Amerikas kranker Mann - A. Jos, Januar 1982 Trotz den schönen Worten der brasilianischen Generale ind wachsendes Elend sowie eine Verschärfung der Dikta und ihres mit den intemationalen Beziehungen beauftrag - ur charakterisierten ihn. Aus dieser Krise wird Brasilie und ihres mit den intemationalen Beziehungen beauftrag - ur charakterisierten ihn. Aus dieser Krise wird Brasilie ten Superministers Delfim Neto war der Verlauf des Jah- auch 1982 nicht herauskommen. ten Superministers Delfim Neto war der Verlauf des Jah- auch 1982 nicht herauskommen. res 1981 leicht vorherzusagen: Rezession, Arbeitslosigkeit Die Führer in Brasilia gefallen sich darin zu verkünden, sie hätten sich nicht an den Intemationalen Wahrungsfonds (TW F) wenden müssen, um ihre Auslandsschulden zu begleichen In der Tat haben die intemationalen Großbanken von neuem positiv auf das brasilianische Ansinnen 1981 geantwortet. Der Grund hierfür ist sehr einfach: statt sich an den Arzt zu wenden, dessen Rezept Ihm ja bekannt ist, ist Delfim Neto direkt zum Apotheker gegangen, also zu den Großbanken und westlichen Regierungen. Im Austausch zu den 16 Milliarden Dollar zusätzlicher Kredite für 1981 (eine Summe, die in den Hilfskassen des IWF nicht aufzutreiben gewesen sten dranken Turkei und Agypten da diese durch die "strategigeleert sin d) hat er ein Sparregiment verordnet.
leistungen zurückkehren, erklärte Delfim Neto Im Dezember 1981 in Frankfurt vor einer Versammlung von Geschäftsleuten.
Eines steht jedenfalls fest: der Schuldenberg ist so riesig, daß Brasilien nur zwei Wege offenstehen: ein sozia ler und politischer Rückschritt, der seinesgleichen sucht, oder eine soziale Revolution, die m't der Logik von Kapitalismus und Imperialismus bricht. Man muß hier den Umfang DIE SCHLIMMSTE DER REZESSIONEN Hier die Bilanz: das Fleber ist unbestreitbar etwas getallen, doch der Kranke leichenblaß. Das Handelsde fizit betrug 1980 3 Milliarden Dollar: 1981 gab es eine positive Bilanz mit einem Uberschuß von 1,2 Mrd. Dollar. Dies liegt leicht über der In flationsrate, die nach offiziellen Angaben von 110% auf 95% gefallen ist Aber wie blutleer der Patient' Brasilien macht die schlimmste Rezession seit mindestens 18 Jahren durch. Das "Wirtschaftswachstum" im Sinne der traditionellen Wirtschaftsstatistik soll 1981 Null % betragen haben. ja sogar im Minus gewesen sein, wenn man den Banksektor nicht mit einrechnet. Dieser blüht schöner als je zuvor und macht schon 9% des Nationaleinkommens aus (das ist fast gleichviel wie der Landwirtschaftsbereich mit nur noch 11%) (1). Natürlich hatte Delfim Neto noch vor einem Jahr ein Wachstum zwischen 4 und 5% angekündigt. Dabei hatte er erklärt. das sei bei einem Bevölkerungswachstum von 2,5% iahrlich das gesellschaftlich und politisch vertretbare Minimum.
Verantwortlichen des Regimes gewünscht wurde, hat zweifellos Ihre Ziel vorgaben übertroffen. Trotzdem zeigt sie auf, wie die Diktatur Brasilien aus dem Kreislauf von Verschuldung im Ausland und Inflation im Innem herausführen will: durch Drosselung der inneren Nachfrage. vor allem durch die Kontrolle der Entlohnung und durch die Kontrolle der zusätzlich geschöpften Geldmasse (Deflation). Díes soll es ermöglichen, das Zahlungsbilanzde fizit von zwei Seiten her anzugehen: durch Wiederherstellung eines Spielraumes für die Selbstfinanzierung der Untemehmen (die dadurch weniger abhängig von der Gewährung ausländischer Kredite werden) und durch größeren Druck, sich außere Märkte zu suchen. Durch Einschränkung der Importe, die höchstens um 8 % jährlich wachsen sollen während die Exporte gleichzeitig um 15 % zunehmen sollen, und das bis zum Ende dieses Jahrzehnts, soll Brasilien zu einem Außenhandelsgleichgewicht bei Gutem und Dienstdes Problems in Erinnerung rufen. Trotz der Verbesserung der Handelsbilanz 1981, die zum oben genannten Preis erfolgte, hat das wachsende Defizit beim Schulden dienst, das vor allem den Zinszahlungen für die Auslandskredite geschuldet ist, 1991 zu einem laufenden Defizit von fast 11 Mrd. Dollar geführt. Dadurch gab es einen weiteren Sprung in der Auslandsverschuldung auf fast 64 Mrd. Dollar. Dabei handelt es sich nur um fie mittel- und langfristige Verschulkurzfristige Schulden hinzugerechnet zu der noch 7 - 8 Mrd. Dollar werden müssen.
1992 wird Brasilien nach einer Schätzung der Stiftung Getulio Vargas zu sitzlich 19.2 Mrd. Dollar brauchen. nen Schuldendienst zu bezahlen (ZIns- davon 95. also 16,4 Mrd und Tilgungszahlungen). Man kann sehen, wie die unter solchen Bedingungen beim Ausland gemachten Anleihen überhaupt nicht mehr dazu dienen. wirtschaftliche Entwicklungsprojekte zu finanzieren, die spiter zu Ausfuhren führen, sondem nur noch einen Zahlungsrückstand bei den früher eingegangenen Verpflichtungen zu vermeiden.
DIE GRENZEN DES EXPORTSCHUBES Zwischen September 1980 und Sept. 1981 ging , die industrielle Produktion um 16,2% zurück, so die offizielle Statistik.
Im Staat Sao Paulo hat die Untemehmervereinigung FIESP zwischen dem 1. November 1980 und Ende Septem ber 1981 280.000 Entlassungen ausgesprochen. Allein in der Automobilín dustrie beläuft sich der Verlust an Arbeitsplätzen auf 140.000 im ganzen Land.
Diese Verlangsamung der Wirtschaftstätigkeit, die am Anfang von den Im aus diesem Teufelskreis herauszukommen, wäre es nötig. daß Brasilien seine Verkäufe im Ausland deutlich steigerte und trotzdem den Verbrauch eingeführter und im Innem hergestellter Waren stark einschränkte. Tatsächlich hat Brasilien bezüglich des ersten Punktes alle Beobachter an unerwartete Leistungen gewöhnt. Zwischen 1960 und 1980 stiegen seine Ausfuhren von 3,2 Mrd. Dollar auf 20 Mrd. Dollar (zum Wert 1980). Diese Leistung verdankt das Land vor allem der schnellen Industrialisierung: zwischen 1960 und 1980 hatte der verarbeitende Sektor einen Wertzuwachs von 11,9 Mrd. auf 57,4 Mrd, Dollar, Seit 1979 sind mehr als die Halfte der ausgefahrten Waren Industrieprodukte. Die signifikantesten Beispiele daffir sind die Autos und die Waffen. Zwischen Januar und Oktober 1981 hat Brasilien 183. 500 Fahrzeuge ausgeführt, das sind 71, 500 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, zu einem Wert