Auszug aus dem Aufruf von GIM und KPD und Wenderegierung!
zu den Herbstaktionen müssen die Kampfkraft wie- Beteilgt Euch an den derbeleben, die im 1984er Streik der Metall- und Druck- Aktionstagen des DGB! kolleginnen und -kollegen Kommt zu den zum Tragen kam und damit vorbereiten auf die nächste Großkundgebungen Tarifrunde 1986/87. [...] am 19. Oktober In diese Perspektive passen nicht „Dreiergespräche" zwiin Hamburg, Kassel, schen Regierung, Unterneh- Stuttgart, Nürnberg merverbänden und Gewerkschaften, wie sie Anfang und Dortmund! September geführt wurden. Sie schaffen Verwirrung und behindern die Mobilisierung. [.] Die Gewerkschaften müssen sich auf ihre eigene Kampfkraft verlassen und auf sonst nichts.
Im Mittelpunkt der Gewerkschaftspolitik der nächsten Jahre steht dabei der Kampf um die Arbeitsplätze und die Verteidigung des Lebensstandards der Lohnabhängigen. • Für die weitere Verkürzung der Arbeitszeit: die Tarifrunde 1986/87 muß die 35-Stunden- Mit den Forderungen woche bei vollem Lohn- und „Schluß mit einer Politik für Personalausgleich bringen... wenige - Arbeit für alle - Mit- • Für die Verstaatlichung der bestimmung und soziale Ge- Stahlindustrie und der Werfrechtigkeit" rufen der DGB und ten mit Arbeitsplatzgarantie die Einzelgewerkschaften in für die Belegschaften. diesem Herbst zu Aktionen • Beschäftigungs- und Ausauf... Damit entschieden sich bildungsprogramme, vor aldie Gewerkschaften zu einem lem in den Bereichen Umwelt lange schon notwendigen .... und Soziales. [...] In diesen Schritt des Widerstands ge- Programmen müssen bei Eingen die Wenderegierung und stellung und Ausbildung Fraudie sie stützenden Kapital- en, Jugendliche und Auslänkreise. Diese Mobilisierungen der bevorzugt werden. • Nach mehreren Jahren des Reallohnabbaus steht eine spürbare Erhöhung der Löhne und Gehälter auf der Tagesordnung.
• Durchsetzung von Vetorechten der Betriebs- und Personalräte bei Entlassungen und der Einführung arbeitsplatzverändernder Investitionen. [...] Ein Beschäftigungsprogramm... (ist) mit ausschließlich tarifpolitischen Mitteln nicht erreichbar. Hier müssen die Gewerkschaften systematisch politische Mobilisierungen aufbauen, die auf die Ablösung der Regierung zielen... Die Erklärung der parteipolitischen Abstinenz, die auf unkritische Wahlhilfe für die SPD in der Praxis hinausläuft, ist in den Gewerkschaften völlig fehl am Platze. Aber auch eine SPD-Regierung oder eine Regierung, die sich auf die parlamentarische Zusammenarbeit von SPD und Grünen stützt, wäre für sich genommen noch keine Garantie für eine wesentlich andere Politik. [...] Entscheidend ist vielmehr, daß durch Mobilisierungen im Betrieb und auf der Straße Druck im Sinne einer Politik im Interesse der Lohnabhängigen entfaltet wird. [...]
SÜDAFRIKA