Die Rezession hat die west-deutsche Arbeiter- In vielen Städten hat die Gewerkschaftsführung klasse vor ein neues Problem gestellt: die Ar- eine viel größere Anzahl von Teilnehmem mobibeitslosigkeit. Vor allem die Jugend ist davon lisiert, als von der zentralen DGB-Bürokratie betrotten: gegenwärtig elk zwischen 200 und 250.00 jugend ichs l- festgelegt worden war. Soweit die ortlichen Gewerkschaftsführungen vor den Anordnungen der Bü- Arbeitslose. Ein guter Teil unter ihnen verfügt rokratie zurückwichen, haben Gewerkschaftsgrupüber keinerlei Qualifikation, Er hat auch keine Dortmund zu fahitia Seherlich haben an der Chance, eine zu bekommen, Die zunehmende Jugendarbeitslosigkeit, die Streichung zahlrei- Demonstration vom 8. November 50. 000 Arbeiter cher Lehrstellen sowie die Misere des Ausbildungs- teilgenommen. Sie haben sie in eine große Prosektors haben dazu geführt, daß von der Gewerk- testaktion gegen die Arbeitslosigkeit, gegen die schaftsjugend im Herbst 1975 Impulse zu einer Untemehmerstrategie und gegen die Politik der Aktion ausgegangen sind, an denen sich Zehn- sozialdemokratischen und liberalen Minister vertausende von jungarbeiter aut lokaler und regio- wandelt.
naler Ebene beteiligt ha ben, Diese Aktion mündee in einer nationalen Demonstration. Am Schluß der Demonstration fand eine Kundrebung in geschlossenem Saal statt, wo nicht Die Gewerkschaftsbürokratie hat zunächst ver- einmal die Hallte der Demonstranten hineinpasten. sucht, diese Aktion in eine geschlossene Saalver- Dennoch erhielt der DGB-Vorsitzende Vetter für anstaltung zu verwandeln. Aber durci massiven seine Rede über die Mitbestimmung keinen war- Protest seitens der Gewerkschaltsjugend, der dann men Zuspruch. Die Arbeiter wissen aus Erfahrung, aul andere Teile der Gewerkschaftsbewegung über- daß sie selbst in Betrieben der Wirtschaftszweige, gesprungen ist, wurde die Demonstration in Dort- in denen die Mitbestimmung praktiziert wird mund schließlich durchgesetzt. (Kohle- undStahlindustrie), vor Entlassung und Kurzarbeit nicht sicher sind.
Die Gewerkschaftsbürokratie hat es dann mit einem anderen Manöver versucht: die Teilneh- Die Demonstration in Dortmund ist eine der wichmerzahl sollte auf 20,000 und die Stoßrichting tigsten Aktionen der Gewerkschaften in der Bunder Demonstration auf die Mitbestimmungsforde- desrepublik seit den soer Jahren. Sie spiegelt rung testgelegt werden, Damit wollte sie dem die Tatsache wider, daß trotz des Rückgangs der Kanzler und den sozialdemokratischen Ministern Arbeiterkämpfe in den beiden letzten Jahren das globale Kräfteverhältnis zwischen den Klassen sich nicht zuungunsten der westdeutschen Arbeiterklasse kämpferischsten Arbeiter --die seit Beginn der entwickelt hat. Sie stellt zugleich die erste massikezession nur den Gürtel enger schnallen mußten ve Antwort der westdeutschen Arbeiter auf die Reund erlebten, wie die Gewerkschaftsbürokratie zession dar, Gleichzeitig zeigt sie, daß in der nach und nach vor dem Druck der Unternehmer gegenwärtigen Etappe die kämpferiscisten Elemenund der Regierung, vor ihren Forderungen nach te der Arbeiteravantgarde in der Bundesrepublil Lohnsenkung und Gewinnsteigerung kapitulierte-- es vorziehen, ihren Kampt mit der Unterstützung zu einem solchen Attraktionspol geworden, daß der Gewerkschaften zu führen, wobei sie zugleich auch dieses Manöver eine Protestwelle hervorrief. die äußerst versöhnlerische, kapitulierende Haltung der Gewerkschaftsbürokratie angreifen.