Entsprechend dem Beschluß des Intemationalen Exekutivkomitees der IV. Internationale vom Juni 1975 ist ein Vereinigungsprozeß zwischen den beiden sympathisierenden Organisationen der IV. Intemationale in Mexiko ein eleitet worden: der Liga Comunista Intemacionalist: LCI) und der Liga Socialista (LS)
Im Mai 1976 haben die Politischen Büros der beiden Gruppen beschlossen, eine zeitlang auf allen Ebenen, von der Zelle bis zu den Führungsorganen, gemeinsam Socialista" (LS) noch einen Schritt weiter. Eine paritätische Kommission hat die vom IEK als programmatische und politische Basis für die Vereinigung vorgeschlagenen Dokumente ausgearbeitet und den Mitgliedem beider Organisationen zur Diskussion unterbreitet, Im September schließlich hat ein Kongreß der LCI und ein Kongreß der LS stattgefunden, auf denen die Vereinigung ratifiziert wurde: sofort danach fand der Vereinigungskongreß statt (am 17., 18. und 19. September).
Der Kongreß fand im "Miguel Enriquez" - Saal der Universität Mexiko statt. 200 Delegierte (davon ca. 1/3 von der LS und 2/3 von der LCI) und 880 Beobachter (Mitglieder und Sympathisanten der beiden Organisationen) nahmen an ihm teil; ebenso Gastdelegationen der Bruderorganisationen aus den USA, Kölumbien, usw. Ein Vertreter des Vereinigten Sekreta- Interationale hat am Kongref teilgenommen und die Vereinigung der revolutionären Marxisten als historischen Schritt iin Aufbau der revolutionären Partei des mexikanischen Proletariats begrüßt. Per Akklamation wurden die in Argentinien efangenen Genossen der PST (José Paez, usw. und der Genosse Roberto Santucho. chemaliges Mitglied der IV. Intemationale, der vor kurzem von den argentinischen Gorillas umgebracht wurde, zu den Ehrenpräsidenten des Kongresses gewählt. Den 200 Delegierten wurden vier Dokumente vorgelegt, die einstimmig oder mit sehr großer Mehrheit angenommenwurden: eine programmatische Resolution, die lie Grundsatzvereinbarungen zwischen den beiden Grupper enthält: die Statuten: ein Dokument über die mexikanische Revolution und eine politische Resokution über die regenwärtige Lage Wir werden später Auszüge aus diesen fexten veröffentlichen, die ausgehend von den theoretischen Positionen des Trotzkismus (der permanenten Revolution, des leninistischen Parteikonzepts, der Notwendig keit des bewaffneten Kampfes. des Übergangsprogramms) eine zusammenhängende revolutionäre Strategie für die Arbeiter- und Bauembewegung in Mexiko formuliert und die Besonderheiten analvsiert. die dem Land zu eigen sind: die revolutionaire Tradition von 1910, tistische Charakter des bürgerlichen Staates, der Gewerkschaftsbürokratie. die organisch mit dem Staat verbunden ist ("charros"). der zweideutige Charakter der "revolution ir-nationalistischen" Opposition der Elektrizitätsgewerkschaft Galvan), usw. Die Delegierten haben auch über die Arbeiterbewegune in Mexiko und über Intemationale Fragen diskutiert; darüber wurde jedocl nicht abgestimmt.
Die neue Partei wird "Partido Revolucionario de los Trabajadores" (PRT), mexikanische Sektion der IV. Internationale, heißen: die Zeitung wird den Namen "Bandera Socialista" tragen. Die PRF ist in den meisten Staaten Mexikos präsent und stellt jetzt die größte politische Craft links von der KP Jar. Sie ist nicht nur in den Schusin 1968 hervorging), sandem auch in einer zunehmenden Gvmnasien und Universitäten verankert (aus denen Anzahl von Betrieben und Arbeitergewerkschaften; ihr Einfluß auf die radikalisiertesten Teile der Bauembeweung nummt rasch zu Sie kann bald zur stärksten Kraft innerhalb der breiten Avantgarde der Jugend und der Arbeiter werden und zu einer Altemative zur reformistischen Strömung innerhalb der Arbeiterbewegung. Von diesem Gesichtspunkt aus gesehen ist die Vereinigung weit mehr als nur die Summe zweier Organisationen: sie ist ein qualitativer Sprung auf dem Weg zur Gewinnung der Massen für das revolutionär-marxistische Programm. Die jüngsten wirtschaftlichen und politischen Maßnahmen der mexikanischen Regierung (Abwertung des Peso, Repression gegen die Gewerkschaftsopposition) sind Symptome der Krise des bürgerlichbonapartistischen Systems der PRI (Institutionelle Revolutionspartei), die seit mehr als 50 Jahren an der Regierung ist. Unter den Bedingungen, daß sich in der kommenden Periode die Klassenwidersprüche verschärfen werden, können die vereinigten revolutionären Marxisten in den Kämpfen der Studenten, Arbeiter und Bauern , die sich überall entfalten, eine viel größere Rolle spielen. Da andererseits gegenwärtig die militärischen Regimes in Südamerika sich ausdehnen und ihre Repression steigem, wird die PRT verstärkt den Autbau der IV. Intemationale in Zentralamerika unterstützen, eine Arbeit, die die LCI begonnen hatte (durch die Herausgabe des Bulletins "Revolucion Socialista", etc.).
Bandera roja 041 Die Vereinigung der LCI und LS zeigt, daß trotz wirklicher politischer Meinungsverschiedenheiten (besonders in intemationalen Fragen) Strömungen, die auf dem Boden des revolutionär-marxistischen Programms und der IV. Intemationale stehen, sich zu einer einzigen Organistion zusammenschließen können und müssen und ihre Auseinandersetzungen im Rahmen des demokratischen Zentralismus austragen müssen. Die Vereinigung der me cinen Proz der sen inding der sps Aungen dienen, für einen Prozeß der Uberwindung der Spaltungen die auch in andem Ländem in der IV. Intemationale stattgefunden haben.
Die PRI ist eine junge Organisation, zum größten Teil nach 1968 zur politischen Tätigkeit gestoßen sind. Aber sie versteht sich als Erbin der bolsche wistischen Tradition (die auf dem Kongreß durch die Anwesenheit von Vlady, dem Sohn Victor Serges, einem bekannten Wandmaler, verkörpert wurde; er begrüßte die Delegierten im Namen der alten russischen Linken Opposition) und der revolutionär-marxistischen Tradition. de Internationde
Sondernummer
Nr. 6 August 1975. 120 Seiten. DM S.- RESOLUTIONEN UND DOKUMENTE DES X WELTKONGRESSES DER IV INTERNATIONALE (1974)
Teil ll Enthalt •Bericht ober den bewaffneten Kampf in Lateinamerika Gegenberscht wher den bewaffneten Kampf @Lateinamerika -Resolution uber den bewaffneten Kampf in Lateinamerika -Hilanz und Perspektiven der bolivianischen Revolution •Politische Krise und revolutionare Perspektiven in Argentinien 2 •Die Statuten der IV: Internationale
GERARDO SOLORZANO PANAMA