...SIE VERBRENNEN, ERHÄNGEN, FOLTERN, ERSTECHEN UNS" (Aus "Le Monde" vom 3. Februar 1982) wahrend die Tageszeitung "La Prensa" (Diudad de Guatemala) berichtet. dass an die fünfzig Guerilleros letzte Woche von der Armee in zwei Städten sant er ein die ce rei in mais en Vereinen taten me während in anderen Informationen von us Kanada mehrere Zeugenberichte über die Gewalt in Guatemala zuge die von Bauem, riestem und Journalisten gemacht wurden. Hie einige Auszüge davon:
Der Terror bildet in Guatemala ein wesentliches Element in dem Krieg. den die Armee auf dem Lande führt. Das ist die Antwort der Regierung darauf. dass die Indianer beginnen, sích dem Kampf der Aufständischen anzuschliessen. Dieser Terror trägt seinerseits dazu bei, dass immer mehr Indianer zur guerilla gehen. Zahlreiche Zeugenaussagen dazu gibt es aus den Provinzen Solola, Quiche und Ruehuetenango Im Verlauf einer Aktion im Dorfe Chimandenango holten sechzig bewaffnete Männer fünfundzwanzig Bauem aus ihren Häusem und machten sie vor Ihren Angehörigen nieder. Nach einem Bericht des "Diario de Guatemala" mehrere von ihnen getötet. Auf einer Leiche fand man einen verbrannten Gummihandschuh auf den Geschlechtsteilen. " Die Zeitung "Diario independiente" berichtet, dass "keiner dem Massaker entging. " Ein kleines Mädchen von fünf Jahren hatte sich dem Ort des Massakers leicht well sein Vater unter den Opfem war. Auch sie wurde mit einem • Machete-Hieb getötet. Die Leichen wurden in einem Massengrab verscharrt. und aus Furcht vor Repressalien "wagte niemand, sie zu identifizieren. "Eine Familie, von der ein Mitglied entführt worden war, zeigte das bei , erzählt der Zeuge einer anderen Affäre Nacht drang die Armee in das Haus dieser Familie ein und tötete sämtliche Leute, einschliesslich eines Babys, das erst drei Tage alt war. Sie beschuldigten uns, subversiv zu sein, aber ein Kind von drei Tagen, das ist doch unmöglich.
Oft werden die Opfer auf sehr grausame Art niedergemacht. Nahe der Stadt Coban begaben sich zwei Jungen zum Markt, um Tische zu verkaufen. Bei einem Kontrollposten ergriffen die Militärs sie, schlugen sie mit Machete-Hieben in Stücke und stellten die Reste ihrer Leichen auf den Tischen aus, als wäre es Metzgerfleisch. "Sie foltem die Männer", erzählt eine Indianerin. "Sie ziehen ihnen die Haut ab und reiben Zitrone und Salz auf das blosse Fleisch, damit sie Aussagen machen.
"In meinem Dorf", berichtet ein anderer Flüchtling. "kreuzigten sie einen Sie schlugen ihm Nägel ein, als wäre er unser Herr Jesus. Ordensbrüder berichteten von weiteren Fallen, wo Kreuzigungen vorkamen. "Sie kamen in mein Dorf mit Hubschraubern, die Bomben warfen, und mit einem Flugzeug fast alles, die schusee und die Emen. Ce neue lohen erzählte ein alter Indianer. Sie zerstörten in Panik. Die Frauen schleppten ihre Kinder mit. Aber wie soll man das machen, wenn man viele Kinder hat› Ich verliess mit meiner Familie mein Haus ohne Kleidung, ohne Decken, ohne alles. Sie töteten zwischen fünfzig und sechzig Menschen. In San Mateo töteten sie 56 Leute: Männer, Frauen, Babys unter einem Jahr und einen Greis von hundert Jahren. "Manchmal kommen sie um drei oder vier Uhr morgens mit einer von "ore jas" (Spitzeln) aufgestellten Namensliste. Sie brechen die Türen ein und töten alle. Sle machen ihre Sache, als wären sie Tiere. Und wir sind fe amune versenen user and nehmen das wente was wir haben mil was wir haben, mit: Säcke mit Kom und Dinger, die sie dann auf dem Rückweg verkaufen. Kürzlich fuhren sie mit drei Lastwagen voll mit Mais weg. "Sie greifen uns an, well wir keine Waffen haben", . heisst es in einer anderen Zeugenaun auf, foltem uns, erstechen uns. Sie werfen unsere Rörper In "Sie verbrennen uns bel lebendigem Leib, hängen uns die Flüsse. Aber eines Tages werden sie sehen, aus welchem Holz Bauem geschnitzt sind.
Ganz unabhangig von der Wahl-Maskerade rüstet die Diktatur von Guatemala also weiter auf. Sie hat keine Schwierigkeiten, sich aus den USA zu versorgen (trotz parlamentarischer Beschlüsse, die solche Transaktionen untersagen), oder aber bei den Bündnispartnem des US-Imperialismus wie Israel. Die "Internatíonal Herald Tribune" vom 25. Januar 1982 schreibt dazu, dass die Armee von Guatemala in der Jahren 1980 und 1981 etwa 10,5 Millionen Dollar für den Ankauf von zi- Vilen Hubschraubem ausgab - drei Bell 212 und sechs Bell 412 -, die den Kriegshubschraubem Huey entsprechen. Diese Hubschrauber wurden mit Zustimmung des amerikanischen Aussenhandelsministeriums verkauft. ohne dass das Aussenministerium konsultiert worden wäre. Seither sind bereits zwei dieser Hubschrauber mit Maschinengewehren vom Kaliber 30 bestückt worden.
Was Israel angeht, so hat dieses Land neben dem traditionellen Verkauf von Waffen (insbesondere dem Sturmgewehr Galli) "kürzlich auch eine Schule für militärische Nachrichtenvermittlung in Guatemala eröffnet, um Radiotechniker auszubilden, wo der Unterricht von israelischen Berater gehalten wird™ (Intemational Herald Tribune vom 25. Januar 1982.
Ende Dezember kündigten die Behörden von Ciudad-Guatemala an, dass die Truppenzahl 1982 verdreifacht werden soll. Allein die regulären Streitkratte werden dann 60.000 Mann zählen. All diese Anstrengungen konnten nicht verhindem, dass der Beginn des Jahres 1982 gekennzeichnet war durch zunehmende Guerilla-Aktivitäten. Allein am ersten Wochenende des Januars wurden ein Dutzend Operationen durchgeführt Ende Dezember wurden 5 Polizisten in der Hauptstadt getötet, und zwei Städte im Innern des Landes wurden am 24. von der "Guerilla-Armee der Armen Dez. (EGP) besetzt. Aufgrund des Krieges ist in den Gebieten von Quiche, Huehuetenango und San Marcos der Privathan del praktisch unterbrochen. Nur wer damit ein verstanden ist, seine Kriegssteuern te die "Revolutionäre Organisation des Volkes in Waffen" (ORPÁ) zeitweise die Ortschaft Ostuncalco, die mit dem Auto in 10 Minuten von Quetzaltenango, der zweitgrössten Stadt des Landes und wichtigsten Militärbasis, zu erreichen ist. Die Koordination zwischen den verschiedenen Guerilla-Organisationen, die alle eine Rolle in den spektakulären Aktionen vom letzten Dezember in Solola, Escuintla und Mazatenango spielten. klappt merklich besser.
Zwar verlässt sich die Strategie der Diktatur-Bombardierung der vonder Guerilla kontrollierten Gebiete unc Versorgung gewisser "ladino"- Dörfer mit Wäffen • zunehmend auf die amerikanischen Erfahrungen in Vietnam. Aber auch die Guerilla lemte aus Vietnam. Die Regierungstruppen, die nach der Bombardierung Von Joyabaj in die Ortschaft eindrangen, mussten zu ihrer Überraschung entdecken, dass in fast jedem Haus eine Menschenfalle versteckt war.
WAHLEN SOLLEN DEN GENO- ZID IN SALVADOR VERDECKEN
In Salvador rechnete die Diktatur nach dem Scheitern der Offensive der FMLN (der "Nationalen Befrelungsfront Farabundo Marti") vom Januar 1981 sehr damit, dass die Guerilla besiegt oder zumindest sehr geschwächt sei, so dass sie ihre politische Lösung. namlich Wahlen abzuhalten, mit Ertolg durchführen könne. Dass derartige Projekte völlig in der Lutt hangen, zeigten schon die fruchtlosen Versuche vom Frühjahr 1981. die von den Guerilleros gehal die TaGebiete dass seit dee Som- dass seit dem Somner die FMLN wieder breitangelegte Aktionen durchführt. Also forderte das Pentagon (der FMLN zufolge) seine Strategen auf, einen militärischen Plan auszuarbeiten, der zu der kürzlich in der Provinz Morazan gestarteten Operation führen sollte. Hier ging es nicht mehr darum die Guerilla zu vernichten, sondern das Herz von Gebieten, die normalerweise ausserhalb der Reichweite der Regierung sind, zu treften. Dass diese neue Taktik auch zweifelhalt ist, zeigt die Tatsache, dass "Radio Venceremos" nicht zerstört werden konnte. Aber mit den Massakern an der Bevölkerung im Gefolge dieser Operationen trugen sie dazu bei, die Zahl der zivilen Flüchtlinge bewusst zu vergrössern. Mit Hilfe der Kollaboration von honduranischen Truppen hoffen die Diktatur und der Imperialismus, die befreiten Gebiete der Guerilla von zwei Seiten unter Feuer nehmen zu können. Als letzten "Kniff" der "Counterinsurgency" - Taktik dachten sich die amerikanischen Berater in Salvador aus. nahe Verwandte von FMLN-Führern kidnappen zu lassen - was dem Vater des Kommandanten Villalobos passierte und das Verschwinden auf das Konto der Auseinandersetzungen "rivalisierender Extremistengruppen" zu verbuchen. In dieser Völkermordpolitik stehen die Vereinigten Staaten fest an der Seite der christdemokratischen Militär junta in Salvador und tragen also für deren blutige Bilanz die volle Mitrerantwortuns "Le Monde" vom 20. Januar 1982 berichtet, dass die Anzahl der Toten in den letzten zwei Jahren auf 30.000 geschätzt wird und die Anzahl der Flüchtlinge auf 500.000 42 % der salvadorianischen Bevölkerung sind analphabetisch und 93% der Kinder im schulpflichtigen Alter sind unteremährt, Das Bruttosozialprodukt sank seit Dezember 1980 um real 13 % : die Ausfuhren gingen 35 %, die Einfuhren um 23,3% zurück.
Dennoch will Washington die militärische Hilfe, die 1981 10 Millionen Dollar betrug im laufenden Jahr verdoppeln. Die amerikanische Militărund Wirtschaftshilfe betrug 1981 insgesamt 144 Millionen Dollar, und sie soll 1982 25o Millionen Dollar erreichen. Der amerikanische Imperialismis schreckt vor nichts zurück, um seine Ziele zu erreichen. Zweifelsohne ist er der Meinung. dass die Massaker der salvadorianischen Armee nicht genügend dafür ausgenützt werden. um Informationen zu bekommen. denn jetzt unterrichten amerikanische die salvadorianischen ofiziere end Soldaten in "wissenschaftlicher" Folter. Carlos Antonio Gomez Montano, Deserteur einer Fallschirmjägereinheit des EL SALVADOR: