Drei Jahre ließ sich die Justiz Zeit, bis sie die Täter beim Namen nannte, die für die Provokation verantwortlich waren, die vom Apparat der Bürokratie und Polizei geschickt gegen die Linke ausgenutzt wurde. Inzwischen waren drei Chefredakteure der linksradikalen Zeitung "Lotta Continua" für Artikel verurteilt worden, die mit der Valpreda-Affäre in Zusammenhang standen, ohne daß die traditionellen linken Parteien, Sozialisten und Kommunisten, sie verteidigten. Die Polizei weigerte sich hartnäckig den Schuldigen anderswo als unter den linksradikalen zu suchen, was umso verdächtiger ist als ein Polizeispitzel innerhalb des "Zirkel 22. März" operierte, dem Valpreda angehörte. Auch mehrere faschistische Provokateure gehörten ihm an. İm Verlauf der Untersuchung sind 14 ( vierzehn!) Zeugen verstor ben, meist auf geheimnisvolle oder kaum erklärbare Weise. Einer von ihnen soll sich aus dem Fenster eines Hospitals gestürzt, mehrere andere sollen Selbstmord verübt haben. Der erste Justizbeamte, der seine Nachforschungen auf die Rechtsextremisten erstreckte -- der Mailänder Sinagra - wurde im Februar 1972 wegen Bruchs des Amtsgeheimnisses unter Anklage gestellt. Der Richter Stiz von Treviso, der den Nachforschungen die entscheidende Wende gab, mußte die Vorsichtsmaßnahme ergreifen, die Ergebnisse seiner Untersuchung mehrere Monate lang geheim zu halten. Im Mai 1972 wurde der Kommissar Ca la bresi, welcher Für den Tod des Anarchisten Pine!li verantwortlich war, der zusammen mit Valpreda verhaftet wurde, aber aus einem Fenster des Polizeikommissariats von Mailand hinausgefallen war, vo: seinem Hause niedergeschossen.
Die Zeugen verschwinden
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