Inprekorr 1971–1992

Archiv der Internationalen Pressekorrespondenz der IV. Internationale

Vorwärts zum Generalstreik

Inprekorr Nr. 52, 26. Februar 1976 · S. 8-10 · 1.315 Wörter

Gewerkschaften und Streiks Chile

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GENERALSTREIK dienen, dient die Gesamtheit dieser Forderungen dazu, der unabhängigen Aktion der Massen eine globale Orientierung zu geben. Deswegen müssen sic in die konkreten Bedürfnisse der Aktion übersetzt und je nachdem umgewandelt und ausgeweitet werden. Deswegen haben sie auch ein gemeinsames Rückgrat, das natürlich von "demokratischer Alterativen weit entfernt ist. Dies Rückgrat ist die Selbstorganisation der Arbeiterklasse und der gesamten Massenbe.

wegung: die Organisation der Kämpfe durch die Kampfenden selbst ist auf organisatorischer Ebene die wichtigste Folge der Linie der Klassenunabhăngigkeit. Es handelt sich nicht nur darum, die Massen zu mobilisieren, sondern auch darum, daß sie sich ihre eigenen Organe schaffen, in Versamm- "demokratischer" Form. Die zentrale Losung unseres Programms ist dagegen gerade die nach einer zu verwirklichen, deren Aufgabe es ist, die forde- die in der Lage ist, rungen der Arbeiterklasse voll und ganz zu unterstützen und deren Basis die Kampforgane der Massen sein müssen, dieselben, die sie aufgebaut haben gegen die Ausbeutung, gegen die Repression, die um den Franquismus zu stürzen nationale und soziale Unterdrückung verkörpern. Diese Regierung nennen wir Arbeiterregierung. Zwischen ihrer provisorischen Regierung und unserer Arbeiterregierung besteht ein größerer Unterschied als nur in der Art der "Koalition", obwohl natürlich es in einer Arbeiterregie - Samplen geben, ihrer Vertreter wahlen und kontrollieren, Streikkomitees bilden, Streikposten zur Ausdehnung und Verteidigung ihrer Kämpfe, Wachsamkeitsder kontere suthen skostenale en Rie Formen der Konterrevolution. derjenigen. die für die franquistischen Verbrechen verantwortli ch sind, Soldatenkomitees etc. Und alle diese Organe müssen koordiniert und zentralísiert werden und so auf dem Weg voranseh der beitermach ahr. schreiten. von Orga- Welche Formen, welche Namen diese Organe an- nehmen tut wenig zur Sache: wichtig die Massen darin ihre Kampfinstrumen te erblicken. Die gegenwärtigen Mobilisierungen bringen tausend Formen der Selbstorganisation in den Tag, tausend Wege führen zur Koordinierung les Kamples, zu seiner Ausweitung. zur Organisie anle diese formen untermist Werden. sie kamp rormen unter saltet Werden. Es missen daher absolut wenn der ihnen allen gemeinsame Inhalt. die Selbstorganisation der Massel seine existenz heute auch noch so vorangetrieben werden soll, und keimhaft. Auf diese Weise müssen wir voranschreiten zur Bildung direkt repräsentativer Kampforgane der Massen, die unmittelbar im Dienst der Kämpfe stehen. zu den Organen der Arbeitereinheitsfront von der Basis bis zur Spitze. Um diese Einheitsfront aufzubauen müssen wir durch die Parolen und in der Aktion den revolutionär-nationalistischen und den Arbeiterorganisationen die Losung entgegenschleudern, die den Kampf gegen die Zusammenarbeit der Klassen zusammenfaßt: BRECHT MIT DER BOURGEOISIE!

Die verschiedenen "demokratischen Alternativen" münden immer in eine Losung. die die Krönung der Klassenkollaboration darstellt: eine provisori lichen spanischen Staat wiedererrichten soll in sche "breite Koalitionsregierung" die den bürgerhen Ordnung: die Funktion einer Arbeiterregierung ist, sie aul immer zu zerstören.

Einige Genossen. Militanten anderer Organisationen oder Avantgarde -Kämpfer sagen oft zu uns: "thr seid nicht realistisch. Ihr berücksichtigt nicht, daß es eine provisorische Koalitionsregierung geben wird und daß die Massen sie wünschen. Daran muß man teilnehmen oder ihr nahestehen, um Manover der "Rechten" zu verhindern. Eure Arbeiterredie gegen eine gen Bestanise des die mits zu tun hat"

Wir wären also Idealisten oder Linksradikale? Natürlich nicht. Wir sind Kommunisten, das ist die einzige Form für Revolutionäre, Realisten zu sein daß es eine "provisorische Regiering reben wird. Und wir wissen, daß die Mehrheit der Massen glaubt, man macht es sie glauben daß diese "provisorische Regierung" "die Alternative" zum Franquismus darstellt. Aber aus diesen beiden Feststellungen ergibt sich noch keine politische Linie. Dafür muß man sich fragen: Warum glauben sozialen Forderunger erfüllt. Die Massen passen ihre Forderungen nicht einer Regierung formel an der Reformisten - - sondern im Gegenteil die Regierung ihren Forderungen. Nur diese zählen wirklich. Dann muß man sich eine andere Frage stellen: will eine Regierung der Klassenzusammenarbeit, kann sie die Forderungen der Massen erfüllen, ist dies die Funktion einer "provisorischen breiten Koalitionsregierung"? Die Antwort darauf ist ein kategorisches Nein, Dies kann und will nicht ihre Funktion sein. Und hier kommen wir zur entscheidenden Frage. Wenn dem so ist, welches muß dann die Haltung der Revolutionäre sein Die Illusionen der Massen

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n die provisorische Regieruns " 2 noch an dem schmieden wird. Dann werden die Massen nicht abseits zu stehen, "realen Funktion" dieser Regierung mitwirken wilr- womit wir noch an der Freiheit ihren wirklichen Namen geben Sie werden sie sozialismus nen den 2 Das wäre opportunistisch. nenund an der Spitze der Offensive fü die klassenlose Gesellschaft wird die Die Haltung der Revolutionäre muß sein, darum zu Regierung der Arbeiter stehen. Wir daß die Massen durch ihre eigene Ertan- müssen heute dafür kämpfen, daß dieindem sie tür ihre Forderungen eintreten, das ser Tag einmal eintritt. Vertrauen in ihre eigenen Kräfte stärken, an Entschlossenheit gewinnen ihre Bedürfnisse zufriedenzustellen und dies durch die eigene Aktion erreichean aumauen. diesem Kampf und en der er bindung mit ihm müssen die Parolen nach Unabhăngigkeit der Klasse und besonders die nach einer Arbeiterregierung propagiert werden. Wenn die Mehrheit der Massenbewegung ihren Kampf unter dem Banner einer provisorischen Regierung der Klassenzusammenarbeit führt, werden unsdem weiterhin widersetzen, mit allen Konsedas mit sich bringt, Das ist unsere generelle Haltung in dieser Grundohne Konzessionen. Niemand wird uns vorwer- satzfrage. Diese darf aber keinen Augenblick von fen können, wir "spalteten" die Bewegung: erstens der wesentlichen Aufgabe des Augenist die Grundlage der Einheit der Arbeiterklasse die der Organisaremeinsame Verteidigung der Forderungen geger tion des Generalstreiks gegen die fran lie kapitalistische Ausbeutung und gegen die Dik- quistische wendischt, den brennenden Wunsch gegen die Diktatur. Die Meinungsverschiedenheiten, selbst die tatur. Die Notwendigkeit, über die Regierungsformel nach nach Freiheit, der im ganzen Land lebt, zu konzendem Sturz der Diktatur können den gemeinsamen zu zentralisieren in einer geballten Anstren- Kampf der Massen nicht angreifen. Zweitens spal- gung, ist niemals eine so greifbar nahe Möglichtet der die Bewegung, keit gewesen; sie war noch nie so dringend wie jetzt mit der Bourgeoisie unterordnet. Schließlich werden und ist von der Arbeiterklasse und dem wir immer die Einheit der Arbeiter in der Aktion nie so verstanden und ersehnt worden. Nach den verteidigen, unabhängig davon, welcher Orientie- Mobilisierungen für die Amnestie, nach den rung sie in ihrer Mehrzahl folgen. Kampftagen, der Solidarität mit den Arbeiterstreiks, mit den Streiks der Lehrer und der Angestellten in Letztlich müssen Orientierung und Parolen der ver- Gesundheitswesen, mit den Genossen in den milíschiedenen Organisationen der Prüfung der Praxis, tarisierten Sektoren... vorwärts zum Generalder Hitze des gemeinsamen Kampfes der Arbeiter- streik gegen die Diktatur! klasse und des Volkes unterzogen werden, Wir sind sicher, daß diese Hitze die Linie der Klassenzusammenarbeit wie Wachs zum Schmelzen bringen wird und die Linie der Unabhängigkeit zu Stahl 30.1.1976 Der 4. Band der Geschichte Chiles von Luis Vitale ist in spanischer Sprache erschienen.

Der Historiker Luis Vitale war Professor an verschiedenen Universitäten in Chile. Seit seiner Entlassung aus dem KZ und seiner Ausweisung aus Chile hat er eine Gastprofessur für Gesellschaftswissenschaften an der Universität Frankfurt (M) inne. Sein inzwischen 4-bandiges, auf 6 Bande geplantes Werk über die Geschichte Chiles ist die bedeutendste marxistische Analyse. Die ersten Bande sind jeweils 1967, 1969 bzw. 1971 in Santiago erschienen und haben inzwischen jeweils eine Auflage von 25.000 Exemplaren erreicht. schließt der 4. Band an. Er umfast die zeit von 186 bis 189l und behan Sie umfassen den Zeitraum bis zur ersten. delt die Grundlagen der Herausbildung der chilenischen Industriebourgeoisie: weiterhin die endgültige Eroberung der Indianergebiete im mittleren Pet st, in der se engle metim endet, teile durch eine und schließt mit der Regierung LUIS VITALE: Interpretacion marxista de la Historia de Chile. Tomo IV: Ascenso y Declinacion de la Burgesia Minera.

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Rettet