Inprekorr 1971–1992

Archiv der Internationalen Pressekorrespondenz der IV. Internationale

Der schiitische Islam in der iranischen Revolution

· Inprekorr Nr. 114, 6. Dezember 1979 · S. 10-14 · 2.885 Wörter

Iran Arabische Welt und Golf

Unkorrigierter maschineller Text (OCR). Jede Seite verweist auf ihren Scan; vor dem Zitieren bitte dort prüfen.

Der schiitische Islam in der iranischen Revolution von MICHEL ROVERE

I. Ein Kennzeichen der nationalen Identität Warum präsentiert sich die Ge schichte des Orients als eine Geschichte der Religionen?

Die Entwicklung von gewisse ußeren Formen der iranischen Revo lution. so wie sich diese seit 18 Monaten abspielt, gibt der Frage, welche Marx an seinen Freund Engels in seinem berühmten Brief vom 2. Juni 1853 stellte, wieder ihre volle Aktualität (1).

Eine Dynamik der permanenten Revolution ist augenscheinlich von Werk in der iranischen Entwicklung. So wie auch die iranischen Massen durch ihre Kampfformen: Straßendemonstrationen, Generalstreik, Aufstand - durch die allgemeine Bewaffnung und den Anfängen einer Selbstorganisierung von sich aus das erneut haben, was sich seit mehr als 40 Jahren nicht mehr ereignet hat, und dies unter Anwendung von gewissen klassischen Formen der proletarischen Der Islam erscheint schon von seiner Entstehung an als die am meisten von der Politik beeinflußte Religion, weil er unmittelbar mit der militärischen Eroberung und der Errichtung eines Staates einer großen monotheistischen Religion verknüpft ist. Gramsci spricht von der passiven Revolution (2), um die langsame Ausbreitung des Christentums. sein Emdringen von unten her bei den Sklaven und den vom römischen Imperium beherrschten Völkern zu beschreiben, bevor es erst nach drei Jahrhunderten durch das Edikt von Mailand als die offizielle Religion des konstantinischen Reiches anerkannt wurde. Der katholischen Kirche war es trotz ihrer Macht lange Zeit nicht Revolution. Aus dieser Entwicklung haben. aber dennoch die religiösen Führer und vor allem der Ayatollah Khomeini einen Vorteil gezogen und quasi seit Januar 1978 die politische Richtung der Massenbewegung monopolisiert.

Es mußte erst zum Ausbruch der nationalen Frage und dem Kampf der kurdischen, arabischen und turkmenischen Völker kommen, um ein wenig diesen Konsens umzuwerfen. Es muß aber auch die Rolle der Religion und besonders des schiitischen Islams in der iranischen Revolution im Detail und unter Berücksichtigung aller Umstände und Grenzen, die zu dieser außergewöhnlich neuen Situation geführt haben, neu überprift werden. Wenn man dies nicht macht, kommt man zu zwei verkehrten Ansichten: entweder verneint man rein und einfach die Religion. Wobei man riskiert, daß diese Vereinfachung nur ein Hindernis für die Tätigkeit der möglich gewesen, sich selbst und ihre geistige und weltliche Macht in einer Person zu vereinigen. Die Geschichte der Zwistigkeiten zwischen dem Papsttum und den Herrschern des Heiligen Römischen Reiches ist zur Genüge bekannt. Die Ausbreitung des Islam vollzog sich dagegen strikt genommen im Sinne eines „Bewegungskrieges". Seit der Belagerung von Medina war Mohammed Beherrscher der Gläubigen wie zugleich Prophet, Heerführer und Prinz. Der „Djihad", der heilige Krieg, welcher eines der wesentlichsten Gebote der islamischen Religion ist, wird wie der Krieg, welcher in dieser Zeit die vollendete Form der Politik darrevolutionären Avantgarde auf ihrem eigenen Raum selbst werden kann. Das andere Risiko besteht darin, die iranische Revolution auf ihre religiösen Merkmale zu reduzieren, wie es auch schon in einem Teil der westlichen Presse zum Ausdruck kommt. Selbst wenn diese Analysen anscheinend auch nicht ausgehen von den schädlichen Absichten, wie sie in den Büros der imperialistischen Presse hergestellt werden (.,Rückfall in das Mittelalter, muslimischer Fanatismus*), tragen sie doch dazu bei, die Geschichte kopfunter zu stellen: Es ist schon erstaunlich zu sehen, wie man nun seit mehreren Monaten die iranische Revolution als eine gewaltsame Rückkehr zur Moral und Ehrbarkeit in der Politik dargestellt hat. Die eine wie die andere Sicht berücksichtigen nicht den sozialen und politischen Inhalt einer Erhebung. welche zum Sturz der ältesten Monarchie der Welt geführt hat. stellt, zum bevorzugten Instrument, um die Ausbreitung der Moslems über den ganzen Nahen Osten bis zum Maghreb und nach Spanien herbeizu führen. Diese Einheit im Islam zwischen der religiösen und der politisch-militärischen Aktion findet sich wieder in zwei Institutionen im Koran und im Kalifat. Der Islam ist eine in der Schrift verankerte Religion. Das, was aber den Koran und die Hadith (den Sprüchen des Propheten) von der Bibel oder dem neuen Testament unterscheidet, ist, daß sie als politische Instrumente, als Rechtsvorschriften im öffentlichen Leben - in der Verwaltung und in der Rechtssprechung und

Seite 11

somit zur Regelung der kleinsten Details des Individuums und der Gemeinschaft fungieren. Die Institution des Kalifats, die rechtlich nur einem Nachfolger des Phopheten zugänglich war, konzentrierte gleichfalls in ein und derselben Person die Funktionen eines politischen und eines religiösen Führers.

Dies erklärt auch, warum die ersten Schismen (Spaltungen) im Islam. welche zur Entstehung der großen Sekten, der Sunniten. Kharıdschuten und Schiiten geführt haben (3), die Form von Fraktions. und politischen Kämpfen um die Nachfolge des Propheten angenommen haben. Der Schiismus ist wörtlich der Ausdruck für die Partei (Schi'a) von Alik dem dritten Kalifen und Schwiegersohn Mohammeds, der von den Omajaden vom Kalifat abgesetzt worden ist. Der Kampf zwischen den diversen Richtungen des Islam hat somit die versteck te Form eines Streites um die legitime dynastische Nachfolge angenommen. Da es sich um einen Kampf um die Macht gehandelt hatte, haben die Streitigkeiten zwischen den diversen muslimischen Sekten eine so blutige Form angenommen, obwohl der Islam von sich selbst behauptet, daß er im Hinblick auf die anderen Religionen, zumindest der sich auf ein Buch stützenden (Lehre des Zarathustra, Jüdische Religion, Christen... tum) die toleranteste von allen ist. Persien, das von seiner sassanidischen Dynastie beherrscht wurde, die sich in voller Zersetzung befand, und das auch durch seine Kriegsanstrengungen gegen das Byzantinische Reich geschwächt war, konnte somit leicht vom muselmanischen und arabischen Eindringling erobert werden. Das geschah zwanzig Jahre nach dem Tode Mohammeds.

Die Beduinenstämme wurden, so wie es sich auch unter Alexander ereignet hatte, weitestgehend durch ihre eigene Eroberung aufgesogen. Persien war ein Land mit hochstehender Kultur; die Entwicklung der Produktivkräfte, die Bewässerung der Landwirtschaft und das Handwerk in den Städten standen in keinem Vergleich zu dem Stand, der auf der arabischen Halbinsel herrschte. Persien war somit imstande, eine bestimmende Rolle in der Entwicklung des Islam zu spielen. So war es auch möglich, daß sich der Islam über den Umweg durch Persien die antiken hellenistischen Wissenschaften. insbesondere die ganze aristotelische Philosophie, aneignen konnte (falsafa). Vielleicht der größte Gelehrte, welchen der Islam hervorgebracht hat, war die Gestalt von Avicenna (arabisch: Ibn Sina), Philosoph und Arzt, was die Bedeutung des iranischen Beitrags erkennen läßt. Der Schiismus, eine lange Zeit der Verfolgung und dem Martyrium ausgesetzte Religion, verknüpfte seine Geschichte mit der des Iran, eines Landes, das lange Zeit von ausländischen Dynastien beherrscht worden war.

Gegenüber den omajadischen Eroberern waren es die beiden Söhne von Ali, Hussein und Hassan, welche den Versuch machten, das Kalifat wieder in die Familie des Propheten zurückzuführen. Die Nachkommen von Hassan, der selbst die Tochter des letzten sassanidischen Königs geheiratet hatte, verkörpern die Tatsache, daß der Schiismus zur Religion der iranischen Nation erhoben wurde. Das war der Beginn einer doppelten Legitimität, gegenüber iranischen Usurpatoren und gegenüber ausländischen Eroberern. Der Schiismus war immer der Verfolgung ausgesetzt, und er konnte sich nur unter den unaufhörlichen Stößen der großen politischen Umwälzungen, die in einem immer wiederkehrenden Intervall die Geschichte der iranischen Hochebene kennzeichnen, entwickeln.

Der Schüsmus hat sich zuerst unter den Abassiden (750 - 945) ausgebreitet, dann später vor allem unter den Bujiden (945 - 1063), einer persischen Dynastie, welche das sunnitische Kalifat von Bagdad seiner Herrschaft unterworfen hatte. Aber die große Möglichkeit für den Schiismus ergab sich aus der mongolischen Invasion im 13. Jahrhundert. Als damals die Horden von Hülagu das sunnitische Kalifat von Bagdad stürzen und den ismaelischen Staat zerstören konnten (4) nach der Eroberung von Alamut (der Festung des Alten vom Berge), erlebte der Schiismus der Duodecimani (5) einen neuen Aufschwung. Während auch die Mongolen sich nach der Eroberung Persiens dieser Gußform anpassten, den Staat wieder aufbauten und auch beschlossen, zumindest einen Teil dieser Bewässerungs-Landwirtschaft, die ja die Unterhaltung einer großen Armee und eines gewaltigen Verwaltungsapparats ermöglicht. aufrechtzuerhalten, breitete der Schismus sich allmählich aus, bis die Safawiden-Dynastie ihn bei ihrem Machtantritt im 16. Jahrhundert zur Staatsreligion machte.

Seit dieser Zeit ist der Schiismus trotz gewisser Perioden, wo er verfolgt wurde, die im Iran herrschende religiöse Richtung geblieben.

Die Geburt und der Aufstieg einer neuen Religion kann man nicht nur mit ihrem Inhalt, mit den neuen Ideen, die sie bringt, erklärt werden.

Das einzig mögliche materialistische Verständnis der Religionen ist nur möglich, wenn man untersucht, wie die Menschen, die Gesellschaftsordnungen und die ganzen Nationen sich der religiösen Offenbarungen bedient haben, welche am Beginn nur von einer kleinen Sekte ähnlich Dutzend anderer, die längst untergegangen sind, verkündet worden waren (6). Die Basis jeder Religion ist zuerst durch das deformierte, begrenzte und bruchstückhafte ungleiche Bewußtsein, welches die Menschen von ihren Beziehungen unter sich selbst und mit der Natur haben, bestimmt: „Das Bewußtsein ist natürlich zuerst bloß Bewußtsein über die nächste unmittelbare sinnliche Umgebung", *; schrieben Marx und Engels in der „Deutschen Ideologie", und Bewußtsein des bornierten Zusammenhangs mit anderen Personen und Dingen außer dem sich bewußt werdenden Individuum; es ist zu gleicher Zeit Bewußtsein der Natur, die den Menschen anfangs als eine durchaus fremde, allmachtige und unangreifbare Macht gegenüber tritt" (7).

Engels wird in weiterer Folge noch in seinem Werk „Der Anti-Dührung" die Besonderheit der Religion und ihre Beziehungen zur Entfremdung des Menschen durch die Natur und die Gesellschaft darlegen:

„Nun ist alle Religion nichts anderes als die phantastische Wiederspiegelung. in den Köpfen der Menschen, derjenigen äußeren Machte, die ihr allmächtiges Dasein beherrschen, eine Widerspiegelung. in der die irdischen Mächte die Form von überirdischen annehmen. "(8)

Die Elemente der Kontinuität, welche zwischen den verschiedenen Religionen. die seit dem ältesten Altertum zu Staatsreligionen in Persien geworden sind. stehen in direkter Beziehung zur Fortdauer der gesellschaftlichen Produktionsverhältnisse (bewässerte Landwirtschaft) und der politischen Staats-Formen (asiatischen Despotismus in Verbindung mit einem mächtigen Staat).

Wenn die Herrscher des Iran das Bedürfnis gehabt haben, die aufsässige Bourgeoisie der Städte niederzuhalten, dann haben sie ihr eher eine Staatsreligion, besser eine Dynastie-Religion auferlegt. Die drei Dynastien der Achemeniden, Sassaniden und Safawiden haben nur deshalb mehrere Jahrhunderte jeweils angedauert, weil sie es fertiggebracht hatten, ihren Thron fest mit dem Altar zu stützen. Die Achemeniden (650-330

Seite 12

vor unserer Zeitrechnung) und die Sassaniden (250-640 n.u.Z.) übernahmen oder restaurierten die Zoroaster-Religion. Die Safawiden (1500-1730) gründeten oder reglementierten die Religion von Ali. Auch wenn man es von außen betrachtet. so sind die beiden historischen Religionen des iran, was ihre Auswirkungen auf das Leben der Nation angeht, einander sehr ähnlich. Sie waren alle beide nur politische Instrumente, mit denen der Konig seine Völker unter der Kontrolle seiner Priester halten wollte. Dieser Soldat war unglücklich, wenn er sich seiner eigentlichen Situation bewußt war; er wurde zum selben Ziel geführt wie bei uns unter Napoleon: er sollte das göttliche Recht für seine Rasse erobem und als eine Gendarmerie des Gewissens wirken" (vons uns hervorgehoben) (9).

Dualismus und Messianismus

Bei den beiden Religionen finden wir in dem, was über Gott gesagt wird, auffallende Parallelen: sehr wichtig sind der Dualismus und der Kampf zwischen Gut unc Bös (personifiziert durch Ahura Mazda und Ahriman wie auch im Kampf zwischen dem umajadischen Tyrannen Yazid und dem Aliden Hussein) und der messianische Aspekt der religiösen Botschaft. Der Islam ist in seinen verschiedenen Komponenten eine messianische Religion. Aber dieser Messianismus wird bereitung für das Ende der Welt. in der schiitischen Fassung durch das Imamat noch verstärkt. Bei der Dynastie Dualismus und Messianismus, wie ste der Aliden, die ja Gegner der umajadi- vom Schismus auf die Spitze getrieben schen Kalifen waren, gab es zwölf Imam werden, spiegeln eigentlich die Natur der (Führer). Der zwölfte entronn dem Mär- iranischen Gesellschaft wieder: Der Duatyrertod nur durch „Okkultation" (in- lismus kommt in der ganzen Landschaft dem er verschwand). Als ,Imam aller des iranischen Plateaus zum Ausdruck, Zeiten", der ewig. wenn auch versteckt wo „der Kontrast zwischen Winter und ist, muß er wieder auf Erden kommen Sommer, zwischen dem Tag und der und die Regierung in die Hand nehmen. Nacht, zwischen der Wüste und dem Mit der Ankunft dieses zwölften Imam fruchtbaren Land außerordentlich brutal in Zeiten von Krieg und Katastrophen ist** (vons uns unterstrichen) (10). Die wird der Herrschaft der Korruption ein Wüste gegenüber dem bewässerten Land Ende gesetzt und der Islam über die - so wird der Schismus zum Islam der ganze Erde ausgebreitet werden als Vor- asiatischen Produktionsweise. Religiöses Elend und menschliches Elend

Das religiöse Elend", schrieb Marx. Gesellschaften, die sie übernahmen, „ist in einem der Ausdruck des wirklichen geboren und entwickelt worden. Max Elends und in einem die Protestation Weber erinnert richtig daran, wie die gegen das wirkliche Elend. Die Religion messianischen Bewegungen unter dem ist der Seufzer der bedrängten Natur, das jüdischen Volke in Israel gebrüht haben, Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der als es aufgehört hatte, ein unabhängiges Geist geistloser Umstände ist. Sie ist das Königreich zu sein, und unter die Herr- Opium des Volkes" (11). schaft nacheinander von Babylon, von Persien, von Griechenland und dann von Die messianischen Religionen sind in Rom kam. Wenn Christus nicht von all den Perioden des materiellen Elends und/ den Seinen als der Messias anerkannt oder der nationalen Unterdrückung der worden ist, erklärt Weber, dann weil er

Seite 13

den im wesentlichen politischen Hoff- dieser Flucht aus der äußeren Welt in die gion neu errichten. Das ist der Mahdi. nungen des Volkes nicht entsprach: die innere, sich sehenden Leuten die Melt- Juden von der ausländischen Herrschaft zahl sich finden mußte - unter den Skla- 4 und 5) Die Ismailer sind eine Abspaltung zu befreien (er führt an, wie Christus ven. In diese allgemeine ökonomische, des Schismus, welche nur 7 Imame befahl, „dem Kaiser zu geben, was des politische, intellektuelle und moralische anerkennt. Die andere Richtung des Kaisers ist", und daß sein Reich nicht Auflösung trat nun das Christentum"(13). Schismus, die Duodecimani, welche von dieser Erde " sei (12). ANMERKUNGEN: zwölf Imame anerkennt, ist die Richtung, die heute am meisten verbreitet Engels betont in seiner Antwort In diesem Brief erwähnt Marx zum ist. Die iranischen und die irakischen (6. Juni 1853) auf den Brief von Marx ersten Mal die Frage der asiatischen Schiiten sind Duodecimani. Über den vom 2. Juni 1853, wie die abessinische Produktionsweise. •Aus einem Zitat ismailischen Staat siehe Cambridge Invasion und die Zerstörung des Handels von längerem Abschnitten aus dem History of Iran, Band 5 den Artikel in Südarabien seiner Ansicht nach dazu Buch von Bernier über Hindustan von G.S. Hodgson. geführt haben, daß die Bewegung von und Persien schließt Marx: ,Bernier Mohammed auftauchte: Die Vertreibung findet mit Recht die Grundform für 6) Vgl. Engels: Bruno Bauer und das der Abessiner geschah rund 40 Jahre vor sämtliche Erscheinungen des Ostens Urchristentum. Mohammed und war offenbar der erste er spricht von der Türkei, von Akt des erwachenden arabischen Natio- Persien und vom Hindustan - darin, 7) Siehe: „Deutsche Ideologie". K. 'nalgefühls". daß dort kein Privateigentum exi- Marx/F. Engels: Über Religion. Dietzstierte. Das ist der wirkliche clef Verlag Berlin 1958, S. 58 f. Engels bemerkt auch. wie das Christen- (Schlüssel) selbst zum orientalischen tum zamindest in seiner ursprünglichen 8) AaO, S. 118.

Version paradoxerweise sich zuerst bei Victor Bernard, „Revolutions de la den Sklaven entwickelt hat und es erst 2) II Risorgimiento, S. 71. Einaudi Perse*, Paris 1910. dank dem materiellen und moralischen Elend, wie es zu Ende des römischen 3) Die Sunniten umfassen heute 91% 10) „Manuel d'histoire des Religions" Reiches existierte, zur Weltreligion wurde. der Moslems. Die Kharidschiten (= Handbuch der Geschichte der unter anderem auch deshalb, weil es sich zahlen nur mehr eine geringe Minder- Religionen), Chantepie de la Saussaye. den Sklaven als eine Religion der freien heit. Die Schiiten mit 8,75% sind vor Entscheidung anbot: „Die Gegenwart allem im Iran, im Irak und in Jemen 11) Karl Marx: Einleitung zur Kritik der unerträglich, die Zukunft womöglich sowie in den Golfstaaten wohnhaft. Hegelschen Rechtsphilosophie, in: noch drohender. Kein Ausweg. Verzwei- Sie wollen, daß der Islam durch einen Marx/Engels Über Religion...S. 30/31 flung oder Rettung in den ordinärsten Imam geführt wird, der ein Abkömm- Genuß - bei denen wenigstens, die sich ling von Mohammed über Fatima 12) Max Weber, „Ancien Judaisme". das erlauben konnten, und das war eine (Linie der Aliden) sein muß. Der S. 233. kleine Minderzahl... Wir brauchen wohl letzte von diesen Imams, der im Alter kaum zu bemerken, daß von den nach von 12 Jahren „versteckt" worden 13) Engels: Bruno Bauer und das Ureinem solchen Bewußtseinstrost, nach ist, muß wiederkehren und die Reli- christentum. A.a.O., S. 161-162 Internationale Presse-Korrespondenz

Ein Informationsbulletin der IV.Internationale, das Analysen. Dokumente und Informationen des Vereinigten Sekretariates der IV.Internationale und ihrer Sektionen aus der ganzen Welt veröffentlicht INPREKORR erscheint in englischer. franzäsischer, deutscher und spanischer Sprache zweiwöchentlich.

Die Aktualität der Revolution und der Klassenkämpfe in der ganzen Welt machen INPREKORR heute zu einem wichtigen Mittel zum Verständnis der jeweiligen Situation und zur Aktion.

Themen der letzten Nummern waren zum Beispiel:

Nr. 110 Revolution in Nicaragua

Nr. 109 Iran - Erdöl - Südafrika

Nr. 108 Indochina-Debatte

Das Jahresabonnement (25 Nummern) von INPRE- KORR kostet DM 42.- (Halbjahresabo DM 22.-):

Überweisungen auf Postcheckkonto Ingo Speidel. Stuttgart. Nr. 960 44-704, mit Vermerk "Abonnement" und Absender genügen.

Seite 14

Dossier Tschechoslowakei