Inprekorr 1971–1992

Archiv der Internationalen Pressekorrespondenz der IV. Internationale

Italien

Treffen kommunistischer Wiedergründer

· Inprekorr Nr. 236/237, Juni/Juli 1991 · S. 7-9 · 1.241 Wörter

Italien China

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Die Wiedergründer haben dieses Treffen in einem Klima der Eudes UN Demographic Yearbook 1987 in Nicaragua (96). phorie vorbereitet. Seit Mitte Februar haben sie etwa 150.000 Mit- Panama (96.2), Paraguay (97.6), Dominikanische Republik (97.8), Venezucla (98), Peru und Kuba (98.5) und Ekuador gliedskarten verteilt, und es scheint, daß zwischen 400.000 und (98.8).

2)Jean Drèze und Amartya K. Sen: Hunger and Public 500.000 frühere Mitglieder der PCI der Partei des demokratischen Action, Clarendon Press Oxford 1989, S. 52. Amartya K. Sen: Sozialismus (PDS - die umbenannte kommunistische Partei) noch More than 100 million women are missing. New York Review of Books, December 20, 1990, S. 61. 3) Amartya K. Sen: More than .... S. 66 4) Siche Ingrid Waldron: The Role of Genetic and Biolo- Rical Factors in Sex Differences in Mortality, Canberra (Australia) 1983.

5) Amartya K. Sen: More than .... S. 62. 6) Ibid. siche auch J. Kynch and A. K. Sen: Indian Women: Well-being and Survival, Cambridge Joumal of Economics, 7/1983, S. 363-380.

7) World Bank: World Development Report 1990, Oxford 1990, Tabelle 32.

nicht beigetreten sind.

LIVIO MAITAN

DS-Führer Achille Occhetto hat dies zogen haben. Es ist schwer, das Gewicht a 8) In dieser Hinsicht siche Irene Tinker (ed.): Women and World Development, Oxford University Press 1990. 9) Lincoln C. Chen, Emdadul Huq and Stan D'Souza: Sex Bias in the Family Alllocation of Food and Healthcare in Rural Bagladesh, Population and Development Review 7 (l) 1981, S. 67.

10) Über den Grad der Erwerbstätigkeit von Frauen sie Shirley Nuss et al.: Women in the World of Work, B.I.T. Genf 1989. Drèze and Sen, a.a.O., S. 58 schlagen eine Whnliche Einteilung, aber mit einigen geographischen Einschränkungen vor.

11) Janice Jiggins: How Poor Women Eam Income in Sub-Saharan Africa and What Works Against Them, World Development 17 (7) 1989, S. 953-963. 12) Elisabeth Croll: Chinese Women since Mao, M. E. Shampe 1984.

13)World Bank, a.a.O., Tabelle 32. 14) Nahid Aslanbeigui and Gale Summerfield: Impact of the Responsibility System on Women in Rural China, An Ap. plication of Sen's Theory on Entitlements, World Develop. ment 17 (3)1989, S. 344.

15) Banister: China's Changing Population, Tabelle 4.12.

16) Margery Wolf: Revolution Postponed; Women in Contemporary China, Stanford University Press 1984. Alsan. beigui and Summerfield, a.a.O., S. 347 17) Drèze and Sen, a.a.O., S. 222 HI. Qui: Do Women Hold up Half the Sky? Beijing Review 29 (9) 1986, S. 4. gewiß nicht vorausgeschen, als er seine Initiative im November 1989 begann - die Wiedergründer selbst konnten das in jener Zeit kaum hoffen.

Nimmt man die Zahl der Stimmen für die Einheitsvorlage der Opposition für die Delegiertenwahl zum Kongreß in Rimini (etwa 120.000), und berücksichtigt man die Tatsache, daß die Ingrao- Strömung bei Occhetto blieb, scheint es klar, daß ein gut Teil jener, die der MCR beitraten, die PCI schon vor der Spaltung verließen, individuell während des letzten Jahrzehnts oder davor. Heute glauben sie, es gebe eine neue Chance für den Aufbau einer von antikapitalistischem Geist inspirierten Opposition.

Dasselbe gilt für Militante der extremen Linken, die sich nach den Enttäuschungen der zweiten Halfte der siebziger und zu Anfang der achtziger Jahre aus der Politik zurückgeeinen oder anderen Strömung zu schätzen, doch im ganzen ist diese Beobachtung unbestrcitbar.

Die Diskussion, die die neue Formation von Anfang an kennzeichnete - ob sofort eine neue Partei gegründet oder eine Bewegung für später aufrechterhalten werden solle • wurde auf der Konferenz in Rom entschieden, als alle der letzteren Alternative zustimmten.

So werden die Wiedergründer ihre Aktivität als Bewegung bis zum Gründungskongreß der neuen Partei? fortsetzen, der nicht vor November 1991 stattfinden wird. Ein Koordinationsausschuß von 49 Mitgliedern wurde eingerichtet;dieses Gremium wird alle vor November nötigen Entscheidungen treffen.

Eine Kommission von 98 Mitgliedern, beauftragt mit der Vorbereitung von Texten

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für den Kongreß, wurde ebenfalls geschaffen; Sergio Garavini' wurde mit der Wahrnehmung insbesondere der politischen, Armando Cossutta mit der organisatorischer Fragen betraut.

Gleichfalls wurde beschlossen, die Wochenzeitschrift Liberazione herauszugeben. Unzweifelhafter Erfolg öffentlicher Versammlungen

Die öffentliche Versammlung am 5. Mai mit 15.000 Teilnchmenden war ein unzwcifelhafter Erfolg - am 16. März 1991 hatte Occhetto cine sichtbar kleinere Zuhörerschaft an gleicher Stelle. Die MCR hat 12 Leute im Senat (die Tochter von Aldo Moro eingeschlossen, des Führers der christlichen Demokraten, der von den Roten Brigaden getötet wurde - sie hat die christlichen Demokraten verlassen) und acht Abgeordnete.

Letztere bildeten eine gemeinsame Gruppe mit den 4 Abgeordneten der Democrazia Proletaria (DP) und mit Lucio Magri, einem früheren Führer der Gruppe Manifesto, der aus der PDS aus-, aber nicht in die MCR cintrat; er wird die vereinigte Gruppe leiten.

Am 12. Mai 1991 bestand die MCR ihren ersten Wahltest in kommunalen Wahlen von 4 Millionen Menschen. Der niedrige Stimmenanteil von 2.6% ist kaum kennzeichnend, da sie lediglich in neun Regionen antrat. In denen war ihr Anteil zwischen 4-5 und 16% cher befriedigend. Wie zu erwarten gingen diese Ergebnisse vor allem auf Kosten der PDS, die allgemein einen Rückgang ihres Stimmenanteils zu erkennen hatte.

Am 3. und 4. Mai haben auf der Konferenz die Debatten über die wichtigen politischen Fragen erst teilweise begonnen.

Der beschlossene Aufruf ist recht allgemein und legt keine genaue Orienticrung fest. Andererseits brachen einige Konflikte um organisatorische Fragen auf, besonders über die Zusammensetzung der provisorischen Führung und die Verantwortung jener, die in sie gewählt wurden.

Wichtige Entscheidungen schon anderswo getroffen Die Tatsache, daß die Tageszeitung Il Manifesto vor Beginn der Konferenz ein Schema der neuen Führung veröf- ITALIEN fentlichte - das sich als das schließlich angenommene erwies - machte das Maß voll. Zahlreiche Delegierte spürten, daß schon anderswo getroffene Entscheidungen ihnen aufgezwungen wurden; insbesondere die Parteigänger von Cossutta sahen ihre Strömung und Sprecher unzureichend repräsentiert.

Nach verschiedenen Treffen hat die nationale Führung von Democrazia Proletaria schließlich entschieden, sich mit der MCR zu verbinden. Nach ihrem nationalen Kongreß im Juni wird es die DP nicht mehr geben und ihre Mitglieder werden der MCR beitreten. Die Entscheidung wurde praktisch einstimmig getroffen, obgleich Meinungsverschiedenheiten über die Art der Fusion und bestimmter Vorlagen für den Junikongreß auftraten.' Fußnoten 1) Siche Intemational Viewpoint Nr. 203, 1. April 1991 2) Die Widergründer wollten Name und Emblem der früheren PCI gegen den Willen der PDS übemehmen. Nach viclem juristischen Zank entschied ein Gericht für die PDS; daraufhin kündigte die MCR an, die neue Organisation werde Kommunistische Partei heißen und ein eigenes Emblem haben.

3) Sergio Garavani war lange Vorsitzender des Italienischen Allgemeinen Gewerkschaftsbundes (CGIL). 4) Armando Cossutta fühite den Kampf um die "Entstalinisierung" der PCI in den sechziger Jahren in Mailand. Später war er allerdings gegen den "Bruch" der PCI mit der sowjetischen Führung nach dem Staatsstreich von Jaruzelski in Polen.

5) Auf einer Sitzung der DP-Führung Ende April 1991 wurde ein Entwurf mit 20 Stimmen bei 13 Enthaltungen angenommen. Verschiedene Ergänzungen wurden vorgelegt; die beiden wichtigsten - eine Analyse des Gorbatschowismus sowie über die Bedeutung des Beitritts und die politischen und theoretischen Differenzen mit der MCR - wurden abgelehnt. Sie werden aber auf den Konferenzen in den Provinzen und schließlich auf dem nationalen Kongreß diskutiert. SINGJIRA

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