sen lanciert, die in Ahwas verhaftet worden sind. Da alle neun in unmittelbarer Lebensgefahr sind, rief die HKS zu dringenden Protesten die Unterstützer der iranischen Revolution in aller Welt auf.
Der Fall ist schon von den Massenmedien im Iran breit aufgegriffen worden, und jede größere Tageszeitung hat über die Verhaftungen berichtet.
Die trotzkistischen Genossen sind am 30. Mai und am 1. Juni bei den Massenfestnahmen von arabischen Protestierem, Erdölarbeitern, Stahlkochern und anderen in der Provinz Khusistan, dem Zentrum der Erdölindustrie, mit verhaftet worden. Die Khomeini-Basargan- Regierung hatte Truppen geschickt, weil sie die Opposition in der Provinz zerschlagen wollte, nachdem der Streik der Zollbeamten in der Hafenstadt Khorramschahr sich zu einem breiten Kampf der Araber für ihre vollen nationalen Rechte ausgeweitet hatte.
Der Kampf der Araber in Khusistan stellt die kapitalistische Zentralregierung vor eines ihrer bisher schwersten Probleme. Von den vielen unterdrückten Nationalitäten im Iran sind die Araber am meisten proletarisiert. 60 bis 70% der arabischen Arbeiter sind in der Industrie beschäftigt, viele von ihnen im Erdölsektor. Ihr Kampf wird Auswirkungen in der gesamten iranischen Arbeiterklasse haben.
Regierungstruppen vermieden werden konnte, sind Hunderte von Leuten, darunter drei Mitglieder des Erdöl- Arbeiterrates und mindestens zwanzig Stahlarbeiter, in der Provinz in Haft genommen worden.
in Ahwas verhaftet Bericht YON CINDY JAQUITH
Die HKS-Genossen Omid Mirbaha Der Staatsanwalt von Ahwas sagte und Mohammed Poorkahvaz wurden am Angehörigen der HKS-Genoss/inn/en, daß 30. Mai von Funktionären des lokalen ihr Fall „ernst" sei und daß umfangreiche Imam-Komitees, dessen Führung dem Untersuchungen angestellt würden. prokapitalistischen Ayatollah Khomeini gehorcht, testgenommen. Sie sind im Formelle Beschuldigungen wurden nicht erhoben. Aber der Revolutionäre Gerichtsrat zon Ahwas gab eine Er- Am 1. Juni wurden sieben weitere klärung ab, die in der Teheraner Tages- HKS-Genoss/inn/en zuhause von Wachen zeitung Ettela at wiedergegeben wurde. des Imam-Komitees verhaftet. Ihre Der Rat sagte, daß unter den vielen Ver- Bücher, andere politische Literatur und hafteten "CilA-Mitarbeiter" seien. Er Kleider wurden konfisziert. Einen Tag sagte auch, daß vier Männer und zwei zuvor hatte die Ortsgruppe Ahwas der Frauen, die "provoziert" hätten, in HKS eine Erklärung zur Unterstützung Haft seien. Namen wurden nicht genannt. der Rechte der Araber und für die Aufhebung des Kriegsrechts (in der Region) Diese Erklärungen sowie der Versuch herausgegeben. der Regierung, den Fall der Trotzkisten geheim zu halten, zeigt an, wie groß die Das Imam-Komitee weigerte sich, den. Gefahr ist. Aufenthaltsort dieser sieben Trotzkisten bekanntzugeben oder den Besuch von Dennoch war die HKS in der Lage, den Rechtsanwälten zu gestatten. Von den Fall der Neun im ganzen Iran bekanntzusieben sind fünf Männer • Mustafa Seifa- machen und einen aggressiven Kampf um badi, Mormoz Fallahi, Mustafa Gorgza- demokratische Rechte zu initiieren. Die deh, Morteza Gorgzadeh und Hamid Trotzkisten in Teheran haben zwei Presse- Shahrabi • und zwei Frauen • Fatima konferenzen gegeben und überall Flug- Fallahi und Maha Hashemi. blätter verteilt. Sie berichten, daß viele Leute von den Verhaftungen wußten, obwohl die Regierung zu verhindern PROTESTE AN... suchte, daß die Tatsachen bekannt würden.
Dringende Proteste gegen die Verhaftung von neun Mitglieder der Sozia- Ein Zwischenfall ereignete sich, als listischen Arbeiterpartei (HKS) von HKS-Sympathisanten in einem Park Flug- Unterstützern der iranischen Revolu- blätter verteilten und Wachen des Imamtion in der ganzen Welt sind nötig! Komitees versuchten, sie festzunehmen. Leute im Park kamen herbei, um die Briefe, Telegramme und telefonische Trotzkisten zu verteidigen, und sie Anrufe zur sofortigen Freilassung der zwangen die Wachen, sich zurückzu- Neun sind zu richten an: ziehen. Prime Minister Mehdi Basargan Der Versuch, der HKS Schläge zu Office of the Prime Minister versetzen, ist im Zusammenhang damit Teheran, Iran zu sehen daß es die Regierung nicht fertigbringt, die kapitalistische Ordnung Islamic Revolutionary Council zu festigen. Wo das Khomeini-Basargan- Teheran, Iran Regime versucht hat, militärisch die Kämpfe zu unterdrücken wie in Kurdistan Proteste müssen auch an die iranischen und Khusistan, da ist • es ihr nicht Botschaften und Konsulate aller gelungen, die Militanten entscheidend Länder gerichtet werden. zu schlagen, unds sie mußte einen Rück-
zieher machen. Genausowenig ist es ihr gelungen, chauvinistischen Fanatismus unter den persischen Arbeitern gegen die unterdrückten Nationalitäten zu schüren. Nach wie vor verteidigen die Massen wachsam die Errungenschaften der Revolution vor imperialistischen Drohungen. Als der Senat der Vereinigten Staaten die "Hinrichtung von Verbrechern des Schah- Regimes verurteilte, fanden in Teheran massive Demonstrationen gegen die US- Regierung statt.
In der industriellen Arbeiterschaft, wo die entscheidende Macht für die Fortführung der Revolution liegt, wird nach wie vor heftig politisch diskutiert. Ähnlich sieht es in der Armee aus. Die Arbeiter suchen nach Antworten auf die Frage, wie die wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen, für die sie im Februar-Aufstand gekämpft haben, durchgeführt werden können. Die HKS ist die einzige Partei, die ein konkretes Programm des Klassenkampfes vorlegen kann, die einzige Partei, die erklärt, wie die Arbeiter und Bauern die Revolution vor der imperialistischen Bedrohung schützen können. Und sie ist die einzige Partei, die die Rechte der unterdrückten Nationalitäten auf ihre Fahnen geschrieben hat und die erklärt, wie notwendig die Klassensolidarität mit ihrem Kampf als Bestandteil zur Vereinigung aller revolutionären Kräfte zur Verteidigung und Ausweitung ihrer Errungenschaften ist.
Das zeigte sich, als am 30. Mai in Teheran 70.000 Leute kamen, um die Sandwichdemo in Teheran für die neun Verhafteten
Dreihundert Unterstützer der neun verhafteten Mitglieder der Sozialistischen Arbeiterpartei (HKS) führten am 9. Juni vor dem Sitz des Premierministers Basargan in Teheran eine Sandwichdemonstration durch. Auf ihren Pappkartons stand: ,Freiheit für die Neun!" Sie trugen auch Plakate zur Verteidigung der drei Mitglieder des Rates der Erdölarbeiter und der zwanzig Stahlarbeiter, die in Khusistan festgenommen worden waren, sowie zur Unterstützung eines Genossen der Volks- Fedayin, der schon einige Zeit zuvor von der Regierung ins Gefängnis gebracht worden war.
Die Teheraner Tageszeitungen vom 10. Juni berichteten über die Sandwichdemonstration und erwähnten auch Protestaktionen gegen die Verhaftung der HKS-Genoss/inn/en in anderen Ländern.
Bei der Sandwichdemonstration vom '9. Juni gab es fast einen Zwischenfall, 'als eine Bande von rechten Schlägern ankam und versuchte, die Unterstützer der HKS in eine Auseinandersetzung zu verwickeln. Diese ließen sich aber nicht provozieren und demonstrierten weiter. Gegen Ende der Aktion tauchten Wachen des Imam- Komitees auf. Führer der Wachen, die offensichtlich Befehle hatten, schritten ein, um die rechten Schläger davon abzuhalten, einen Zwischenfall zu provozieren.
Diskussion zwischen dem HKS-Führer Babak Zahraie mit dem Ideologen der Islamischen Republik, Abu al-Hassan Bani Sadr, anzuhören. Auch in anderen Städten kamen Tausende zu den Kundgebungen der HKS. Etwa 35.000 Exemplare der trotzkistischen Zeitung Kargar (Arbeiter) werden jede Woche verkauft. Die Verhaftung von neun HKS-Mitgliedern ist einer der ersten Versuche des Regimes, Revolutionäre anzugreifen, deren jahrelanger Kampf gegen den Schah und seine imperialistischen Hintermänner bekannt ist. Einige der Verhafteten waren im Exil in den Vereinigten Staaten aktiv und hatten am Aufbau des international bekannten Komitees für künstlerische und intellektuelle Freiheit im Iran teilgenommen.
Der HKS-Fall kann zum wichtigen Test für die Regierung im Kampf um demokratische Rechte werden. Schon sind die Verhaftungen in Teheran als dem „Fall der Neun" bekannt.
Die HKS hat mit ihrer aggressiven Haltung bei der Verteidigung ihrer Genossen und anderer in Khusistan Verhafteten die Führung beim Kampf gegen die Regierungsangriffe auf die demokratischen Rechte übernommen. Die Arbeiter und andere Leute werden genau beobachten, wie der Fall ausgeht. Ein Sieg der Trotzkisten kann große Auswirkungen auf den Kampf im ganzen Lande um das Recht auf freie Rede, freie Presse und das Recht, sich politisch zu organisieren, haben.