Bürde der Kriegswirtschaft auch noch ungeteilt die Last der Kinderbetreuung. Viele Ehemänner wurden zum Militär eingezogen; aber auch wo das nicht der Fall ist, tragen Frauen oft allein die Verantwortung für Erziehung und Ernährung der Kinder, weil es nach wie vor gängige Praxis ist, daß der Mann, nachdem er genügend Kinder in die Welt gesetzt hat, die Frau sitzen läßt und sich woanders einnistet. Es mangelt an Kindergärten, Frauen finden schwer Arbeit, werden als erste entlassen, und bekommen von den Kindesvätern keine Alimente bezahlt. So nimmt es auch nicht wunder, daß in diesem streng katholischen Land die Zahl der Abtreibungen sehr hoch ist. Da Abtreibung aber verboten ist, wird sie heimlich vorgenommen — mit der Folge, daß 10% der Frauen daran sterben, über 26% bleiben steril Unter den jüngeren Frauen ist Abtreibung die Haupttodesursache. Die Debatte um die Abtreibung hat daher die cabildos der Frauen dominiert. Die AMNLAE, die sandinistische Frauenorganisation, hat sich für die stärker werdende Forderung der Frauen nach Freigabe der Abtreibung geöffnet: „Das - utopische — Ziel wäre eine Gesellschaft ohne Abtreibung. Aber in der Realität ist die Abtreibung ein soziale: Faktum, das existiert und noch lange existieren wird. Deshalb meinen wir, daf die wirkliche Frage nicht ist, ob die Abtreibung erlaubt oder verboten ist, sondern ob die Frauen weiterhin auf eine gefährliche, demütigende und teure Weise abtreiben sollen" (El Nuevo Diar10).
Im folgenden veröffentlichen wir einen Bericht aus Barricada über den Ablauf eines der cabildos der Frauen. Das Protokoll des ersten cabildos der Frauen, in Managua.
aus: Barricada, 11.
Juni 1986 enn die Freiheit mit dem Blut meiner Sohne erkämpft werden ** mufte, wenn mir mein Innerstes genommen wurde und mein Herz erloschen ist, als sie fielen — warum sollen wir dann um die Erlaubnis bitten, ob sie geehrt werden dürfen? Über diese Sache, Genossen, dürfte er gar keine Diskussion geben!"
Die folgenden Worte von Gloria Margarıta Martinez Largaespada gingen in brandenden Applaus von tast tausenc Frauen unter, die begeistert aufsprangen, ihr zuriefen und sie fast umarmen wollten. Diese Mutter, wie sie dastand mit dem Hut ihres Sohnes bekleidet und mit erhobener Faust, war der Mittelpunkt einer der ergreifendsten Szene, die es an jenem Abend im Instituto Gabriel de Managua gab, als die Frauen der Hauptstadt ihr erstes cabildo abierto durchführten.
„Ich bin nicht hierhergekommen, um darum zu bitten, daß man den Artikel über die Ehrung der Gefallenen studiert und zu schauen, ob er in den Text aufgenommen wird oder nicht... Ich bin hier, damit er durchkommt!" , rief eine Mutter, die mit ihren 52 Jahren noch nie rechte politische Parteien „mit so viel Scheuklappen von der Freiheit" hat reden hören wie jetzt.
Sie war die dreißigste Rednerin von 75 Frauen, die sich in die Redeliste eingetragen hatten, und die um zehn Uhr nachts noch immer nicht müde waren, ihre Meinung über den Verfassungsentwurf zu sagen, auf dieser „so besonderen und so lange ersehnten Veranstaltung" , wie Comandante Carlos Nuñez zu Beginn sagte, als er die Sitzung spätnachmittags um sechs Uhr eröffnete.
Die Lawine von Wortmeldungen, die sich erhob, als der Präsident der Nationalversammlung die Frauen aufforderte, sich in die Redeliste einzutragen, wurde von Dutzenden von Presseleuten, auch vielen ausländischen, fotografiert und gefilmt, die zusammengeströmt waren in der Erwartung, hier werde angesichts der Themen, die behandelt werden sollten, etwas Einzigartiges geschehen. Großen Raum nahm die Debatte über den Abschnitt VI, Kapitel IV der Verfassung ein, der die Rechte der Familie behandelt, besonders über den Artikel 101 über die absolute Gleichheit der Rechte und Pflichten zwischen Mann und Frau, den Artikel 102 über die elterliche Gewalt und den Artikel 100 über die Konstitutierung der Familie durch die Ehe oder eheähnliche Vereinigung.' Zu Anfang der Debatte forderten mehrere Frauen staatliche Unterstützung für die Teilnahme der Frau an der Gesellschaft, die Reform des Artikels über die Vaterschaft und die Abtreibung, und eine stärkere Kontrolle über die Verantwortung der Väter. „Ich fordere hier, daß die Frauen die gleichen Rechte bekommen wie die Männer, weil wir sie uns im Kampf verdient haben" , sagte Auxiliadora Mayorga, „die Gleichheit in der Partnerschaft" und die gesetzliche Möglichkeit für Mütter, eine Wohnung zu bekommen, ein Stück Land zu kauten.
Das Präsidium, zu dem auch die Comandantin Dora Maria Téllez, Rafael Solis, Auxiliadora Martinez, Nathán Sevilla und der Vertreter der PSN, Ronald Maltez, gehörten, schrieb jeden der Redebeiträge mit, die alle mit großer Aufmerksamkeit verfolgt wurden. Gleiche Rechte bei der Arbeit und bei Entscheidungen
Edelma Ocampo, Mutter von zehn Kindern, Arbeiterin und Schülerin in der 5. Klasse der weiterführenden Schule bekräftigte die soeben erhobene Forderung und verlangte für die Frauen das Recht, über die Kinder zu entscheiden, „die wir neun Monate in unserm Bauch getragen haben, aufgezogen haben, die wir erzogen und gepflegt haben und für
- Nicaragua
Die Verfassung:
im Artikel 103 festzuhalten, daß die Grundlagen und Änderungs n dem Verfassungsentwurf werden sätzen festgehalten, die auch bürgerlichen Verfassungen entsprechen: die Souveränität des Volkes übersein Territorium, seine Ressourcen, seine staatliche Ordnung; die Demokratie (definiert als Freiheit und Gleichheit); der Pluralismus von Parteien und gesellschaftlichen Organisationen; die reprasentative Demokratie; die individuellen Menschenrechte und die politischen Grundrechte. Daneben verankert die Verfassung die Legitimität der Revolution und die Fortschritte, die sich aus den Grundsätzen der Revolution selbst ergeben: das Selbstbestimmungsrecht der Völker auf wirtschaftlichem, sozialem und politischem Gebiet; den Antiimperialismus; die Blockfreiheit; die aktive Beteiligung aller am Wiederaufbau und Fortschritt des Landes; die Sozialpflichtigkeit des Eigentums — es kann demgemäß eingeschränkt werden, zur Enteignung bedarf es allerdings einer gesetzlichen Grundlage —; die Agrarreform mit dem Ziel, den Boden denen zu geben, die ihn bebauen; die staatliche Kontrolle über den Außenhandel und den Auftrag, den Verbraucherzu schützen. Die Verfassung , kennt soziale Grundrechte (Recht auf materielle Sicherheit, auf Nahrung, Gesundheit) und wirtschaftliche Grundrechte (die Gleichheit aller Produzenten, die gerechte Verteilung der Produkte; das Recht auf Vollbeschäftigung, das Streikrecht, das Recht auf Beteiligung der Arbeiter an der Produktion, das Recht auf gewerkschaftliche Organisation). Die Verfassung stellt fest, daß es verschiedene Eigentumsformen in Nicaragua gibt: das private, das genossenschaftliche und das staatliche Eigenrum. Sie trifft jedoch keine Aussage darüber, welche Eigentumsordnung für den Aufbau des neuen Staates bevorzugt wird.
Von den im Parlament vertretenen Parteien wurden folgende Änderungsvorschläge gemacht:
die wir ein ganzes Leben lang Sorge tragen"
„Man hat uns gelehrt, daß wir verpflichtet sind, Kinder auszutragen, obwohl der Mann uns nicht hilft, damit fertigzuwerden, man hat uns aber niemals gelehrt, wie wir eine Schwangerschaft vermeiden können... Um den 8 INPREKORR Nr. 188 Partido Marxista-Leninista (PML): • Schaffung eines Arbeiterrats, der den Schutz der Rechte der Arbeiter und der Massenorganisationen überwachensoll; • die Ablehnung der bürgerlichen Gewaltenteilung und der repräsentativen Demokratie; gegen den politischen Pluralismus:
• Ablehnung der Blockfreiheit; • Ablehnung der gemischten Wirtschaft:
• für Milizen anstelle der Armee. Partido Comunista de Nicaragua (PCdeN):
• Zurückdrängung der Rolle der FSLN in den Streitkräften; • gegen das Autonomiestatut der Atlantikküste; Partido Socialista de Nicaragua (PSN):
• Arbeitsplatzgarantie und sozialen Aufstieg für Angestellte in der öffentlichen Verwaltung.
Partido Conservator-Democrata (PCD):
• die Autonomie der Regionen; • eine bindende wirtschaftliche und gesellschaftliche Insegration in den zentralamerikanischen Markt; • zur Armee dürfen nicht mehrals 10% der 24-34jährigen eingezogen werden — der Verteidigungshaushalt darf 10% des Gesamthaushalts nicht überschreiten; für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung; • für die Privatisierung der Titel de grarreform; für die Auflösung der Staatsbetriebe und deren Privatisierung; • Massenorganisationen sollen keine politische Aktivität entfalten (dies Recht soll allein den Parteien vorbehalten bleiben).
Frente Sandinista de Liberación Nacional (FSLN):
• Zustimmung zur Contadora-Akte; • die Quelle der Volksmacht sind die Arbeiter, Bauern und die ganze arbeitende Bevölkerung; • für die Verstaatlichung des Außenhandels und der Banken; • für die Verankerung der wirtschaftlichen Veränderungen in der Verfassung. Männern zu gefallen, leben wir, um Kinder zu kriegen, damit sie sich stark fühlen", erklärte sie unter rauschendem Beifall; „die Verfassung muß unser Recht anerkennen, selbst zu entscheiden, wieviele Kinder wir haben wollen, und auch daß wir sie nicht wollen"
Mayra Zuñiga forderte anschließend, Hausarbeit aufgeteilt werden muß, weil sie nicht nur Sache der Frau ist"; sie erklärte, daß die Gesellschaft jahrhundertelang der Frau einen doppelten Arbeitstag aufgezwungen hat: sie sollte arbeiten wie ein Mann, und dann noch Mutter und Gattin sein.
„Wir billigen nicht die Form, wie in diesem Entwurf das Konzept der würdigen Mutterschaft vorgestellt wird. Wir glauben, daß das eine kleinbürgerliche Vorstellung ist, denn nach dem Sieg der Revolution hat das Volk hier seine Würde erobert, und Mutterschaft ist seitdem etwas, was einen mit revolutionärem Stolz erfülle* , sagte Auxiliadora Palma. Breiten Raum nahm auch die Frage der Prostitution ein. Christian Santos warf das Problem auf, daß es dieses Phänomen ohne die Beteiligung des Mannes gar nicht geben würde und deshalb gesetzlich die sexuelle Erziehung für Männer und Frauen eingeführt werden muß" Die Mißhandlung von Frauen und Kindern soll von der Verfassung verboten und schwer bestraft werden.
„Wir werden zu Hause physisch wie psychisch schwer mißhandelt, aber die Leute glauben, wenn es sich innerhalb der vier Wände des trauten Heims abspielt, ist es nicht strafbar ... höchstens sagen sie: spiel dich nicht so auf!" s Auch diese Worte erhielten tosenden Beifall. Die Leiterin des Frauenhauses, Ivonne Siu, kam später noch einmal auf diese Frage zurück. Sie faßte die fast zwanzig vorherigen Wortmeldungen dazu zusammen und forderte schwere Bestrafung für die, die die Prostitution fördern, „und nicht für die Opfer, die immer Frauen sind, die gezwungen werden ihren Körper und ihre Würdefeilzubieten"
Verteidigung der Abtreibung
Sie verteidigte energisch das Recht der Frauen, über ihre Zukunft und ihre Mutterschaft zu entscheiden. „Wir sind für die Legalisierung der Abtreibung und gegen alle Ungerechtigkeiten und Diskriminierungen, unter denen wir zu leiden haben"
Die Stimmung „heizte sich auf" , SO die Teilnehmerinnen selbst, als die Frauen begannen, ein Thema anzusprechen, das sich schon vorher als eines der grundlegenden Probleme herausgestellt hatte: das Recht, nicht erwünschte Kinder abzutreiben. Dazu sprach Liliam Torres, Gynäkologin aus Managua. Sie erhob den Vorwurf, diejenigen, die sich zu „Verteidigern des Lebens" aufschwingen würden, seien zugleich verantwortlich für den Mord an Tausenden von Nicaraguanern im Krieg, und verlangte:
N//VENCEREMOS ALFAR
Debatte über die Stellung der Frau in der Gesellschaft, Machismo und Abtreibung auf dem ersten Frauen - cabildo in Managua.
„man soll das Leben schützen, ja, aber besitzt, die heute eine Abtreibung konicht auf demagogische Weise" • „Inmei- stet, deshalb zu einer Hebamme geht, ner Arbeit sehe ich jeden Tag Kinderzur krank wird und stirbt. Darüber reden Welt kommen, die von ihren Vätern wir." innig gewünscht sind; ich bin Zeugindes Unter dem Beifall aller Anwesenden Schmerzes, das Paare empfinden, wenn forderte Magda Henriquez das Recht sie keine Kinder bekommen können, ob- der Frauen auf freien Zugang zur Sexualwohl sie welche wünschen; ich sehe aber erziehung und zu Verhütungsmitteln, auch das Unglück der Mütter, wenn sie um eine Schwangerschaft zu vermeiden. von der Gesellschaft gezwungen wer- Wenn es aber dazu kommt „und wenn den, eine Schwangerschaft auszutragen, ich zufällig dieses Kind nicht will, habe obwohl sie die Kinder nicht wünschen." ich folglich das Recht, es nicht zu behalten"
Sexualerziehung und Dann schnitt sie ein anderes Thema an, Familienplanung das auch von vielen anderen Rednerinnen aufgegriffen wurde, den Artikel 100 Sie forderte daß der Artikel 103 „das des Verfassungsentwurfs. Dieser schliefst Recht auf frei gewählte und geplante viele Frauen, die nicht nach Recht und Mutterschaft" garantieren soll; Gesetz verheiratet sind, aber eine Fami- Staat soll die Unterrichtung und den lie ernähren müssen, einfach aus. Sie Zugang zu den Mittel sichern, die für die brachte das Beispiel, wie der Staat eine Sexualerziehung, die Familienplanung Wohnung eher an ein Paar mit zwei und die legalisierte Abtreibung nötig Kindern vergibt, als aneine alleinstehensind". Das hat sich das Präsidium aufge- de Mutter mit sechs Kindern. schrieben. Besondere Aufmerksamkeit erregte Die Parlamentsabgeordneten haben die Intervention von Maria Magdalena sich auchaufgeschrieben, was die Vorsit- Moran Perez, eine Bäuerin aus Samurali zende der AMNLAE, Magda Henri- in der VI. Region. Sie stürzte zum Miquez gesagt hat. In einer ausführlichen krophon, um „im Namen all der Frauen und aufrüttelnden Rede ging sie darauf aus den Bergen im Landesinneren" zu ein, daß Frauen weder eine gesellschaftli- sprechen, „die in Kooperativen organi che Klasse noch einen Sektor der Bevöl- siert sind und dasselbe Recht haben wie kerung darstellen, dais sie das Recht ha- die Männer, den Boden zu besitzen und ben, für öffentliche Amter ebenso zu zu bebauen. Ich bin eine Bäuerin, die kandidieren wie die Männer und daß ihre einer Kooperative für Kredite und Gleichstellung vor dem Gesetz respek- Dienstleistungen vorsteht" - riesiger tiert werden muß. Sie rief die Frauen auf, Applaus — „und jetzt müssen sich die nicht den Fehler zu begehen und die Zeiten für den Machismo ändern, denn Frage der Abtreibung als ein Problem die Revolution hat uns Rechte verlie- „von Leben oder Tod eines Menschen- hen, weil wir das Land brauchen und von wesens" zu diskutieren, denn hier geht es niemandem mehr als Sklaven behandelt um die Bedeutung einer bewußten Mut- werden wollen." (...) terschaft. „Genossen, wir sprechen davon, daß ein vierzehnjähriges Mädchen, Die Scheidung das nicht darauf vorbereitet ist, Mutter zu sein und nicht die 100.000 Cordobas „Innerhalb der Ehe gibt es eine tiefe Ungleichheit; wenn die Frau einen Sonntag teilnimmt an einer Impfaktion im Stadtteil, macht ihr Mann ihr Vorwürfe: die Handlungen, die für einen Mann normal sind, sind bei Frauen Anlaß zu ihrer Mißhandlung. "
Eine Diskriminierung der Frauen gibt es auch bei der Scheidung, bemerkten andere Rednerinnen. Salvadora Valle erinnerte daran, daß man von einer Frau verlangt, daß sie dem Mann vor Gericht die Mißhandlung nachweist, dem Mann aber den Antrag auf Scheidung schon bewilligt, wenn er gegen die Frau nur die Anschuldigung des Ehebruchs erhebt. „Das heißt, Untreue ist für den Mann nicht mehr als Konkubinat, aber für die Frau ist es Ehebruch."
Sie forderte, die Ehe solle eine freiwillige Entscheidung des Paares sein. „Wenn die natürliche Bindung freiwillig le dazu von einer der beiden Seiten nicht mehr vorhanden ist." Starker Applaus. Die Dichterin Michelle Najilis ging auf verschiedene Punkte des Verfassungsentwurfs ein. Vorallem betonte sie die Notwendigkeit, aus der Verfassung das archaische Konzept der elterlichen Gewalt, wie es im Artikel 102 verankert ist, zu streichen, da es, wie sie ausführte, vom römischen Sklavenhalterstaat eingeführt wurde und eine Schande für die ganze Menschheit ist.
Vergewaltigung als öffentliches Delikt
Mayra Pasos führte aus, daß die Frau ein aktives Subjekt in der Geschichte ist „und deshalb nicht weiter als Sexualobjekt oder Ware behandelt werden darf, ihre Würde muß gewahrt werden". An dieser Stelle kam eine weitere Frage aufs
Nicaragua
Tapet: die Vergewaltigung, die nach geltendem Gesetz ein „privates Delikt" ist, das nur vom Opfer angezeigt werden kann. „Es ist notwendig, daß die Verfassung dieses Vergehen als ein öffentliches Delikt behandelt, nicht als ein privates, weil die Folgen davon gesellschaftliche sind", sagte Glenda Bermudez unter starkem Beifall. Sie forderte „zwölf Jahre Gefängnis für den, der eine Frau vergewaltigt" . Mercedes Peralta fügte hinzu: ,Diese Gesellschaft kann die Vergewaltigungspraktiken der Männer nicht länger dulden und mufs sie gesetzlich hart bestrafen"
Danach griff Vilma Sandoval das Thema der verantwortlichen Vaterschaft GUTSCHEIN!
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Brigaden in Nicaragua:
Der Abzug aus den Kriegsgebieten Mord an Berndt Koberstein : „Später hörten wir sie lachen und spotten "
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Bundesregierung rüstet Guatemalas Polizei auf Analyse :
Duarte -- Präsident von Reagans Gnaden
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Magazin Verlag, Schweffelstr.6, 2300 Kiel 1, Tel.: 0431/565848 Gegen Einsendung dieser Anzeige erhalten Sie das abgebildete Heft kostenlos.(Pro Person einmal) 10 INPREKORR Nr. 188 noch einmal auf. Sie betonte, daß der Staat diese nicht nur „schützen", sondern auch fördern muß, „denn jetzt werden Kinder hier geboren, um glücklich zu sein" . Sie verlangte, dals dieses Gesetz auch für die in Nicaragua verheirateten Männer gelten soll, die hier schon Kinder haben; unter dem Gelächter der Anwesenden forderte sie die doppelte Staatsbürgerschaft für diese Väter. Gedränge am Schluß
Zwei Rednerinnen waren von Zelaya Norte gekommen, um an der Versammlung teilzunehmen. Maria Elena Martinez, eine Miskito-Bewohnerin vom Rio Coco, forderte die Anerkennung der Rechte eingeborener Frauen im Rahmen eines ethnischen. kulturellen und sprachlichen Pluralismus, der im Autonomiestatut berücksichtigt ist. (...) Als die Uhr acht Uhr und fünfundzwanzig Minuten zeigte, hatten 33 Frauen gesprochen und Comandante Carlos Nuñez fragte die Anwesenden, ob sie müde seien und ob er das cabildo beenden solle. Nach einer kurzen Pause der Verwirrung war die Mehrheit einverstanden, die Sitzung abzubrechen, obwohl es noch spontane Wortmeldungen gab. Dann auf einmal bildete sich eine lange Schlange vor dem Mikrophon: alle die nicht gehen wollten, ohne gesagt zu haben, was ihnen auf dem Herzen lag, sprudelten nun in einem Satz das heraus, was ihnen wichtig war, ohne sich lange vorzustellen. Eine weißhaarige Großmutter forderte, daß das Studium der