Inprekorr 1971–1992

Archiv der Internationalen Pressekorrespondenz der IV. Internationale

Ein geteiltes Volk, ein beherrschtes Volk, Teil II

Inprekorr Nr. 107, 12. Juli 1979 · S. 24-31 · 6.991 Wörter

Südafrika Jugend und Studenten Faschismus und Rassismus

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Teil 2 EIN GETEILTES VOLK, EIN BEHERRSCHTES VOLK

KwaMashu befindet sich weniger als eine halbe Stunde Fahrtzeit vom Zentrum Durbans entfert.

Mit seinen Häuschen aus Ziegelsteinen oder Holz oder getrockneter Erde; mit den Haufen von Wellblech oder Schutt dann und wann; mit seinen ungepflasterten Straßen, die sich fast aufs Geratewohl zwischen den Bäumen und entlang der hügeligen Böschungen winden; mit seinen ungeordneten Bauplätzen, seinen Kirchen und Bierhallen, seinen fast nackten Kindern, sieht KwaMashu anderen afrikanischen „townships" in Südafrika sehr ähnlich.

Wie in Soweto oder Mamelodi oder Clermont strömen früh jeden Morgen tausende von Bewohner von Kwa- Mashu aus der township und machen sich auf den Weg zu ihren Jobs in der nahen „weißen" Stadt, Durban. Jeden Abend kehren sie in überfüllten Zügen in ihre überfüllten Wohnungen zurück.

Die Bewohner von KwaMashu hatten früher sehr wenige soziale oder politische Rechte. Jetzt haben sie noch weniger.

1977 verlegten die Apartheid-Planer die Grenzen des Bantustans KwaZulu, so daß es jetzt KwaMashu einschließt. Mit ein paar Federstrichen auf der Landkarte wurden die mehr als 150.000 Einwohner der township automatisch „Bürger" eines afrikanischen „homeland". Ihr Alltagsleben verändert sich so gut wie nicht, doch jetzt sind ihnen alle Rechte in Südafrika als ganzem genommen. Sie sind in ihrem Geburtsland Ausländer...

DAS SYSTEM DER BANTUSTANS

Die verschiedenen Reformen, die der Premierminister Botha und seine Gehilfen jetzt verkünden - die Reduzierung der kleinen Apartheid, das Erziehungsgesetz, die Einsetzung der Gemeinderäte, die Pläne, „Parlamente" der Farbigen und der Inder einzurichten - sind nicht anderes als neue Züge im Rahmen einer alten Strategie: der klassischen Kolonialpolitik des „Teile und Herrsche".

Wie seit Jahren ist der feste Fels, auf den diese Strategie gegründet ist, das System der Bantustans.

SOUTH AFRICA Rhodesia

THE 'BANTU HOMELANDS' Mozambique HOMELAND PEOPLE Botswana 1 Beputhatswana Tswana 2 Lebowa North Sotho 3 Ndebele Ndebele 6 PRETORIA 4 Gazankulu Shangaan JohanneSburg Swazilal & Tsonga 5 Venda Venda 6 Swazi Swazi

Kimberley o 7 Basotho- Qwaqua South Sotho Bloemfontein esoth 8 Kwazulu Zulu i Durban 9 Transkei Xhosa 10 Ciskei Xhosa 201 M

Port Elizabeth

Atlantic ho Cape Town

Ocean Indian Ocean

Die zehn Bantustans sind isolierte ten Zweck. Wegen des Mangels an Be- Flecken Land, die nur 13,7 Prozent der schäftigungsmöglichkeiten in ihnen funkgesamten Bodenfläche Südafrikas aus- tionieren sie als Reservoire billiger machen. Ungefähr die Hälfte aller Afrika- schwarzer Arbeit, die die weißen Kapitaner sind hier herein verpfercht. Da es in listen per Auswanderung je nach Bedarf den Bantustans keinerlei bedeutende abrufen. Zugleich liefert die Fiktion der Industrien gibt, ist Arbeitslosigkeit chro- Bantustans als homelands eine Rechtnisch. Da der Boden in den meisten Fallen fertigung dafür, daß sich die Weißen den unergiebig oder erheblich erodiert ist, Löwenanteil des Landes angeeignet haben können die Einwohner der Bantustans und den Afrikanern politische und soziale nicht genug Nahrungsmittel anpflanzen, Rechte im Land als ganzem vorenthalten. um davon zu leben. Sie zielen ebenso • darauf ab, ethnische Spaltungen unter Afrikaner zu nähren, Das durchschnittliche Prokopfeinkom- wodurch der gemeinsame Kampf für men betrug zu Beginn der siebziger Jahre schwarze Mehrheitsherrschaft über ganz in den Reserven bloße 7,20 Dollar im Südafrika geschwächt wird. Monat. Tuberkulose, Pellagra (bösartige Hautkrankheit, A.d.U.), Diphterie und Die rassistischen Behörden haben nicht ,kwashiorkor" (eine Proteinmangel- im geringsten vor, von dieser Politik abzu- Krankheit) nehmen überhand. In der gehen. Sie bereiten sich darauf vor, sie Transkei, Pretorias ,Schaufenster"-Ban- weiterzutreiben, so daß jeder tustan, sterben ungefähr 40 Prozent der einzelne Afrikaner ein „Bürger" des einen afrikanischen Kinder. bevor sie das Alter oder anderen Bantustans wird, ob er oder von 10 Jahren erreicht haben, als direktes sie je darin gelebt hat oder nicht. oder indirektes Ergebnis von Unterernährung. Der ehemalige Minister für Plurale Beziehungen und Entwicklung, Connie Das sind die Orte, die Pretoria als die P. Mulder, erklärte im Januar 1978, als „homelands" (Heimatländer) der ver- er diesen Posten noch bekleidete: , schiedenen afrikanischen Völker ausgibt. Das sind die Orte, wo die Afrikaner ihr er diesen Posten noch bekleidete: „Wenn „Recht auf Selbstbestimmung" ausüben unsere Politik in bezug auf die schwarze sollen - als Zulus, Xhosas und Tswanas, Bevölkerung bis zu ihrem vollen logischen Pedis usw., doch nicht als Südafrikaner. Abschluß durchgeführt wird, wird es Das sind die Orte, die zerstückelte, nicht einen Schwarzen mit südafrikani- „unabhängige" Ministaaten unter der scher Bürgerschaft mehr geben. " Schirmherrschaft der weißen „Herren" in Pretoria werden sollen. Das ist mit mehr als sechs Millionen Xhosas und Tswanas bereits geschehen; Die Bantustans dienen einem doppel- sie haben ihr Recht auf südafrikanische

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Bürgerschaft als Ergebnis der proklamierten „Unabhängigkeit" der Transkei und von Bophuta Tswana verloren. Und damit haben sie auch noch die wenigen geringfugigen Rechte auf Aufenthalt in der Stadt verloren, die den Afrikanern verbleiben.

Wenn in diesem Jahr Venda „unabhängig"* erklärt werden wird, werden eine weitere halbe Million Vendas dasselbe Schicksal erleiden.

Der „Bantu Laws Amendment Act", der 1978 verabschiedet wurde, nimmt städtischen Kindern, die nach der „Unabhängigkeit" der Bantustans ihrer Eltern geboren wurden, jedes Recht auf dauernden Wohnsitz in den „weißen" städtischen Gebieten.

Eine weitere Gesetzänderung gibt den Behörden größere Befugnisse, „müßiggängerische oder unerwünschte " Afrikaner in die Reservate zu deportieren, wenn sie mehr als 122 Tage ohne Arbeit sind. Zu einer Zeit steigernder schwarzer Arbeitslosigkeit bekommt das Regime es angesichts der Anwesenheit tausender von „müßiggängerischen" schwarzen Jugendlichen in den townships mit der Angst zu tun. P.T. du Plessis, der Vorsitzende der Kommission für Bantu-Angelegenheiten, warnte, arbeitslose Schwarze in den townships seien die „Stoßtruppen des Aufstands der schwarzen Jugend". Insgesamt ist die Zahl der Anklagen unter den „influx control"-Gesetzen (Gesetze zur Kontrolle des Zustroms). die den afrikanischen Zuzug in die townships regulieren, im Laufe der letzten Jahre scharf angestiegen. Die Liste der „Verbrechen", wegen derer die Bewohner der townships in die Bantustans verbannt werden können, ist ständig länger geworden.

Anfang Februar 1979 versprach der Minister für Plurale Beziehungen Piet Koomhof, die Pässe abzuschaffen, das Hauptinstrument, mit dem die Gesetze zur Kontrolle des Zustroms erzwungen werden. Aber dies war bloß eine Finte. Die Pässe sollen durch „vereinfachte" Personaldokumente _ ersetzt werden. zweifellos solchen, die dem Regime die Uberwachung der Afrikaner noch leichter machen.

Seit den Revolten von 1976 sind die Behörden überall im Land gegen viele wilde Ansiedlungen (..squatters' camps) vorgegangen, wobei in Modderham, Unibel, Clermont, Germiston, Seapoint, Crossroads, Werkgenot, Duncan und anderswo Wohnungen demoliert wurden. Diejenigen Einwohner, die illegal im „weißen" Südafrika angetroffen werden, werden in die Bantustans abtransportiert. Wo Teile der Bantustans nahe an den liegen, sind einige ganze townships die Arbeiter gezwungen sind, täglich oder wöchentlich zu ihren Arbeitsplätzen zu pendeln. Andere townships wie Kwa- Mashu sind zum Teil eines Bantustans gemacht worden, indem einfach die Grenzen des Bantustans verändert wurden. Durch derartige Methoden verwirklichen die Behörden beständig ein wenig mehr ihr letztliches Ziel, allen Afrikanern ihre südafrikanische Staatsbürgerschaft zu nehmen.

Die Bantustans scheinen ebenfalls einige Änderungen zu erfahren. Premierminister Botha erklärte im Januar 1979. der „Natives Land and Trust Act" von 1936, der die Bodenfläche der Bantustans auf die gegenwärtigen 13,7 Prozent des Landes festlegt, solle überprüft werden. Gemeint ist, die Reservate könnten vergrößert werden. Selbst wenn dies womöglich geschieht, würde es nicht deren grundlegende Funktion verändern. Es würde sie lediglich zu einem noch größeren Verbund von Gefängnissen machen. ... In einer Kampagne zur „Zügelung der Unsittlichkeit " setzt Chief Vulindaba Ngcobo von der „Mafunze Tribal Location" in KwaZulu in seinem Distrikt obligatorische Jungfräulichkeitstests durch.

Eltern müssen 40 Rand Strafe zahlen, wenn die junge Frau nicht zu dem Test erscheint. Wenn der Test bei ihr negativ ausgeht, muß sie 10 Rand Strafe zahlen, es sei denn, sie gibt den Namen des „Verführers" an, der dann seinerseits 10 Rand Strafe zahlen und den Eltern der Frau zwei Tiere geben muß. Der Häuptling verteilt an die Gebiete Preise, die die höchste Zahl an Jungfrauen aufweisen können.

Ngcobo sagt, er habe die Unterstützung der Verwaltung von KwaZulu. Er behauptet auch, bei den meisten Eltern Zustimmung zu finden, mit Ausnahme von ein paar, die gegen gute Sachen " waren...

HÄUPTLINGE TANZEN

NACH DER PFEIFE

Bothas Erklärung wurde von einer Reihe von Stammesvertretern begrüßt, darunter Chief (Häuptling) Lennox Sebe von der Ciskei und Chief Gatsha Buthelezi von KwaZulu. Sebe sagte, das bringe •frische Luft" in die Bantustan-Politik, und Buthelezi begrüßte es als einen radikalen Schritt weg von der Position, die unter Vorster galt".

Die Gallionsfiguren der Bantustans sind schon lange für die Überlassung von mehr Land an die Reservate eingetreten, zum Teil, damit es für sie ein wenig leichter ist, diese Politik den Afrikanern zu verkaufen, die sie ganz überwiegend ablehnen.

Offizielle Repräsentanten wie Buthelezi, Sebe. niser Matanzima und Lucas Mangope spielen in dem ganzen Bantustan-Plan eine zentrale Rolle. Ohne ihre Zusammenarbeit wäre Pretoria zunächst nicht in der Lage gewesen, es hinzubekommen. Sie handeln in Wirklichkeit als Polizisten und Verwalter zugunsten der weißen Oberherrschaft. Die meisten Schwarzen sehen in ihnen Hamip&.män er. Mit Pretorias Segen haben die Chiefs der Bantustans eine in vielfacher Hinsicht repressive und reaktionäre Politik betrieben.

In der Transkei ist es jetzt ein ,,verräterisches" Vergehen, das mit dem Tod bestraft werden kann, die angebliche „Unabhängigkeit" der Bantustans auch nur zu kritisieren oder lächerlich zu machen. In Venda wurden vor kurzem mehrere Dutzend Lehrer, Studenten und politisch engagierte Personen, die Chief Patrick Mphephu gegenüber kritisch sind, In BophutaTswana hat Lucas Mangope eine Terror- und Einschüchterungskampagne gegen 360.000 Einwohner dieses Bantustans, die keine Tswanas sind, in Gang gesetzt, wegen deren Weigerung, die Bürgerschaft von BophutaTswana zu akzeptieren. Ungefähr 250.000 der nicht- Tswanas, die in squatter-Ansiedlungen (ohne Rechtstitel) leben, werden mit der Zerstörung ihrer Wohnungen und zwangsweiser Ausweisung aus dem Gebiet bedroht. Am 21. Dezember griff die Polizei von BophutaTwana ein squatter- Lager in Kromdraai an, wobei achtundachtzig Personen verhaftet wurden. Wie von Pretoria beabsichtigt, kann ein derartiges Vorgehen. zu einer ernsthaften Verschärfung der Spannungen unter Afrikanern führen.

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DIE VERLIGTE-"LÖSUNG"

Ursprünglich hatte Pretoria in mechanischer Weise versucht, die Autorität der Repräsentanten der Bantustans soweit auszudehnen, daß sie sich auch auf die Afrikaner in den städtischen Gebieten erstreckt. Das Regime hoffte, damit ethnische Spaltungen zwischen den städtischen Schwarzen aufzutun und ihre politischen Energien in die Sackgasse der Bantustan-,Selbstbestimmung" zu kanalisieren.

Diese Bemühungen schlugen elendig fehl. Vielmehr bildete sich in den townships eine neue Generation von schwarzen Aktivisten heraus, die zum Kampf für die Herrschaft der Mehrheit über das gesamte Land entschlossen ist. Die massiven Erhebungen in Soweto, Kapstadt und anderen Städten wiesen einen Grad an schwarzer Einheit auf, der die Behörden in Erstaunen versetzte.

Wenn die weiße Oberherrschaft Zeit gewinnen wollte, mußten ganz klar neue Taktiken her.

Seit den Aufständen von 1976 vor allem sind in der herrschenden Klasse und in der Regierung zahlreiche Stimmen für „Wandel" laut geworden - Wandel, wie sie es sehen, zur besseren Absicherung des Wesentlichen an der weißen Oberherrschaft.

Einige dieser Kräfte sind innerhalb der herrschenden National Party durch den „verligte" Flügel vertreten (2). Während sie noch auf harte Opposition von den cher traditionalistischen, auf dem Land verankerten Sektoren der National Party treffen, haben die verligte Elemente innerhalb des Regierungsapparates größe. re personelle Bedeutung und mehr Einfuß erlangt, seit Pieter W. Botha im September 1978 Premierminister wurde. Obwohl er selbst nicht zu den verligte gezählt wird, berief Botha zwei führende Exponenten dieses Flugels auf Schlusselposten im Kabinett: Piet Koornhof als Minister für Plurale Beziehungen und Entwicklung, der die Regierungspolitik den Afrikanern gegenüber umsetzen soll; und Punt Jansen als Minister für Erziehung und Ausbildung, der die Veränderungen im System der afrikanischen Erziehung überwachen soll. Roelof ,,Pik " Botha und Fanie Botha, zwei weitere verligtes, waren bereits Außenminister der eine. Minister für Arbeit und Bergbau der andere. Im Einklang mit anderen ,,reformgesinnten" Parteiführern und mit vorsichtiger Rückendeckung durch den Premier- ... Hinter dem Steuerrad des jeweils neuesten Modells von Mercedes Benz steuern sie über die Straßen von Durban. In ihren modischen Anzügen, mit ihren getönten Brillengläser und ihren bunten, teuren Saris, unterscheiden sie sich von der Masse der Inder, eine abgesonderte Klasse. Wie andere Inder müssen sie abend in ihre segregierten indischen townships heimkehren, doch diese „Millionärs"* Kaufleute und Arbeitgeber kommen im Südafrika der Apartheid recht gut zurecht. Sie zeigen offen ihre Ver- 'achtung für Afrikaner und Inder, die zur Arbeiterklasse gehören, optieren für den Status quo.

Die Afrikaner nennen sie „abaBenzi" - die „Mercedes-Benz-Leute".

minister haben diese Personen an vorders. ter Front der Bemühungen gestanden, die Apartheid stromlinienförmiger zu gestalten und sie mehr mit dem Bedürfnis des Regimes in Harmonie zu bringen, über eine wachsende und zunehmend städtische schwarze Bevölkerung die Kontrolle zu behalten.

Gerrit Viljoen zufolge, einem führenden verligte und dem Vorsitzenden des einflußreichen „Broederbond": „Die ursprüngliche Formel von Apartheid wird eindeutig dieser Lage nicht gerecht. Wir müssen von unseren Fehlern in der Vergangenheit lernen und das gegenwärtige System ausbauen, um sie auszumerzen."

Das symbolische Nachlassen der städtischen Segregation in einigen Aspekten, die Änderung der Erziehungspolitik und die in Erwägung gezogenen Abänderungen der Bantustans und des schwarzen Arbeitssystems sind allesamt Ausfluß dieser Feststellung.

Eine weitere Neuerung, die im Kern des verligte-Denkens steht, ist ein Versuch. die Herausbildung einer schwarzen kleinbürgerlichen Schicht zu fördern; diese sähe ihre Interessen an den Status quo gebunden und könnte als ein Puffer zwischen den schwarzen Massen und dem weißen Regime dienen.

Auch Premierminister Botha spricht sich öffentlich für diese Vorgehensweise aus. 1976, kurz nach den ersten Revolten in Soweto, als er Verteidigungsminister war, orklärte er, das Regime würde nur dann in der Lage sein, sich zu schützen, wenn „es uns gelingt, eine starke Mittelklasse zu schaffen, nicht nur bei Weißen, sondern ebenfalls bei den Schwarzen und Braunen. "

Ende 1977 wurde eine Reihe von Restriktionen hinsichtlich der Eröffnung von Geschäften oder Ausübung von Berufen durch Schwarze in den townships aufgehoben. Die Behörden ließen die Vorschrift fallen, daß Bewerber für neue Handelsgeschäfte, Anteilseigner und Gesellschafter Papiere vorweisen müssen, aus denen ihre Bantustan „Bürgerschaft" hervorgeht. Alle Restriktionen betreffs der erlaubten Arten von Handel und Freiberufen wurden zum alten Eisen geworfen mit Ausnahme dessen, daß Industrieunternehmen in afrikanischem Besitz außerhalb der Bantustans noch untersagt sind. Die maximale Größe von Betrieben wurde verdoppelt.

Sam Motsuenyane, Vorsitzender der African Bank" und der „National African Federated Chambers of Commerce", begrüßte diese Schritte und erklärte: „Der Spielraum für den schwarzen Handel hat sich beträchtlich ausgeweitet. " Ausgeweitet in der Tat - insbe. sondere für Motsuenyane selber. Im Oktober 1978 wurde er in den Aufsichtsrat von Hill Samuel, einer Handelsbank in britischem Besitz, berufen, womit er der erste Afrikaner war, der je in Südafrika eine derartige Position bekleidete. Die Behörden haben außerdem Zugeständnisse gemacht, die einen größeren Teil von Schwarzen berühren. 1978 gewährte das Regime den Afrikanern, die es sich leisten können, in den städtischen townships ihre eigenen Häuser zu kaufen oder zu bauen, beschränkte Pachtrechte, wodurch ihnen erlaubt wird, ihre Häuser während einer Periode von neunundneunzig Jahren zu besitzen, zu verkaufen oder zu hinterlassen.

Wie viele andere jüngste „Reformen" des Regimes beinhaltet jedoch auch diese viel Kleingedrucktes. Pretoria will Grenzen setzen können, wer in den Genuß dieses Teilzugeständnisses kommen kann. Nicht nur reicht diese Maßnahme nicht aus, um Besitzrechtstitel auf die Häuser und Grundstücke zu gewähren (eine Hauptforderung von schwarzen Führern), sondern sie schränkt die Übertragung des Eigentums weitgehend ein. Zum Beispiel können Afrikaner, die „Bürger" von „unabhängigen" Bantustans sind, ihre Häuser nicht ihren Kindern hinterlassen. Personen ohne gültige Aufenthaltserlaub-

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nis (eine rasch anwachsende Kategorie) können ein Haus unter Umständen erben, aber sie können es nicht bewohnen. Und der Umstand, daß der Boden weiter im Besitz der Verwaltungsbehörden verbleibt, verleiht örtlichen weißen Beamten die Befugnis, willkürlich „unerwünschte" Hausbesitzer herauszuwerfen. Das Botha-Regime erhofft sich ganz klar, daß diese Schritte, so begrenzt sie in Bezug auf die Bedürfnisse der schwarzen Gemeinschaft als ganze auch sind, wenigstens mit Erfolg die Fügsamkeit einiger Schwarzer verlängern, daß sie abgehalten werden, auf die Seite des Befreiungskampfes überzugehen, daß sie zu aktiverer Zusammenarbeit mit den weißen Behörden verlockt werden.

Während die städtischen Aufenthaltsrechte für die Schwarzen, die ein wenig besser dran sind. in gewissem Ausmaß erleichtert werden, werden. sie für die. Masse der Schwarzen sogar noch restriktiver.

ANMERKUNGEN:

2) Der „verligte" („aufgeklärte") Flügel der Partei sieht sich selbst als „liberaler" als der Großteil der Parteivertreter an. Die meisten verligtes gehören zu den gebildeteren Schichten der „Afrikaner"-Gemeinschaft (gleich Buren, A.d. U.), und manche haben enge Verbindungen zu der neureichen „Afrikaner"- Bourgeoisie (die Mehrheit der Großkapitalisten ist nach wie vor englischsprachig). Die verligtes bezeichnen die rigideren, erzkonservativen Führer der Nationale Party als „verkramptes" (Dogmatiker oder wörtlicher Ver. krampfte). Andries Treuricht, der Parteiführer in Transvaal, ist der prominenteste Führer des verkrampte- Flügels.

3) Die „Bruderschaft", eine halbgeheime Gesellschaft von „Afrikaner" (Buren) aus den Spitzen von Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Landwirtschaft und freien Berufen. Der „Broederbond" formuliert oft politische Positionen, bevor sie offen innerhalb der National Party selber diskutiert werden. Seit die National Party 1948 an die Macht gelangte, ist jeder Premierminister Mitglied des Broederbond gewesen. MEHR „CLUBS NUTZLOSER BOYS"

Um einen Mechanismus für die Kollaboration der Schwarzen und einen Ansatz indirekter Verwaltung der townships aufzubauen, begann das Regime, in bestimmten Gegenden neue, mit Schwarzen ausgestattete Community Councils" (Gemeinderäte) durchzusetzen. die nua beratende funktionen hatte, die alten » waren von den township-Bewohnern, die sie „Clubs nutzloser Boys" nannten, einfach lächerlich gemacht worden; sie hatten keinerlei politisches Ansehen. Den neuen Räten wurden begrenzte Verwaltungsaufgaben übertragen, um ihnen einen Anschein von Machtbefugnis zu geben. Sie dürfen den Platz für Kirchen, Schulen und Kaufläden bestimmen, streunende Tiere kontrollieren, Sportanlagen bauen und für eine gesunde Gemeindeentwicklung " sowie das moralische und materielle Wohlergehen" der township-Bewohner sorgen und weitere Aufgaben erfüllen, damit die weißen Behörden nicht damit belästigt werden. Die Gemeinderäte müssen auch bestimmte Polizei-Funktionen ausüben; sie sind für die Zerstörung unerlaubter Hütten verantwortlich und müssen Gemeindewächter" zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung aufstellen. Dieser letzte Punkt ist in townships wie Soweto besonders umstritten, weil hier die Bewohner sich schmerzhaft bewußt sind. daß diese Wächter nichts anderes darstellen als eine Verlangerung des Polizeiapparates, um die Schwarzen weiter zu unterdrücken.

Die tatsächliche Macht bleibt natürlich weiterhin in der Hand der Weißen. Die Räte ermöglichen es nur den Behörden, einiges von der alltäglichen Kleinarbeit auf schwarze Mitarbeiter wie David Thebehali, dem Vorsitzenden des Soweto- Gemeinderats, zu übertragen. Die Räte sind unter den Schwarzen äußerst unpopulär, und die „Wahlen" dazu wurden weitgehend boykottiert. In Soweto gingen nur 6% der Wahlberechtigten zur Wahl, und Thebehali selbst errang seinen Sitz mit nur 97 Stimmen. Wie dem auch sei, auf jeden Fall waren bis Ende 1978 etwa 130 Gemeinderäte in schwarzen townships eingesetzt worden.

Eine ähnliche Maskerade ist auf sogar noch breiterer Ebene für die farbigen und indischen Teile der nichtweißen Bevölkerung vorgesehen. Im September 1977 gab die Regierung einen neuen Verfassungsentwurf bekannt, den sie in den nächsten Jahren in die Wirklichkeit umsetzen will. Im wesentlichen geht es darum, symbolische „Parlamente" für Farbige und Inder einzurichten, um über Angelegenheiten zu debattieren, die nur diese communities betreffen. Auch hier bleibt die wirkliche Macht beim weißen Parlament und dem weißen Staatspräsidenten, der auch einem Kabinettsrat mit weißer Mehrheit vorsitzen soll. Botha war, bevor er Premierminister wurde, Vorsitzender der Kommission, die diesen Entwurf ausgearbeitet hat.

Botha hat vor, diese neuen Institutionen genauso wie die Bantustans und die Gemeinderate fur Afrikaner dazu zu benutzen, prominente farbige und indische Persönlichkeiten zur Mitarbeit zu gewinnen, wie : das Regime bereits mit dem „Coloured : cople's Representative Council* und dem „South African Indian Council" (zwei beratenden Körperschaften) getan hat.

Zusätzlich hofft Bosha, wenn er den Farbigen und Inder, nicht aber den Afrikanern, einige symbolische tei anbietet, daß Friktionen zwischen den drei Teilen der nichtweißen Bevölkerung zunehmen werden und die wachsende Identifizierung der jungen Farbigen und Inder mit ihren afrikanischen Brüdern und Schwestern gestopt wird. asher zeigten nur wenige farbige un ndische Mitarbeiter Interesse an der neuen Verfassungsentwurf; wenn es dem Regime noch nicht gelang, Unterstützung in erwähnenswertem Ausmaß dafür zu bekommen, dann vor allem deshalb, weil die Massen dieser communities einen so großen Druck auf prominente Farbige und Inder ausüben.

Kürzlich ließ Botha durchblicken, daß an eine neue Struktur gedacht wird, bei der afrikanische Mitarbeiter auch ihren Platz bekommen, wenn auch nicht auf derselben „Ebene" wie die Körperschaften der Farbigen und Inder. Keiner dieser derzeit vorgenommenen Änderungen berührt in irgendeiner Weise die Grundlage der Apartheidpolitik, wie sie in den letzten Jahrzehnten entwickelt worden ist. Botha und seine Partner versuchen nur, diese Politik in flexiblerer Art und Weise umzusetzen, um den sich ändernden Umständen gerecht zu werden. Wie weit ihnen das gelingt, das bleibt noch abzusehen. Opposition kommt nicht nur von den Schwarzen, sondern auch

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von Teilen der herrschenden Klasse, die fürchten, daß größere Veränderungen im Apartheid System unkontrollierbare soziale Kräfte freisetzen könnten. Die Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Regierung und der herrschenden Klasse über den einzuschlagenden Kurs haben •sich zeitweilig ziemlich zugespitzt, was zeigt. welch extremer Druck auf den Apartheid-Behörden lastet.

Führende „Verligtes" haben in einer Reihe von Erklärungen trotz des scheinbar „gemäßigten" Anstriches, den sie sich geben wollen, gezeigt, daß sie so mitleidlos entschlossen sind wie die meisten erzreaktionären Rassisten, die weiße politische und ökonomische Herrschaft auf alle Fälle aufrecht zu erhalten. Pik Botha, der verligte Außenminister, bekräftigte, daß die Regierung „auch nicht in hundert Jahren " darauf eingehen würde, mit den Afrikanern die politische Macht zu teilen. Er blieb auch dabei, daß die Weißen eher „bis zum letzten Mann kämpfen" würden, als von der Politik, den Bantustans ihre Unabhängigkeit aufzudrücken, abzurücken.

Willem de Klerk, der Herausgeber der Zeitung „Die Transvaler" , auch ein bekannter Verligte, richtete im Juni 1978 eine Warnung an die Schwarzen, sie sollten sich endlich mit den neuen „Reformen" oder sonstwas zufrieden geben. „Wenn die schwarzen Sprecher weiterhin auf den Boden spucken; wenn der weiße Mann Vorschlag auf Vorschlag macht" schrieb er, wenn jeder weiße Versuch, voranzukommen, nur jedesmal auf neue Proteste und Forderungen der Schwarzen stößt;... wenn uns schwarze Führer nur auslachen, sich über unsere Furcht amüsieren und uns sagen, daß der Tag der Befreiung und der Abrechnung nicht mehr weit ist... wenn das so weitergeht... dann wird die Peitsche knallen." Was dann kommen werde, so erklärte de Klerk; sei eine , große Konterrevolution". BEHERRSCHT VOM SJAMBOK

Vielen Schwarzen mag es so vorkommen, als liefe die ,große Konterrevolution" schon seit einigen Jahren. Trotz allen Geredes über „Veränderungen" hat die massive Gewaltanwendung gegen Schwarze nicht nachgelassen; sie ist ein alltägliches Merkmal des Lebens in Südafrika. Permanente Repression ist nämlich eine lebenswichtige Seite bei den Anstrengungen des Regimes, um seine letzten Projekte durchzusetzen. Südafrika liegt mit einer täglichen Gefängnis-Bevölkerung von annähernd 100.000 an der Spitze aller Länder der Welt, was das Verhältnis der Gefangenenzahl zur Gesamtbevölkerung angeht. Und die überwiegende Mehrheit der Gefängnisinsassen sind Schwarze. Etwa eine Million Schwarze werden jährlich allein nach den rassistischen Gesetzen festgenommen. Polizeipatrouillen mit Gefangenenwagen auf der Suche nach schwarzen Paßgesetz-Obertretern gehören zum alltäglichen Straßenbild nachts in den weißen Vorstädten von Johannesburg und anderen Orten. Am Tage stolzieren Polizisten mit Hunden oft durch dichte Mengen von Schwarzen, um diese einzuschüchtern.

Besonders bei politisch Aktiven ist das Risiko, der Polizeirepression zum Opfer zu fallen, sehr groß. Zwischen dem 1. Juli 1976 und dem 30. Juni 1977 wurden mehr als 13.500 Personen verfolgt wegen „böswilliger Schädigung von Eigentum", : „Sabotage", „Anstiftung und Ausbreitung von Rassenunruhen" und weiteren Beschuldigungen dieser Art, von denen viele aus der Periode stammen, wo massive Rebellionen gegen die Regierung ausbrachen.

Weitere 2.430 Leute wurden zwischen Juni 1976 und September 1977 nach dem Terrorismus-Gesetz, dem Gesetz zur inneren Sicherheit und anderen „Sicherheits". Gesetzen festgenommen. Fast 1.000 von ihnen kamen anschließend vors Gericht und wurden verurteilt. Nach einem Bericht des South African Institute of Race Relations" (SAIRR) waren im Juli 1978 noch 308 politische Gefangene ohne Anklage und ohne Gerichtsverhand. lung im Gefängnis.

Eine der üblichen Formen, politisch Aktiven den Mund zu stopfen, ist das Banngesetz. Den verbannten Personen ist es verboten, Artikel zur Veröffentlichung vorzubereiten; ihre Bewegungsmöglichkeit ist auf gewisse Regionen beschränkt, und es ist festgelegt, mit wem man sich treffen kann und mit wem nicht. Durch Verbannungen wird im allgemeinen die offene politische Arbeit verhindert, und es wird sogar schwer, Arbeit zu finden oder weiter zur Schule zu gehen. Nach dem Bericht des SAIRR sind derzeit 167 Personen verbannt, die meisten von ihnen für 5 Jahre.

In ähnlicher Art und Weise versucht das Regime, kritische Gedanken zu

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ersticken, indem viele Publikationen, Bücher, Filme und andere politische und kulturelle Medien verboten werden. Seit den frühen 50er Jahren sind zehntausende von Publikationen verboten worden. Brutalitäten gegen Gefangene, seien sie nun politisch oder „unpolitisch" *, gehören zum Alltag. Obwohl viele Fälle gar nicht an die Öffentlichkeit dringen, sind Prügel, Foltern und Morde in den Gefängnissen so alltäglich, daß sie häufig bei Zeugenaussagen vor Gericht erwähnt werden. Am Tage meiner Ankunft in Johannesburg zum Beispiel gab ein schwarzer Jugendlicher, der vor dem Obersten Gericht von Bloemfontein aussagte, bekannt, daß er von der Polizei mit den Handschellen an einen Dachsparren aufgehängt, geschlagen, mit einem sjambok (Ochsenziemer) ausgepeitscht und mit elektrischem Strom geschockt wurde. Während und nach den Soweto-Aufständen starben etliche Dutzend politische Gefangene in Gefangenschaft, die meisten von ihnen offensichtlich in den Händen der Polizei. Der Minister für Justiz, Polizei und Gefängniswesen, James T. Kruger, gab zu, daß allein 1976 insgesamt 117 Gefangene in Polizeigewahrsam starben; er versuchte allerdings die Toten als Folge von „Selbstmorden", „natürlichen Todesfällen" und anderen Faktoren zu erklären, nicht aber im Zusammenhang mit ihrer Behandlung durch die Polizei.

Die Anzahl der von Pretoria gerichtlich verurteilten Mörder ist genauso hoch. 1978 schickten die Gerichte 132 Personen - alle mit einer Ausnahme waren Schwarzo - an den Galgen, jede drei Tage mindestens eine Hinrichtung. Die Hinrichtungsrate von 1978 war um 46,6% höher als 'die von 1977 (90 Hinrichtungen), und diese um 47,5% höher als die von 1976 (61 Hinrichtungen).

Schwarze werden auch oft von der Polizei auf der Straße niedergeschossen. Abgesehen von den mehr als 600, die bei der Niederschlagung der Massendemonstrationen von 1976 und 1977 getötet wurden, werden Dutzende weitere jedes Jahr im Verlaufe von „Routine"-Aktivitäten der Polizei getötet. Mit diesen Morden soll die schwarze Bevölkerung insgesamt eingeschüchtert werden.

Seit kurzem entwickelt sich ein neues Phänomen: inoffizielle terroristische Anschläge werden gegen dissidente weiße Politiker verübt.

Im Januar 1978 wurde Richard Turner, schaft und Finanzen verantwortliche ein verbannter Dozent sozialistischer Redakteur der Rand Daily Mail, Howard Überzeugung, von einem unbekannten Preece, schrieb in einer Analyse • der Heckenschützen in Durban ermordet. kürzlich, veröffentlichten Handels-Statistiken am 18. Dezember: „Südafrika gibt' Innerhalb von wenig mehr als einer immer noch jährlich mehr als 300 Millio- Woche im letzten August entkam Harold nen Rand für Waffenimporte aus, obwohl Strachan, ein Regimekritiker, der früher der Verkauf von Rüstungsgütérn an dieses von den Bedingungen der politischen Land weitgehend eingeschränkt 'Ist." Gefangenen berichtet hatte, nur knapp dem Tode, als eine Kugel an seinem Kopf Was Rogers mit dem ,,Wächter des vorbeipfiff; Brandbomben wurden auf Friedens und der Freiheit" meint, das hat das Auto von Beyers Naude, dem ver- man schon gesehen, als die Südafrikaner bannten früheren Kopf des jetzt verbote- 1975-76 in Angola eindrangen und als Pretoria im Mai 1978 in Süd-Angola Hunderte von namibischen Flüchtlingen Sechzehn Polizeifahrzeuge schossen massakrierte. auf ein Haus in der Diepkloof Sektion von Soweto am 4. Dezember 1978 Wie bisher auch greifen die weißen zu. Die Sicherheitspolizisten umstell- Herren' von Südafrika einerseits zur ten das Haus und stürmten hinein; sie schärfsten Repression, andererseits zu schossen dem zweiundzwanzigjähri- strukturellen Anpassungen, damit dem gen Kenneth Mkhwanazi dreimal in schwarzer Freiheitskampf Einhalt geboden Kopf und ins Genick. ten wird und sie so weiter ihre Herrschaft Mkhwanazi's Cousine erzählte später, ausüben können. Das große Problem für sie fand ihn in seinem Blute liegend, Pretoria ist nur, daß die Schwarzen sich mit zwei weißen Polizisten über ihm schon vorbereiten, auf diese Herausstehend. „Einer der Sicherheitspoli- forderung zu antworten. zisten befahl mir, eine Jazz-Langspielplatte von Sonny Stiff für sie aufzu- Diese bis an die Zähne bewaffnete legen, während mein Vetter auf dem Macht bleibt auch für die schwaren Boden im Sterben lag", erinnerte sie Völker anderer Länder eine permanente Bedrohung. Generalleutnant R.R.D. Nachdem die Polizisten sich verge- Rogers, der Luftwaffenchef, erklärte wissert hatten, daß Mkhwanazi tot am 29. November, daß man ,,mit einer war, nahmen sie ihn mit... Periode schärfster Angriffe rechnen müsse: Er fuhr fort: Unter diesen Umständen ist eine starke, gewappnete nen Christian Institute, geworfen; und Verteidigungsmacht nötiger denn je Gewehrsalven wurden durch das Fenster nicht nur, um das Vaterland zu verteidivon Helen Joseph, einer dreiundsiebzig gen, sondern auch um die Stabilität im jährigen Regimekritikerin, die auch ver- südlichen Afrika zu sichern und uns selbst bannt wurde, abgegeben. als Wächter des Friedens und der Freiheit in diesem Subkontinent zu bewähren." Um dieselbe Zeit erhielt Colin Gardener, ehemaliger Vorsitzender des Chris- Teil 3 tian Institute, Morddrohungen von einer Gruppe, die sich selbst „Anti-Com." SCHWARZE REVOLTE nannte. Die telefonische Botschaft lautete: GEGEN WEISSE REAKTION „Du weißt, wie es Rick Turner ging. Du bist der nächste auf der Liste." Das Barometer in den schwarzen townships Südafrikas steht auf Zorn und Wut: Das Apartheidregime bereitet sich auf über die laufende Verschlechterung der noch heftigere Aufstände in der Zukunft Lebensbedingungen, über das Ausbleiben vor, innerhalb Südafrikas wie auch jenseits jeglicher nennenswerten Konzessionen, der Grenzen. Die Militärausgaben für das über die schwarzen Kollaborateure, die ‹Haushaltsjahr 1977/78 erreichten 1,7 Mil- zur „Geduld" mahnen; Wut über die liarden Rand, das sind mehr als 18% des Verhaftungen, Verbannungen und Schie- Gesamthaushalts. Dazu kommen die Aus- Bereien der Polizei, die zum alltäglichen gaben für die Polizei, das Gerichtswesen Leben gehören. und die Gefängnisse, noch einmal 360 Millionen Rand. Indes spürt man aber auch ein Gefühl der Hoffnung und der Zuversicht, genährt Obwohl die Vereinten Nationen: ein durch die Errungenschaften des schwarzen Waffenembargo über Südafrika ausspra- Freiheitskampfes im übrigen südlichen chen, das für alle Mitgliedsländer verbind- Afrika und verstärkt dadurch, daß sich (lich", sein soll, erhält Pretoria weiterhin immer mehr Schwarze ihrer numerischen Waffen aus dem Ausland. Der für Wirt- Stärke bewußt werden.

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• Es gibt sowas wie eine sture Entschlossenheit bei den jungen schwarzen Aktivisten, politisch weiterzuarbeiten, so gut sie nur können, sich für die kommenden Schlachten zu organisieren und vorzubereiten und sich nicht durch die drohende Repression einschüchtern zu lassen. Diese Entschlossenheit konnte ich sehr deutlich bei vielen Aktivisten, die ich in Johannesburg, Kapstadt und Durban traf, bemerken.

Dats dieser Widerstandsgeist fortlebt, ist umso bemerkenswerter. als die schlimmste Repression niederging, die Südafrika jemals erlebt hat. Die schwarzen townships sind fähig, den Massakern von 1976 und der Illegalisierung der wichtigsten schwarzen politischen Organisationen standzuhalten, was davon zeugt, wie tief der Radikalisierungsprozeß breiten Teile der städtischen Bevölkerung geht.

VOM ERWACHEN ZUR REBELLION

Die Radikalisierung wurzelt unmittelbar in der politischen und sozialen Entwicklung des abgelaufenen Jahrzehnts. Mit dem Entstehen der „Black Consciousess" (Schwarzes Bewußtsein) - Bewegung der 60er und Anfang der 70er Jahre zeigten sich die ersten bedeutenden politischen Rührungen bei den Schwarzen seit dem Stillstand nach dem Sharpeville- Massaker von 1960.

Die neue Gärung begann unter den schwarzen Studenten, die 1968 die South African Students Organisation" (SASO) gebildet hatten.

Sie konzentrierten sich darauf, das Seibstbewußtsein der Schwarzen stärken, indem sie den „schwarzen Stolz" propagierten und sich gegen die durch die weiße herrschende Gesellschaft verbreiteten rassistischen Werte stellten. Sie lehnten jegliche Mitarbeit von Schwarzen in kollaborationistischen Institutionen wie den Bantustans oder den von der Regierung durchgesetzten Räten für Farbige oder Inder ab. Sie widersetzten sich der Politik des „Teilens und Herrschens" von Seiten der Regierung und versuchten, die Einheit aller Nichtweißen - der Afrikaner, Farbigen und Indel - herzustellen. Anfang der 70er Jahre begannen die ideen der Black Consciousness-Bewegung. wie sie-von der SASO propagiert wurden, wieder eine breitere Anhängerschaft zu gewinnen mit der Bildung von Gruppen wie der Black People's Convention (BPC), der Black Allied Workers Union, der South African Student Movement (SASM), der National Youth Organisation und anderen. Die Bewegung war nicht mehr allein auf die Studenten beschränkt. Die rapide Verstädterung der 60er und 70er Jahre und die Entstehung von verarbeitenden Industrien von einiger Bedeutung führten dazu, daß die schwarze Arbeiterklasse • ihr Gewicht mehr als bisher in die Waagschale werfen konnte. Das begann sie mit einer Reihe von Streiks, die 1973 Natal mehrere Wochen lang schüttelten.

Durch diese Streiks und die anschlie- Bende Bildung von schwarzen Gewerkschaften angespornt, versuchten einige Führer verschiedener Gruppen der Black Consciousness-Bewegung, die Arbeiter aktiver in den Befreiungskampf mit hineinzuziehen.

Eine Reihe jüngerer Aktivisten, insbesondere ein Ehepaar, mit dem ich sprach, begann bereits in dieser Periode einzusehen, daß der Kampf gegen die weiße Vorherrschaft sowohl ein nationaler als auch ein Klassenkampf, ist, daß er nicht nur gegen die rassistische Institutionen, sondern auch gegen das kapitalistische System, das ihnen zugrunde liegt. geführt werden muß. Indes gelangte die Black Consciousness- Bewegung als ganze nicht zu einer klar dennierten politischen Strategie, wie die Schwarzen sich befreien konnten. Sie war auch nicht völlig homogen. Andere betonten, wie notwendig es sei; die Schwarzen politisch zu organisieren.

Jedenfalls übte die Black Consciousness- Bewegung einen tiefen Einfluß auf das erwachende politische Leben in den schwarzen townships aus. Einige ihrer Ideen verbreiteten sich weit über die Reihen der Bewegung selbst aus und bestimmten die politische Sicht eines Großteils der schwarzen Bevölkerung. Vor allem aber vertraute man darauf, daß es diese Bewegung, die sich langsam in den townships ausbreitete, war, die mit die Grundlagen für die massiven Aufstände von 1976 und später schuf. Der Aufstand von Soweto begann mit einer Reihe von Boykottkampagnen der Oberschüler gegen die zwangsweise Anwendung von Afrikaans in der Hälfte der Unterrichtsfacher. Die Schießerei der Polizei auf die Studenten, die am 16. Juni 1976 protestierten, genügte, um die angestaute Wut und Frustration der schwarzen Jugendlichen und Erwachsenen, welche nun auf die Straßen strömten, um ihrer Opposition gegen das weiße Minderheitsregime freien Lauf zu lassen, zur Explosion zu bringen.

Innerhalb von knapp zwei Monaten sprangen die Rebellionen auf mindestens 160 schwarzen Wohngegenden im ganzen Lande über. In den meisten Fällen waren es die Studenten, die die Führung übernahmen. In Johannesburg und Kapstadt nahmen. Hunderttausende von Arbeitern aktiv teil, indem sie eine Reihe von Generalstreiks, zu denen die Studenten aufgerufen hatten, durchführten. Trotz der ungeheuren Macht, welche sich in diesen Aktionen entfaltete, verfügte die Erhebung nicht über eine wirkliche politische und organisatorische Führung, die die Energien der Massen effektiv hätte kanalisieren können.

Die Repression durch den Staat erfolgte teilweise • willkürlich-blind, um die Massen zu terrorisieren, zielte aber auch speziell auf die Führer der Black Consciousness-Bewegung, weil die Behörden fürchteten, daß sie der Erhebung eine größere Führung stellen könnten (was sie in manchen Fällen bereits im Ansatz hinter den Kulissen getan hatten). Vor dem brutalen Zugreifen der Polizei gingen die massiven städtischen Rebellionen bis Ende 1976 beträchtlich zurück. Der Kampf selbst aber hörte nicht DAS VERMÄCHTNIS VON SOWETO 1e Ereignisse von 1976 hatten eine ngeneuren Kadikalısierungsettekt auf d Schwarzen in ganz Südafrika. Mit den Soweto-Aufständen - und den Reaktionen des Regimes auf sie - wurden jegliche etwa noch vorhandéne Illusionen darüber, ob der Grundkonflikt zwischen der weißen Vorherrschaft und den Zielen der Schwarzen noch irgendwie unter einen Hut zu bringen sei; weggepustet. Die Fronten waren jetzt klar.

Die Aktivisten in den townships nahmen sich kaum die Zeit, etwas Luft zu schnappen, und stürzten sich schon in neue Kampagnen. Sie demonstrierten für die Freilassung der politischen Gefangenen, organisierten Kundgebungen zum Jahrestag des Massakers von Sharpeville am 21: März 1960 und mobilisierten im April 1977, um zu verhinder, daß die Verwaltungsbehörde von West Rand die Mieten in Soweto erhöht.

zusammenarbeitete, wurde zur Hauptzielscheibe für die Opposition. Im Mai und Juni 1977 übte der Soweto Students Representative Council (SSCR), der, weil er viele der Demonstrationen des

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Vorjahres organisiert hatte, ein gewaltiges Ansehen in der township hatte, einen' derartigen Druck auf den UBC aus, daß die Mehrzahl seiner Mitglieder zurücktrat und der ganze Rat zusammenbrach. Im Juni 1977 wurden um den Jahrestag der ersten Aktionen von Soweto viele townships im ganzen Lande, unter ihnen Soweto, Mamelodi, Kabah und Kwanobuhle, von einer neuen Welle von Massendemonstrationen und Erhebungen erfaßt. Zehntausende gingen auf die Straßen, um der Opfer der Polizeimorde zu gedenken und die Freilassung der politischen Gefangenen zu fordern. In Johannesburg blieb mehr als die Hälfte der schwarzen Industriearbeiterschaft zu Hause, weil der SSRC zu einem zweitägigen Streik aufgerufen hatte.

Durch diese Erhebungen sah sich sogar die „gemäßigte" Weekend World, eine von Schwarzen herausgegebenen Zeitung von Johannesburg, genötigt, ein kämpferisches Editorial zu wagen. „Wir sagen der Regierung und den Weißen allgemein: eure Alternative ist klar", hieß es am 19, Juni. Entweder ihr gebt jetzt alle eure Privilegien auf und unterwirft euch einer Mehrheitsherrschaft in einer nicht-rassistischen Geselischaft, oder ihr könnt mit eurer sicheren Zerstörung in der Zukunft rechnen."

Die wachsende politische Bewußtwer. dung der Einwohner von Soweto kam in gewisser Form auch darin zum Ausdruck, daß sich im letzten Juni das „Zehnerkomitee" unter dem Vorsitz von Dr. Nthato Motlana bildete, in dem auch vier derzeitige oder chemalige Funktionäre der Black People's Convention sitzen. In direkter Opposition zu den Versuchen des Regimes, einen neuen Gemeinderat durchzusetzen, um das Vakuum, das durch den Zusammenbruch des UBC entstanden war, wieder zu füllen, schlug das Komitee vor, daß eine vom Volk gewählte Körperschaft in Soweto eingerichtet wird, daß die wirküchen Interessen der township vertritt. Sofort ging die Regierung daran, die Pläne des Komitees,, seinen Massenrückhalt einzusetzen, zu unterdrücken, indem sie die vom Komitee geplanten Massenkundgebungen verbot.

Im Juli berief die BPC eine Konferenz der zehn größten schwarzen Organisationen ein um gegen Pretorias Bantustan- Politik Widerstand zu leisten. Im selben Monat begannen Oberschüler bei Pretoria damit, den Unterricht zu boykottieren, um gegen das rassistische System der Bantu-Erziehung zu protestieren. Innerhalb weniger Monate hatte sich der Boykott über ganz Südafrika sowie über einige der Bantustans ausgebreitet: an die 300.000 Oberschüler nahmen teil. Die politische Entwicklung einiger der jungen Führer der Black Consciousness- Bewegung war besonders bezeichnend, auch wenn sie damals noch nicht so deutlich hervortrat. Allmählich bekamen sie ein klareres Bild von der südafrikanischen Gesellschaft und von der Rolle, die der Kapitalismus bei der Unterdrükkung und Ausbeutung der Schwarzen spielt.

Ein ehemaliger Führer der Black People's Convention, der jetzt verbannt ist. erzählte mir, daß er und andere Aktivisten für die Errichtung des Sozialismus nach dem Sturz des weißen Vorherrschaftsregimes eintraten. Unser Kampf gegen Apartheid ist ein Kampf gegen den Kapitalismus", , sagte er. Wir wollen nicht nur einfach die Regierung übernehmen und sonst alles so lassen, wie wir es vorfinden Wừ wollen die Wirtschaft im Interesse der Massen leiten, zu ihrem Vorteil und nicht für die Profite einiger Kapitalisten, seien sie nun schwarz oder weiß."

Ähnliche Gedanken findet man auch in öffentlichen Erklärungen der South African Student Organisation wieder. Im SASO Bulletin vom Juni 1977 heißt es: ;,Wenn wir von Freiheit reden, dann meinen wir Freiheit von der Armut und den mit ihr einhergehenden Übeln, Freiheit zum Genuß der Grundrechte auf Nahrung. Wohnung und Kleidung, ein Erziehungswesen, in dem Kreativität, nicht Zerstörung gelehrt wird, und Zugang zur Welt der Kultur, an der alle, welche die Gabe haben, teilehmen können sollen."

Diliza Mji, der damalige Präsident der SASO, erklärte in einer Rede. die in derselben Ausgabe veröffentlicht wurde: Apartheid als Ausbeutungssystem ist Teil eines größeren Ganzen, des Kapitalsmus.. Wenn Black Consciousness als praktische Philosophie überleben und weiterhin die Bestrebungen der Volksmassen artikulieren soll. dann muß sie unsere Situation von einem wirtschaftlichen Klassenstandpunkt aus interpretieren... Wir müssen uns mit der Melheit des arbeitenden Volkes auf eine Linie stellen und mit ihm sein "

Die Regierung bekam Angst vor der wachsenden Radikalisierung einiger Aktivisten innerhalb der Black Consciousness- Bewegung • vor allem in der Zeit anschwellender Opposition in den Straßen und ging daran, die Bewegung direkt zu zerschlagen.

Am 19. Oktober 1977 verbot das Regime nach Wochen massiver Proteste gegen den Polizeimord an Steve Biko, einem Führer der Black Consciousness- Bewegung, fast sämtliche der größeren Gruppen, die mit der Bewegung identifiziert wurden, unter ihnen BPC, SASO, SASM und SSRC, und sie verhaftete oder verbrannte viele ihrer Führer. Dieser Zugriff war ein schwerer Schlag. In einem Streich wurden die aktivsten Kanäle für offene politische Opposition der Schwarzen ausgeschaltet. Dazu wurden die Aktionsmoglichkeiten vieler der erfahrensten schwarzen Führer noch mehr eingeschränkt.

DIE ALTERNATIVE BUTHELEZI

Regime ein Vakuum in der politischen Führung der schwarzen Bevölkerung schaffen, um so die Möglichkeiten für die Bantustan-Köpfe und andere kollaborationistische oder reformistische Blemente, das politische Leben in den townships in Beschlag zu nehmen, zu vergrößern. Wer am meisten Anstrengungen unternahm, um die Verbannungen auszumutzen, das war Häuptling Gatsha Buthelezi, der Chiefminister von KwaZulu.

Obwohl er bei dem von der Regierung geschaffenen Bantustan-System voll mitmachte, achtet Buthelezi sorgfältig darauf, ein Image von sich selbst als einen Gegner der Apartheid zu verbreiten. Er läßt keine Gelegenheit aus, Pretorias rassistische Politik einschließlich der Durchsetzung der „Unabhängigkeit" für die Bantustan verbal zu verurteilen. Er sagt, er sei für die Einheit aller Schwarzen, und behauptet sogar, daß niemand sein ganzes Leben mehr für die Einheit aller schwarzen Leute gearbeitet hat als ich. " Es kommt öfters vor, daß er eine radikale Pose einnimmt, die Faust zum Gruß erhebt und „Amandla!" (Macht) ruft. 1975 bildete Buthelezi eine vorwiegend aus Zulu bestehende Formation, die Inkatha YeNkululeko YeSizwe (Bewegung für die nationale und kulturelle Befreiung), die für die „Befreiung" Südafrikas von rassistischer Herrschaft zu sein beansprucht. In Wirklichkeit besteht ihre Hauptfunktion darin, für Buthelezi eine organisatorische Grundlage abzugeben, vor KKK allem in KwaZulu selbst, aber auch anderswo.