Befreiungskampf in zwischen hat das Bewußtsein der eigenen Identität tiefe Wurzeln
Kurdistan. geschlagen, auch wenn der Prozeß sehr ungleichmäßig erfolgt. In
Mit den Massendemonstrationen zum einigen Gebieten erhalten gerade Neujahrsfest ist der kurdische Befreiungs- nationalistische inrkische Parteien kampf kaum in eine neue Phase getreten. und islamische Fundamentalisten Denn ähnliche Aktionen gab es seit minde- hohe Stimmenanteile. stens zwei Jahren. Aber er ist er ist zumindest Es gibt eine breite kollaboriein der BRD stärker ins Bewußtsein getreten. rende Schicht, die die Politik der Es wird ein langdauernder Krieg werden, Assimilierung und Unterdrückung für den die Bonner Regicrungen mehr als in trägt • alte herrschende Schichten jedem anderen Teil der Erde politische Ver- wie Scheichs oder Sippenchefs soantwortung tragen. Denn die Türkei könnte wie Teile der Intelligenz und jener, sich wirtschaftlich und technisch nicht eine die im Staatsapparat integriert wurso starke Armee leisten, wenn die BRD nicht den. Besikci bezeichnet sie als seit über drei Jahrzehnten ständig massive "Agentenklasse". Militärhilfe geleistet hätte und trotz aller Die kurdischen Revolutionă- Rhetorik weiterhin leisten wird. rinnen kämpfen unter diesen Be- Zum besseren Verständnis dessen, war- dingungen für die Erhaltung der um in Kurdistan gekämpft wird, sei die kurdischen nationalen Identität und Streitschrift von Ismail Besikci: Kurdistan. für soziale Befreiung. Die türki- Internationale Kolonie, ISP-Verlag Frankfurt sche Linke hat sich zumindest lanam Main 1991, 235 Seiten, 29 DM empfoh- ge gegen diesen angeblichen "Natonalismus" gewandt.
Die auf fünf Staaten - Türkei, Irak, Iran, Tatsächlich erkennt die Verfas- Syrien, ex-SU - aufgeteilte Nation habe nicht sung von 1082 nur eine einheitliche einmal den Status einer Kolonie, weil ihr jede türkische Nation an. Entsprechend Identität genommen werde, meint Besikci. Es darf "in den Erziehungs- und Unsei "ein Volk, welches man versklaven und terrichtsinstitutionen keine andere seiner Identität berauben will,...os soll mit Sprache, als Türkisch den türkiseiner Kultur und Sprache von der Erdober- schen Staatsbürgern als Mutterflüche getilgt werden" (Seite 16f). sprache gelehrt oder im Unterricht Geschichte, Kultur und gesellschaftliche verwendet werden" (Art. 42/9). Bis Struktur werden in dem Buch so weit geschil- vor kurzem waren sogar Schriften dert, wie sie fnr das Verständnis der gegen- in kurdisch generell verboten. Im wärtigen Lage notwendig sind. Der Autor Gesetz heißt es: Die Muttersprache konzentriert sich in seiner Darstellung auf der türkischen Staatsangehörigen den von der Türkei besetzten Teil. ist türkisch..Die Benutzung von Mustafa Kemal hatte in den 30cr Jahren anderen Sprachen...ist ohne ...Erden Verlust des Balkan damit erklärt, dals laubnis verboten" (S. 155 f). diese Völker ihre slawische Sprache, Kultur Das Buch ist keine Analyse des und Geschichte erforscht hätten und so zum gegenwärtig von der PKK geführ- Nationalbewußtsein gefnhrt worden seien. ten Befreiungskampfes, aber es Solle die Türkei cine cinheitliche Nation ermöglicht, diesen Kampf besser bleiben, müsse folglich verhindert werden, au verstehen. daßein Volk zum Nationalbewußtsein gelan- Beim ISP- Verlagerschienen die ge. Eine kurdische Person, die sich als Türke folgenden weiteren Bücher zu Probekennt, ist tatsächlich gleichberechtigt • blemen Kurdistans und der Türkei: aber nur dann. Ansonsten wird sie verfolgt. Ismail Besikel: Wir wollen frei Mehr al in jedem anderen Teil Kurdistans und Kurden sein, isp-pocket 22, 3. wurde in Nordwest-Kurdistan, das heilt in Auflage, 136 Seiten, 14.80 DM. der türkischen Republik, eine zielgerichtete Charles Pauli: Türkei. Hinter Politik der Assimilierung betrieben. den Kulissen eines Wirtschafts- Das Nationalbewußtsein entwickelte sich wunders, inp-pocket 47, 160 Scidennoch seit den 60cr Jahren, vor allem durch ten, 14.80 DM. die Revolutionären Kulturvereine des Ostens Türkei. Staat und Gesellschaft, (DDKO), in denen auch Abdullah Ocalan Isp-pocker 19, 208 Seiten, 19.80. Abo-Bestellung
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===== S. 37 | Inprekorr_19920600_248_249_037.jpg ===== G 9861 E
Solidarität mit Cuba!
Der folgende aus Frankreich stammende Aufruf. für den international Unterschriften gesammelt werden, wendet sich gegen die Wirtschaftsblockade Cubas. Das breite Echo (allein 75 Abgeordnete des Europaparlaments haben unterzeichnet) zeigt die Möglichkeit und Notwendigkeit der Verteidigung Cubas, die die imperialistischen Staaten und die (ex-) Sowjetunion unmißverständlich angreift, aber auch die cubanische Regierung nicht kritiklos unterstützt.
Weitere Unterschriften bitte an die Redaktion Inprekorr c/o ISP-Verlag, Postfach 111017, 6000 Frankfurt/M.1. Die Kombination von US-Embargo, das seit dreißig Jahren andauert, und drastischer Reduktion des Handels mit der Sowjetunion und den osteuropäischen Ländern hat in Cuba eine dramatische Situation Lebensmittel und andere güter werden immer knapper. die unbestreitbaren Erfolge im Gesundheitswesen und im bildungsbereich sind bedroht.
Im Namen der Menschenrechte wird Kritik an dem zweifellos existierenden Mangel an Demokratie geüb. Aber diese Kritik erlaubt nicht - zumal nicht im Namen der Menschenrechte -, ein Land wirtschaftlich zu erdrosseln.
Wir haben unterschiedliche Positionen zum cubansichen Regierungssystem. Dennoch verurteilen wir gemeinsam den Versuch, eine politische Führung durch Aushungern der Bevölkerung zu stürzen. Die einseitige Aggression durch die Weltsupermacht kann absolut nicht zur Freiheit dieses Volkes führen. Wir fordern deshalb ein Ende der Blockade, die ein Angriff auf das Leben und die Würde des cubanischen Erstunterzeichnerinnen:
Roland Lew, Francois Maspero, Gilles Perrault, Antoine Comte, Mgr. Gaillot Sine, Thierry Jonquet, Giraud de la Pradelle, Paulo Antonio Paranagu, Michele Rey, Janette Habel, Ulrich Briefs (MdB, PDS-LiLi), Jutta Ditfurth (Ökologische Linke), Gregor Gysi (MdB, PDS-LiLi), Dorothee Piermont (MdEP). Jakob Moneta (ehemaliger Chefredakteur von "Metall) Hans-Jürgen Schutz (VSP, IV.Internationale), Günter Wallraff (Schriftsteller). Peter von Oertzen (Parteivorstand der SPD) Weitere Unterzeichnerinnen aus der BRD:
H. Breyer (MdEP, Die Grünen), D. Rogalla (MdEP. SPD). Georg Fülberth (Professor), K.H. Roth, Winfried Woll (SoZ, VSP). J. Scheer (Professor), R. Trampert (Radikale Linke, ex-MdB Die Grünen), Günther Waliraff (Schriftsteller), Dr. Ursula Fischer (MdB, Parlamentarische Geschäftsführerin der PDS-LiLi). Dr. Andre Brie (Parteivorstand der PDS), Dr Emst Struad (PDS). C. Roth (MdEP. Die Grünen). Martin Deuß (USPD), Hans Wauer (KPD). Eberhard Czichon (PDS), Dr. Heinz Marohn (PDS). Heinrich Fink (Dekan der Humboldt Universität Berlin), M. Rothe (MdEP. SPD). W. Telkämper (Vizepräsident des EP, Die Grünen), Sigmund Fischer, Peter Oldenbossel, Heike Gundermann (PDS), Michael Brie, Jutta Braband (MdB, PDS), U. Baumgärtner, V. Beckhoff, A.D. Boris (Professoren). K Bátier Claassen (Professor), E. Walde (ehemaliger Geschäftsführer, Die Grünen), Karen Benda Weitere Unterschriften:
Orlando Nunez (FSLN), Rafael Taveras (Gen. Sekretär des Bloque Socialista (Dominikanische Republik), Priscilla Pacheco (PRT-Mexico), Rafael Santos (Abgeordneter der Partei der Dominikanischen Arbeiter), Luis enrique Mejia Godoy (Sänger, Nicaragua). Omar Ceabzas ((FSLN), Edgardo Garcia (Gen. Sekretär der ATC, Nikaragua), Dan Heap ( Abgeordneter der New Democratic Party, Canada). Carlos Brito (Abgeordneter der KP-Portugals), G. Girardi (Philosophieprofessor, Italien). Cesar Jerez (Jesuit, Rektor der UCA in Managua). Evans Lescauflaire (Bewegung' Lavalas, Professor, Haiti). Cesar Banera (Abgeordneter, Peru), Erika Dannenberg (KP Österreichs), Jose Ramo (Gen. Sekretär der Lehrerinnegewrkschaft SUTEP, Peru), Wilson Reategui (Rektor der San Marcos Universität, Peru), Jorge Del Prado (Gen. Sekretär der KP Perus, Abgeordneter), Rolando Brena (Präsident der UNIR, Peru), Max Correa (Sekretär für internationale Angelegenheiten der M-19, Kolumbien), A Egido (Herri Batasuna, Euskadi), Ernest Mandel (Vereinigtes Sekretariat der Vierten Internationale), Rene Nunez (Leitung der FSLN). Laeticia Herrera (Commandante der FSLN). Carlos Ferdinand Chamorto (Leiter der BARRICADA, Nicaragua). Lea Guido (FSLN, ehem. Gesundheitsministerin), Miguel D'Escoto (FSLN, ehem. Außenminister). Mario Aguina (Abgeordneter der UDN, El Salvador), V.E. Trawkin (UdSSR), P.K. Laschinski (ehem. Politbüro der KPdSU), Zuhdi Terzi (PLO, Palástina), Alem Rojo (Movimiento Bolivia libre, Abgeordneter), Neville Alexander (WOSA, Südafrika). Tony Benn (Abgeordneter der Labour Party). E. Hobsbawn (Professor, GB). P. Heathfield (Generalsekretär der Bergarbeiterinnengewerkschaft, GB), Rose Acker (Stuttgart), Helga Amail-Schoder (Mannheim), Dr. Helmut Arold (Frankfurt/M.), Karl Burgmeier (Stuttgart), Beate Brunner (Winsen/Ruhr), Prof. Theodor Bergmann (Stuttgart), Dr. Burchard Bösche (Frankfurt/M.), Christa Göppert (Frankfurt/M.), Hans Hasselkus (Bochum). Björn Krüger, Lars Steinau, Peter Langos, Rudolf Segall, Bernhard Brosius, Hansjörg Schepp), Silke Gewerkschafterinnen solidarisch mit Cube:
Georg Benz, Krain Benz-Overhage, Dr. Heinz Bierbaum (Frankfurt/M.), Heinz Brandt (Bochum), Helmut Brandt (Stuttgart), Rainer Einenkel (Bochum), Ulrich Franz (Wuppertal), Hans Peter Georgens (Kartsruhe), Manfred Hackh, Wolfgang Haupt, Karl Holzmann (Stuttgart), Peter Jaszczyk (Bochum). Christoph Jetter (Frankfurt/M.), Otto König (Hattingen/ Ruhr). Erhard Korn (Steinheim/Murr), Michael Krausz (Hamburg). Walther Kühn (Göppingen), Karl Lösch (Stuttgart), Gustav Martin (Esslingen), Menne Meier (Heidenheim/Brenz) Werner Pfennig. Siegfried Pommerenke (Stuttgart), Lilo Rademacher (Friedrichshafen), Erich Rauscher (Stuttgart), Hermann Rettich (Schwäbisch Gmünd), Bernd Riexinger, Reiner Salm, Roland Sauer (Stuttgart), Edgar Schmidt (Ludwigsburg), Peter Schoder (Mannheim), Günther Volz (Schwäbisch Hall), Michael Wendi (München), Werner Wild (Stuttgart) Michael Janitzki (Gießen), Annelore Kromer, Egon Kromer, Carsten Kunkel, Doris Kunkel (Stuttgart), Winfried Leupolz (Leutkirchen), Fritz Musper (Stuttgart), Uschi Nienhaus, Bot Spitz (Köln). Otto Wahl (Stuttgart), Vangelis Sakkatos (Schriftsteller). Michael Sauel, Wolfgang Zimmermann, Iris Vogt, Rainer Morgenstern, Anna Sakkatou, Helmut Schmitt, Jakob Schäfer , Klaus Kerner, Behard Strasdeit, Ekkehard Stein, Wolfgang Alles, Elke Hinsch, Axel Kunze, Bianca Köster, Horst Schwanke, Sabine Meyer, H.J. Lehmann, Lilo