Register für 1991 REGISTER
FRANKREICH
Die französischen Gewerkschaften vor dem Umbruch, Pierre Rome 236/237 Die Zahlen hinter den Artikeln verwelsen auf die Nummer von inprekorr, in der der Artikel erschienen ist.
AFRIKA
Die Domokratio - Rettung für Afrika?, Claude Gabriel 240 ALGERIEN
Charterflüge der Schande, Albert Rochal 241 Gedenkwoche für Opfer des 17 Oktober 1961 241 Gesundheit hat keinen Preis, Patric Debrest 242 Stroik bei Renault 242 FRAUENBEWEGUNG 100 Millionen Frauen fehlen, Jean Batou 236/237 Ringen um eine Alternative zum Fundamentalismus, Chawki Salhi 235 GEWERKSCHAFTEN
Vor einem Europäischen Gewerkschaftsbund?, Joaquin Nieto 236/237 Kongroß der PST 238 Die französischen Gewerkschaften vor dem Umbruch, Pierre Rome 236/237 Rundreise von algerischer Feministin 241 AUSTRALIEN
GOLFKRIEG
Stoppt die imperialistische Aggression gegen den İrak! Erklärung des Büros Kampf um freie Abtreibung in Nou-Süd-Wales 241 AZANIA
Das tunesische Regime reitet die irakische Wolle, Luiza Maria 235 Nachruf auf I.B. Tabata 234 Am deutschen Wesen wird die Welt gemessen. "Linke" Kriegshetze und Das Gleichgewicht kippt, Mark Harpert 236/237 Gefängnisstrafe für Winnie Mandela, Peter Blumer 236/237 Konferenz der WOSA 236/237 Die KP zum Putsch
Neue Linke Strömung (NAR) am Scheideweg, Stavros Orfanogiannis 235 Das Übergangsprogramm der Aparthoid, Potor Blumer 242 BASKENLAND
Vereinigung von EMK und LKI 239 BUCHBESPRECHUNGEN
GROBBRITANNIEN
Von Thatcher zum Eurothatcherismus, James Brook 234 Ausgrenzung der Labour-Linken 239 H. Spatzenegger (Hg.): Das verspielte "Kapital"? Die marxistische Ideologie Britische Antifa-Arbeit 241 Spannungen in der Militant Tendency 241 H. Schafranek, Zwischen Gestapo und NKWD, Hans-Jürgen Schulz 239 HAITI
Kontroverse um "Zwischen NKWD und Gestapo" von Hans Schafranok, Bittere Erfahrungen in Haiti, Arthur Mahon 241 P. Martin: Das rebollische Eigentum. Vom Kampf der Afroamerikaner gegen CHINA
Bürokratie in der Dofensive, Roland Lew 239 HONG KONG
Sozialistische Wahlkanditatur 241 IRAK (elehe: GOLFKRIEG)
IRAN
Machtkampf unter den Mullahs, Interview mit Mahmood Kafaie 239 DÄNEMARK
Flüchtlinge von Ausweisung bedroht 238 Linke Wochenzeitung gegründet 239 Kampf gegen Abschiebungen 241 DEUTSCHLAND
ISRAEL
Politischer Gefangener Mahmoud Ahmad Massarwa 236/237 Resolution des Vereinigten Sekretariats der IV. Internationale zur kapitalisti. ITALIEN
Treffen "Kommunistischer Wiedergründer", Livio Maitan 236/237 Am doutschen Wesen wird die Welt gemesson. "Linke" Kriegshetze und Auflösung von DP
Deutschland in der Neuen Weltordnung, Hans-Jürgen Schulz 236/237 Stoppt die imperialistische Aggression gegen den Irak! Erklärung des Büros Emest Mandel in Halle, Hans-J. Fleischer 236/237 Disput Brie vs Mandel 236/237 Kuba heute. Bericht an die Internationale Exokutivkomitoo der Zum Ende des Kommunistischen Bundes, Cora Blume, David Müller 238 KB-Geschichte: Aufarbeitung oder Verdrängung?, Otmar Waltor 241 Entwurf einer Rosolution zur UdSSR für den Xiil.Woltkongreß der KB-Geschichte: Aufarbeitung oder Verdrängung?, Otmar Waltor 241 Entwurf einer Rosolution zur UdSSR für den Xiil.Woltkongreß der Schublade im Kopf (Replik an Otmar Walter), David Müller 241 Die IV.Internationale vor dem XIII. Weltkongreß. Interview mit Claude Gabriol Rundreise von algerischer Feministin 241 Bericht übor den XiII. Weltkongroß der IV.Intornationalo, Hans-Jürgen Schulz EUROPA
Vor einem Europäischen Gewerkschaftsbund?, Joaquin Nioto 236/237 Resolution des Vereinigten Sekretariats der IV. Internationale zur kapitalisti. 1992 - Gefahren für die Arbeiterinnenbewegung. Claude Gabriel 239 Kontrolle des Arbeitsmarktes, Claude Gabriol 241 Bericht über die Mai 1991 Tagung des Vereinigten Sekretariats, Hans-Jürgen Rassistischer Flächenbrand in Europa, Sam Inman 241 FASCHISMUS
Für eine antifaschistische Aktion, Hans-Jürgen Schulz 241 FINNLAND
DIE INTERNATIONALE
Nr. 38/ Am deutschen Wesen wird die Welt gemessen. "Linke" Kriegshetze und 40.000 gegen Lohnkürzungen und Streikverbot 241
REGISTER
RASSISMUS
Nr. 38/11 Rassistischer Flächenbrand in Europa, Sam Inman 241 Deutschland in der Nouen Weltordnung, Hans-Jürgen Schulz 236/237 Rassismus und Antirassismus, David Müller 241 Zu Lage und Zukunft des Sozialismus (II), Ernest Mandol 236/237 Für eine antifaschistische Aktion, Hans-Jürgen Schulz 241 Wachsendes Interesse an L.D. Trotzki, Manfred Behrend 236/237 Buchbesprechung: P. Martin, "Das rebellische Eigentum. Vom Kampf dor Afroamerikaner gegen ihre Versklavung*. Marion Meyers 241 Nr. 38/11l Zum Ende des Kommunistischen Bundes, Cora Blume, David Müller 238 RUMÁNIEN Jahre danach, Hans-Jürgen Schulz 238 Die Bergarbeiter kehren zurück, Livio Maitan 241 Für die Verteidigung der Sowjetunion, Dokument 238 L.D. Trotzki und der deutsche Faschismus, Manfred Behrend 238 EL SALVADOR Zu Lage und Zukunft des Sozialismus (III), Emost Mandel 238 Ausgrenzung der Extreme, Joaquin Villalobos 236/237 Nur die Kontinuität führt uns zum Ziel, Gespräch mit Rudolf Segall 238 Theorie und Realität, Sergio Rodriguez 236/237 Nr. 38/TV SCHULDENKRISE
Noue Weltordnung, Harry Hempel 239 Schulden und Cholera, Jacques Cherbourg 240 Zum 80. Geburtstag von Willy Boopple, Rede von Jakob Moneta 239 Israol: Mythos und Wirklichkeit (Dokument), Nathan Weinstock 239 SCHWEDEN Jugoslawien, Brief von österreichischen Revolutionärinnen, 1944 239 Arbeiterliste vor dem Ende, Björn Mertens 239 Buchbesprochung: H. Schafranok, Zwischen Gestapo und NKWD, Hans- Niederlage der ganzen Arbeiterbewegung, Dick Forslund 240 Jürgen Schulz 239 Der Mythos vom schmutzigen fremden Mann (Beitrag zum Thema sexueller SEXUELLER MIBBRAUCH Mißbrauch), Genossinnen der ISG 240 Der Mythos vom schmutzigen fremden Mann, Genossinnen der ISG 240 Zwölf Thesen zur Krise des "real existierenden Sozialismus", Michael Lowy Therapie der Täter? Ein Beitrag zur Debatte um den sexuellen Mißbrauch von 240 Kindem, Ingrid Kohlhas 242 Plan, Markt und Selbstverwaltung, Catherine Samary 240 Buchbesprechung: Kontroverse um "Zwischen NKWD und Gestapo" von SPANISCHER STAAT Hans Schafranok, Hans-Jürgen Schulz 240 Vereinigung von EMK und LKI 239 Nr. 39/1 SRI LANKA
Rassismus und Antirassismus, David Müller 241 Gemeindewahlen 238 Für eine antifaschistische Aktion, Hans-Jürgen Schulz 241 KB-Geschichte: Aufarbeitung oder Verdrängung?, Otmar Walter 241 SÜDAFRIKA (siehe: AZANIA) Schublade im Kopf (Replik an Otmar Walter), David Müller 241 Therapie der Täter? Ein Beitrag zur Debatte um den sexuellen Mißbrauch von SÜDKOREA Kindem, Ingrid Kohlhas 242 Seouler Frühling, Enzo Traverso 239 "Dor Sozialismus ist für mich keine Frage dos Glaubens*, Intorviow mit Willy Boepple 242 TSCHECHOSLOWAKEI
Internationales sozialistisches Sommercamp 240 JUGOSLAWIEN
Slowenische und Kroatische Selbstbestimmung angegriffen, Colin Meade TUNESIEN 236/237 Das Rogime reitet die irakische Welle, Luiza Maria 235 Die Balkankrise, Catherine Samary 238 Proteste gegen Tötung von Studenten 236/237 Die intemationale Gemeinschaft und der jugoslawische Bürgerkrieg, Catherine Samary 240 UDSSR
Jugoslawien - im Schatten des Krieges, Goran Tomicic 241 Entwurf einer Resolution zur UdSSR für den XIII.Weltkongreß der IV.Internationalo 234 KANADA Dokumente der sowjetischen Linken 234 Partoitag der SC/GS 238 Selbstverwaltung oder bürokratischer Kapitalismus. Interview mit Alexander Busgalin 235 KUBA Vielo grüne Schattierungen. Interview mit Wadim Damier 235 Kuba heute. Bericht an die Internationalo Exekutivkomiteo der Die Ukraine gegen Gorbatschow. Rede von Iwan Drach 235 IV.Interationale 234 Deklaration der ukrainischen Linken 235 Solidarität mit Kuba!, Aufruf 240 Konterrevolution und Restauration, Hans-Jürgen Schulz 239 Direkte Aktion und Einheit der Linken, Interview mit Dmitri Kostyenko 239 MAROKKO Jelzin erweitert seine Macht, Poul Founder Larsen 240 Abraham Serfaty ontlasson 240 Arbeiterinnen demonstrieren 242 "Wir bereiten uns auf don Kampf vor", Interviow mit Andrej Isajow 242 MEXIKO
Wahlkampf der Prostituierten, Claudia Colimoro 241 UNGARN Kampf um freie Abtreibung 242 Enteignung der Goworkschaften240 NIEDERLANDE USA
CIA und Asylrecht 242 Tag der Arbeit 240 Neue Krise im "Verhältnis zwischen Schwarzen und Juden*, Steve Bloom 241 OSTEUROPA
Die Tragódie der Restauration in Ostouropa, Honri Wilno 238 VIETNAM Thomas Borge zu Osteuropa 242 Siebter Kongross dor VKP, Piorre Rousset 241 PORTUGAL
Rovolutionäre Wahlkanditatur 241 40 INPREKORR 243
Internationale ArbeiterInnenbewegung Internationale ArbeiterInnenbewegung NSSP tritt Vierter
Internationale bei Auf ihrem 8. Parteitag Mitte November beschlossen die etwa 300 Delegierten der NSSP (Neue Sozialistische Partei) von Sri Lanka den Beitritt zur IV. Internationale. Die Partei hat etwa 3.000 Mitglieder und führt zwei bedeutende Gewerkschaften (United Federation of Labour und Government United Federation of Labour).
Die Partei entwickelte sich aus einer Abspaltung der LSSP, die 1964 wegen Eintritts in eine bürgerliche Regierung aus der Internationale ausgeschlossen wurde (heute eine sozialdemokratische Partei, die sich aber als "trotzkistisch" bezeichnet und deren Emblem weiter Hammer, Sichel mit der "4" ist). 1983-1985 war die NSSP verboten, ihre Führung im Untergrund.
Der Parteitag beschloß ein Aktionsprogramm gegen die am IWF-Diktat orientierte Regierungspolitik (Privatisierungen, Austerität, Freizonen), Beendigung des Krieges gegen Tamilen und für deren Selbstbestimmung, das "Land jenen, die es bebauen" und die Bildung von Arbeiterkomitees zum Kampf für diese Forderungen.
Zur Führung der NSSP gehören unter anderen der buddhistische Mönch Baddegama Samitha und der katholische Priester Linus Jayatilaice, der erklärte: "Wir glauben, daß emsthafte Christen inder Gesellschaft Stellung beziehen sollten, einen Klassenstandpunkt einnehmen, sich auf die Seite der Ausgebeuteten, der Unterdrückten und ungerechtfertigt Eingesperrten stellen. Nach ernsthaften Überlegungen, wie wir uns mit der ausgebeuteten Klasse verbinden konnten, kamen wir zum Schluß, daß wir die marxistische Methode der Analyse brauchen." DÄNEMARK
Linke dänische Einheitsfront Bei den kommenden Pariamentswahlen tritt wahrscheinlich eine Einheitsliste (Enhedsliste) aus der kommunistischen Partei(DKP), den Linkssozialisten (VS; sie diskutieren ihre Selbstauflösung) deren Jugendorganisation (VSU), der ex-maoistischen KAP und der SAP (Socialistisk Arbejderparti - dänische Sektion) an.
Diese Organisationen geben, bis auf die DKP, gemeinsam eine Wochenzeitung (Den Röde Trad - Der rote Faden) heraus. Die SAP hat dafür ihre Zweiwochenzeitschrift "Klassenkampen" cingestellt und gibt dafür das Monatsmagazin Socialistik Information in gleicher Auflage heraus. .INTERNATIONALE
Treffen der europäischen Sektionsleitungen
Im Anschluß an eine curopäische Frauenkonferenz. tagten Ende November die Vertretungen der europäischen Politbüros, an der auch die VSP teilnahm. Ein Schwerpunkt der Arbeit aller Sektionen wird der Kampf gegen Faschismus und Rassismus sein ("no fortress Europe"). Dafür wird es im Frühjahr in Paris ein zentrales Treffen und Koordinationen geben. Diese Arbeit soll auch im Mittelpunkt des Jugendlagers 1992 in Portugal und der nächsten Frauenkonferenz (Rassismus und europäische Einheit) stehen. Beschlossen wurde ferner unter anderem eine stärkere Koordinierung der Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit. Die Euro-PB-Treffen werden künftig wieder jährlich durchgeführt.
Mit dieser Rolle zieht sie inzwi- NORWEGEN schen auch andere Leute an, die sich nicht mit der Arbeiterbewegung identifizieren, aber gegen die EG und für Subventionen sind. Kommunalwahlen Zweiter Sieger war die (linksin Norwegen sozialdemokratische) Sozialistische Linkspartei (Sosialistisk Venstrepartiet, SV), die ihren Warme Brise für die Linke, kalte Stimmenanteil von 6% auf 12% Dusche für die EG-Freunde verdoppelte. Sie war 1973 nach Die Kommunalwahlen, die in Nor- den Mobilisierungen gegen die wegen traditionell auf der Halb- EG ursprünglich als Liste der EGzeit der Wahlperiode des Storting Gegnerinnen gegründet worden (Parlament) stattfinden, galten und erreichte damals 11%. Nach diesmal mehr denn je als Test- langem Niedergang kehrt sie nun wahl: nach dem Aufnahmeantrag gewissermaßen zu ihren Wurzeln Schwedens, das in Norwegen zurück. Sie bekam viele Stimmen immer noch das "große Vorbild" von Sozialdemokraten, da sie ist, steht die Mitgliedschaft nun gegen die EG und für den (sozialwieder auf der Tagesordnung. demokratischen) Wohlfahrtsstaat nachdem sie 1972 in einer Volks- eintrat. Auch in der Jugend fand abstimmung abgelehnt worden sie großen Zulauf, nachdem die war. Fortschrittspartei in den letzten Erfreulich, daß alle EG-begei- Jahren ausgerechnet hier ihre sterten Parteien kräftige Verluste größten Bastionen hatte. einstecken mußten: die Sozialde- Bislang stand eine Regiemokratie (Arbeiderpartiet) verlor rungszusammenarbeit mit der 5,5% und bekam mit 30% ihr Sozialdemokratie nie zur Diskusschlechtestes Nachkriegsergeb- sion, da diese zu stark war und der nis; die Konservativen (H*yre) SV unverhohlen feindlich gegensackten um 2% auf 22% ab und überstand. Beides hat sich geänwaren damit noch glücklich. Be- dert, und schon beobachtet man sonders erfreulich, daß die rechts- bei einzelnen SV-Mitgliedern die populistische, ultra-liberalisti- Verlockungen der "Realpolitik", sche "Fortschrittspartei" (Frems- wie sie auch die deutschen Grünen krittspartiet) mit 7% fast halbiert zersetzt haben. In der Stadt Oslo wurde; ihr Anteil in Arbeitervier- war nach 15 Jahren konservativer teln sank von immerhin 20% auf Mißwirtschaft und Korruption die 10%! Sehnsucht nach einem Wechsel Gewinner waren die Parteien, allgemein verbreitet und die Stimdie sich klar gegen die EG ausge- menergebnisse reichen für ein sprochen hatten: zum einen die Bündnis. Die Führung der SV ist Zentrumspartei (Senterpartiet), jetzt bereit, die letzten Reste des traditionell das Sprachrohr der Marxismus über Bord zu werfen. Bauern und Fischer. Sie hatte im Ihr charismatischer Führer erklärletzten Herbst die bürgerliche te kurz vor der Wahl, das nur noch Regierung wegen der EG-Frage leicht marxistisch angehauchte verlassen und damit gestürzt. Parteiprogramm von 1987 sei Nachdem sowohl Sozialdemokra- schon bei der Verabschiedung ten als auch Konservative den "veraltet" gewesen. Noch brisan- Konsens des skandinavischen ter ist, daß die Anti-EG-Haltung Wohlfahrtsstaats aufgekündigt öffentlich in Frage gestellt wird. haben und sich nach rechts bewe- Aufgrund der Geschichte der SV gen, befindet sich die Zentrums- und der Bedeutung der EG-Dispartei inzwischen ungewollt links kussion in Norwegen löst dieseine von beiden. Dieselbe Situation reale Spaltungsdynamik aus und besteht in der Frage von Subven- es eröffnen sich ganz neue Pertionen für die Landwirtschaft, die spektiven für Umgruppierungen anders nicht mit dem holländi- von RevolutionärInnen. schen Chemiegemüse konkurrie- Als einzige revolutionäre Alren könnte: Sozialdemokraten und ternative stand das von der ex- Konservative sind dagegen, die maoistischen AKP 1 (Arbeidernes Zentrumspartei als cinzige dafür.
Internationale ArbeiterInnenbewegung Kommunistpartiet, Kommunistische Arbeiterpartei) gegründete (und früher auch gesteuerte) "Rote Wahlbündnis" (R'd Valgallianse, RV) auf den Stimmzetteln. An dieser Liste beteiligten sich andere sozialistische Kräfte, darunter die norwegischen Unterstützerinnen der IV. Intemationale. Bedenkt man, daß in der letzten Wahiperiode das Massaker auf dem Tien Anmen, der Zusammenbruch der bürokratisierten Gesellschaften Osteuropas und eine schwere Krise der AKP stattfanden, war das Ergebnis der R V erfreulich gut: sie erhielt landesweit 1,5% (0,2% mehr als 1987 und sogar 0,8% mehr als 1989, als sie auf einer sehr flauen und von der SV kaum zu unterscheidenden Plattform kandidierte 2). In den großen Städten (Oslo 3,9%, Bergen 1,8%, Trondheim 3,0%) und in einigen kleineren industriellen Zentren (Odda 8,9%, Bod" 8,5%, Notod. den 5,5%) gab es deutlich bessere Ergebnisse.
Dies gibt den Plänen großen Aufschwung, die RV als den Kern einer neuen revolutionären Partei aufzubauen und die AKP aufzulösen. Durch einen Kompromiß im ZK, zunächst sowohl die RV als unabhängige, politisch umfassende, revolutionäre Partei zu unterstützen als auch die AKP weiterzuführen, wurde der Bruch zwischen den Erneuerer und den Bewahrern in der AKP hinausgezögert. Erstmals in der Geschichte der AKP wurden zwei ausformulierte politische Plattformen vorgelegt, die jetzt ohne Spaltungs- und Ausschlußdrohungen diskutiert werden können.
Anders Ekeland, Björ Mertens.
Anmerkungen:
1) Zur Entwicklung der AKP siehe Inprekorr 212 und SoZ. 21/91 2) Zu den Wahlen 1989 siche ALGERIEN
Vor den algerischen Wahlen
Wir bringen im Folgenden
Auszüge aus einem Interview mit ChawkiSalhi, einem Leitungsmit- Hashani, der seitdem der öffentglied der Sozialistischen Arbeite- lich Führer der FIS ist, erklärt, daB rInnenpartei (Sympathisantinnen er jedes Gespräch mit der Regieder Vierten Internationale in Alge- rung ablehnt, solange die beiden rien). Das Interview wurde vor den im Gefängnis sind. Trotz dieser Wahlen geführt. Erklärungen hat er aber recht Das von der Regierung schnell Verhandlungen mit der durchgesetzte Wahlgesetzt hat Regierung begonnen und die FIS sowohl unter der Regierung und auf die Wahlen vorbereitet, wähder herrschenden FLN, als auch rend der die ganze Zeit anderslauunter der Opposition zu heftigen tende Erklärungen abgab (...) Debatten geführt. Hat die FIS nach dem Ausnah- Der ganze Lärm ist mezustand ihren starken Rückhalt künstlich.Sowohl die verschiede- in der Bevölkerung behalten? nen Regierungsströmungen, als Die FIS hat an Boden verloauch die sog. demokratischen Par- ren. Schon im Frühling hat sie teien - außer Ait Ahmeds Front der ihre Hegemonie unter den Mas- Sozialistischen Kräfte - sind für sen verloren. Trotzdem ist es ihr Mehrheitswahlrecht in zwei gelungen eine zentrale Rolle auf Wahlgängen. Nur die PST hat der politischen Bühne zu spielen diesen Konsens durchbrochen und (...) sich zusammen mit 30 kleineren Doch was die Leute am mei- Organisationen für Proporzwahl- sten bewegt, ist die Wirtschaftsrecht eingesetzt (...) krise und dazu hat die FIS nicht Ein anderer Diskussions- viel zu sagen. Sic hat beim Aufbau punkt ist das Stellvertreter- einer Gewerkschaft versagt und wahlrecht, das verheiratete setzt sich nur an die Spitze sozia- Frauen effektiv von der Stim- len Unmuts, wenn sich Bewegunmabgabe ausschließt und die gen schon entwickelt haben.(...) Stimme dem Mann überträgt. Wie werden die kommenden Noch vor zwei Jahren haben Wahlen in der Bevölkerung die Medien und großen "demokra- wahrgenommen? tischen" Parteien den Kampf der Die Leute kümmern sich Frauen um das Wahlrecht völlig hauptsächlich um die Wirtschaftsignoriert. Jetzt sind die Leute krise. Der Ausnahmezustand hat plötzlich aufgewacht und haben gezeigt, wie schlecht die mögligemerkt, daß es 3,5 Millionen chen Alternativen zum Regime verheiratete Frauen gibt, denen die sind, die in den Medien debattie- Stimme weggenommen wird ren, aber ansonsten nciht das Ge- (....Nach längerem hin und her) ha- ringste verändern können. ben die Frauen jetzt das Wahl- Das Regime, das neben der recht, auch wenn die Männer die Regierung die Armee und den Stimmabgabe immer noch effek- Präsidenten einschließt erscheint tiv verhindern können, indem sie als Herr der Lage. Die Stimmung, ihnen z.B. einfach verbieten, aus daß die großen Parteien nicht dem Haus zu gehen. wollen, daß das Volk entscheidet, Wie verhält sich die FIS (Is- weil sie die Entscheidung nicht lamische Rettungsfront)? Wird vorherschen können, ist weit versie zum Wahlboykott aufrufen, breitet.(...) Die Leute glauben, daß solange ihre wichtigsten Führer die Regierung hinter allem steckt in Haft sind? und daß die Parteiführungen nur Wir sollten uns in Erinnerung Nebenrollen spielen.(...) rufen, daß es nach der Verhaftung Die Leute interessieren sich von Abassi Madani und Ali Bel- nciht besonders für die Wahlen, hadj am 30.6.1991 zwischen den die dazu gedacht sind, den soziahsitorischen Führern auf der einen len Frieden herzustellen. Eine und anderen, weniger bekannten geringe Wahlbeteiligung ist zu zu Auseinandersetzungen kam. erwarten, aber kein Boykott, da Erstere befürworteten eine die Leute keine Alternative scharte Linie für die FIS, ja sogar hen.(...) Darüberhinaus denke ich, eine Guerillalinie (...). daß wenig Frauen an die Urnen Auf deranderen Seite hat einer gehen werden(...). dieser illustren Unbekannten, (weiter auf Seite 43) Chafla Djemame, die vor kurzem auf einer Rundreise in der BRD war, schrieb une zusätzlich zum Interview Ihres Genossen: Hier hat sich die Lage erheblich verschlechtert. Die Auswirkungen der IWF-Politik werden täglich spürbarer, die Preise steigen ins Unermeßliche, während die Löhne eingefroren sind.Der Zorn der Arbeiter erreichte im Juni, daß die goplanton Preisorhöhungen für Milch, Brot und Mehl nicht vorgenommen wurden. Es wurden sogar Ausgleichszahlungen für Löhne unter 6.000 Dinar (in der Kaufkraft etwa 600 DM) von der Regierung zugestanden.
Die staatlich gelenkte Gewerkschaft UGTA unterstützt zwar verbal die Arbeiter in ihrem Zorn, spielt jedoch für die Regierung die Feuerwehr. Doch sie wird mehr und mehr Probleme haben, die Bewegung zu besänftigen, die auf einen Steik zutreibt. In einer miserabel geführten Verhandlung hat die UGTA die erste Runde gegen die Regierung verloren. Sie forderte die Erhöhung des Kindergeldes von 120 um 500 Dinar. Doch die Folge war nur ein Ausbluten der Sozialversicherung. statt Druck auf die Regierung auszuüben, den garanterten Mindestlohn zu erhöhen und eine gleitende Lohnskala durchzusetzen, wie es unsere zentralen Forderungen sind. Sie betrügen faktisch die Arbeiter. die in den entscheidenden Bereichen freilich noch passiv bleiben. Die Vorbereitung der Wahlen vollzieht sich in einer eintönigen Atmosphäre. Regierungschef Chadi wahrte sein Gesicht, indem er das uneingeschränkte Frauenwahlrecht proklamierte, um begeisterte Zustimmung zu gewinnen. Die Beteiligung der Frauen bei den anstehenden Wahlen wird jedoch geringer sein, als es im Juni der Fall gewesen wäre, als dio Wahlen abgesetzt wurden.
Das Lager der Unterdrückten ist sehr geschwächt Weder die Stalinisten noch die Lambertisten beteiligen sich an den Wahlen. Die einen fürchten die Stärke der Fundamentalisten, die anderen fordern die Freilassung der Gefangenen als Voraussetzung ihrer Beteiligung. Allein die PST vertoidigt in einer Zeit der Schwächung das fortschrittliche Programm unter schweren Bedingungen. Wir haben keine Räume und keine Presse. Zwar habe ich auf meiner Reise zwei Offsetmaschinen aufgetrieben, die uns sehr hilfreich sein können. Sie mußten erst repariert und uns geschickt werden. Künftig kann uns das ungeheuer helfen.
Auf meiner Reise zu Euch hatte ich viele menschlich und politisch wertvolle Begegnungen. Seid alle gegrüßt.
Internationale ArbeiterInnenbewegung
KURZNACHRICHTEN
Am 24.11.1991 wurde in Jekaterinenburg von 500 Delegierten die TERMINE *Kommunistische Arbeiterpartei Rußlands" gegründet. Sie gilt als neosta. linistisch und als Versuch des alten Partoiapparates, die KPdSU unter neuem Namen wiederzugründen. Unbekannt ist, in welchem Umfang der alte Apparat beteiligt ist.
Auf Initiative des Koordinationsrates der "Marxistischen Plattform" in 22./23.2.1992 - Delegiertenkonferenz der der ohemaligen KPdSU fand am 17. November in Moskau eine Konferenz mit etwa 100 Delegierten aus Rußland, Lettland, Litauen, Moldawien und Inprekorr-Strömung in Frankfurt/Main, Haus Kasachstan statt. Sie gründeten die "Kommunistische Liga" und beschlossen eine Werbokampagne zur Registrierung von Mitgliedern. Bis "die der Jugend, Deutschherrenufer, Beginn: KPdSU ihre Rolle wieder erhält", gibt es eine Doppelmitgliedschaft in der Samstag, 12 Uhr Liga und der KPdSU.
Die Ende August 1991 gegründete "Initiative für eine Partei der Arbeit 11.-17.4.1992 - Seminar der Inprekorr (Inprokorr Nr. 240) ist durch internen Streit und Abspaltungen in eine Krise geraten. Die Chancen dieser Gruppierung sind damit sehr ungewiß gewor- Strömung in Amsterdam, u.a. zu Deutschland den. in der neuen Weltordnung, Rassismus und Die über 300 Delegierten der NSSP in Sri Lanka haben auf ihrem Antirassismus... Parteitag Mitte November 1991 bei nur einer Stimmenthaltung ihren Beitritt zur Vierten Internationale beschlossen.
8.-10.5.1992 - antirassistische europäische 127.000 Unterschriften - 100.000 waren nötig - sind Endem November Jugendkonferenz in Eindhoven in Österreich gesammelt worden, um das Parlament zu einem Boschluß über eine Volksabstimmung zum EG-Beitritt zu zwingen.
Die erste Konferenz der Frauen in der Gewerkschaft (women in the Juli - Jugendcamp in Portugal union conference) fand am 23. November in London statt. Sie wurde von den "Frauen für Sozialismus" (women for socialism) und dem Gowork- 4. Juli - Demo gegen den schaftskomitoe der sozialistischen Bewegung (socialist movement trade union committee) getragen, einer Bündnisorganisation radikaler Kräfte. Weltwirtschaftsgipfel in München. Die SWP (Socialist Workers Party) in Großbritannien hielt kürzlich ihren Kongreß ab. Sie hat 6.000 Mitglieder (eigene Angabe). In der Diskus- 4.-6.7. - Gegenkongreß in München sion vor dem Kongreß spielte die Forderung nach innerorganisatorischer Demokratie eine große Rolle. Nach dem faktischen Zerfall der Labour- Linken erhofft sich die SWP große Chancen.
Nach Ermordung des iranischen Flüchtlings Jimmy Ranjbar haben 5.000 Menschen In Stockholm gegen Rassismus und rassistische Gewalt Die wirtschaftliche Situation Konnte die PST Listen zu demonstriert. In den vorhergehenden drei Monaten hatte es bereits 3 Mordanschläge auf Flüchtlinge gegeben. scheint sich in der letzten zeit den Wahlen aufstellen? verschlechtert zu haben. Die Re- Leider konnten wir keine US-Offiziere und einheimische Polizisten haben 1978-1982 mit Dul- gierung hat IWF-gemäße Refor- gemeinsame Liste mit anderen dung des FBI auf Puerto Rico eine Todesschwadron gebildet, wie paria- men eingeführt. Gab es Reaktio- Gruppen aufstellen. Dennoch hatmontarische Untersuchungen jüngst bewiesen. Mindestens drei Morde nen von Seiten der ArbeiterInnen? ten wir 53 Kandidatinnen in 16 von Aktivisten der Unabhängigkeitsbewegung, verschiodene Anschläge Der IWF will, daß die Algerie- Bundesstaaten. Auf unserer Liste und Sabotageakte gehen auf ihr Konto. Dutzende politische Aktivisten sind aufgrund fragwürdiger Beweise und Prozesse zu langjährigen Haftstrafen rInnen ärmer werden, um billige sind z.B. der Gen.Sckretlir der verurteilt worden. Das FBI unterhält noch heute eine Liste, in der über Arbeitskräfte zu erhalten und so Eisenbahngewerkschaft und ande- 100.000 Einwohner der Insel als "Umstürzler" registriert sind. Algeriens Chancen auf dem Welt- re Leute, die an der Spitze von markt zu vergrößern. Zu diesem Kämpfen stehen.
Die in der Tradition der KPO in Nürberg alle drei Monate erscheinen- zweck hat die Regierung den Di- Die PST hat viele Frauen als de "Arbeiterstimme" ist von der Krise sozialistischer Organisationen nicht nar abgewertet (auf ein Fünftel), Kandidatinnen. Wir stellen zwar ausgenommen. Der Mitgliederrückgang durch Tod und Krankheit der Altgenossen und eine gewisse Demoralisation gefährden die Arbeitsfähig- was den Lebensstandart der Be- insgesamt nur 1% aller Kandidakoit. "Es ist so weit, daß ein oder einige Krankheitsfälle genügen würden, völkerung hart getroffen hat. tInnen, aber 25% der weiblichen die Funktionalität der Gruppe in Frage zustellen*, schreibt die (..) Die Auswirkungen der KandidatInnen. Zeitschrift."Das Ungleichgewicht in der Arbeit ist für die Aktiven nicht mehr Politik wurden zunächst hinter Darüberhinaus hat sich eine tragbar und bedroht nun konkret die Zeitungsherausgabe." hohen Steuern auf Güter der Mit- Gruppe von aktivistinnen der telklassen verschleiert (...) wäh- Kommunistischen Bewegung Die "Kontroversen um 'Das Kapital" von Ernest Mandel sind gerade im rend die meisten Grundnahrungs- Algeriens der PST angeschlossen. Dietz-Verlag in Berlin erschienen. Wir werden die Arbeit in Kürze besprechen. mittel nicht angegangen wurden.
(...doch der IWF bestand auf Auf dem Parteitag der PDS wurde am 15.12.1991 Jakob Moneta einer Preisfreigabe, was von der wieder in den nunmehr wesentlich verkleinerten (von 70 auf 18 Mitglieder) Regierung auch befolgt wur- Vorstand gewählt. de)(...)