Inprekorr 1971–1992

Archiv der Internationalen Pressekorrespondenz der IV. Internationale

Im Gefängnis von Ahwas

Inprekorr Nr. 109, 27. September 1979 · S. 5 · 191 Wörter

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forschungen über das Gefängnis von von Ahwas

Die französischen Rechtsanwälte Mourad Oussedik und Michel Zavrian unternahmen Anfang August eine Reise in den Iran im Auftrag der Internationalen Liga für Menschenrechte. Sie konnten auch mit Genehmigung des Justizministers das Gefängnis von Ahwas besuchen, wo 1.250 Gefangene liegen, darunter die 14 Genossen der Sozialistischen Arbeiterpartei (HKS). Die beiden Rechtsanwälte haben sich mit ihnen unterhalten können. Ihr Zeugnis ist erschütternd.

Rechtsanwalt Oussedik teilte uns die wichtigsten Feststellungen seines ersten Berichtes mit. Als wir uns mit ihm unterhielten, wußten wir noch nichts von den Todesurteilen. Umso aktueller und dringender wurde sein Appell zu breitester internationaler Solidarität.

Ahwas angestellt hatten. In einem Bericht konstatierten sie, daß es dort keine eigentliche Justizgewalt gäbe, und denunzierten den Völkermordversuch an der arabischen Minderheit. Wir beschlossen daraufhin, Rechtsanwalt Zavrian und ich selbst, diesen Bericht als Arbeitsgrundlage zu nehmen.

Wir kamen mit dem Justizminister zusammen; von seinem Benehmen her zu schließen schien er keine wirkliche Macht auszuüben. Wir fragten ihn, ob es uns möglich sei; die Gefangenen zu besuchen. Ohne mit der Wimper zu zucken, stellte er uns eine schriftliche Genehmigung aus. Forte S 28