Kampf begann 1853 Eine Vertreterin der FLNKS breitete vor dem Kongreß der neuseeländischen Sektion der IV. Internationale das Panorama der nationalen Befreiung der Kanaken aus.
1878 organisierte ein großer Häupt- Susanna Ounei ling namens Atai, der den französischen Geboten nicht Folge leisten wollte, das Volk, und es gab den ersten Aufstand in Im Namen meines Volkes, im Namen Neu-Kaledonien. Deshalb fanden neue der FLNKS möchte ich der Socialist Ac- Massaker am Volke statt. Unsere Leute tion League danken, daß sie micheingela- wurden ermordet. Andere wurden nach len hat. hier über unseren Kampf zi Australien deportiert, einige nach Vasprechen. Die FLNKS weils, dals ich hier nuatu, vom Rest wissen wir nicht, wohin bei Euch bin, und hat mich gebeten, er verschwand. Eurer Konferenz ihre revolutionäre So- 1917, als die Franzosen im Ersten lidarität zu übermitteln. Weltkrieg mit den Deutschen kämpt- Der Kampf in Neu-Kaledonien findet ten, wollten sie unsere Leute nach nicht erst seit gestern statt. Er begann Frankreich bringen, um ihr Land gegen 1853, als die Franzosen ankamen und die Deutschen zu beschützen. Unser unser Volk kolonisierten. Als sie kamen, Häuptling Noel sagte: , Warum gehen da war es zuerst mit der Bibel; die Bibel wir nach Frankreich, um das Land der stand am Beginn unserer Kolonisation. Franzosen gegen die Deutschen zu ver- In ihrer Bibel stand: stehle nie und töte teidigen, wenn sie doch unser Land stehnie, weil Gott sonst traurigist. Während len und unsere Leute töten?" So organiwir nun an Gott glaubten, massakrierten sierte er das Volk, damit es sich weigert, sie unser Volk und stahlen sie unser nach Frankreich zu gehen. Land. Und heute haben wir nur noch die Und was geschah mit ihm? Sie schnit- Bibel, aber sie haben unser Land. Das ist ten ihm den Kopf ab und schickten ihn die Geschichte von der Kolonisierung in ins Museum nach Paris. Bis zum heutiunserem Land gen Tage befindet sich der Kopf unseres Während sie lehrten, nie zu töten und Häuptlings in Paris. Der Kopf unseres nie zu stehlen, weil Gott sonst traurig Häuptlings wird von den gleichen Leusei, dezimierten sie uns von 200 000 aut ten aufbewahrt, die uns eroberten und 26 000 Kanaken. dabei sagten, wir wären die Heiden! Erniedrigung des ganzen Volkes
Danach, durchgehend bis 1953, war unser Volk - unsere Großväter und Großmütter — zu eingeschüchtert. Die Repression war krass. Bis 1946 hatte das Volk der Kanaken nicht einmal das Recht, die Städte zu betreten; sie mußten vorher eine Erlaubnis von den Gendarmen einholen. Wenn sie nach neun Uhr abends eine Stadt betraten, hatte jeder weiße Franzose das Recht, unsere Leute zu töten.
Unser Volk - unsere Mütter, unsere Eltern, unsere Großeltern — wurden Tag für Tagerniedrigt. Jeden Tag riefen die Weißen uns „dreckige Kanaken" — „Kanake" war für sie ein Schimpfwort.
Natürlich, daheim nannten sie uns Melanesier, denn daheim kam es ihnen auf ihr gutes Image an. Aber in Neu-Kaledonien sagten sie „Kanake" — zu den Männern oder allgemein. Uns Frauen nannten sie „popinee" oder „ponoche". Das war das schmutzige Wort für uns.
Die kanakische Kleidung [die von den
Missionaren erst im ganzen Pazifik eingeführt wurde] ist zum Beispiel ein Symbol unserer Kolonisation. Sie wurde entworfen, um kanakische Frauen von weilen Frauen abzugrenzen. Kanakische Frauen hatten nicht das Recht, Hosen zu tragen oder ein Kleid nach Art der weißen Frauen. Sie mußten ein kanakisches Kleid tragen, damit die Touristen die in unser Land kommen, es sehen könnten und die „wunderbare Folklore" unseres Landes bewunderten.
Gründung der ersten politischen Partei
In dieser Art lebten wir bis 1953. Dann gründeten unsere Eltern die erste politische Partei, genannt Union Calédonienne (UC). Die UC war damals nur für Reformen, wollte nur unsere Lebensbedingungen etwas verbessern. Aber sie war gut, denn sie wurde von unseren Eltern gegründet. Damals mußten unsere Eltern sich täglich vor dem Boß erniedrigen. Sie mußten die Gärten in Ordnung halten oder den Hausputz machen, um genug zum Essen zu verdienen. Wir wuchsen auf und sahen dabei immer, wie unsere Eltern erniedrigt wurden. 1969 kam ein kanakischer Häuptling. Nidoish Naisseline, zurück aus Frankreich, wo er studiert hatte. Nidoish Naisseline hatte sich an der Erhebung der Arbeiter und Studenten in Frankreich 1968 beteiligt. Als er zurück nach Neu-Kaledonien kam, war das Wort „Kanake" immer nochein Schimpfwort. Aber er nahm den Kampf auf, es von neuem mit Wert zu belegen.
Damals schufen wir die „Rotschärpen". Die „Rotschärpen" waren der Anfang der heutigen Bewegung. Viele Kanaken wurden verhaftet, auch Naisseline. Sie schickten ihn nach Frankreich, aber 1972 riefen wir ihn zurück, denn der Kampf wurde immer stärker. Er kam, und wir organisierten um seine Person herum den Kampf.
In den Vordergrund stellten wir das Wort „Kanake". . Das war unsere Parole: „Kanake". Als die Franzosen bemerkten, daß wir stolz waren, „Kanake" zu sagen, fingen sie an, uns Melanesier zu nennen. Vorher hatte es immer geheißen „dreckiger Kanake!" 1974 erklärten wir unserem Volk, warum wir den Namen „Kanake" erheben wollten, und über das Land sprachen wir, über die Nptwendigkeit der Forderung nach bedingungsloser Rückgabe des Landes.
Als die französische Verwaltung dies sah, richtete sie eine neue Organisationsstruktur ein, Refome Foncière (Landreform] genannt. Sie kauften einiges Land von Kolonisatoren und gabenes uns. Als wir das sahen, sagten wir, das ist nicht gerecht. Warum sollten sie das Land von den Weißen kaufen? Zuvor hatten sie das Land ja auch nie von uns gekauft, sondern genommen. Heute können die weis sn Kolonisatoren, die in unserem Land geblieben waren, mit sieben, acht, neun oder zehn Millionen Franc nach Frankreich zurückgehen. Ist das Gerechtigkeit? Ja, es ist die französische Gerechtigkeit im Neu-Kaledonien von heute. Die Proteste zum 24. September 1974 — zugleicher Zeit protestierten die Maoris hier bei Euch gegen den Vertrag von Waitangi [durch den die Engländer Neu-Seeland erwarben) — waren wir uns dessen bewufst, daß der 24. September [der Jahrestag der französischen Kolonisation] unser tangi ist, unser Begräbnis. Wir sagten, unser Volk muß aufhören, den 24. September zu feiern. Es muß aufhören, an diesem Tag der Armee bei der Parade zuzuschauen und sich anzusehen, wie sie unsere Beerdigung feiern. Am 24. September 1974 gingen wir, während die Armee feierte, mit unseren Fahnen mitten auf die Straße, um zu protestieren. Wir waren nur 30. Die Armee und die Kolonialherren umzingelten uns und schlugen uns auf der Straße zusam. men, viel Blut wurde vergossen. Zwei von uns wurden verhaftet. Am Abend beschlossen wir, erneut zu protestieren, gegen die Verhaftung unserer Genossen. Am folgenden Tag, dem 25. September, gingen wir vors Gerichtsgebäude, wo sie über unsere Genossen zu Gericht saßen und verlangten ihre Freilassung. Wir sagten, wenn sie sie nicht freiließen, würden wir bleiben und das Gericht besetzen. Sie verurteilten sie zu acht Tagen, wir aber weigerten uns, das Urteil anzuerkennen. Wir sagten, sie müßten sofort freigelassen werden, nicht erst in acht Tagen. Sie rieten Armee und Polizei zuhilfe. Sie umzingelten das Gericht und schlugen uns. Zwölf weitere wurden verhaftet und für sechs Monate ins Gefängnis gesteckt. Aber nun begann das Volk darüber nachzudenken, warum wir im Gefängnis waren. Man begann aufzuwachen. Viele unserer Genossinnen und Genossen gingen nun aufs Land, um den Leuten die Wichtigkeit der kanakischen Unabhängigkeit und der bedingungslosen Rückgabe des Landes zu erklären. Und unsere Leute sammelten Geld, und sie brachten zwei berühmte Rechtsanwälte aus Frankreich herüber, von denen einer früher in Algerien gewesen war, um das algerische Volk zu verteidigen. Als dieser in Neu-Kaledonien vor den Kichter trat, sagte er: , Wenn ich hier so vor Euch stehe, fühle ich mich jung, 25 Jahre jünger. Denn vor 25 Jahähnlich mit dem, was die jungen Leute hier heute tun."
„Der Kampf hat keine Farbe"
Nach dieser gerichtlichen Auseinandersetzung wurden wir zu zwei Monaten verurteilt. Zu dieser Zeit begannen wir über den Kapitalismus in der Welt zu reden, über den Imperialismus. Wir sprachen deshalb darüber, weil, als wir im Gefängnis saßen, wir nicht nur Kanaken waren. Wir waren zusammen mit Genossen von anderer Hautfarbe, einige Weiße, einge Chinesen. Und so analysierten wir, daß der Kampf keine Farbe hat. Am Anfang des Kampfes hatten wir ihn als Schwarz gegen Weiß gesehen. Nun begannen wir auch über unsere Strategie und unsere Ideologie zu reden, welchen Weg wir einschlagen sollten, welche Unabhängigkeit wir erreichen wollten.
Wir gingen über das Land, um über Unabhängigkeit zu sprechen, wahre Unabhängigkeit. Wir wollen keinen Neokolonialismus oder Imperialismus. Wir wollen wahre Unabhängigkeit. Nun begann sich die Rechte zu organisieren. Sie sagte, wenn Neu-Kaledonien unabhängig würde, wären wir nicht in der Lage, Reis und Zucker zu bekommen (unser Volk liebt den Reis, wir bekommen ihn aus Australien). Sie sagten, uns ginge es dann wie den Leuten in Afrika, die vor Hunger sterben. Und warum sind sie hungrig? - fragten sie. Weil sie unabhängig sind! So gingen wir wieder übers Land und erklärten den Leuten, daß nicht alle unsere Einfuhren aus Frankreich kommen, sondern aus anderen Ländern und erklärten wieder die Bedeutung der Unabhängigkeit. Neu-Kaledonien besitzt eine reiche Wirtschaft. Wir sind der zweitgrößte Nickel-Produzent der Welt, dazu produzieren wir Mangan, Chrom, Gold, Eisen, Kobalt, Zink und Kaffee. Und natürlich haben wir die Touristen: im Club Mediterranée. Wir sagten unserem Volk, daß wir unsere Freiheit haben müssen, weil die Franzosen unser Land benutzen und dabei sagen, daß sie in Neu-Kaledonien bleiben, um uns zu schützen und uns davon abzuhalten zu hungern. Unsere Antwort war, daß, solange wie sie in unserem Land blieben und wir unsere Unabhängigkeit nicht bekämen, wir immer hungrig sein würden. Und deshalb müssen die Franzosen uns das Land zurückgeben.
Morde an den Führern
Mit der französischen Regierung hatten wir ab 1974 viele Probleme, seit wir über den Kampf zu reden begannen. Viele Menschen mußten ins Gefängnis, weil sie Barrikaden gebaut hatten oder Land besetzt.
1975 töteten sie Richard Kamouda. Als sie ihn töteten, demonstrierten wir
und mobilisierten das Volk. Wir gingen zu den Abgeordneten der Territorialversammlung: „Das Volk hat Euch hier eingesetzt. Dies tat es nicht, damit Ihr ein schönes Haus oder zwei oder drei Autos bekommen könnt." Wir sagten, sie sollten mit uns zusammen kämpfen. Die Polizei und die Armee schlägt immer uns, nie aber die Abgeordneten. Wir fragten: „Warum?" Und wir organisierten eine große Demonstration gegen die Ermordung von Kamouda.
1979 töteten sie Theodore Daye. Wir demonstrierten wieder. Dann töteten sie 1980 Emile Kutu, und wieder demonstrierten wir.
1981 töteten sie Jean-Pierre Declercq, der ein Weißer aus Frankreich war. Er war 1971 aus Frankreich angekommen und hatte sich in unseren Kampf hineinziehen lassen. Er war der Generalsekretär der UC. Als sie Jean-Pierre Declercq töteten, protestierte das ganze kanakische Volk auf dem Festlande und auf den Loyalty Inseln dagegen. Das war schon, nachdem Mitterand an die Regierung gewählt worden war.
Keine Hoffnungen in Mitterand
Jetzt möchte ich etwas über Mitterand und die Regierung seiner Sozialistischen Partei sagen. Zuvor, als Giscard d'Estaing noch an der Macht war, unterstützte Mitterand unseren Kampf. Er schrieb Artikel über Neu-Kaledonien und so weiter. Er versprach uns, uns die Unabhängigkeit zu geben, wenn er an die Macht käme. Deshalb organisierten wir das Volk, damit es für Mitterand stimmt. Nicht weil wir voll auf Mitterand vertraut hätten. Nein, wir vertrauten ihm nicht, denn wir kannten die Geschichte von Algerien. Als de Gaulle zum Beispiel sagte, mit der Folter in Algerien sei Schluß zu machen, ermutigte Mitterand zur gleichen Zeit die Folter in Algerien und war gegen Feiheit für Algerien.
Wenn wir über Land gingen und auf die Loyalty Inseln, um darüber zu sprechen, warum wir Mitterand wählen sollten, sagten wir, es ginge nur darum, unsere Solidarität mit dem französischen Volk zu zeigen, den französischen Arbeitern, die eine Verbsserung ihrer Lebensbedingungen wollten. Sie wollten Mitterand an die Macht bringen, um dann ihren Kampf unter besseren Bedingungen führen zu können. Nun, wir sind nicht sicher, ob Mitterand noch mal an die Regierung kommen wird 1983 begannen die Leute mit dem Protest gegen die Wasserverschmutzung durch eine französische Sägemühle. Die Leute von Point Koinde-Oui baten die französische Regierung, die Sägemühle stillzulegen, weil der Fluß verdreckte und die Fische zunehmend kontaminiert Barrikade der FLNKS bei Bourail Dezember 1984 wurden. Mensche begannen davon krank zu werden. Der Besitzer, Barbou, kam an und versprach dem Stamm, er würde seine Sägemühle dichtmachen und 4 Mio. Franc Entschädigung für die zehnjährige Dauer der Flußverschmutzung zahlen, diese würden im Dezember ausgezahlt. Als er bis zum 27. Dezember nicht erschienen war, begannen die Leute, sich zu organisieren.
Im Januar kam dann nicht Barbou, sondern die Armee — mit Hubschraubern und Panzern. Sie umzingelten das kleine Dorf und warfen aus dem Abstand von ein paar Metern Molotow-Cocktails und schossen auf die Leute. Da griffen auch die Leute zu den Waffen und erschossen zwei — zwei Soldaten wurden getötet.
Deshalb kamen sie zurück, pferchten die Leute in der Kirche zusammen und folterten sie dort. In der gleichen Kirche, von der sie gesagt hatten, wir sollten sie achten, als sie uns kolonisierten! Um zwei Uhr morgens begann es zu regnen, und sie befahlen den Leuten, sich draussen aufzustellen. Und schließlich nach zwei weiteren Stunden warfen sie sie ins Gefängnis und ließen sie so, wie sie wa- Wir demonstrierten und protestierten wieder. In einer Gruppe von fünf Frauen ketteten wir uns vor dem Gebäude der französischen Regierung an, um die Freilassung unserer Getangenen zu fordern, denn für uns ist es kein Verbrechen, Soldaten in Notwehr zu töten. Es ist legitim für uns, schließlich müssen wir unser eigenes Leben erhalten. Sie töteten, und wir hatten keine Waffen. Wir ketteten uns also dort zwanzig Stunden lang an, und sie rückten mit 6 LKWs, 6 Bussen und 7 Jeeps voller Soldaten gegen uns an. Für nur fünf Frauen! Wenn wir Informationen über unsere Proteste an das Fernsehen weitergeben, bringen sie trotzdem nur Lügen. Sie stehen voll hinter den Faschisten, was wir sagen, berichten sie nie. So organisierten wir uns un die Forderung nach dem Recht, unsere eigenen Informationen im Fernsehen bringen zu können. Die Kanaken sind eine Minderheit
Wir kämpften weiter. [Der Minister für die Überseegebiete] Lemoine kam nach Neu-Kaledonien und stieß Drohungen gegen uns aus. Er sagte, er würde die Sicherheit Neu-Kaledoniens aufrechterhalten, und daß die gesamte Bevölkerung Neu-Kaledoniens die Zukunft mitbestimmen könnte.
Damit stimmten wir nicht überein.
Denn die Gesamtbevölkerung von Neu- Kaledonien beträgt 140 000, das kanakische Volk macht in seinem eigenen Land aber nur 60000 Personen aus. Die weißen Franzosen, die von denen abstammen, die 1853 hier ankamen, sind 30 500, die restlichen 49 500 sind Chinesen, von den Wallis Inseln, Tahitianer oder andere. Wenn wir heute eine Minderheit sind, liegt das daran, daf der Bürgermeister von Noumea, Roger Laroque, 1972 verkündete, er wolle Neu-Kaledonien weiß machen". Dies war, nachdem unser Freiheitskampf anzuschwellen begonnen hatte. Noumea ist die Hauptstadt und eine weiße Stadt. Kanaken können dort nicht leben, weil sie keine Arbeit haben. Von den 60 000 Kanaken arbeiten nur 7000, deshalb leben die Kanaken in ihren Stämmen.
Sie brachten also viele Einwanderer von Übersee heran. Die neuen Einwanderer (also, die nach 1972) waren alle diese Verräter aus Algerien, alle diese Verräter aus Vanuatu, alle diese Verräter aus Vietnam [Unterstützer des französischen Imperialismus). Diese Sorte Flüchtlinge kriegen wir ab! Bei uns gibt es keine Flüchtlinge vor der Unterdrückung in Südamerika oder Südafrika beispielsweise - echte Flüchtlinge. Nein, zu uns kommen die Verräter aller Länder - der Abschaum der Welt. Alle sind sie in unserem Lande!
' Jetzt hat die Regierung Mitterand gesagt, wir werden die Unabhängigkeit über ein Referendum erlangen, und dais alle Leute, die länger als fünf Jahre in Neu-Kaledonien leben, stimmberechtigt sind. Das Referendum soll 1989 stattfinden. [Am 7. Januar gab der Sonderbeauftragte Edgar Pisani bekannt, daß es schon Mitte 1985 stattfinden werde und alle, die seit drei Jahren dort leben, teilnehmen können; auch soll es nur um eine äußerst begrezte Autonomie gehen.] Jetzt haben wir 1984, wenn die Zeit zu wählen da ist, wird wohl das ganze Armeepersonal sich hier ansässig gemacht haben und auch noch seine Großmütter und Großväter nachgeholt haben, nur um zu wählen und uns zu einer noch kleineren Minderheit zu machen. Deshalb weigerten wir uns. Wir sagten, nur Leute, von denen ein Elternteil im Lande geboren ist, sollten wahlberechtigt sein. Wir machten diesen Zusatz, und er wurde vom französischen Parlament im Juli 1984 abgelehnt. Nun will ich etwas über die Kommunistische Partei in Frankreich sagen. Die KP sagt, sie ist für Selbstbestimmung- Während der Debatte in der Nationalversammlung trug unser Vertreter, unser Abgeordneter Roch Pidjot, unseren Ergänzungsantrag vor. Während der Debatte unterstützte die KP ihn, aber als es zur Abstimmung kam, stiminte sie dagegen! Wir waren nicht überrascht davon, denn wir wissen vom Rassismus der KP gegenüber den schwarzen Immigranten in Frankreich. Sie haben sich noch nie gefragt, warum Frankreich denn so ein reiches Land ist. Es ist reich, weil es den Keichtum beispielsweise unseres Landes abschöpft.
Wahlboykott
Nun etwas zu unserem Wahlboykott. Was in Neu-Kaledonien geschah, ist nicht unsere Schuld, es ist die Schuld der französischen Regierung. Wir hattenihnen gesagt, daß wir die Wahlen boykottieren würden, wenn sie unseren Zusatzantrag boykottieren würden. Sie sagten, wenn wir boykottieren würden, würden sie die Armee rüberschicken. Wir antworteten, daß die Armee schon sejt 1853 da sei und wir daran gewohnt seien, sie und die Gewalt, die sie mit sich bringt, zu sehen.
Vor dem 17. November wurden also immer mehr Truppen angelandet. Jeden Tag waren die ankommenden Flugzeuge voll mit Açmeepersonal. Uber 150C ka- Jean-Marie Tjibaon, Führer der FLNKS, Redner am 4. Mai in Bonn, Gipfel-Demo men in unser Land. Sie Legionäre haben wir auch schon da - die Söldner [der Fremdenlegion].
Am 17. November begannen die Leute überall — im Busch, auf dem Lande —Straßensperren zu errichten und besetzten das Land. Den ganzen Tag lang kämpften sie, überall — im Osten, Westen, Norden, Süden und auf den Inseln. Am 18. kam es zu großen Auseinandersetzungen. Zahllose Leute wurden verhaftet, und eine Frau verlor ihren Arm. Die Armee hatte eine Handgranate geworfen, und sie lief herbei, um sie zurückzuwerfen, aber sie war nicht schnell genug. Sie liegt noch im Krankenhaus. Die Leute wurden von der Armee niedergeknüppelt. Alles war sehr brutal, aber die Leute kämpften weiter. Nachdem ein Kanake getötet worden war, wurde auch ein weißer caldoche getötet. Caldoches sind die Weißen, die bei uns geboren wurden. (Diesen Namen geben sie selber sich gern, so nennen wir sie auch so.) Ein caldoche fing an, indem er einen Kanakenerschoß. Andere Kanaken sahen dies vom Busch aus und töten ihn wiederum. Aber es waren nicht Kanaken, die mit dem Schießen begannen. Es war der rassistische caldoche. Später wurden neun Kanaken aus Hienghène an der Ostküste getötet. Darüber brachten die Zeitungen in Übersee nur die Version der französischen Behörden, nicht was die Kanaken zu sagen hatten. Als eine Gruppe von kanakischen Unterstützern der FLNKS von einer Versammlung auf dem Heimweg war, wurde sie von einem Haufen Faschisten mittels einer Barrikade angehalten. Sie erschossen alle und verbrannten dann das Auto. Es sind also nicht wir, die zu schießen beşonnen haben — vielmehr schiefen sic aut Kanaken.
Nach all diesen Ereignissen gab es auf dem Lande keine Weißen mehr, keine Franzosen, sie sind jetzt alle in Noumea. In Bourail gibt es noch ein paar Franzo: sen, 200 Kilometer von Noumea entfernt. Sie errichteten viele Straßenspe:ren, und dies taten die Kanaken auch. Nachdem zehn Kanaken erschossen worden waren, wurde in Bourail ein Haus niedergebrannt. Wir wissen nicht, wer es getan hat, aber sie beschuldigen uns, weil das Haus Weißen gehörte und fünf dabei getötet wurden. Das kanakische Volk hat die Verantwortung dafür zurückgewiesen; möglicherweise taten sie es selber, damit sie uns anklagen können. 22 Personen wurden deswegen letzte Woche verhaftet. 12 aus dem Stamm Saint Louis nahe bei Noumea. Als ich heute daheim anrief, sagte man mir, sie bräuchten wirlich Unterstützung aus dem Ausland, um Mut zu fassen, sie wissen nicht, was alles noch geschehen wird. Unsere Lage wird täglich schlechter.
Jetzt ist Edgar Pisani von Mitterand entsendet worden, um zu verhandeln. Er strebt nicht Verhandlungen nur mit dem kanakischen Volk an, sondern auch mit den Rechten. Er versucht, beide Seiten zusammenzubringen, aber dies ist unmöglich. Von 1853 bis heute haben wir mit diesen Rassisten gelebt: wir können mit ihnen nicht zusammenkommen. Der französische Repräsentant sagte, er sei gekommen, um sich mit allen Volksgemeinschaften zutreffen. Volksgemeinschaften? Wir sagten: „ Wirgehö ren nicht zu einer ,Volksgemeinschaft' Wir sind das echte Volk dieses Landes und wir kämpfen!" Sie können meinetwegen andere Leute als ethnische Gemeinschaften bezeichnen, weil sie von anderswoher gekommen sind, aber nicht uns. Wir sind keine Volksgemeinschaft, wir sind die rechtmäßigen Bewohner. Inzwischen hat der Vertreter aus Frankreich einen Fragebogen an die Leute verteilt, der fragt, wie sie sich die
Frauenunierdrückung
Nun komme ich zu den Problemen der Frauen, wie unsere Frauen in Neu-Kale- *FLNK donien von der Zeit der Großmütter bis heute angesehen wurden. Der Kampf der kanakischen Frauen hat auch nicht erst eben begonnen. Er begann, als die Armee aus Frankreich herüberkam.
Wenn heute wenigstens 60 000 Kanaken leben, dann liegt das daran, daß unse- NOUS SOMMES re Großmütter den Mut hatten, unsere Großväter und unsere Eltern zu verstecken. Die Kolonisatoren behandelten 6OOOO MACHORO! die Frauen wie die Hunde. Sie benutzten die Frauen dazu, allen Dreck hinter ihnen wieder wegzumachen. Und die Armee erging sie sich von Zeit zu Zeit in Vergewaltigungen. So war das Lebender der Protestdemo in Paris nach dem Mord an Machoro kanakischen Frauen auf Neu-Kaledo- Bevor die Franzosen landeten, hatten Zukunft nach der Unabhängigkeit den- gen Gott. Und die Leute aus Wallis sind wir unsere eigenen Sitten und unsere ken. Er versucht, beide Seiten zusam- besonders intensiv gläubige Christen. eigene Würde. Und unsere Sitten sind menzubringen, aber für uns ist es un- Aber am 18. November 1984, wäh- wirklich völlig anders. Wir lebten zumöglich, mit unseren Mördern zusam- rend der Wahlen, brachte die FLNKS sammen in Stammesform. Wenn eine menzukommen. So können wir nicht das Gebiet von Thio hinter sich. Die Frau einen Mann in einem anderen weitermachen. Mehrheit der Arbeitenden in Thio sind Stamm heiratete, nahm sie das Land mit, Wallisier, Tahitianer oder Weiße. Die und sie tauschten Geschenke aus, Yams
FLNKS unter Führung von Eloi Macho- zum Beispiel. Wenn die Frau in der Fa- Kanakische Gewerkschaft sagen, daß wir nicht ihre Feinde sind. ro ging zu den Wallisiern, um ihnen zu milie des Mannes ankam, schuf das Land die Verbindung zwischen den beiden Fa- Wir erläuterten ihnen das Problem des milien. So etwas geschieht nicht mehr, Ich werden nun über die Arbeiter auf Kapitalismus und des Kolonialismus, seit Religion in unser Land kam. Vorder Neu-Kaledonien sprechen. Die Mehr- wie er uns voneinander spaltet, um bes- Kolonisierung bestand zwischen Mänheit der Arbeiter ist gegen unseren ser unsere Reichtümer kontrollieren zu nern und Frauen ein großer Respekt. Als •Kampt, denn die Franzosen brachten sie können. Das erklärten wir auch den Wei- die Religion kam, sagte sie, Frauen hätals ihren Ländern dorthin und gaben Ben, die in Neu-Kaledonien keine Reich- ten im Hause zu bleiben und nirgendwo ihnen gute Jobs. Und wenn sie gute Jobs tümer, keine Profitquellen besitzen, die hinzugehen. Sie dürfen nur bei ihrem haben, vergessen sie, wo sie herkommen für einen Boß arbeiten. Wir sagten ih- Ehemann bleiben, und wenn sie das nicht und was in ihrem eigenen Land passiert - nen, daß wir keine Rassisten sind und tun, hat der Ehemann das Recht, sie zu ist. Wir haben Leute von den Wallis daß wir Neu-Kaledonien zusammen mit schlagen. Die Kolonisatoren sagten, Inseln, Tahitianer, Vietnamesen, Chi- ihnen aufbauen wollen, zusammen mit wenn die Frau ihren Mann verläßt, wäre nesen, Javaner und viele andere. Alle allen, die in unserem Land leben. Gott verärgert. Und so blieben unsere haben sie gute Arbeitsplätze, während Wir wollten, daß die Leute aus Wallis Großmütter, unsere Mütter zu Hause. die Kanaken nichts haben. Wir haben unsere Probleme verstehen, denn, wie Viele Kanakinnen im Alter von nur 14 keine Arbeitsplätze. wir ihnen sagten, wenn sie einige natürli- oder 15 Jahren wurden schwanger. Die Bis zum 18. November nutzten die che Reichtümer in Wallis, haben, dann Kirche lehrte, daß wir nicht über Verhübranzosen diese Leute gegen die Kana- werden die Franzosen möglicherweise tung sprechen dürften, weil Gott schon ken. Bis dahin stimmten diese Leute für Kanaken dorthin bringen, um den Walli- wieder verärgert wäre. Sie sagten, es sei die rechten Organisationen. Um dieses siern die Arbeitsplätze wegzunehmen. ein Verbrechen, über Verhütung zu re- Problem anzugehen, schufen wir 1981 So müssen wir also zusammenarbeiten den. Gegen das schufen wir unsere eigene die Union Syndicale des 1 ravailleurs Ka- und eine internationale Vereinigung ge- Frauengruppe, und wir sagten: Verhüschaftsverband Kanakischer und Ausge- nakes et Exploitées (USTKE, Gewerk- gen den Kapitalismus schließen, Solidar- ität zwischen Arbeitenden und denen tung ist kein Verbrechen, aber es ist ein Verbrechen der Gesellschaft, 14-oder beuteter Arbeiter), weil wir fühlten, daß von uns in den Stammesgebieten, die 15-Jährige ein Baby kriegen und für den wir versuchen müssen, diesen Leuten zu keine Arbeit haben, herstellen. Rest des Lebens dafür sorgen zu lassen." erklären, daß wir keine Rassisten sind. Die caldoches weigerten sich, sich uns Sierhat keine Arbeit, und für uns ist ein Wir sehen das Problem des internationa- anzuschließen, und die Armee kam, um Verbrechen, diese Frau so liegen zu laslen Imperialismus, und wir müssen mit sie mit Hubschraubern nach Noumea ihnen zusammenarbeiten. auszufliegen. Aber die Mehrheit der Wir protestierten energisch dagegen, Als wir zu diesen Leuten zu sprechen Wallisier , die gleichen Leute, die noch denn vor der Kolonisierung hatten unsebegannen, sagten die Medien, wir seien letztes Jahr gegen unsere Bewegung ge- re Großmütter Verhütungsmittel, ka- Kommunisten, wir seien Marxisten. Die stimmt hatten, traten nunals Unterstüt- nakische Verhütungsmittel. Seit der Rechte begann eine Kampagne in diesem zer unseres Kampfes hervor. Sie halfen Ankunft der Kolonialherren und der Bi- Sinne gegen uns, sie sagten den Leuten, uns beim Barrikadenbau. Das war wirk- ›el haben wir nicht mehr das Kecht ge bloß nicht jenen zu folgen, die über Un- lich ermutigend für uns. nabt, kanakische Verhütungsmethoder abhängigkeit sprechen, weil sie Kommu- anzuwenden, weil dies ein Verbrechen nisten sind. Sie sagten, wenn wir gegen ist. Wenn also 14- oder 15-Jährige ihre den Kapitalismus sprechen, seien wir ge-
Babies erwarteten, ließen sie sie manchmal einfach im Busch liegen. Wir protestierten nicht gegen diese jungen Frauen, sondern gegen die Gesellschaft — diese heuchlerische Gesellschaft — weil sie diese jungen Frauen schwanger werden ließ, indem sie die Verhütung unterband Als wir unsere Frauengruppe aufbauten, analysierten wir das Problem des Kolonialismus und unsere Zukunft. Wir sagten den Leuten, echte Unabhängigkeit von Kapitalismus oder Imperialismus sei nicht zu haben, wenn sie das Problem der „Graswurzeln" nicht erkennen würden. Und für uns sind die „Graswurzeln" die Frauen, weil in Neu- Kaledonien die Frauen alles tun. Sie arbeiten als Hausmädchen und gehen dann nach Hause und machen auch dort die ganze Arbeit.
Wir sprachen also mit unseren Leuten und erklärten, es sei wirklich gefährlich, wenn die Männer weiterhin die Frauen unterdrücken würden, denn sie könnten nicht über die wahre zukunftsgerichtete revolutionäre Bewegung reden, wenn sie nicht sähen, was in ihrem eigenen Haus passiert. Und sie müssen das Problem in ihrem eigenen Haus erkennen und die ganze Situation ihrer ausgebeuteten Schwestern, unserer kanakischen Schwestern.
Wir fühlten in unserer Frauengruppe, dais wir darüber nicht nur reden durften, sondern uns auch in Bewegung setzen mußten, um unseren Brüdern zu helfen. Wir wollten nicht allein bleiben; wir wollten mit ihnen zusammen gehen. Und wir glauben, daß wir unsere kanakischen Brüder ändern können, weil sowohl kanakische Männer als auch kanakische Frauen Ausgebeutete sind. Wir müssen also Seite an Seite mit ihnen kämpfen, zusammen das Land besetzen, auf den gleichen Barrikaden kämpfen. Unsere Gruppe (GFKE, Gruppe Kanakischer und Ausgebeuteter Frauen) ist in der FLNKS repräsentiert. Aber nach jeder Aktion bringen wir ihr das Problem der gemeinsamen Zukunft und das Problem des Imperialismus auf den Tisch.
Die „gallischen Ahnen"
Nun will ich über das Bildungssystem in Neu-Kaledonien sprechen. Zwischen 1853 und heute kann man die Kanaken, die ihren Abschluß in Frankreich gemacht haben, an den Fingern abzählen. Auf der Schule wurde uns beigebracht, wir seien faul und wollten nicht arbeiten. Nach der ABC-Schule brachten sie uns bei, wie man ein Haus in Ordnung hält, ein Kleid näht oder saubermacht - weiter auf die Oberschule ging es fast nie. Sie brachten uns auch bei, daß unsere Ahnen die Gallier seien. Bevor Frankreich zu dem wurde, was es heute ist, wurde es Gallien genannt. Die Leute zu land kam, dachte ich, ich träfe zwei oder der Zeit, vor der Ankunft der Römer, drei andere hier, aber ich bin die einzige. wurden Gallier genannt. Sie versuchten, Letzten Monat in Australien war nurein uns die Rasse streitig zu machen, sie weiterer Kanake da, um um Unterstütsagten, unsere Vorfahren seien Gallier zung für unseren Kampf nachzusuchen. gewesen, mit blauen Augen und braunen Die, die in Übersee sind, etwa 100, sind Haaren. An den Schulen wird niemals alle in Frankreich und studieren dort. über unsere kanakischen Ahnen geredet, Wenn Ihr nie auf Kanaken trefft, dann nur über Geschichte und Geographie liegt das nicht daran, daß wir nicht stuvon Frankreich. dieren oder reisen oder andere Leute Als wir 1979 den Widerstand gegen treffen wollten, sondern weil wir nicht den Unterricht an den Schulen aufnah- die Möglichkeit dazu haben. men, kamen sie mit der Polizei. Jeden Ihr habt nun gesehen, daß unser Tag wurden Polizei und Armee zu den Kampf schon seit 1853 stattfindet. Wir Schulen geschickt, und es gab Kämpfe brauchen Eure Unterstützung — weltzwischen den Schülern und der Armee. weite Unterstützung — weil unser Land Junge Menschen von 14 oder 15 Jahren geographisch so klein ist. Es ist nur 450 wurden zusammengeschlagen. Wenn km lang und 50 km breit. Das betrifft das die Polizei junger Kanaken in der Stadt Festland. Wir haben noch drei Hauptinhabhaft wird, schlägt sie sie zusammen, seln im Osten, die Loyalty Inseln, im wirft sie ins Gefängnis und foltert sie. Sie Süden noch die Pinieninsel und im Norterrorisieren die Jugendlichen, indem sie den die Beleps Inseln. sagen, sie könnten sie einfach hinstellen Es ist sehr klein, und viele Soldaten und abknallen. Es sind wirklich Faschi- stehen in ihm. Ihre Boote umgeben uns sten und Rassisten. von allen Seiten auf dem Meer. Sie sagen, . damit Rußland oder Kuba davon abge- Internationale Solidarität halten wird, uns zu helfen. Und wenn sie notwendig. sagen, daß sie uns vor Rußland oder Kuba schützen müssen, dann sagen wir, daß Kuba noch niemals ein Land koloni- In der ganzen Englisch sprechenden siert hat, wir jedoch von Frankreich ko- Welt werdet Ihr wohl nur einen Kanaken lonisiert sind. Und deswegen nennen sie finden, glaube ich. Als ich nach Neusee- uns dann Rassisten! „Nouvelle-Celédonie — La révolte kanake" von Claude Gabriel et Vincent Kermel, éditions La Brêche. 240 Seiten, 70 Francs. Beide Autoren, unseren INPREKORR-Lesern wohlbekannt haben vor ein paar Tagen das sicherlich aktuellste, informativste und ausführlichste Buch über den mehr als hundert Jahre dauernden Kampf der Kanaken herausgegeben. Vincent KERMEL GADRIEL la révolte kanake Nouvelle-Calédonie 80 Francs einschl. Porto.
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