Inprekorr 1971–1992

Archiv der Internationalen Pressekorrespondenz der IV. Internationale

U.S.A.

'Young Socialist Alliance' diskutiert den Vietnamkrieg

Inprekorr Nr. 22, 15. Dezember 1972 · S. 2 · 548 Wörter

Vietnam und Indochina

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U. S.A. s 'YOUNG SOCIALIST ALLIANCE' DISKUTIERT DEN VIETNAMKRIEG +++++++++++++++++++++++++++++++++#++++ Der nationale Kongreß der 'Young Socialist Alliance', einer revolutionär-sozialistischen On ganisation, die politisch mit der "Socialist Workers Party'" solidarisch ist, fand vom 23.zum 26. November in Cleveland / Ohio statt. Die Versammlung, bei der etwa 1200 Personen anwesend waren, stand unter dem Eindruck der Tendenz zu einem Übereinkommen im Vies namkrieg.

Im Bericht zur internationalen Lage sagte Geoff Mirelowitz, daß "das, was jetzt vor sich geht, ginen neuen Abschnitt für den vietnamesischen Kampf und für die Weltrevolution be deutet.... Wir sehen die Auswirkungen der Weltereignisse auf den Vietnamkrieg. Das Ergebnis ist dies, daß die Vietnamesen nun vor der Aussischt auf eine Regelung stehen, die dem erfolgreichen Abschluß der vietnamesischen Revolution ernsthafte Hindernisse in den Weg legen wird. Daß dieses Abkommen den Vietnamesen aufgezwungen wird, ist ein Ergeb nis von Nixons Übereinkommen mit Breschnew und Mao. Diese Entspannung wird auch auf andere Befreiungskämpfe sich negativ auswirken, obwohl es die langfristigen Perspektiven intensivierter Kämpfe um nationale Befreiung und soziale Gerechtigkeit nicht verändern wird."

Mirelowitz berichtete über die Ausbreitung der IV. Internationale. "Jetzt ist der Zeitpunkt die IV. Internationale auf der ganzen Welt aufzubauen" , schloß er seine Ausführungen, "und auch die "Young Socialist Alliance" und die 'Socialist Workers Party". In dem politischen Bericht, der vom nationalen Vorsitzenden der YSA, Andy Rose, gegeben wurde, kan der Standpunkt der YSA zum Ausdruck, daß, "obwohl die Radikalisierung und die Intensität der Aktivitäten Auf-und-abs kennen wird, Perioden des Rückflutens und der Mobilisierung, so ist die langfristige Perspektive doch die Vertiefung der Radikalisierung und das Ausbrechen neuer Kampfbewegungen"

Rose ging auf den Glauben der meisten Amerikaner ein, daß der Krieg bald zu Ende sein werde. Er sagte: "Die Antikriegsbewegung muß darauf vorbeteitet sein, sofort antworten zu können, wenn Nixon weiter den Krieg eskaliert. Aber die beschleunigte Abwicklung der Verhandlungen und die Wahrscheinlichkeit, daß innerhalb von Wochen ein Waffenstillstand geschlossen wird, . lassen es unserer Ansicht nach als unrichtig erscheinen, zur jetzigen Zei Demonstrationen fürs Frühjahr zu planen. " Er betonte, daß die YSA weiterhin das bedin gungslose Recht der Vietnamesen, ihr eigenes Schicksal zu kontrollieren, unterstützen werde Für das kommende Jahr, sagte Rose, , "erwarten wird den Ausbruch von Kämpfen für verschie dene Ziele, und die YSA wird Gelegenheit haben, zusammen mit anderen militanten Jugend lich in verschiedenen Bewegungen zu kämpfen. " Nach dem politischen Bericht wurden auch Maßnahmen projektiert, um den Verkauf der Monatszeitung 'Young Socialist' zu steigern, um die SWP - Kandidaten zu den Gemeinde- und Staatenwahlen 1973 zu unterstützen und Organisiertrupps in jeden Teil des Landes zu schicken.

In Arbeitskreisen und Kommissionen wurden veschiedene Felder der YSA-Aktivitäten diskufiert. Doug Jenness, der Herausgeber von 'The Militant' , berichtete über die Strategie der revolutionären Sozialisten in der Gewerkschaftsbewegung. In einem anderen Arbeitskreis diskutierte man über die Verteidigung der YSA in Florida, wo sie als "subversive" Organisation erklärt und ihr das Recht abgesprochen wurde, an staatlich geförderten Schulen aufzutreten.

Im Organisationsbericht gab Laura Miller bekannt, daß die YSA an 200 Colleges, 57 High Schools, 5 Junior High Schools und 2 Elementary Schools vertreten ist. Die YSA hat nun 56 Lokale und Mitglieder in 161 Regionen. Andy Rose und Laura Miller wurden als nafionale Vorsitzende und nationale Organisationssekretäre wiedergewählt, Andrew Pulley kam als nationaler Sekretär hinzu.

(Aus INTERCONTINENTAL PRESS, I1. Dex.

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