Die offensive Phase der Kulturrevolution geht von ihrer Lancierung im Frühjahr 1966 bis zur "Kommune von Schanhai" im Februar 1967. Die maoistische Fraktion, die entschlossen ist, den von Liu Shao-chi und Teng Hsiao-ping kontrollierten Apparat zu zerlegen, stützt sich auf die Armee und appelliert zuerst an beschränkte Teile der Massen ( Rote Garden), dann an immer weitere (revolutionäre Rebellen). Da sie die ihre Gegner mobilisieren will, bringt sie egalitäre und antibürokratische Parolen vor, die in der Jugend auf ein gewisses Echo stoßen. Im Winter 1967 wird der ganze Partei- und Staatsapparat als Angriffsziel genannt, und die Parole der "Machtergreifung" wird lanciert. Der Höhepunkt wird im Februar mit der Proklamierung der Kommune von Schanghai erreicht:
die Maoisten, die das Stadtkomitee der Partei beherrschen, berufen sich auf die Kommune von Paris und ihren Organisationsprinzipien. Sie rufen auf, Kommunen nach diesem ruhmreichen Modell überall zu schaffen, um die Große Republik der Kommunen von China zu errichten. Am 7. Februar wird die Benennung 'Kommune' von Peking mißbilligt. Sie wird am 24 durch eine neue Institution ersetzt: das auf der "dreifachen Union" basierende "Revolutionäre Komitee"