Von 1962 an unternimmt Mao Anstrengungen, die Sache wieder voranzutreiben. Er eröffne seine Gegenoffensive mit seiner Rede auf der 10. Sitzung des 8. Zentralkomitees: zuerst greift Mao das Problem der Jugend auf, deren revolutionäre Ausbildung gesichert sein muß wenn man nicht Gefahr laufen will, daß China eines Tages die Farbe wechselt, und lange hält er sich mit der Situation auf dem Lande auf, wo die Entwicklung des Sozialismus durch die spontanen kleinbürgerlichen Tendenzen der reichen Bauern und durch die Unbeweglich. keit der Kader kompromittiert wird. Schließlich legt er sich mit den Intellektuellen an, die die bürgerliche Ideologie propagieren ( über diese Rede berichtete die chinesische Presse vom 27. November ausführlich). Um die Situation wieder ins Lot zu bringen, empfiehlt Mao eine breite "Bewegung für die Sozialistische Erziehung , die die chinesische Gese!!. schaft revolutionieren soll.
Durch diese maoistische Gegenoffensive werden die Interessen der chinesischen Bürokratie verletzt, die neue Abenteuer fürchtet. Vermittels hinterhältiger Sabotage durch den Apparat wird die Gegenoffensive neutralisiert: die chinesische Bürokratie bracht den Mao-Kult, um ihre Macht über die Massen zu konsolidieren. Sie kann sich keine Entmaoisierungspolitik derlauben. Aber sie verfalscht und sabotiert seine Anordnungen, lehnt die "Hirngespinste" des Großen Steuermanns ab und behält im übrigen fest das Monopol der Exekutivgewalt. Die Geschichte von der "Bewegung für die Sozialistische Erziehung "auf dem Lande gibt ein schönes Beispiel für diese Praxis: