Die Wahlen haben die politische Situation des Landes tiefgehend verändert, aber nicht in dem Sinne, wie es Lanusse und das Oberkommando der Armee erhofft hatten. Sie wollten den Peronismus in ein politisches Spiel, das sie in der Hand zu behalten hofften, integrieren. Dieser aber wurde gleichsam in einer Volksabstimmung bestätigt und präsentiert sich jetzt allein als Alternativlösung für eine Bourgeoisie, die bis jetzt nicht in der Lage gewesen war, eine tiefe ökonomische und soziale Krise zu meistern. Was die tiefen Illusionen angeht, die die Arbeiter klasse gegenüber Peron hegt und gegenüber seiner Bewegung, so haben sie zu einer zeitweiligen Isolierung der revolutionären Bewegungen und zu ihrer Spaltung geführt. Was wird bis zum 25. Mai geschehen, dem Tag der Regierungsübernahme? Offensichtlich kann das niemand voraussagen, nicht einmal das militärische Oberkommando, das zweifellos über seine zukünftige Haltung geteilter Meinung ist... Auf jeden Fall ist Argentinien in eine neue Phase großer politischer und sozialer Spannungen getreten. Die Generalstreikbewegung der Polizeibeamten in der letzten Woche und die daraus entstandenen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Armee zeigen dies an. Das wird sich verstärken, wenn - was am wahrscheinlichsten ist - Campora an die Regierung kommt. Denn die argentinischen Arbeiter, die Jahre hindurch durch die galoppierende Inflation verarmten, werden verlangen, daß ihre in den Peronismus gesetzten Hoffnungen erfüllt werden. Wie lange werden die Peronisten diese große Illusion der argentinischen Massen aufrechterhalten und gleichzeitig die Interessen der argen tinis chen Bourgeoisie intelligent verwalten können? Das ist jetzt das Grundproblem. (Jean-Pierre BEAUVAIS. Aus ROUGE Nr. 196 - 198 vom 16., 23. und 30. März 1973) NAHUEL MORENO:
Das Grundproblem
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