacharow und Solschenytsin als Drittpersonen inkri- rierten Arbeiterstaaten. Die Widersprüche des bürokratiminiert. Das Ziel dieses Manövers ist klar: in der sowjeti- schen systems und der Aufschwung der revolutionären schen. Presse wird einzig den Stellungnahmen jener Oppo- antistalinistischen Bewegung im Westen werden jedoch sitioneller breiter Platz eingeräumt, die in völliger Ver- dazu beitragen, die reformistischen und legalistischen kennung der realen Verhältnisse an die imperialistischen Illusionen vieler Oppositioneller zum Verschwinden zu Mächte als Protagonisten einer Demokratisierung in der sow- ringen. Der einzige Weg ist die Vorbereitung der polijetunion appellieren. Sacharow hat mit seinen wirren Auße- tischen Revolution, um die Bürokratie hinwegzufegen unc rungen der Opposition einen sehr schlechten Dienst erwie- die proletarische Diktatur zu errichten. Den Bürgerlichen hat er damit einen Vorwand für eine antikommunistische Kampagne gegeben, den sowjetischen (nach ROTFRONT Nr. 6/7 vom Sept, /Okt. 1973) Machthabern denkbar gute Munition zur Isolierung der Bei Yakir und Krassin handelt es sich um den marxistischen Flügel des "I nitiativausschusses". Als Sohn des von Stalin lest die Presse exekutierten Sowjetgenerals lona Yakir hatte er seine gesamte jugend -- von 1937 bis 1954 --in den stalinistischen Lagern verbracht und war später durch seine historischen der IV. Internationale Studien über den Stalinismus und dessen Überreste in der Sowjetunion von heute bekannt geworden. Im September 1967. wurde er Mitunterzeichner eines Briefes"an das ZK rouge der KPdSU von Seiten der überlebenden Kinder von Kom- hebdomadaire de la ligue communiste munisten, die unschuldige Opfer Stalins waren", 10 Impasse Guéménée, F 75 Paris 4 der Stalinismus im Namen des Kommunismus verurteilt wöchentlich Jahresabo 110 F wird. Darin heißt es: "Heute preisen die Reden, das Radio die Verdienste Stalíns... Die Renaissance der Presche Organ der RML - Schweiz Vergangenheit stellt die Ideen des Kommunismus in Frage, RML, Postfach 299, CH 8031 ZUrich diskreditiert unser System, legalisiert den Mord an Mil- monatlich Jahresabo Fr. 11.lionen von Unschuldigen... Wie kann man Stalin loben Le brächs Organ der RML - Schweiz nach all dem, was unser Volk und die Gesamtheit der Case postale, CH-1000 Lausanne 20 Sevelin internationalen kommunistischen Bewegung durch seine Schuld erlitten haben. Diese Lobhudeleien behindern vierzehntdgig Jahresabo Fr. 22.unsere Fortschritte, schwächen unsere Reihen, ruinieren LA GAUCHE - Organe de combat unsere Kräfte und machen den Triumpf des Kommunis- de la Ligue Revolutionaire des Travailleurs mus unmöglich. 44, rue Nothomb, B 1040 Bruxelles
Die Schergen des Kremls haben 14 Monate gebraucht, wöchentlich Jahresabo 360 Bfr. um Yakir für einen Schauprozess "reif" zu machen, INTERCONIINENIAL PRESS wohl nach sowjetischen Gesetzen nur neun Monate Unter- P.O. Box 116, Village Station, suchungshaft zugelassen sind (er wurde am 21. Juni 1972 NEW YORK, N.Y. 10014 verhaftet und der Prozeß begann am 27. August 1973). wöchentlich Jahresabo $ 15. Luftpost $ 30. erzwungenen "Geständnisse" sind in ihrer Armseligkeit und Lächerlichkeit denen der Prozesse der dreißiger "Geständnisse" und fünfziger Jahre ähnlich. Der ganze Inhalt dieser -- das Ergebnis von sich über Monate hinziehenden Verhören und Folterungen - - läßt sich in folgenden Punkten zusammenfassen: Yakir selbst, sowie ler Initiativausschuß" stünden in Kontakt mit der rechtsgerichteten Exilorganisation NTS. Allerdings wurde nicht von Yakir vertretenen politischen Ansichten auch nur ein einmal der Versuch gemacht, nachzuweisen, daß in den treache Schimmer von Ubereinstimmung mit dieser Opposition besteht, was offensichtlich ein hoffnungsloses Untertangen gewesen wäre. Weiterhin soll Yakir Literatur von der NTS empfangen haben. Das NTS-Organ "Posev" veröffentlicht die vollständigen Texte der Samizdat-Artikel Jahresabonnement Fr. 10.- O in russisch, einschließlich der "Chronik" Es ist bekannt, Jahresabonnement im Couvert Fr. 11.- O daß diese gedruckten Versionen der auf Schreibmaschine Auslandsabonnement Fr. 16.- 0 geschriebenen Samizdat-Artikel den Weg zurück in die Unterstützungsabonnement Fr. 40.- Sowjetunion finden, Wenn Yakir wirklich Literatur von der NTS erhalten hat, dann bestand diese höchstwahrscheinlich aus gedruckten Samizdat-Artikeln , was einen Ich bestelle ein Jahresabonnement viel größeren Verteilungsradius ermöglichen würde als die gewöhnliche Samizdat-Methode durchschlagpapier, Wenn die Schriften der Opposition in Name der Sowjetunion gedruckt werden könnten, wåren die Adresse Samizdat-Autoren nicht gezwungen, sich an ausländische Verlage zu wenden, Unglaubwürdig ist schließlich die Ort Behauptung, daß Krassin von ausländischen Journalisten Datum für " verleumderische Äußerungen" uber die Sowjetunion bezahlt worden sei, da weder der Name dieser Geldge- ber genannt wurde noch ein Hinweis darauf besteht, Einsenden an: RML, Postfach 299, 8031 Zürich Postcheckkonto 80-44457 -62-
BELGIEN: