IN
ANGOLA
JOHN BLAIR
Für die revolutionären Marxisten, ist der angolanische Bürgerkrieg aus zweierlei Gründen von zentraler Bedeutung:
1. Der Kampf der MPLA hat eine innere Dynamik in Gang gesetzt (s. dazu die Erklärung des VS der IV. Intemationale: Inprekorr Nr.47, 4. Dezember 1975 und den Artikel von C. Gabriel : Inprekorr Nr. 46 20. November 1975) . In dem Maße, wie die MPLA sich auf die tortgeschritten sten Sektoren des Proletariats und der Bauem stützt und sie gezwungen ist durch die Anforderungen des Krieges selbst, ein hohes Niveau der Mobilisierung der Bevölkerung aufrechtzuerhalten, kann ihre • Uhrung nicht verhindem, daß sich wenigstens die Möglichkeit zu einer antikapitalistischen Entwicklung des Kampfes erötinet.
kommenden Monaten eine Vertiefung der Organe der Volksmacht und der Kontrolle erleben -- sei es auch nur in beschränkter und anfänglich noch unstrukturierter Form --, so wird dem eine sehr große Bedeutung zukommen.
Zunächst wird dies jeden rein militärischen Sieg unmöglich machen, der langfristig die Stabilität eines neo-kolonialen Regimes in Angola sichern würde: und dies trotz des Drucks, den die USA durch die Hilfe an Mobutu und die direkte Intervention des rassistischen Regimes in Süd-Afrika ausüben können. Zweitens kann dieser Kampf den Völkem der anderen schwarzafrikanischen Staaten ein Beispiel für die Anteilnahme der Massen am Kampf und an der Entwicklung von Keimformen der Doppe herrschaftsorgane sein, das auf dem Kontinent in historischem Maßstab noch unbekannt ist.
Andererseits wirft der angolanische Kampf ein scharfes Licht auf die politischen Konturen des neokolonialen Afrika und denunziert wirksamer als tausend Seiten Polemik die Klassennatur dieser Regimes. Diese verbargen sich hinter einem Nebeischleier von "afrikanischem Sozialismus" "Originalität", usw., um dadurch "Humanismus"
wirksamer ihre Rolle als Juniorpartner des Impehat mehr als eines dieser Regimes gezwungen, diese Maske fallen zu lassen, und zwar in einer Weise, die für die afrikanischen Massen sehr lehrreich sein wird. Die Konferenz der OAE (Organisation für afrikanische Einheit) am 10. Januar in Addis Abeba war in dieser Hinsicht sehr aufs chlußreich.
Wenigstens zwei neo-kolonialistische afrikanische Regimes haben jeden Anspruch aufgegeben, vom Imperialismus unabhängig zu sein.
UNMASKIERTER NEOKOLONIALISMUS 1. Was Zaire betrifft, so steht es seit langem außer Verbündete der USA in der Region ist. Die FNLA, Zweifel, daß das Regime Mobutus der sicherste
SAMBIA deren Führer Holden Roberto der Schwager Mobutus ist, erhält seit vielen Jahren von der amerikanischen Regierung versteckte Hilfe. Die USA geben Mobutu diese Hilfe inwischen unumwunden zu und Ford und Kissinger haben eine Kampagne gestartet, um die Dezemberentscheidung des Kongreßes, die die Blockierung dieser Hilfe vorsieht, umzustürzen.
Zudem war klar, daß die um das achtfache vermehrte militärische Hilfe der USA an dieses Land, ziele, die intervention von aire in Angre abe verstärken. Das ist nun klar nachgewiesen. Die PNLA hatte immer ihre stärkste Basis unter den Bakongo-Stämmen, die zu beiden Seiten der Grenze zwischen Angola und Zaire leben. Es war daher oft schwierig. die genaue Herkunft der FNLA-Kämpfer festzustellen. Jüngste Berichte aus Angola behaupten, daß die Hälfte der Armee Robertos aus Zaire-Bevölkering besteht (vgl. dazu ein Interview mit südafrikanisčhen Söldnern, Gefan zene der MPLA, vom 10. November, veröffentficht in der "Times of Sambia" vom 16. Novem - Angola dieses erdöl-reiche Gebiet zu entreißen Die Regierung Mobutu zeigt daher schreiende Heuchelei, wenn sie fortfährt zu beteuern, sie verfechte den Grundsatz des Rückzugs aller ausländischen Kräfte aus Angola. Seit nunmehr 10 Jahren ist sie selbst der wichtigste Transmissionsriemen für die Erhaltung der amerikanischen imperialistischen Interessen in diesem Land, wobei sie gleichzeitig alles versucht, Cabinda und seinen Erdölreichtum unter die eigene Kontrolle zu bringen. 2. Wenn aber diese Heuchelei Mobutus nur eine feste Entwicklungstendenz des Zaire-Regimes beso ist die der Regierung Kaundas von Sambia offenbar jüngeren Datums. Während dem 10 Jahre langen Befreiungskrieg hat Sambia der MPLA liplomatische und logistische Unterstützung zu ‹ommen lassen. Doch das hat sich im Laufe de letzten 18 Monate radikal geändert. Zunächs vurde eine svstematische Kampagne zugunster von Jonas Savimbi, dem Führer der UNITA, entfacht, der in der sambischen Presse als der mögliche Retter Angolas dargestellt wurde, dessen charismatische Persönlichkeit die zerrissenen Vølker einigen würde. Vor kurzem wurde die offizielle Linie etwas geändert. Die sambischen Zeitungen haben Savimbi jetzt in den gleichen Mulleimer geworfen wie Neto und Roberto und Angola scheint nun auf die Erscheinung eines Führers zu warten, der in der Lage ist, die drei streiten den Bewegungen zu vereinigen.
WARUM DER SCHWENK SAMBIAS ?
Doch alle Rhetorik bringt es nicht fertig, die Tatsache zu verschleiern, daß die Linie Sambias in Fragen Angola nicht der Sorge um das Schicksal des Volkes in diesem Land entspringt, auch nicht irgendwelchen "humanitären" Gründen, sonden der Wende, die die Führungsgruppe in den letzter 18 Monaten vollzogen hat und die dieses Land zu einem der sichersten Verbündeten des Imperialismus gemacht hat unter den Staaten Zen tral - und Suld-Afrikas, die von Schwarzen geführt werden. Hinter der gegenwärtigen Haltung verbergen sich drei entscheidende Faktoren:
a) die Anerkennung der Tatsache, daß der jetzige Campf in Angola und seine möglichen Auswirkunren nicht in den Grenzen dieses Landes gehalten werden können, daß sie daher die kapitalistische Stabilität nicht nur in Angola, sondern auch in den umliegenden Staaten bedrohen.
b) die Furcht vor den Folgen des Anhaltens der Kämpfe in der Region für den stafrikanischen Staat selbst. Die Regierungen neo-kolonialer Regimes vie Sambia sind sich trotz ihrer verbalen Prokla mationen gegen die Apartheid darüber im klaren, daß die Apartheid; wegen der weitreichenden imperialistischen Investitionen in dieses System, nur durch Kämpfe vemichtet wird, die notwendig über die Rassenfrage hinausgehen und die Existenz selbst der kapitalistischen Produktionsverhältnisse bedrohen. Jeder längere Massenkampf in der Regior kann den unterdrückten Schichten in Sud-Afrik: als Beispiel dienen und somit das ganze Gebiet in einen anhaltenden antikapitalistischen Kampf stürzen.
c) die sambische Regierung macht gegenwärtig --nach Meinung der Regierungssprecher selbst--
ДО ВИЛЬОА ОРИНОВ M.P.LA ihre tiefste wirtschaftliche Krise seit der Unabhän- WIRTSCHAFTSKRISE UND "UNABHAENGIGKEIT" SAMBIAS gefallen. Der Durchschnittspreis betrug in den ersten 8 Monaten des Jahres 1975 812 kwacha ( 1 kwacha=1,40 US Dollar). kwacha und in der gleichen Periode Die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Halbie- rung der Exportgewinne Sambias sind noch ver- Auf einer Pressekonferenz am 7. Januar 1976 machte ste sich aus dem engel reprisehen. le zien, der Präsident der beiden kupferproduzierenden Ge- die sich aus dem Angola-Krieg ergeben. sellschaften, die vom Staat kontrolliert werden, ihrer Stillegung im August 1975 transportierte die daß im Zeitraum von April bis Novem - Benguela - Bahn ca. 45% des Handels von Sambia ber 1975 die Produktionskosten pro Tonne bei 896 zum Haten von Lobito. Die augenfälligste Folge kwacha lagen, der Durchschnittspreis für Kupfer ihrer Stillegung war eine weitere Verschärfung der aber nur bei 773 kwacha pro Tonne ("Times of inneren Probleme von Mangelerscheinungen jeder Sambia" ',8.1,1976). Nicht nur hat das Kupfer Art. Auf der Ebene des Konsums sind elementare Sambia mittels Steuem, Profite usw. kommen erbracht; die Produktion und der Verkauf Gebrauchsgegenstände wie Streichhölzer, Seife, Toilettenpapier, Öl usw. praktisch nicht aufzutreidieses Metalls stellte in diesem Zeitraum für die ben. Zudem hat es in der Textil- und der Leicht- Wirtschaft sogar einen Netto-Verlust von mindestens metallindsind, breite Angriffe gegen das Beschär- die stark von importiertem Material 40 Millionen kwacha dar. abhängig sind, tigungsniveau gegeben..
SAMBIA
Es ist dieser dritte Faktor, der die Regierung bewoen hat, jetzt zu handeln. Das Weltrezessionsjahı 1975 zeigte an, daß der Versuch, die Bindunger Sambias zu den rassistischen Regimes Rhodesien und Süd-Afrika, aus denen es 1964 mehr als 60% der Importe bezog, zu lockern, gescheitert war. Gleichzeitig bemühte sie sich. ge" industrielle Basis zu schaffen. Doch weit davon gößte Handelspartner und Italien eine größere Investitionsquelfe.
Diese Maßnahmen, und besonders solche, die darauf abzielten, in einer Reihe von Unternehmen eine mehrheitliche Beteiligung des Staates zusammen mit verschiedenen imperialistischen multinationalen Gesellschaften zu sichem, der neuen sambischen politischen Elite festigen, in dem sie ihr ein entscheidendes wirtschaftliches Gewicht verliehen. Doch lassen sich die Ergebnisse dieser Politik rasch zusammenfassen: 1) Der industrielle Sektor stagniert weiterhin. So ist I.B. die Zahl der Beschäftigten nur von 40.620 im Juni 1971 auf 43.130 im Juni 1974 angestiegen, und wären die Zahlen für das vergangene Jahr verfügbar, so würden sie zweifellos ein emeutes Absinken zeigen.
2) Die Politik der Importsubstitutionen war auf keinem Gebiet erfolgreich; Sambias "Umorientierung " seiner Handelsbeziehungen hat nur zum Ansteigen der Warenpreise geführt, die statt aus dem weißen Süden importiert zu werden, nun zu wesentlich höheren Kosten aus entfemten Ländern eingeführt werden müssen.
Natürlich ist der sambischen Bourgeoisie ihr eigenes Überleben wichtiger als die wirtschaftliche Unabhängigkeit. Wenn letztere sich nicht verwirklichen läßt, und wenn die Abhängigkeit von den kapitalistischen Metropolen mehr kostet, als die Wiederherstellung der alten Beziehungen zu dem südafrikanischen Apartheids-Regime und wenn zudem die Weltwirtschaftskrise die Ökonomie so tief sin ken laßt, wie nie zuvor, dann zum Teufel mit den großen Redenüber eine prinzipielle Opposition geger lie Apartheid. Dann gibt es nur eins: Rettung mi Vorster oder Untergang mit ihm ! Diese Entscheihat, die unvermeidliche Konfrontation mit den arbeitenden Massen hinauszuzögem.
Nur wenn man diese wirtschaftlichen Faktoren in Betracht zieht, ola verste die an musike lesung Sambias zu Angola verstehen.
halten, daß Sambias Ruf nach Neutralität gegenuber Angola nicht weniger heuchlerisch ist, als der Mobutus.
HALTUNG ZU ANGOLA
Die öffentliche Vertreibung Savimbis aus seiner Favoritenrolle hat keine praktischen Folgen. Korrespondenten, die im November an Bord eines Jets. der ihnen von der Gesellschaft Lonhro zur Verfügung restellt worden war, von Lusaka nach Huambo in von der UNITA kontrolliertes Gebiet flogen. entleckten an Bord Waffenkisten, die für die UNIP (die sambische Regierungspartei) bestimmt, aber klar auf dem Weg zu den Streitkräften der UNITA waren. Am 7. Januar machte Savimbi auf dem Weg nach Addis Abeba Zwischenlandung in Lusaka, tratten: de UNi ist die einzige an go antsche Bewegung, der Radio Sambia eine Antenne zur Vergügung stellt. Daraus folgt, daß das sambische Regime de facto mit den wichtigsten Unterstützem Savimbis in den letzten 5 Monaten ver bündet ist, d.h, mit der rassistischen Republik Sud- Afrika • Lange Zeit hindurch (bis Anfang Dezember) schwieg die sambische Presse über die wachsenden Anzeigem die si a kanische Regerung die de mierention Sud-A frikas zuselbst zugegeben hat, wird in der sambischen Presse darauf hingewiesen. Aber diese Tatsache wird nicht. verurteilt, sonder nur Erklärungen und Rechtferdes Chefredasieurs des sta lich kontrollerteng "Zambia Daily Mail" *Zrikel auf der Mittelseite verottennicht werden , der am ? (der Artikel trug den Titel: "Vincent Mijoni vertritt entschlossen den Standpunkt Sambias"): "Präsident Kaunda hat letzte Woche anläßlich eines Interviews gegenüber einem ausländischen Korrespondenten die Frage in besonders zutreffenler Weise gestellt. Er erkane daß ' die Waffen ilfe der USA an die FNLA und die UNITA ein Folge der Situation ist und nicht ihre Ursache Und wenn die OAE dem angolanischen Volk Gerechtigkeit widerfahren lassen will, muß sie die sojwtische Militärhilfe an die MPLA verurteilen, die so bedeutend war, daß sie die MPLA ermutigt hat, die beiden anderenpolitischen Parteien herauszufordern und Angola in einen Bürgerkrieg zu stürzen... Wegen dieses Kalkulationstehlers der Sowjets und der schlechten Wahl des Zeitpunkts, sich in diese Abenteuer zu stürzen, hat Süd-Afrika in Angola eingegriffen.
Weiter unten wird Kaunda noch einmal zitiert: "Trotz der Entschiedenheit, mit der wir die südafrikanische Präsenz in Angola verurteilen, Wäre erteilung Sud-Afrikas würde das Problem lösen. es eine Illusion, diese Ver- Auch die südafrikanische Präsenz ist eine Folge, nicht die Ursache des Problems.
DIE BELOHNUNG lichen Führers der sambischen Schwäche erbärmlich ist. Damit versucht er, die Intervention seiner neuen Meister zu decken. Die Kehrseite dieses Verrats der anti-imperialistischen Kämpfer in Angola ist die südafrikanische Operation zur Rettung der sambischen Wirtschaft, von der sich in der sambischen Presse natürlich kein Wort findet, Immerhin hatte der "Economist" vom 20. Dezember folgendes berichtet:
"Der südafrikanische Wirtschaftsminister M.J.C. Heunis ist im Oktober in die Hauptstadt Sambias Exportund in mohe von 1 Mio PRed stein einen vereinbart. Das entspricht ungefähr einem Viertel dener der win tigsten ssahenanimhen BankiMasais, hat Ende Oktober Lusaka besucht und dort sehr fruchtbare Unterredungen mit Präsident Kaunda uber die außerordentlichen Vorteile geführt, die aus einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit des südlichen Teils Afrikas sich ergeben könnta. So berichtete der "South African Financial Mail", daß
Ian Smith
Sche ausländische teeren Sang as ta Und esheißt, daß die Regierung Pretoria nun langfristige Exportkredite fur den sambischen Import von Kapital und Konsumgüter bereitstellte. Eine Versammlung der Generaldirektoren der INDECO, ein staatlich kontrollierter sambischer Konzem, erfuhr so am 30.Oktober, daß sich die Importolitik geändert hatte und daß die Importe aus sud-Afrika nun gefördert werden mußten. der Strafedurch Botswana befördert. In Lusaka gehen auch Gerüchte um, nach denen Süd-Afrika bereit wäre, die Erölausgaben Sambias zu finanzieren, lie ständi ansteigen. Die Importe an Erdöl sind ron 13.6 Mio. Pfund 1973 auf 36,2 Mio. im letzter lahr gestiegen. Um politische Peinlichkeiten zu vermeiden scheint die sambische Regierung mit Sud-Afrika Geheimverträge abgeschlossen zu haben, wodurch dieses den Betrag an sambischen Erdöl-Importen direkt an den Iran überweisen soll" Das sind die Fakten, die gegenwärtig die intemationale Haltung der sambischen Regierung bestimmen und alle ihre vorgesebenen idealistischen Motive entlarven.
sich mit Präsident Kaunda zu unterhalten. In Hinblick auf dieses Ziel hat Sambia Nkomo auch die ganze legale und technische intrastruktur zur Verfügung gestellt, die dieser für seine Verha ndber fiel zu die and e 2 et tentainverbindung durch Rhodesien zum Hafen Beira wieder herzustellen.
- oder die Verhandlungen zwischen Smith und Nkomo fuhren nicht zum Ziel. In diesem Fall ist zumindest sicher, daß Sambia dem äußeren Flügel der ANC keine Erleichterungen gewähren wird, den bewaffneten Kampf verstärkt zu führen. In der Tat wurde 1975 jegliche Präsenz von Kämpfem aus Zimbabwe auf Sambias Territorium fast vollständig liquidiert. Dies wurde erreicht durch eine Kombination von Verhaftungen, physische Liquidation and Emigration. Nach dem Mord an Herbert Cational Union (ZA) wurden 10 uhrer der 2ANU dem Präsidanten der Zimbabwe African refangengenommen: viele von ihnen sind noch nicht wieder freigelassen worden. Im September wurden mindestens 30 Kämpfer bei einem Zusam menstoß auf der Militärbasis von Kabwe getötet, wo sie militärische Übungen durchgeführt haben sollen. Sicher unter dem starken Druck dieser Ereignisse ist die Mehrheit der Kämpfer nach Mozambique oder Tansania geflohen, wo sie hoffen, in größerer Sicherheit zu sein.
Wir haben lange die Haltung der sambischen Fuhrer im Laute der Entwicklung des Kamptes in An- Regimes zu entlarven, die ihre wirkliche Haltung hinter humanitärem und anti -rassistischem Wortschwall zu verber er suchen. Gerade weil die wirkli che Außent litik der sambischen Regierung in diesem Augent ck sich so stark von den verbalen Beteuerungen absetzt, kann sie emsthaft in Schwierigkeiten geraten, wenn die Heuchelei ans lageslicht kommt. An der Universität von Samsarite mit der MPLA als einer grundsätzlieren - bia in Lusaka wurde schon eine Kampagne ersit, das sie diese sition unterenzis be- erklärt, steht kein Zweifel, daß die Entwicklung einer solchen Agitation zu schweren Spannungen zwischen der machthabenden Bürokratie und den an dieser EINE REAKTIONAERE ALTERNATIVE
Angola ist auch nicht die einzige Region, wo die Achse Lusaka-Pretoria am Werk ist.und wir werden sehen, daß die sambische Regierung in den kommenden Monaten bemerkenswerte Andeningen in hrer Haltung vornehmen wird. Aktuell ist die ›ffizielle Haltung zur Zimbabwe-Frage ("Rhodesien") die der Neutralität sowohl in Bezug auf die Spaltung des African National Council (ANG), als auch zur Forderung nach der sofortigen Anwendung der Mehrheitenregelung oder der Verstärkung des Smithin en Kam fesch voraus des Re dam in Smith. Man kann jedoch voraussagen. Zukunft eine der folgenden Möglichkeiten eintreten wird:
- entweder Nkomo, der Vertreter der Hoffnungen ler schwarzen Kleinbourgeoisie in Rhodesien. schließt mit Smith die einzig mögliche Vereinbarung ab und dann ist man weit entfemt von den Forderungen: "ein Wahler, eine Stimme" und "sofortige Anwendung der Mehrheitenreselung" . Wenn eine solche Vereinbarungzustande kommt, ist es klar. laß die sambische Regierins zu ihren wärmsten Verteidigem zählen wird. Mit diesem Ziel in Auge reist Nkomo ständig nach Lusaka an Bord von Fluszeugen der sambischen Luftwaffe, um Kampagne beteiligten Sektoren führen wird, was wiederum erlauben wird, weitergehende Lehren über die wirkliche Natur des sambischen Regimes zu ziehen.
Man kann sogar sagen. daß eine solche Kampagne ein kritisches Instrument antikapitalistischer Profor le se de orienten nereis- die schamhaft und das Regime der MPLA diplomatisch anerkennen ihm matedaß Moskau diese Hilfe jetzt liefert. Es ist notwendig. Vorbereitungen zu treffen zu einer massiven materiellen Hilfe für die angolanische Revolution und auf dem ganzen afrikanischen Kontinent mit ler Propaganda dafur zu beginnen. Im Laufe eines solchen er kantonen Missen in de le rime a klichen Charakters des Imperialismus, des Neo-Kolonialismus und der herrschenden Regime in ihren eigenen Ländem.
9. Januar 1976